Badfußboden mit Dämmung im Altbau mit Holzbalkendecke

Diskutiere Badfußboden mit Dämmung im Altbau mit Holzbalkendecke im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo Forumisten, mir ist bewusst, dass das Thema Fußboden im Bad eines Altbaus in diversen Foren bereits behandelt wird. Allerdings finde ich...

  1. Castor

    Castor

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    Hallo Forumisten,

    mir ist bewusst, dass das Thema Fußboden im Bad eines Altbaus in diversen Foren bereits behandelt wird. Allerdings finde ich die Beiträge z. T. sehr widersprüchlich oder an den entscheidenden Stellen nicht erschöpfend beschrieben. Deshalb stelle ich mein Anliegen und die anschließenden Fragen hier noch mal (und hoffentlich ausführlich genug) dar.

    Möchte im OG (gleichzeitig DG) in bisherigen 2 Räumen ein Bad installieren. Haus ist ein Bauernhaus in Klinker aus Ende der 40er Jahre. Die beiden Zimmer bzw. das zukünftige Bad wird ca. 32 qm haben.

    Ausgehend von der Bauweise der Ausbaureserve des Gebäudeteils gegenüber (derzeit nur Heuboden + Dach darüber) nehme ich an, dass unter den Holzdielen der beiden Zimmer so etwas wie parallel nebeneinander verlaufende Rundbalken laufen und vermutlich keine Holzbalken im Abstand von x cm mit Lehm/Schuttfüllungen in den Gefachen. Unabhängig wie es unter den Dielen nun tatsächlich aussieht - die Oberkante der Rundbalken oder der Holzbalken mit Schüttung ist die Ausgangsebene und ich würde gern darauf folgenden Fußbodenaufbau von unten nach oben für das zukünftige Bad gestalten:

    • (Rundholzbalken/Holzdecke)
    • quer aufzubringende Lattung H: 2,4 cm mit dazwischen liegenden Trittschallplatten H: 2 cm
    • vollflächige Dampfbremse
    • darauf längs verlaufende Unterkonstruktion aus Bauholz (BxH): 6 x 12 cm mit Abstand 40 cm parallel zueinander (die UK soll auf der Folie schwimmend verlegt sein und dient gleichzeitig mit entsprechend angebrachten Seiten- oder unterhalb verlegten Ausgleichsbrettern auch als Höhenausgleich, d. h. oberhalb der UK ist ab jetzt der weitere Aufbau in Waage)
    • zwischen den Hölzern der UK wird mit Hanf, Holzfaser oder Jute, ebenfalls H: 12 cm gedämmt (da unterhalb des Bades beheizter Wohnraum ist, sollten die 12 cm Dämmung gegen Kälte von unten reichen)
    • OSB3 oder 4 Platten, mit Randstreifen an der UK verschraubt und fugendicht verlegt (H: 2,2 -2,5 cm)
    • nochmal 2 cm Trittschalldämmung fugendicht auslegen
    • OSB3 oder 4 Platten schwimmend und mit Randstreifen verlegt (H: 2,2 -2,5 cm)
    • Grundierung
    • Entkopplungsmatte/Abdichtung
    • Fliesenkleber
    • keine allzu großen Fliesen

    Dies ergibt einen geschlossenen bzw. dichten Aufbau unterhalb der Fliesen mit einer Höhe von mindestens 20,4 cm.

    Nun meine Fragen: Ist mein grundsätzlicher Ansatz, also Dämmung in Kombination mit OSB als Unterfussboden für ein gefliestes Bad mit 32 qm Grundfläche ein sinnvoller oder sollte ich eher auf Alternativen z. B. Mineralschüttung und Estrichplatten zurückgreifen? Kann ich meinen angedachten Aufbau 1:1 umsetzen? Ist irgendwas vergessen oder zu viel? Stört irgendetwas im Aufbau, z. B. die vollflächige Dampfbremsfolie zwischen unterer Trittschallebene und UK und im Hinblick auf die OSB-Platten? Ist die Dampfbremse in meinem Fall womöglich überflüssig oder sollte sie in eine andere Ebene installiert werden? Gibt es Schwierigkeiten, weil 2 schwimmende Ebenen (UK und die 2. Lage OSB-Platten) bestehen? Reichen OSB-Platten von 2 x 2,2 cm Stärke? Sofern dieser Aufbau möglich wäre, sollten zwischen UK und 1. Lage OSB-Platten evtl. noch Lagerhölzer mit H: 2 cm zur Luftzirkulation für oberhalb der Dämmung?

    Über eure hilfreichen Antworten freue ich mich und wünsche euch einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

    Sandro
     
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  3. Leser112

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  4. Andybaut

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    mal abgesehen von dem sinnvollen Beitrag von Leser 112 verstehe ich den Aufbau so überhaupt nicht.
    Was tut die Dampfsperre in dem Aufbau?
    Was soll die Dämmung im Aufbau, wenn darunter doch geheizt wird?
     
  5. Castor

    Castor

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    @Leser112: Annahme deshalb, weil ich es eben (noch) nicht weiß. Es liegt ein Dielenfussboden aus und ich kann bisher noch nicht darunter schauen, ohne Hand an den Fußboden anzulegen. Der Hausverkauf befindet sich derzeit noch in der Übergangsphase vom Verkäufer auf mich und ist somit aktuell noch nicht in meinem Eigentum.

