Baufirma hat sich verkalkuliert und will vom Vertrag zurücktreten

Diskutiere Baufirma hat sich verkalkuliert und will vom Vertrag zurücktreten im Bauvertrag Forum im Bereich Rund um den Bau; Kurze Vorgeschichte: Wir woll(t)en unser Haus von einen nicht gerade kleinen Bauunternehmen (ca. 250-300 Häuser pro Jahr) bauen lassen. Im März...

  1. NemoN

    NemoN

    Dabei seit:
    29.01.2011
    Beiträge:
    12
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Designer
    Ort:
    Hamburg
    Kurze Vorgeschichte:

    Wir woll(t)en unser Haus von einen nicht gerade kleinen Bauunternehmen (ca. 250-300 Häuser pro Jahr) bauen lassen. Im März wurden die Preisverhandlungen durchgeführt und nachdem wir ein gutes (unserer Meinung reelles Angebot) bekommen haben, haben wir Ende März den Werkvertrag unterschrieben.

    Da wir noch Änderungswünsche hatten (Zahlungsplan, etc) haben wir diese wie abgesprochen im Werkvertrag notiert und diesen dann beim Bauunternehmen abgegeben. Dieses wollte die Änderungen Prüfen und dann bestätigen.

    Währenddessen ging die Bauplanung weiter und letzte Woche sollte der erste Termin mit dem Bauleiter sein. Wieder erwarten war bei dem Termin nur unser "Verkäufer" anwesend, der uns dann gleich eröffnet hat, das sie leider nicht mit uns bauen können, die Firmen-Zentrale hätte den Vertrag nicht (zum vereinbarten Preis) bestätigt. Deren neue Kalkulation ist ca. 20.000 EUR höher und er empfiehlt uns vom Vertrag zurückzutreten. :wow

    Wir waren ziemlich geschockt und haben den Termin vertagt. :yikes

    Das ist doch der Hammer? Kommt so etwas öfters vor?

    Auch wenn wir zum Glück noch keine Zahlung geleistet haben, sind ja dennoch bei uns Kosten (z.B. Fahrtkosten) entstanden, von der Zeit gar nicht zu reden.

    Und warum möchte der "Verkäufer" das wir kündigen? Hat er sich gegenüber seinem Mutterunternehmen verkalkuliert? Haben wir oder hat das Bauunternehmen dann noch irgendwelche Ansprüche? (P.S. gemäß der Forenregeln möchte ich keine Rechtsberatung)

    Oder ist das eine (fiese) Masche um den Preis zu erhöhen?

    Was sehr doof wäre, da das Vertrauensverhältnis zerstört ist.
     
  2. #2 Hessekopp, 17.05.2012
    Hessekopp

    Hessekopp

    Dabei seit:
    30.06.2011
    Beiträge:
    419
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Angestellter
    Ort:
    Dortmund
    Moin,

    Ihr habt doch einen Vertrag - richtig? Was steht da drin bzgl. Kündigung? Ist mit Sicherheit eine Masche, damit die andere Partei günstig aussteigen kann. Bei eigener Kündigung oder Rücktritt stehst Du eventuell dumm da. Also, Vertrag prüfen. Das kann sin Anwalt sicher besser machen.

    viele Grüße

    Heiko
     
  3. H.PF

    H.PF

    Dabei seit:
    07.12.2005
    Beiträge:
    11.915
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Ort:
    Hückeswagen
    Benutzertitelzusatz:
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Ihr könnt mit dem Handelsvertreter warscheinlich gar kein Geschäft machen. Es müssen die Verträge in der Zentrale angenommen werden sonst sind die nicht gültig...

    Abmarsch zum Rechtsanwalt und prüfen lassen...

    Aber ich bin mir sicher: Wenn ihr mit denen baut werdet ihr die Kohle die jetzt der Bau mehr kostet brauchen, die werden über Nachträge gucken was sich noch retten lässt...
     
