Auswahl Haustechnik

Diskutiere Auswahl Haustechnik im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Nach langer Planungsphase des neu zu errichtenden Einfamilienhauses geht es nun in die entscheidende Phase der Auswahl der Haustechnik. Ich würde...

  1. #1 Drombusch, 21.02.2010
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    Nach langer Planungsphase des neu zu errichtenden Einfamilienhauses geht es nun in die entscheidende Phase der Auswahl der Haustechnik. Ich würde gern ein paar meines Erachtens wichtige Fakten geben und die Vorschläge des Bauunternehmers einmal zur Diskussion stellen bzw. einfach mal bei Euch horchen, ob irgendetwas unplausibel erscheint.

    Wir bauen ein ein Einfamilienhaus mit 145 m² Wohnfläche. Die Bauantragsunterlagen/Statik etc. wurden vom Architekten bereits erstellt. Die Wärmebedarfsberechnung/Energieausweis wurde zum jetzigen Zeitpunkt pro forma erstellt. Wenn wir uns endgültig festgelegt haben, was eingebaut werden soll, wird diese entsprechend aktualisiert.

    Die momentane Berechnung besagt einen Heizwärmebedarf von 9.788 kWh pro Jahr. Dieser Berechnung liegt eine Gas Brennwerttherme, Solaranlage und zentrale Belüftung zu Grunde. Sehe ich es richtig, dass sich der Heizwärmebedarf an der Konstitution des Hause bemisst und, dass es egal ist, ob man diese nun letztlich mit einer WP oder Gastherme zur Verfügung stellt?

    Mit dem Bauträger diskutieren wir nun 2 Alternativen:

    1. Erdwärmepumpe mit Erdkollektoren & dezentrale Belüftung Inventer

    Vaillant Geo Therm plus VWS 62/2; ca. 300 m² Flächenkollektoren; 175 l Brauchwasserspeicher

    Unser Boden ist der Bodenklasse 4 (SU) zugeordnet. Kann man die WP bei dem Boden auch tatsächlich effektiv nutzen? Ist die Fläche von 300 m² tatsächlich notwendig oder ist sie überdimensioniert?

    2. Gas-Brennwerttherme mit Solaranlage & dezentraler Belüftung Inventer

    Gibt es Eurerseits irgendwelche Einwände, Hinweise, Unplausibilitäten, die man jetzt frühzeitig diskutieren sollte. Dass die WP Variante ein wenig teurer ist, ist mir schon klar. Ich bin aber nicht weit davon entfernt, diesen Mehrpreis auch zu investieren, wenn sichergestellt ist, dass die Heizung nachher auch ordentlich funktioniert.

    Übrigens wird im gesamten Haus eine FBH verlegt und des Weiteren lassen wir einen Schornstein einbauen, um später evtl. noch einen Ofen einzubauen.

    Über Ratschläge, Hinweise wäre ich sehr dankbar. Falls noch Infos gewünscht sind, werde ich diese bestmöglich nachliefern.

    Besten Gruß
    Drombusch
     
  2. R.B.

    R.B.

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    Dann lass mal mit den vorhandenen Gebäudedaten eine Heizlastermittlung nach EN12831 machen. EnEV taugt dafür nicht.

    Die WP mit dem Flächenkollektor wäre mein Favorit. Ob die 300qm nötig sind, erkennt man aus der Heizlastermittlung. Daraus ergibt sich die notwendige Leistung des Wärmeerzeugers und somit auch die Auslegung der Quelle. Dafür sind dann aber noch weitere Daten (Bodenbeschaffeneit) erforderlich. Dann weiß man auch, ob die o.g. 6kW WP ausreicht, oder ob es nur reicht wenn auch der Heizstab mitläuft.

    Richtig geplant sollte der Mehrpreis für die WP moderat ausfallen. Einen Gasanschluß für die Gastherme gibt es auch nicht umsonst. Ob man unbedingt einen Schornstein für einen Ofen vorsehen sollte, ist Geschmackssache.

    Gruß
    Ralf
     
  3. #3 Drombusch, 21.02.2010
    Drombusch

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    Danke für die schnelle Antwort. Wo lässt man denn eine Berechnung nach EN12831 machen? Unser Bauträger arbeitet seit jeher mit "seinem" Heizungsbauer zusammen und hat sich entsprechend ein Angebot für sein an uns erteiltes Angebot geben lassen. Ich würde mich natürlich gern noch mal bei einem anderen Heizungsbauer absichern, ob die Berechnungen etc. korrekt sind.

    Sollte ich einfach zu einem weiteren Heizungsbauer gehen und mir so eine Heizlastermittlung geben lassen? Oder beim wem kann ich die in Auftrag geben?
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Google mal nach Wärmebedarfservice.

    Nur wo EN12831 draufsteht ist auch EN12831 drin. ;)

    Gruß
    Ralf
     
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