Aufstauendes Sickerwasser -> Weisse Wanne???

Diskutiere Aufstauendes Sickerwasser -> Weisse Wanne??? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, habe gerade mit nem Tragwerksplaner (oder Statiker, wie mans nimmt) gesprochen, ob eine "Weisse Wanne" sinnvoll ist oder nicht. Das...

  1. #1 dieter6412, 14.01.2004
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    Hallo,

    habe gerade mit nem Tragwerksplaner (oder Statiker, wie mans nimmt) gesprochen, ob eine "Weisse Wanne" sinnvoll ist oder nicht.

    Das Bodengutachten sagt aus das mit aufstauendem Sickerwasser (da bindiger Lößlehm und Lößboden) und aufgrund der Hanglage mit Schichten und Hangwasser zu rechnen sei. Es wird empfohlen nach DIN 18195 gegen nichtdrückendes Wasser, abzusichern oder eine "wasserdichte" Bauart zu wählen.

    Der Statiker meint daher keine Weisse Wanne nur WU-Beton ausreichend dick (30cm) und die Fugen entsptrechend mit Fugenband abdichten. Er meinte Weisse Wanne sollte nur für wirklich im Grundwasser stehende Keller gebaut werden, da Sie recht teuer sind aufgrund der Bewehrung für die Rissbreitenbeschränkung. Er sagte dann hätte ich im Keller mehr Bewehrung als sonst im ganzen Haus. Kosten also dementsprechend höher. Da er auch Weisse Wanne nach Lohmeyer kannte gehe ich mal davon aus, dass er weiss wovon er spricht oder???
     
  2. #2 dieter6412, 14.01.2004
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    hier noch der genaue text aus dem bodengutachten:

    "Wasserstände wurden nur in wenigen der niedergebrachten Bohrungen gemessen. Das Wasser wurde zwischen 2,40 und 4,95 m tiefe unter gelände angetroffen. Hierbei handelt es sich um schicht- bzw. hangzugwasser, dass durch staunässe in den deckschichten gebildet wird.
    hinweise auf staunässe (klopfnasse bereiche) finden sich in nahezu jeder bohrung. generell kann sich in den übrigen bindigen
    deckschichten und den aufgefüllten böden in abhängigkeit der niederschlagsverhöltnisse staunässe und auch schichtwasser bilden.
    weiterhin muss auf der oberkante verwitteter fels / fels mit dem auftreten von schichtwasser gerechnet werden. daher muss
    damit gerechnet werden dass sich ib folge längerer nässeperioden das schichtwasser aufgrund der geringen durchlässigkeit
    der lehme aufstauen und dann einen geschlossenen wasserleiter bilden kann. dies gilt insbesondere für die talwärts gelegenen
    bereiche.

    da nach der hydrologiscvhen karte von siegburg blatt5209/1988 etwa die oberen 10-15 meter des gebirges grundwasser frei sind, ist auch erst in größerer tiefe im verwitterten Fels/ fels mit grundwasser zu rechnen.
    das an klüfte und schichtflächen gebunden ist.pegelmessungen liegen aus diesem bereich nicht vor.

    Abdichtung

    die kellergeschosse liegen in bindigen böden mit einer geringen durchlässigkeit und es kann grundsätzlich schichtwasser auftreten.
    für die erdberührenden bauteile ist daher gemäß DIN 18195 eine abdichtung gegen nichtdrückendes wasser nur in verbindung mit
    einer drainage entsprechend DIN 4095 ausreichend. für die drainage ist eine ausreichende und rückstaufreie vorflut ausreichend.

    alternativ muss eine wasserdichte ausbildung der gebäudetteile mit entsprechender auftriebssicherung erfolgen.
     
  3. Ebel

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    Können Sie denn eine Drainage machen lassen, die in eine tieferliegende Vorflut einmündet?
     
  4. #4 dieter6412, 14.01.2004
    dieter6412

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    @ebel

    ich weiss nicht was mit dieser vorflut genau gemeint ist. der kanal liegt auf jedenfall höher als die bodenplatte, dass ist sicher, da der kanal nur ca. 1,50 tief liegt.
     
  5. Ebel

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    Da dürften Sie um eine weiße Wanne nicht herumkommen. Mit der Drainage ist eine löchrige Röhre gemeint, die ca. (etwas tiefer) als die Bodenplatte und rundherum um diese liegt und von der aus hoch bis zur Bodenoberfläche beispielsweise eine Sandschicht am Haus anliegt.

    Wenn jetzt Schichtenwasser kommt, sickert es durch den Sand nach unten bis zur Röhre, durch deren Löcher in die Röhre hinein - und dann muß das Rohr leerlaufen.

    Wenn jetzt der Ausfluß des Rohres höher als die Bodenpatte ist - ja dann läuft doch das Wasser hinein statt hinaus, also statt das Wasser vom Haus wegzubekommen, fließt zu Ihrer Hausgründung noch mehr Wasser als sowieso schon vorhanden ist. Und das wollen Sie doch nicht?

    Eine weiße Wanne darf im Wasser stehen und ist dann druckdicht für dieses Wasser ausgeführt. Ein nichtdrückendes Wasser ware durch eine Sandschicht versickerndes Wasser zur Drainage - die aber leerlaufen muß.
     
  6. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Frage einmal den Bodengutachter, ob nicht auch eine Abdichtung gegen "zeitweise aufstauendes Wasser" ausreicht.
    Das sollte bei den geschilderten Verhältnissen genügen.

    Dann kann der Architekt sicher einige brauchbare Vorschläge zur Abdichtung geben.
     
  7. #7 Gast888, 15.01.2004
    Gast888

    Gast888 Gast

    Pumpensumpf

    @Ebel:

    Das ist richtig, aber dafür gibt es ja auch noch die Variante Pumpensumpf würde ich mal sagen.
     
  8. Ebel

    Ebel

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    Prinzipiell ja, aber da die Pumpe defekt gehen kann oder der Strom gerade dann nicht vorhanden ist, wenn er gebraucht wird (z.B. Unwetter), ist diese Lösung nicht zu empfehlen.
     
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