Ausbau Betonboden/Innenwand im Keller

Diskutiere Ausbau Betonboden/Innenwand im Keller im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, hilfesuchend steh ich hier und frage ungeniert (obwohl eigentlich kein Neubau ;-) Ausgangslage: An einer Kellerwand in ein Kiesstreifen...

  1. didi

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    Hallo,

    hilfesuchend steh ich hier und frage ungeniert (obwohl eigentlich kein Neubau ;-)

    Ausgangslage: An einer Kellerwand in ein Kiesstreifen ca 1mx3m statt der üblichen Betonplatte im Keller (Baujahr 1960). Über die Betonplatte weiß ich nichts genaues und ebenso nicht über die Verhältnisse unterhalb des Kiesstreifens (aber alles trocken!). Eine Wand soll nun eingezogen werden, die über den Kiessteifen läuft, deshalb will ich dort ausbetonieren. Nutzung als Vorratskeller.

    Frage: Folgendes stelle ich mir vor: auskoffern, mit Kies verfüllen und verdichten, PE-Folie, ausbetonieren (B25?), Sauberkeitsschicht brauche ich wohl nicht? Wegen Setzungen/Anschluß würde ich Moniereisen in angrenzende Platte bzw. Wände bohren. Ist das o.k.? Was kann/sollte man mit den Fugen machen?
    Wand mit Ytong mauern/kleben, wie macht man da eine Horizontalsperre? Geht eventuell auch eine Trockenbauwand (GKB imprägniert ...)?

    Freue mich auf eine Rückmeldung. Danke!
     
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  3. #2 Elias Brunn, 1. Juli 2002
    Elias Brunn

    Elias Brunn

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    Das ist leider nicht wirklich verständlich. Worauf ist die Wand an deren Seite die Kiesschicht ist gegründet? Was macht der Kiesstreifen dort? Soll die neue Wand eine Art nicht tragende Zwischenwand werden? Ist jetzt eigentlich eine Bodenplatte vorhanden oder nicht?
     
  4. didi

    didi

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    ... etwas mehr Info ...

    Kellerraum ca. 3x3m in Hausecke. Entlang einer Aussenwand läuft besagter Kiestreifen, ansonsten ist eine Betonplatte vorhanden (ohne Estrich ...). Außenmauer wahrscheinlich auf Streifenfundamenten (da keine druchgehende Betonplatte existiert).

    Nutzen/Sinn des Kiesstreifens? Feuchtigkeitsregulieung? keine Ahnung, hat man aber wohl früher öfters gehabt. Kiesstreifen und angrenzede Kellerwand sind aber offensichtlich trocken.
    Die neue Wand soll eine nichtragende Zwischenwand (mit Türöffnung) werden und senkrecht zu besagter Außenwand ein Stück über den Kiesstreifen führen.
    Der Kiesstreifen soll aber definitiv weg!


    Können Sie jetzt genaueres sagen?
     
  5. #4 Elias Brunn, 1. Juli 2002
    Elias Brunn

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    Der Kiesstreifen ist also Innen - Ihr Haus ist auf Streifenfundamenten gegründet? Die neuen Wand läuft senkrecht auf die Aussenwand zu?
     
  6. didi

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    jo!, siehe voriges (geändertes Posting)
     
  7. #6 Elias Brunn, 1. Juli 2002
    Elias Brunn

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    Also mal vorneweg: Abdichtungstechnisch sollte sich jemand anderes äußern. Statisch gesehen, würde ich einen Statiker bei der Hand nehmen und das zeigen. Dieser wird dann sagen, hm, wir müssen ersteinmal gucken was da unter dem Kies ist. Das heisst man wird ersteinmal an einer ganz kleinen Stelle, nicht an der Ecke nachsehen. Dabei ist man sehr vorsichtig, dass man nicht unter eine Mauergründung kommt - wer weiss, was da gebaut wurde. Vielleicht war es so, dass man die Bodenplatte vor der Wand gemacht hatte und deshalb vom Streifenfundament erst hochgemauert hat, dann verdichtet und dann die Platte bis zur Hochmauerung gesetzt hat und schliesslich keine rechte Lust mehr hatte das anders als mit Kies zu schliessen. Das wäre gut, dann ist alles ganz einfach. Da die Mauer empfindlich sein wird auf die unterschiedlichen Bodenabschnitte, würde ich eine Betonbalken druntersetzen auf dem ich dann hochmauern würde. Dann "kragt" dieser Balken ein Stück aus (über dem Kies) und die Mauer steht auf einer Unterkonstruktion. (Seitlich müssen Sie die Mauer natürlich auch halten.) Wie Sie den Kiesstreifen durch Beton ersetzen, hängt etwas davon ab, was da eigentlich ist. Wenn Sie einfach Anschlusseisen in die alte Platte legen, dann reisst ihnen das neue Betonstückchen möglicherweise wegen des Zwanges (naja, ist ja nur ein kleiner Streifen). In jedem Fall ist ersteinmal zu klären, wie es unter dem Kies aussieht.
     
  8. didi

    didi

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    Hallo und danke!

    Da ist mir einiges nicht ganz klar abgesehen davon, dass man natürlich schauen muss, was nun wirklich vorliegt).
    1. Was verstehen Sie unter einem Betonbalken? Eisenträger in Beton? Was kragt da "über dem Kies" aus? Welche Unterkonstruktion für die Mauer?
    Seitliches Halten der Mauer mit Maueranker oder ähnlichem, richtig?
    2. Wegen Bruchgefahr unter Zwang: wenn ich ordentlich verdichtetes Planum habe (siehe Ausgangsposting) sollte ich keine Setzung mehr haben. WEnn ich dann die kleine Betonplatte (besser wohl mit Bewehrung) ringsum mit Anschlußeisen einspanne, sollte das doch eigentlich o.k. sein.

