Ausbetonieren des Fertigkellers korrekt?

Diskutiere Ausbetonieren des Fertigkellers korrekt? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo Gemeinde, kurz bevor der Rummel losgeht, hab ich mir auf meinem (mittlerweile fertigen) Fertigkeller von Knecht die Kellerdecke nochmal...

  1. stebbele

    stebbele Gast

    Hallo Gemeinde,
    kurz bevor der Rummel losgeht, hab ich mir auf meinem (mittlerweile fertigen) Fertigkeller von Knecht die Kellerdecke nochmal angeschaut.
    Dabei habe ich festgestellt, daß an 2 von 4 Ecken des Hauses der Beton nicht vollständig/gleichmäßig ausgegossen wurde (siehe Bilder aller 4 Ecken).
    Da der Keller jetzt 6 Wochen steht (Haus kommt am 25.1.06), habe ich etwas Befürchtungen, daß dort Wasser eindringen könnte und die Wände nicht trocken sein werden.
    Vielleicht könnt Ihr mal drüber schauen und Euer fachliches Urteil dazu abgeben.

    Danke im voraus und frohe Weihnachten.

    Gruß,
    Stephan
     
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  3. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "mmmh"

    sieht etwas eigenwillig aus das ganze ... angefangen von der Betonoberflächen über die Ecken bis hin zur Dämmung.
    .
    Mehr Info´s wärn auch ned schlecht ... Bodenart bzw. Lastfall Wasser ? ... wie stark sind die Dreisschichtwände und welche Abdichtung ? ... was kommt auf den Keller drauf ... Mauerwerk o. sonstiges ... da steht schon Haus kommt in 6 Wochen aber welche Bauweise ??? ... wie stark ist die Kellerdämmung ?
    .
    vielleicht sollten Sie mal Ihre Foto´s unbearbeitet an info@baumurks.de (ne grösser wie 3MB pro Sendung) schicken und ich hol mir dann raus was ich verwerten kann ?
    .
    +
    MfG
    .
     
  4. #3 stebbele, 25. Dezember 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26. Dezember 2005
    stebbele

    stebbele Gast

    Leider bin ich weniger der Techniker, als eher der, der die Rechnung zahlt. Ich will trotzdem versuchen, die Fragen so gut wie möglich zu beantworten:

    Aussenwand (lt. Unterlagen der geprüften Fertigteile des Prüfstatikers):
    Hohlwand Bet. C 25/30, Dichte 2,5t/m^3, d = 20,0cm
    Bew: BSt 500S
    Die Wand ist 20cm stark (außen 6, innen 5, Rest Beton)

    Abdichtung erfolgte durch Kaltbitumen, lt. Bauleiter 3-4mm stark. Die Abdichtung wurde nur an den Nahtstellen Wände/Bodenplatte *und* zwischen den Wänden durchgeführt.
    ---
    Plattendecke (lt. Verlegeplan Knecht):
    Deckendicke h=17cm (Plattendecke 5cm, Rest Ortbeton C25/30)
    Betonstahl BST 500S/500M
    ---
    Auf den Keller drauf kommt ein Fertighaus von Bien Zenker.

    Kellerdämmung:
    Dämmplatten mit Dränrillen und Vlies, d=50mm

    Das unbearbeitete Foto habe ich nochmal hochgeladen auf:
    Bild unbearbeitet (1,8 MB)

    Weitere Bilder im Haus Blog
    (Sortierung nach Datum JJMMTT -> letztes Bild unten)


    Gruß,
    Stephan
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 27. Dezember 2005
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Au mann...

    Da könnt einem ja richtig übel werden, wenn man die paar Kellerbilder sieht:
    Böschungswinkel der Baugrube, was´n das, hääää, wir ham bloss rechte Wingel :boxing
    Geotextil als Sauberkeitsschicht, PE-Folie auf Kiesschüttung und darauf die Bewehrung - sone 0,2er PE hält doch echt was aus ey, und die paar Abstandshalter, gein Dema Mann - mach ma imma so :mauer
    Und die Fundamente innen ungeschalt - wieso, Betong is doch bloss Wasser, Zement un Kies, da macht der Kies doch gar nix :eek:
    Ein Bodenablauf im KG - und wo ist der Rückstauschieber - vorm Haus, damit die gesamte Bude bei Rückstau abgeklemmt wird :yikes
    Wat sin denn das für Poppels, die da aus der Bodenplatte hochstehen - sollen das Anschlusseisen sein :wow :wow
    Ne echte Zebra - Wanne - na schick. Was für einen Lastfall ist denn da?
    Und Rillenplatten??? Drainage??? Mit was wird / ist verfüllt ????
    Wenn Drainung, wie wird das Wasser abgeleitet???
    ****
    JDB - is das Deine Musterbaustelle ???
    ****
    MfG
     
  6. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "mmmh"

    auf´n Fahrzeug dieser ausführenden Truppe stand ned zufällig "Bau- und Montageservice ?" ... hat das Bauamt wegen der Böschung den Bau mal eingestellt ? ... der selbst gezimmerte Verbau deutet ja fast drauf hin.
    .
    Bitumen an den Stössen und an der Sohle vielleicht ohne verherige Füllung der
    Fugen dann wär´s perfekt.
    .
    wenn´s "denn" so auch geht dann versteh ich unseren Aufwand ned ............
    .
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 27. Dezember 2005
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Verbau...

    dürfte wohl eher auf einen zu Recht um die Standsicherheit seiner Garage besorgten Nachbarn zurückzuführen sein!
    ***
    @ Josef: Au Mann, san mir bled, mir Deppen.
    Am End wird dann noch mit Lehm verfüllt.
    ***
    MfG
     
  8. #7 stebbele, 27. Dezember 2005
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 27. Dezember 2005
    stebbele

    stebbele Gast

    Der Kontrolleur vom Bauamt war tatsächlich da, hat aber den Böschungswinkel als unbedenklich eingestuft (sieht auf den Bildern steiler aus, als es ist). Der "Verbau" an der Kellertreppe wurde tatsächlich zum Abstützen der Wand angebracht, die Garage ist aber nicht gefährdet, weil mit 90cm Fundament und die Garage selbst ist aus Aluminium, die mit Fahrräder, Kartons und Regale vollstehen, aber keine Autos.

