Aussenwände mit Jackodur/Styrodur dämmen?

Diskutiere Aussenwände mit Jackodur/Styrodur dämmen? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo! Es geht um die folgende Situation in meinem WG-Zimmer: Altbau um 1910. Ich bewohne zwei hintereinander liegende Zimmer --> vom Flur geht...

  1. #1 ts81, 6. August 2010
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. August 2010
    ts81

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    Hallo!

    Es geht um die folgende Situation in meinem WG-Zimmer:

    Altbau um 1910. Ich bewohne zwei hintereinander liegende Zimmer --> vom Flur geht man ins erste Zimmer, von dort weiter ins zweite. Das Problem:

    Beide [D]Fenster[/D] Zimmer grenzen an zwei Dachkammern - etwa drei Quadratmeter große Kammern, die nach außen von den Dachpfannen begrenzt werden. Zwischen den Kammern und meinen Zimmern sind etwa 15 cm starke Steinwände. Zugänglich sind die beiden Kammern durch je eine 1 x 1 m große Luke, die durch eine 1 cm starke Holz"tür" verschlossen wird.

    Die Kammern sind nach außen in keiner Weise gedämmt --> Wenn es draußen 5° C sind, ist es in den Kammern ähnlich kalt. Die Steinwände zwischen den Kammern und meinen Zimmern sind ebenfalls in keiner Weise gedämmt --> Wenn ich heize, verliere ich aus meinen Zimmern viel Wärme in die Kammern und von dort nach draußen.

    Nun wurde vorgeschlagen, die Innenwände (Kammer/Zimmer) und die Luken mit Jackodur oder Styrodur-Platten zu dämmen. Diese sollen auf Seite der Kammern angebracht werden, und zwar direkt auf die Wände, ohne irgendeine Trägerkonstruktion.

    Dampfsperren existieren im ganzen Haus nicht und sollen auch hier nicht angebracht werden.

    Ist das ein vielversprechender Vorschlag? Wärmedämmung scheint ja ein hoch komplexes Thema zu sein, daher wundere ich mich, dass das mit dem Anschrauben von ein paar Platten getan sein soll ...

    Viele Grüße,
    Thorsten
     
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  3. bernix

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    ...wenn die Rückwand gedämmt wird ist das sicher ein Anfang...

    nur: Was ist mit der anderen Dach- und Wandfläche?
     
  4. ts81

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    Die Rückwand? Nochmal zur Ergänzung/Erklärung: Ich wohne im dritten Stock und darüber ist noch ein zu einer Wohnung ausgebauter Dachboden --> meine Zimmerdecken sind keine Schwachstellen, über die ich viel Wärme verliere. Dann habe ich natürlich noch Innenwände zu anderen Räumen der Wohnung, ebenfalls unproblematisch. Und "echte" Außenwände, d. h. auf der Außenseite die Hausfassade und auf der Innenseite meine Zimmer. Diese sind nicht gut gedämmt, aber immerhin sehr dick ... es geht. Eine Dämmung wäre hier ja auch aufwändig, weil erstens damit Wohnraum verloren ginge und zweitens auch die Oprik berücksichtigt werden müsste.

    Es geht um die Kammern, die weder zur Hausfassade noch zu meinen Zimmern gedämmt sind. Bitte seht Euch mal das Bild an.

    Meine Frage: Ist das in meinem ersten Beitrag beschriebene Verfahren zur Dämmung sinnvoll?
     
  5. ts81

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    Sorry, Korrektur zu meinem ersten Beitrag. Im dritten Absatz muss es heißen: "Beide Zimmer grenzen an zwei Dachkammern", nicht "Beide Fenster ...".

    Ich glaube, auf dem Bild (siehe mein Beitrag von heute Nachmittag) wird die Problematik einigermaßen deutlich.
     
  6. ts81

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    Also wenn noch Fragen sind, her damit ...

    Ich muss wissen, ob diese Art der Dämmung in meinem Fall sinnvoll ist. So wie ich meine Vermieterin kenne, wird sie mich um eine Beteiligung an den Kosten bitten. Da muss ich wissen, ob die Maßnahme auch sinnvoll ist.

