Außenwände 25cm Gasbeton zu dünn?

Diskutiere Außenwände 25cm Gasbeton zu dünn? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, mein Name ist Chris, bin Elektromeister und komme aus dem Allgäu. Ein Einfamilienhaus das zum Kauf steht interessiert mich, aber...

  1. #1 senseless, 05.06.2019
    senseless

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    Hallo zusammen,

    mein Name ist Chris, bin Elektromeister und komme aus dem Allgäu.
    Ein Einfamilienhaus das zum Kauf steht interessiert mich, aber jetzt gibt es eine Stelle die mich stutzig macht.

    Die Außenwände bestehen laut Baubeschreibung aus 25cm Gasbeton Steinen. So "dünne" Mauersteine sind für unsere Region eher untypisch. Kann mir jemand sagen ob das alles so OK ist oder ob ich lieber die Finger davon lasse?
    Ein paar Eckdaten zum Haus:
    Baujahr 1979
    Kaufpreis 420000
    Gasbetonblöcke: 0,19 W/mK
    Es wurden nur die Heizung vor 20 Jahren erneuert und ein paar Bodenbeläge.
    Aufbau des Hauses im Anhang

    Das Haus wurde von einer Firma aus Bremen gebaut, die es nicht mehr gibt daher bekomme ich da keine Informationen.

    Falls das Thema falsch liegt, dann kann es gerne verschoben werden.
    Vielen Dank schon mal im Voraus.

    Grüße
    Chris
     
  2. #2 Fred Astair, 05.06.2019
    Zuletzt bearbeitet: 05.06.2019
    Fred Astair

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    Aus solch dünnen Steinchen habe ich vor 39 Jahren meine Gartenlaube gebaut. Die wird aber nur gelegentlich beheizt.
    Wenn Du da wohnen willst, muss noch weitere Dämmung drauf. Für solch Sommerhäuschen ist das viel zu teuer. Es sei denn Du hast unverbaubaren Bodenseeblick.
     
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  3. #3 senseless, 05.06.2019
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    Danke für die Antwort Fred Astair. Leider ist hier kein Bodenseeblick vorhanden ;-)
    Ich versteh es auch nicht ganz, weil das Haus ansonsten sehr hochwertig gebaut wurde, aber die Auswahl der Außenwände kommt mir auch arg dünn vor.
    Wäre der Kaufpreis 100.000 Euro weniger, würde ich über eine Dämmung nachdenken. Aber der Preis lässt nicht mehr viel Spielraum, irgendwie muss die Familie auch noch ernährt werden ;-)
    Sonst noch jemand eine Meinung dazu?

    Danke
     
  4. #4 Leser112, 05.06.2019
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    Dünn ist stets relativ.;) Das Baujahr ist ja noch vor Einführung der EnEV! Also energetisch nicht so prickelend. Außer den AW sind ja noch Dach, Fenster, Türen sowie BPL zu beachten! Da sind sicherlich ebenfalls, wie bei der Heizungsanlage, energetische Defizite vorhanden. Das kostet insgesamt nicht wenig, um auf einen annehmbaren energetischen Zustand zu kommen!
    Andererseits ist vermutlich das Grundstück im Preis enthalten?
     
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  5. #5 senseless, 05.06.2019
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    Das Dachstuhl ist sichtbar, daher ist eine Aufdachdämmung vorhanden, allerdings auch von 1979.
    700qm Grundstück und eine Doppelgarage sind im Preis inbegriffen. Könnte das Haus wohl für 400.000 Euro haben, Aber die Moderniesrungskosten kann ich schlecht abschätzen, die aber vermutlich nicht unerheblich sind. Fußbodenheizung ist in jedem Raum und die Heizung ist 20 Jahre alt. 2 Bäder sind neu zu machen und die Fenster sind auch von damals.
    Bin auch nur ein normalverdiener mit 2 Kindern und Frau. Da ist auch nicht soviel mehr Luft.....
     