    Können Sie mir als interessiertem Bauherr und Selbstbauer (duck!) das noch etwas verständlicher machen. WEgen so einer "Kleinigkeit" will ich eigentlich nicht viel Geld ausgeben ...
     
  9. #8 Elias Brunn, 2. Juli 2002
    Elias Brunn

    Elias Brunn

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    Sie haben ja zwischen der Bestehenden Platte und dem neuen Stück eine Fuge. Es bestet dabei schon die Möglichkeit, dass sich ihr neues Stückchen etwas bewegt. Das würde die Mauer nicht freuen (Es wäre jetzt auch nicht schlimm, wenn sie dann ein paar Risse bekäme). Wenn sie jetzt einen kleinen Betonbalken betonieren, der auf der bestehenden Platte (vielleicht) angedübelt ist (muss eigentlich auch nicht, hängt davon ab, wo die Tür hinsoll), dann bekommt die Mauer nichts mehr von unterschiedlichen Bewegungen mit.
    Zum Zwang, das sind Risse die daher kommen, dass sich beim "Abfliessen der Hydrationswärme" beim Betonieren, der Beton gerne zusammenziehen möchte. Wenn Sie ihn jetzt an allen Seiten festhalten, reisst er eben auf. Aber bei dem kleinen Stück, sollte das kein Problem werden. Ich schiesse vielleicht mit Kanonen auf Spatzen.
     
  10. dieter

    dieter Gast

    Herr Brunn, ich habe verstanden, danke!
    Leider müsste ich das mit der Türe dann überdenken, könnte aber hinkommen mit einem relativ kurzen Überstand des Balkens. Wie tief sollte ich den Balken im bisherigen Kiestreifen gründen?

    Können Sie etwas sagen bezüglich der Ausführung der Bodenplatte (s. Ausgangsposting), vorbehaltlich eventueller neuer Erkenntnisse.

    Wer weiß noch etwas zu Horizontalabdichtung bzw. Trockenbaualternative?
     
  11. MB

    MB Gast

    Abdichtung

    Ich gehe mal davon aus, daß kein drückendes Wasser vorliegt, sondern nur Bodenfeuchte. Dann reicht eine Papplage unter und über der ersten Steinreihe.
     
  12. dieter

    dieter Gast

    Abdichtung

    Annahme ist korrekt (AFAIK). Papplage unter 1. Steinreihe bei Ytong im Mörtelbett (1:4?) ist relativ klar, aber zwischen den Steinen im Dünnbettmörtel??

    Danke an die beiden Herren für Ihre Mühe!
     
  13. MB

    MB Gast

    Ja und?

    Besser ist das allemale. Diese "Pappen" bzw. Kunststoffe haben doch nur 1 mm Dicke
     
  14. dieter

    dieter Gast

    schon ...

    aber die Frage (für mich als Laien) ist, wie die Steine dann haften im Dünnbettmörtel mit eingelegter Bahn?
     
  15. Jupp

    Jupp

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    Hey Didi

    Wenn Du noch ein bischen machst,dann komm ich noch vorbei und mauer Dir das Ding noch hoch.Aber nerv mich nicht mit Haftwerten zwischen Mörtel und Folie ;-)
     
  16. MB

    MB Gast

    Hehe, Jupp

    Das hatten wir beide auch schon mal 8)
    Warum soll die Pappe unten die Haftung weniger beeinflussen als die eine Steinreihe weiter oben? Da ist doch kein Zug drauf. Höchstens Erdruck.
     
  17. Jupp

    Jupp

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    Hey MB

    das hier ist doch eine popelige Zwischenwand im Keller.Nix Erddruck!Mir kommt das ganze wie ein Fake vor. Haftung zwischen Mörtel und Pappe-Folie.Wenn die in der Zwischenwand keine Haftung hat ,dann übernimmt die Reibung diese Funktion.Oder sollen wir hier noch ne Docktorarbeit über diese Problem schreiben :D
     
  18. MB

    MB Gast

    Aua! *ganztiefduck*

    Hannisch verjesse......... Naja, Doktorarbeit über Reibungskoeffizienten in der Anwendung bei Zwischenwänden, Herleitung der Ayrischen Spannungsfunktion und Kapillarverhalten von verschüttetem Bier im Keller, das hätte doch was ;D
     
  19. JDB

    JDB

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    Echt klasse Probleme habt ihr hier am Wickel ^_^
     
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  21. MB

    MB Gast

    Wo bleibt Bakel's Senf?

    Der fehlt noch hier ;D
    Schlag mal Titel für Doktorarbeit vor. Oder gibts in Neustadt an der Wärme keine Uni? bei uns gibts wenigstens ne Bier-Uni.
    Ach Mist, gab >(
     
  22. dieter

    dieter Gast

    uiii ... da habe ich was losgetreten.
    1. kein Fake, ich stell so dumme Fragen (ich dachte die dümmsten Fragen, sind die, die man nicht stellt, gelle!)
    2. mein Bedenken war, dass Mörtel+Pappe in der Lagerfuge nicht verläßlich die Steinreihen vebinden. Ist damit geklärt!
    3. nehme ich das Angebot zum Hochmauern an, gegen KB (Kasten Bier), gell Jupp.
    4. will ich niemand nerven ...
    5. hätte man mich nicht zurücknerven müssen
    6. Danke und EOT
     
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