    Im Moment sitze ich von Dezember bis Februar bei maximal 17°C in Raum 1 und bei 15°C in Raum 2 (siehe Grafik). In den anderen Räumen der Wohnung besteht dieses Problem aber nicht, daher kann ich wohl davon ausgehen, dass es an den Dachkammern liegt.

    Kann ich nach der beschriebenen Dämmung wohl mit höheren Temperaturen bei gleicher Heizleistung bzw. mit weniger Energiekosten bei den gleichen Temperaturen rechnen?
     
  7. ts81

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    Also falls es irgendwelche Gründe geben sollte, das meine Frage hier fast völlig ignoriert wird, könntet Ihr mir die nennen, damit ich die Frage dann ggf. spezifizieren, umformulieren oder woanders stellen kann ...
     
  8. #7 Manfred Abt, 12. August 2010
    Manfred Abt

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    fachlich halte ich mich eher zurück, weil, wie du selber schreibst "hoch komplex"
    Aber ich kann zumindest sagen, dass mein Denkansatz wohl derselbe gewesen wäre. Nur weiß ich nicht, ob wirklich XPS (z.B. Styrodur) erforderlich ist ober ob nicht doch EPS (z.B. Styropor) hier den gleichen Zweck erfüllen kann.
     
  9. Erdferkel

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    Hallo Thorsten,
    nur mal so vorweg: ich bin kein Experte was Dämmung angeht...

    Wie Du es selbst schon gesagt hast, ist Dämmung ein sehr komplexes Thema.
    Innendämmung ist noch viel komplexer und man kann sich damit (falsch ausgeführt) viele Probleme (Schimmel etc.) ins Haus holen.

    Ohne wirklich viel Ahnung von der Materie zu haben, kann ich Dir aber sagen, daß das so nichts wird. Erstens, weil Du vermutlich nicht der Eigentümer des Gebäudes bist und zweitens weil ich Deiner Berufsbezeichnung entnehme, daß du keine großeren Investitionen tätigen möchtest.

    Nach meiner bescheidenen Meinung gibts nur zwei Möglichkeiten: ausziehen oder den Eigentümer davon überzeugen, daß an der Dämmung des gesamten Gebäudes dringend was zu machen ist.

    Wenn Du etwas Zeit in die Suche steckst, wirst Du nach ein bisschen Lesen hier im Forum sicherlich zu einer ähnlichen Meinung kommen.

    Gruß,
    Erdferkel
     
  10. bernix

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    Dieses Forum unterstützt (normalerweise) keine DiY-Aktivitäten....
    -
    Es ist sicher ein Anfang, die Steinwände der Kammer zu dämmen...
    Ob es nennenswert etwas bringt ist die Frage.

    zB: Fläche der Innenwände (die gedämmt werden sollen) zur Aussenwandfläche?
    Material der Innenwände (Die bestehen bei Altbauten oft aus leichten Bimssteinen und haben dadurch (oft, manchmal) einen besseren Dämmwert als die massiven Ziegel (?)-Aussenwände.
    Qualität der Fenster?
    Dicke der gedachten Dämmung?
    Beheizung der Nebenwohnungen?

    Probiers aus: Material kostet knapp 10€/qm, so verkleben, dass keine Kalte Luft zwischen Dämmung und Wand gelangen kann...
    Aber sei nicht enttäuscht, wenn der Effekt nahe null ist.
     
  11. #10 Manfred Abt, 12. August 2010
    Manfred Abt

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    Obs DIY ist, kann ich nicht entnehmen. Wäre natürlich nicht untypisch. Ich bin aber schon der Meinung, dass hier bis zu einem gewissen Punkt die erwünschte Hilfestellung durch das Forum stattfinden sollte.