    @Andybaut: Das war ja Teil meiner Fragen, ob z. B. etwas im Aufbau stört bzw. überflüssig ist. Aufgrund Ihres geäußerten Unverständnis hinsichtlich der Installation einer Dampfbremse und der Dämmung über einem beheizten Raum nehme ich an, dass Dampfbremse und Dämmung in dem Fall also nicht nötig sind.
     
  6. Andybaut

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    genau. So sehe ich das zumindest.
    Ich gehe davon aus, dass der Boden mit einer altentativen Abdichtung vollflächig versehen wird.
    Erscheint mir hier sinnvoll.
    Da es aber auch quasi keinen besonderen Dampfdruckunterschied gibt, macht die Folie keinen Sinn.
    Das Bad ist außerdem riesig und die rel. Feuchte daher vergleichsweise gering. Also selbst das letzte kleine
    Argument mit einem höheren Feuchtegehalt läuft ins Leere.
    Die Dämmung....
    EG 20°C, OG 23°C im Bad. Die meiste Wärme geht über die Wände und das Dach weg. Da bleibt für den Boden kein Wärmeverlust mehr übrig.

    Ich finde Dampfsperren hier sogar eher tendentiell gefährlich. Sollte aus irgendwelchen Gründen Feuchte ins Bauteil kommen, dann kann sie an einer Sperre nicht mehr entweichen und Holz könnte modern.
    Du schreibst zwar Dampfbremsem, aber die gibt es eigentlich nicht als festen Begriff.

    Mach vielleicht einfach mal auch eine Skizze wie das ganze im Schnitt aussehen soll, dann gibt´s vielleicht noch mehr Hinweise.
     
  7. Castor

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    Das mit dem Verhältnis des geringeren Luftfeuchtegehalt in einem großen Raum finde ich interessant und einleuchtend. Wenn ich das mal zusammenfasse, denke ich, wird es nur auf einen Aufbau mit Nivellierung (Ausgleichschüttung) - Trittschall - OSB-Platten - Fliesen hinauslaufen? Habe mal 2 Bilder von dem Dielenfussboden und der vermutlich darunterliegenden Balkenlage (ausgehend vom gegenüberliegenden und unbewohnten Gebäudeteil hochgeladen).
     

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  8. #7 Andreas Gr, 2. Januar 2018
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    Dampfsperren als solches gibt es nicht ,m da nur Glas und Metall wirklich sperren , ergo sind alles Dampfbremsen , auch mit Sd 100m-

    Mein erster Gedanke wäre Schwalbenschwanzplatte mit Aufbeton , ( Lewisplatte )
    2. Gedanke wäre Holz- Beton - Verbunddecke , natürlich vorrausgesetzt die Balken sind entsprechend dimensioniert .
    Das bringt beides auch guten Schallschutz .
     
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  9. Andybaut

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    Hallo Andreas. Rein technisch stimmt das natürlich, ich meinte aber eher den bautechnischen Begriff laut DIN.
    Da gibt´s zwar Sperren, aber keine Bremsen. Zumindest kenn ich das so.

    Ansonsten finde ich den Aufbau von Castor OK und machbar.
    Viel mehr Sorgen würde mir bei dem Baujahr aber definitiv die Wand und noch schlimmer das Dach machen.
    Den Boden bekommst du dicht, wenn auch für die Fliesen eine gewisse Rissgefahr besteht,
    daher der alternative Aufbau von Andreas Gr.

    Vereinfacht:
    umso mehr die Decke schwingen kann und umso größer die Fliesen desto höher die Gefahr von Rissen.
    Wenn du 20/20 oder 30/30 Fliesen nimmst hätte ich am wenigsten Angst vor Rissen, bei großen Fliesen steigt
    das Risiko.
     
  10. Castor

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    Das Dach wird neu gemacht und die Giebelwand mit Wedi- oder Styroporplatten luftdicht bzw. hohlraumfrei innen auf Ausgleichsputz mit GKI verkleidet.

    Unter den Fliesen, die aufgrund der Spannungs- und Rissproblematik kleinflächig (20/20 cm) sein werden, kommt eine Entkopplungs- und Abdichtungsmatte.

    @Andreas: das mit den Lewisplatten sieht recht einfach und unkompliziert aus. Allerdings sehe ich bei 32 qm Grundfläche ein Gewichtsproblem, wenn auf diese Fläche Estrich mit einer bestimmt notwendigen Mindesthöhe aufgebracht wird. Oder täusche ich mich, da man der tragenden Holzkonstruktion darunter einiges zutrauen sollte?
     
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  12. #10 Andreas Gr, 3. Januar 2018
    Andreas Gr

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    Natürlich muss die Decke die notwendige Tragfähigkeit aufweisen !
    Mit der Holz-Beton Verbundvariante wird die Tragfähigkeit der Decke sogar erhöht , da die Deckenbalken dann zur Zug-Zone werden , und die Betonplatte zur Druckzone . Natürlich erfordert auch das eine Statische Berechnung und viele Schrauben
     
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  13. Castor

    Castor

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    Da eh noch der Architekt/Statiker beauftragt wird, werde ich ihn mal während der Besichtigung durchs Haus dazu befragen ;-)

    Besten Dank an alle!
     
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