  6. #6 petra345, 05.06.2019
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    Das war der Standard von 1979. Auch damals hatte man sich Gedanken um die Wärmedämmung gemacht.

    Die heute üblichen EnEV-Vorschriften, erneuert im 3 oder 4 Jahre-Rhythmus, sind nicht so viel besser, daß man da unbedingt nachbessern muß . Aber wenn die Außenfassade neu angelegt wird, kann man über eine Wärmedämmung auf den Porenbetonsteinen nachdenken.

    Ein größeres Problem könnte es werden, daß bestimmte Renovierungspflichten greifen, wenn das Haus verkauft wird. Diese Verbesserungen verlangt man vom Käufer!
    Auskunft über Heizungsmodernisierung erteilt der Bezirksschornsteinfeger . Wegen der erhöhten Wärmedämmung würde ich das Bauamt fragen.
     
  7. arch

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    Die Dicke spielt nicht die einzige Rolle. Erst mit der Wärmeleitzahl ergibt sich der eigentliche Dämmwert. Der Gasbetonstein dürfte einigermaßen "schwer" sein, also hohe Wärmeleitzahl. Nicht zu vergleichen mit den Steinen von Heute. Wieviel Heizenergie wurde den so bisher verbraucht? Gibt es einen Energieausweis? Natürlich sind das nicht unbedingt verlässlichle Zahlen, aber können einen Anhaltspunkt bieten. Andere Rahmenbedinungen sind gut? Keller trocken, keine gröberen Risse in Wänden, Grundbuch frei von Lasten, keine Asbestplatten?
     
  8. #8 senseless, 05.06.2019
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    In den Bauunterlagen stand 0,19 W/mK bei den Gasbetonblöcken, das müsste ja die Wärmeleitzahl sein oder?
    Keller gibt es keinen, Wände sehen gut aus, Asbestplatten sind auch nicht verbaut. Grundbuch ist auch sauber.

    Du hast recht arch, das ist auch sehr wichtig. Ich hab mir nur gedacht ob die Statik nicht darunter leidet, da wir doch ziemlich viel Schnee hier haben (Ostallgäu) und die die Wandstärke ungewöhnlich dünn ist.

    Trotz alle dem lässt sich viel Geld ausgeben, da keine Grundlegenden Renovierungen durchgeführt wurden. außer der Heizung vor 20 Jahren.

    Energieverbrauch wurde ermittelt mit 153,4 kWh/m² a (Effizienzklasse E)
    Allerdings ist dieser Wert sehr über den Daumen geschlagen, da die Besitzer hauptsächlich Paletten verheizt haben....
     
  9. arch

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    Das ergibt einen U-Wert von 0,67 für die Steine. Minimale Übergangsverluste und Bischen Abzug für den Putz, aber macht den "Kohl auch nicht fett". Wobei das schon besser ist als viele Häuser aus der Zeit. Die Schneelasten sind zwar angepasst worden, und höher wie früher, aber die Schwachstelle bilden meistens die Sparren im Dach. Die werden zwar nicht brechen, aber sich stärker durchbiegen. Der gesunde Menschenverstand sagt aber, dass das Haus so schließlich auch schon eine weile Schadensfrei ist, also wird es wohl stabil genug sein.
     
  10. SIL

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    Weder zu dünn noch zu dick, bis zur EnEV 2009 ist 24 cm MW gerade noch so 'gegangen', als unterer Einstieg- statisch ging sogar 20cm MW bis 2 Vollgeschosse, wichtiger als die reine energetische Betrachtung ist die Kontrolle der typischen Schadens - Riss Bilder an Porenbeton MW-ist da nichts vorhanden, gibt es da auch nix auszusetzen. Rein vom notwendigen energetischen Aufwand betrachtet sind in diesen Jahren gebaute Gebäude alle nicht sonderlich egal ob Poroton Bims etc ertüchtigt müssten diese alle werden....
     
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