    Ich versuche mal, die bisher wichtigen Infos zusammenzufassen:
    • dass es nur durch/mit Hauseigentümer geht ist ja wohl erkannt
    • über Dämmmaterial müsste man mal drüber nachdenken, vielleicht kommen ja noch Infos
    • Platten an die Wand dübeln: eher nicht, besser kleben
    • wohl schon erkannt, dass Innendämmung (bewohnte Seite) nicht der Weg sein sollte
    • Info bzgl. Einschätzung möglicher Folgeschäden fehlt noch, aus meiner Sicht - aber nochmals ausdrücklich gesagt: nicht mein Thema!- nicht so gravierend.
    • Kosten vermutlich überschaubar
    • Ergebnis nicht abschätzbar
     
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  13. ts81

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    Danke!

    Auch wenn ich jetzt nicht viel weiter bin als vorher: Ob es was gebracht hat, zeigt sich erst hinterher ...

    Der Vorschlag kam so von einem Dachdecker, der sich das Ganze im Auftrag meiner Vermieterin angesehen hat. Es geht also nicht um ein DIY-Projekt.

    Eine fachgerechte und zeitgemäße Dämmung des gesamten Hauses bleibt wohl außen vor, da die Vermieterin das nicht machen wird. Auch auf Faktoren wie die Fenster und wie die Nachbarwohnungen beheizt werden, habe ich keinen Einfluß. Die Fenster selbst sind wohl OK, aber nicht hunderprozentig dicht (Papierstreifentest) und die Nachbarzimmer und -wohnungen werden auch mal längere Zeit wenig oder gar nicht beheizt.
    Aber: Ich hatte ja schon geschrieben, dass das Problem in den anderen Zimmern meiner WG, und auch in den anderen Wohnungen, nicht besteht. Daher führe ich den Wärmeverlust auf die Dachkammern zurück.

    In den Kammern ist es so, dass das Verhältnis der Wände, die gedämmt werden sollen, zur Außenwandfläche (bzw. Dachziegelfläche) der Dachkammern etwa 1,5:1 beträgt. Das Material der Wände kann ich nicht bestimmen.

    Mein Gedanke: Über die Wände geht Wärme verloren --> man versieht die Wände flächendeckend, ohne Lücken mit einer Schicht schlecht wärmeleitenden Materials --> der Wärmeverlust verringert sich. Das das nicht die bester aller möglichen Lösungen ist und das man das genaue Ergebnis so nicht vorausberechnen kann - OK. Aber kann ich nicht durchaus mit Recht davon ausgehen, bei gleicher Heizleistung wenigstens ein paar °C mehr zu haben? Ich will ja mein WG-Zimmer nicht zum Null-Energie-Bereich machen ...

    Bernix hatte noch nach der Dicke der geplanten Dämmung gefragt. Das wäre auch noch eine Frage ans Forum - ich dachte so an 60 oder 80 mm??!! Ich denke mal dass der Dachdecker meiner Vermieterin was vorschlagen wird und würde mich da gerne einklinken, falls meine Vermieterin aus Kostengründen eine zu dünne Dämmung anbringen lassen will?

    Und Manfred Abt hatte das Dämmaterial angesprochen - ist es nicht so, dass XPS ganz einfach die Wärme schlechter leitet als EPS?

    Und noch ein Wort zu Folgeschäden: Das ist ja Sache der Vermieterin. Sie sollte es eigentlich ordentlich machen lassen, wenn sie jetzt den günstigen Weg geht, muss sie mit den Folgen leben. Ich persönlich halte weder Temperaturen von 15-17° C noch Schimmel für OK und würde gerne gucken, was bei der Maßnahme jetzt rauskommt ... vielleicht läuft es ja doch auf 18-20° C ohne Schimmel raus, damit wäre ich zufrieden.
    Nochmal: Ordentliche Dämmung fü mehrere zehntausend € wird die Vermieterin nicht machen lassen. Ausziehen will ich aber auch nicht, da das mit Kosten und Zeit verbunden ist - das Zimmer ist sonst in vielerlei Hinsicht top! Daher will ich es wenigstens noch auf den Versuch ankommen lassen.
     
  14. bernix

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    80-100mm! Preislich wenig unterschied...da Montage praktisch identisch und Materialpreis nur unwesentlich höher.
    Und: Bei gleicher Wärmeleitgruppe und Dicke ist die Dämmwirkung identisch
    gruss
     
Thema: Aussenwände mit Jackodur/Styrodur dämmen?
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