    Der Keller selbst wird diese Woche noch mit 1m-Noppenbahn, Geotextil, Split 8/16 und Drainage versehen und anschl. verfüllt.

    Der Boden selbst ist unbedenklich, quasi staubtrocken, deshalb schliessen wir die Drainage auch nicht an die Kanalisation an, sondern stellen diagonal zwei Revisionsschächte, die wir ggf. auspumpen können. Zu 90% wird diese Drainage nie gebraucht werden.

    Die Fugen zwischen Bodenplatte und Wände wurden vorher natürlich verfüllt, bevor die Bitume draufkam.

    Bodenablauf im KG ist nur an der Außentreppe und natürlich hat der eine Rückstausicherung.

    Bzgl. des Aufbaus der Kellerbodenplatte habe ich gerade 3 Bilder an den Kellerbauer geschickt (
    1.) Aufbau der Bodenplatte *vor* dem Betonieren,
    2.) Länge der Anschlusseisen und
    3.) nochmal wg. der Spalten in der Kellerdecke)

    und bin mal gespannt, was der drauf antworten wird
    (Danke Herr Dühlmeyer für die Anregungen).

    Leider hab ich in diesem Beitrag immernoch keine Antwort auf meine eigentliche Frage bzgl. meiner Befürchtungen der Kellerdecke bekommen. Habt Ihr eine Idee?

    Gruß,
    Stephan
     
  9. noi76

    noi76

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    Verstehe ich das richtig: Die Drainage sollte nicht gebraucht werden, darum wird sie nirgends angeschlossen und kann dann bei Bedarf abgepumpt werden (und landet doch wieder in der Kanalisation). Und wenns im Urlaub regnet :wow

    Mario
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 27. Dezember 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Der Boden...

    ist doch feinster bindiger Boden. Sickerfähig ist der doch nicht - jedenfalls nicht so, dass es kein Stauwasser gibt. Wie wären sonst die Pfützen zu erklären und die sauberen Fußabdrücke.
    Und dann war da mal was mit Versickerung von Regenwasser. Ich kenne hier ein Baugebiet, da haben auch ein paar Eggsbärten mit ohne WW gebaut, weil der Boden im Prinzip sickerfähig ist. Bloss wenn die gesamte Nachbarschaft Ihr regenwasser versickert, dann gibts - zeitweilig - einen anstehenden Wasserspiegel. Und einige Keller saufen mit unschöner Regelmäßigkeit ab. :cry
    Und eine Definition des Lastfalls per Baugrundgutachten scheints ja auch nicht zu geben.
    Au weia.
    MfG
     
  11. Uli R.

    Uli R.

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    doch :lock

    das isser der Lastfall. :D

    Aber ich find's klein wenig lustig zusagen, dass was wir eh nicht brauchen bauen wir halbherzig dennoch ein. Ja entweder ich brauch's dann bau ich's ein, oder ich brauch's nicht dann lass ich's weg.
    Nebenbei, wäre es denn überhaupt erlaubt gewesen an den Kanal anzuschließen? Ich kann's mir kaum vorstellen, das is doch ein Neubaugebiet.
    Noch nebenbeier, was hält denn das in 10% der Fälle anstehende Wasser davon ab in den Keller zu sickern? Die schwarze Pampe an den Nähten, oder die Styro Platten (mit Rillen)? :cool:
     
  12. stebbele

    stebbele Gast

    Mario,

    Urlaub ist doch die nächsten 3 Jahre eh gestrichen ;)

    Nee, im Ernst. Mir war wichtig, daß ich eine Drainage drin habe, selbst wenn der Boden staubtrocken ist. Ziel sollte es sein, daß ich das Regenwasser, das sich evtl. nach einer lange *und* heftigen Regenphase in der Drainage sammelt, durch die beiden Revisionsschächte abpumpen kann. Da ich einen Rückstau durch die Kanalisation nicht riskieren wollte und damit rechne, daß da eh selten was drin ist, habe ich diesen Weg gewählt.

    Das einmalige Abpumpen alle paar Jahre sollte die Kanalisation doch verkraften....
     
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  14. #12 Ralf Dühlmeyer, 27. Dezember 2005
    Ralf Dühlmeyer

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    Die Kellerwände werden eh nicht trocken und entweder wird die Fläche sauber abgedeckt - dann schaden die paar kleinen Ecken auch nicht, weil sie überdeckt werden.
    Oder der Keller steht weiter so rum, dann fällt das bissel mehr Wasser auch nicht mehr auf :winken
    Aber ich glaube, dass sind eher Unwichtigkeiten.
    MfG
     
  15. stebbele

    stebbele Gast

    Hallo Herr Dühlmeyer,
    danke für die Antworten. Wie oben schon erwähnt, wird der Keller seit heute verfüllt/Drainniert (schreibt man das so?), steht also nicht weiter so rum.

    Gruß,
    Stephan
     
Thema:

Ausbetonieren des Fertigkellers korrekt?

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