Auswahl des Kamins - raumluftun- oder -abhängig im Kfw70 mit Lüftung?

Diskutiere Auswahl des Kamins - raumluftun- oder -abhängig im Kfw70 mit Lüftung? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir planen den Bau eines kfW70 Hauses. Die Heizung erfolgt über eine Wärmepumpe. Eine Lüftungsanlage wird ebenfalls eingebaut. Der...

  1. longimanus

    longimanus

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    Hallo,

    wir planen den Bau eines kfW70 Hauses. Die Heizung erfolgt über eine Wärmepumpe. Eine Lüftungsanlage wird ebenfalls eingebaut. Der Kaminofen soll im offenen Wohn-, Ess- und Küchenbereich stehen -die Fläche hier liegt bei ca. 45 m2. Der Kamin soll in den Wintermonaten eine Heizungsunterstützung sein. Ein Dunstabzug wird in der Küche ebenfalls eingebaut.

    Welche Kaminlösung eignet sich daür mehr - raumluftabhängig oder -unabhängig?
    Was sind die Vorzüge? Welche Heizleistung des Kamins ist zu erwarten?

    Danke für die Antworten!
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Raumluftunabhängig und zertifiziert. Woher soll sonst die Verbrennungsluft kommen wenn das Haus "dicht" ist? Das sorgt doch nur für Probleme, beispiel Betrieb der KWL oder Dunstabzugshaube (Abluft?).

    Woher sollen wir das wissen? Grundlage für die Dimensionierung ist eine Heizlastermittlung (EN12831). Dann kennt man die Heizlast des Aufstellraums und kann weiter planen. Pi*Daumen Formeln führend in den seltensten Fällen zu sinnvollen Ergebnissen.
     
  4. Einmal

    Einmal

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    ... im Leben
    Früher galt die Faustformel "1kW pro 10m2", mit den KfW-Häusern 70 und 55 kannst du diesen Wert grob halbieren. Ein Ofen mit mehr als 3-4 kW würde ich bei der Fläche an deiner Stelle nicht nehmen.

    Das schränkt die Auswahl sehr ein, eigene Erfahrung. Lasst euch aber dennoch keinen 6 oder 8 kW Ofen aufschwatzen ("schöne große Scheibe"), der wird zu heiß. Wir kaufen ein 4,5 kW Ofen für 60m2.

    Und natürlich raumluftunabhängig mit Außenluftanschluss und DiBT-Freigabe. Dann sparst du dir den Unterdruckwächter. Wenn die Dunstabzugshaube nach außen geht brauchst du allerdings sowieso einen.
     
  5. Memento

    Memento

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    Also unser Ofen hat 8kw wobei 4kw über die Scheibe und weitere 4kw über Schamottesteine abgegeben werden, sobald diese Aufgeheizt sind (nach 1 -2 Abbränden). Unsere Wohnzimmer/Küche hat 65qm (2,70 Raumhöhe) und es wird wenn der Ofen mal 1-2h brennt ca 2-3 Grad wärmer, wenn mans überrteibt auch 5 Grad. Wobei man sagen muss dass wir einen 1,5m breiten Raumhohen Durchgang zum Treppenhaus haben, welcher immer offen ist.
    Am nächsten frühe hast dann meist auch noch 22 Grad im WZ und der Kamin ist noch warm.

    Ich finds ganz angenehm, so kann man das WZ von 20 Grad auf gemütliche 23 Grad bringen, wird nicht zu heiß auch wenn man den ganzen Abend durchheizt.
     
  6. morpheus

    morpheus

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    Du hast den Worst-Case ausgesucht - wir auch. Die Lösung für uns sieht so aus:
    1. Ablufthaube: dazu kommt ein Sensor ins Fenster der anzeigt ob es auf ist. Diese Information geht dann in den Schaltkasten und schaltet per Relais die Steckdose frei, an der die Abzugshaube hängt. Abzugshaube geht also nur an, wenn das Fenster mindestens gekippt ist. Achtung: viele Abzugshauben haben nur einen Stromanschluss und versorgen darüber auch die Beleuchtung. Das muss man dann natürlich splitten. Unsere Elektriker hat das kurzerhand mitgemacht.

    2. Ofen: Raumluftunabhängig. Lt. Planungshandbuch des Herstellers (Hxxxxx) sind dann keine weiteren Massnahmen notwendig.

    Worst case wäre, dass der Zuluftventilator in der KWL ausfällt und der Abluftventilator noch läuft.
    Unser KWL Händler hat dafür eine elektronische Lösung vorgeschlagen, bei der ein Temperatursensor am Rauchrohr befestigt wird und die KWL abschaltet, wenn der Kamin läuft ... u.U. overkill?
     
