Bau-Berufsgenossenschaft - notwendiges Übel?

Diskutiere Bau-Berufsgenossenschaft - notwendiges Übel? im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Heute haben wir Post von der Baugenossenschaft bekommen.# Die möchten, daß wir alle Helfer und Unternehmen angeben, die das Haus erstellt...

  1. #1 wolkentreiber, 26. Oktober 2010
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    Heute haben wir Post von der Baugenossenschaft bekommen.#

    Die möchten, daß wir alle Helfer und Unternehmen angeben, die das Haus erstellt haben.

    Da wir schlüsselfertig bauen und nur den Teil Fliesen selber vergeben haben, sollen wir nun das Bauunternehmen sowie den Fliesenleger nennen.+#

    Jeder weitere Helfer schlägt pro Stunde mit 1,98 Euro zu buche. Happige Sache finde ich, zumal ja einige Stunden zusammenkommen.

    Wenn mir mein Schwiegervater auf dem Bau beim Hof pflastern hilft ist er da nicht selber versichert? Was ist mit meiner Bauherrenhaftpflicht?

    Ich habe hier das Gefühl abgezockt zu werden, zumal ich einen Bericht im ZDF gesehen habe, der das bestätigte. Egal was man dieser Behörde meldete, man mußte bezahlen. Quasi die Lizenz zum Geld drucken.

    Was meint Ihr dazu? Wichtige Sache oder notwendiges Übel?

    Wozu diese viele Administation? Gemäß Rücksprache mit dem Bearbeiter oll ich einen Stundenzettel für die Helfer schreiben. :irre
     
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  3. Lukas

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    Bei Deiner Berufsangabe hat das schon fast Witz. :D

    Scherz bei seite.
    Manchmal ist so eine BG schon nicht schlecht.
    Schlecht ist sie nur, wenn sie sich aus ihrer Pflicht winden möchte.
    Gut ist, daß erstmal (fast) jeder versichert ist, ob gemeldet oder nicht.

    Mit der aufgeblasenen Verwaltung ist das eher die Regel, denn die Außnahme.

    Gruß Lukas

    PS: Wo ist eigentlich das Problem, die Helferstunden aufzuschreiben?
     
  4. #3 wolkentreiber, 26. Oktober 2010
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    Berufsangabe hin oder her, mir geht es darum mal die Sache offen anzusprechen. Muß ja nicht immer alles toll sein was vom Staat kommt.

    Natürlich soll jeder versichert sein, aber als Bauherr ist man doch eh schon immer am Limit was das Finanzielle angeht.
    Und da kommen die mir mit "Eigenbaunachweis" und "Meldebogen"...

    Und mal ganz offen ausgesprochen: Wenn ich bis Mitte Januar 2011 alles erfassen muß, was bis Ende Dezember 2010 geleistet wurde, aber kein Unfall passiert ist, frage ich schon nach der Logik.
    Wie wollen die denn die reellen Stunden erfassen? Kommen die zu Besuch auf die Baustelle?
     
  5. R.B.

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    Das dürfte ja kein Problem sein.

    Finde ich auch. Das Problem ist, dass gerade auf Baustellen oftmals etwas passiert (hohes Risiko) und das nehmen die als Rechtfertigung für ihre hohen Beiträge.

    Das Grundprinzip der Versicherung ist sicherlich nicht schlecht, nur die Praxis ist verbesserungswürdig.

    Nein. Dafür fehlen die gesetzlichen Grundlagen (sonst hätte die BG so gut wie keine Existenzberechtigung).

    Schau mal in die Versicherungsbedingungen. ;)

    Abzocke würde ich das nicht nennen, eher staatlich legitimierte Lizenz zum Geld drucken.
    Man kann sich darüber aufregen, bringt aber nichts. Die BG ist ja nur eine Variante wie man sein Geld loswerden kann. Es gibt noch Viele mehr die an sich keine Existenzberechtigung haben, aber trotzdem hat man dagegen keine Chance. Das ist der Preis den man bezahlen muss wenn man in unserem schönen Land leben möchte.

    Na ja, irgendwie muss man ja die Stunden ermitteln. Da ist so ein Stundenzettel nicht die schlechteste Lösung, denn erfahrungsgemäß sind Bauherren gerade im Stress sehr vergesslich.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 wolkentreiber, 26. Oktober 2010
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    Soll das ein Wink mit dem Zaunpfahl sein? :shades

    Wie funktioniert denn deren ihr System? Besuche auf der Baustelle oder sagen die einfach: "wie sie haben den Hof gepflastert und ihre Schwester war nur 10 Stunden (also für knapp 20 Euro versichert :irre ) dabei? Das kann nicht stimmen" und dann holen die die Keule raus? :hammer:
     
  7. Lukas

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    Wie recht Du doch hast!

    Der Staat ist aber kein undefinierbares Etwas. Zum großen Teil besteht er eben aus seinen Dienern. Diese sind nicht wählbar. Dafür überdauern sie aber locker mehrere Regierungen.

    Entschuldige bitte, aber ich finde es einfach nur geil, wenn Du über Dein eigenes System stolperst.

    WILLKOMMEN IM LEBEN!

    Gruß Lukas
     
  8. R.B.

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    Die Angaben müssen plausibel sein. Besuche auf den Baustellen sind auch nicht so selten.
    Wenn Du beispielsweise schreibst, dass Du alles in Eigenleistung gemacht hast, aber die Hütte in 6 Monaten bezugsfertig ist, dann werden die hellhörig.

    In Deinem Fall ist das doch überschaubar. Das Haus wurde von einer Firma gebaut, Fliesen wurden selbst vergeben aber auch von einer Firma gemacht, das kann man ja alles nachweisen.
    Jetzt hast DU den Hof gemacht und Schwiegervater hat an einem Samstag mitgeholfen, macht 8h * die 1,95 €, und die Sache ist erledigt.

    Was sollen dann erst die Firmen sagen die jeden Mitarbeiter versichern müssen? Da kommen Summen zusammen, aber wegen der 20,- € muss man sich keinen Kopf machen.

    Gruß
    Ralf
     
  9. #8 wolkentreiber, 26. Oktober 2010
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    Der Staatsdienst ist riesig und ich komme aus dem entferntesten Bereich!

    Hier meine konkrete Frage: Wie wollen die prüfen, daß wenn der Bau fertig ist und ich (weil nix passiert ist) keine Helfer eintrage?
     
  10. R.B.

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    Ähem, nicht gelesen?

    Gruß
    Ralf
     
  11. #10 wolkentreiber, 26. Oktober 2010
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    Aber das sind doch alles Gefälligkeitsdienste, wie z.B. ein Umzug oder mein Kumpel wechselt mir die Reifen oder tapeziert mit meine Wohnung... Das melde ich ja auch nicht einer Genossenschaft. Das regelt doch alles deren ihre Unfallversicherung!

    Haben denn von Euch alle Post von einer Genossenschaft bekommen?
     
  12. R.B.

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    Im Rahmen eines Hausbaus ist alles etwas anders. ;)

    Gruß
    Ralf
     
  13. #12 wolkentreiber, 26. Oktober 2010
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  14. MoRüBe

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    Könnten wir den Titel bitte mal...

    ... in Bau-Berufsgenossenschaft ändern?

    Baugenossenschaft ist nämlich wat anderes:konfusius
     
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  16. #14 wolkentreiber, 26. Oktober 2010
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    falscher Link, nür ändern kann ich in diesem Forum ja nix mehr!
     
  17. #15 Ralf Dühlmeyer, 26. Oktober 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Wolkentreiber, es ist ganz einfach.
    Wenn Du nur für den Rohbau eine Firma nachweist, alles selbst gemacht haben willst und ein halbes Jahr nach Fertigstellung des Rohbaus einziehst, wird Dir kein Behördlicher dieser Welt glauben, Du hättest keine Helfer gehabt.
    Dann wird der Arbeisteinsatz Deiner Helfer geschätzt. Und das ist dann wie beim Finanzamt - wer schätzt, tut das zu seinen Gunsten.

    Wenn Schwiegervater nur den Hof mit pflasterst und Du 20 Std angibst, wird keiner dran zweifeln.

    Dazwischen liegt ein weites Feld.

    ***

    Sicher ist es ungerecht, dass die Neubauer per Amtshilfe (über Bauantrag/-anzeige) der BG bekannt werden, die Umbauer und Sanierer aber "ungeschoren" bleiben.
    Sicher ist das Benehmen der BG oft z.K.

    Aber das gilt auch für den Sheriff, der mich wg. einer defekten Kennzeichenleuchte rauswinkt und den, der im Tiefflug an uns vorbeibrezelt, in aller Seelenruhe fahren läßt.
    Oder den Ministerialen, der Dienstaufsichtsbeschwerden abschmettert, nur weil er im Personalrat sitzt und daher meint, seine Schäfchen seien eh die besten.

    Oder oder oder....

    Kämpf dagegen. DAS bringt was - wenn auch nicht sofort!
     
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