  7. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    kann ich, so einfach wie hier dargestellt, nicht bestätigen, eher ähnlich wie Memento.
    Neben der reinen Raumheizlast nach EN12831 ist die Geometrie und Offenheit des Raums ganz entscheidend; die KWL trägt auch noch einen Teil zur Verteilung bei, den man aber nur schwer für den realen Fall beziffern kann.
    Aus eigener Erfahrung: Neubau mit 4kW Gesamtgebäudeheizlast. Kaminofen mit 7,4kW Nennleistung im 43m² Aufstellraum (offene Küche, Essplatz, Wohnzimmer) mit etwas Speichermasse (Betonmantel).
    Treppe (massiv) offen im Wohnraum integriert. Raumheizlast im Wohnraum irgendwas 1,x kW (müsste nachschauen).

    Nach diesen Werten, dürfte ich den Kamin nicht anwerfen, vollkommen überdimensioniert.
    Realität sieht aber anders aus. Kamin steht im Treppenauge der Treppe im Wohnraum, Kaminzug über dem Kamin nach oben (Treppenauge also geschlossen, nur offene Treppe)
    Im Raum erreiche ich bei normalem heizen (1 voller Abbrand, dann auf Glut immer 1-2 Scheit nachlagen) über 3h ca. 2,5-3° mehr RT (von 21° auf 23,5°).
    Um 24° oder mehr zu bekommen, muss man da richtig mit Schmackes einheizen, über 25° hab ich noch nicht geschafft. Ein guter Teil geht eben über das offene Treppenhaus nach oben, einen (kleinen) Teil verteilt auch die KWL, ein kleiner Teil wird gespeichert.
    Man kann zudem sehr gut über die Holzmenge und den Nachlegezeitpunkt steuern. Wichtig ist hier aber ein guter Ofen mit guter Verbrennungsluftzufuhr für eine saubere Verbrennung bei geringer Holzmenge.
     
  8. Memento

    Memento

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    Jeep kann ich so bestätigen, danke.
    Evtl hängt es noch vond er Bauweise des Hauses ab, meine Betondecke schluckt mit Sicherheit auch einiges. Wie das bei nem Fertighaus mit Holzbalkendecke aussieht muss man sehen.
     
  9. Einmal

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    ... im Leben
    Deswegen ist es ja eine Faustformel, mit allen Ungenauigkeiten, KWL und offenes Treppenaus etc. kommt da dazu ... aber den Punkt mit der Norm-Heizlast hast du ja schon angesprochen. Auch daran kann man sich orientieren. Aber ein 8 kW Ofen ist im typischen Niedrigenergiehaus überdimensioniert. Oder nach welchen Kriterien habt ihr den Ofen ausgewählt (außer den optischen ja klar ...)

    Natürlich kann man nur 1-2h Stunden den Ofen brennen lassen ...
    Natürlich kann ich nur die Mindestmenge an Holz nachlegen (der verrußte Scheibe läßt grüßen ;-) ...
     
  10. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Hauptkriterium: Platzbedarf. Kaminofen steht eben unter Kaminzug und nicht davor. Da im Treppenauge, ist das ganze schön aufgeräumt. Nur auf den Wäscheabwurf haben wir deswegen verzichtet; der wäre da anstatt des Systems reingekommen....

    ja eben nicht, wenn vernünftige Luftzufuhr..das ist eben das, was ich mit gutem Ofen meine. Luft z.B. über Scheibenspülung, Prallblech und regelbare Sekundärluft..da brennt auch ein einzelnes 25er Scheit schön sauber vor sich hin.
    Dann kann man ja noch warten, bis die Glut kleiner ist und erst dann wieder nachlegen...lässt sich wunderbar steuern über den ganzen Tag/Abend..
     
  11. Einmal

    Einmal

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    ... im Leben
    Scheibenspülung und Sekundärluft ist heute Stand der Technik. Nur wenn Du einen 8 kW Ofen dauerhaft mit z.B. nur 4 kW betreibst, setzten sich zwangsläufig die Scheiben zu, da in den Ecken zu kalt bzw. der Ofen zu groß ist.
     
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  13. Zellstoff

    Zellstoff

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    hat mal was vernünftiges gelernt
    Kann ich einfach nicht bestätigen...
    Brennraum max 33cm Scheite, 25 er gehen vernünftig rein. Ca. 55 hoch.
    Da kannst Du wunderbar über die nach oben gestapelte Menge steuern, Ecken "kalt" ist schlicht unmöglich..
    Der Ofen hat wie gesagt 7,4 kW Nennleistung, wird mit einer halben Ladung ( ca. 3 kg) angezündet für den ersten Abbrand. Dann immer nur 1-2 Scheit auf die Glut...
    Absolut Null Probleme mit zugesetzten Scheiben o.ä.
     
  14. H.PF

    H.PF

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Auswahl des Kamins - raumluftun- oder -abhängig im Kfw70 mit Lüftung?

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