  4. #4 MoRüBe, 17.05.2012
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Vorsicht mit Eurer Kündigung! Der Handels-Otto kann Euch viel erzählen, im Himmel ist Jahrmarkt und so :wow Euer Ansprechpartner ist der, der auf dem unterschriebenen Werkvertrag steht. Vielleicht weiß der gar nix davon, was sein Lui macht.

    Da kann man nur Holgers Rat beherzigen: ab zum Anwalt.
     
  5. #5 wasweissich, 17.05.2012
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wenn ich es richtig lese , gibt es "nur" ein angebot und einen vom auftraggeber geänderten und unterschriebenen werkvertrag . der AN hat die änderungen noch nicht bestätigt / den werkvertrag seinerseits unterschrieben .

    also würde eine kündigung entfallen ....

    der anwalt hätte schon vorher lesen müssen .... :) und jetzt erst recht .
     
  6. H.PF

    H.PF

    Dabei seit:
    07.12.2005
    Beiträge:
    11.915
    Zustimmungen:
    3
    Beruf:
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Ort:
    Hückeswagen
    Benutzertitelzusatz:
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Völlig normal das die Verträge angenommen werden müssen...

    Vorher sind die nicht gültig!

    Es ist anders als wenn man mit einem Handwerker vor Ort einen Vertrag abschließt, der Handelsvertreter vermittelt die Verträge und die müssen von beiden Seiten angenommen werden.

    Aaaber :wenn du jetzt kündigst kann es sein das du die Anzahlung trotzdem leisten musst als Abstandsgebühr! Du hast da gerade eventuell eine riesengroße Falle vor dir! Ganz große Obacht und defintiv zum Anwalt! Abstandsgebühren bewegen sich oft so im bereich von 15% der Bausumme...



    Gruß Holger
     
  7. #7 RMartin, 18.05.2012
    RMartin

    RMartin

    Dabei seit:
    16.09.2006
    Beiträge:
    2.445
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing
    Ort:
    Offenbach
    Der TE sollte mal schreiben was nun wie unterschrieben vorliegt.
    Werkvertrag von beiden Seiten unterschrieben oder nur vom Bauherrn? Was sind das für nachträglich geänderte Kommentare/ Bedingungen? Viele Dinge wo ein Baulaie meint, dass das doch 'nix' kostet, kann u.U. schon ein nicht unerheblicher Kostenfaktor sein.... z.B. geänderte Termine.


    Hmmm...halte ich jetzt mal für zu hoch; unter der Voraussetzung, dass die Hausbaufirma noch keine nennenswerte Kosten wie z.B. Planungsleistungen, Vorfertigungen, Baustelleneinrichtungen, etc. hatte. Und so scheint es ja zum jetzigen Zeitpunkt noch zu sein.

    (Möchte aber mit dem Statement nicht zwingend dem TE den Anwalt ausreden.)
     
  8. #8 Baufuchs, 18.05.2012
    Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @RMartin

    Ist das übliche Verfahren.

    Da gibts ein Standardvertragsmuster, welches der Verkäufer (i.d.R. Handelsvertreter) seinem Unternehmen zur Genehmigung und Annahme vorlegen muss.
    Standardvertrag wurde mit vom Bauherren gewünschten Änderungen dem Unternehmen vorgelegt, dieses hat den Vertrag (das Angbeot zum Abschluss eines Vertrages) aber nicht angenomen.

    Entwas ungewöhnlich ist, dass da kein Ablehnungsschreiben vom Unternehmen an den Bauherren gegangen ist, sondern nur der Verkäufer mündlich erklärt hat "Unternehmer nimmt Vertrag nicht an".

    Warum allerdings der Fragesteller aufgefordert wurde, einen Vertrag zu kündigen, der wegen fehlender Annahme gar nicht zustande gekommen ist, ist merkwürdig.

    Was, wenn das Unternehmen, welches sich bisher schriftlich gegenüber dem Fragesteller nicht geäußert hat, nach der Kündigung plötzlich erklärt "haben den Vertrag zwischenzeitlich angenommen, nun zahl mal Stornogebühr"?

    Deshalb:
    Auf jeden Fall zum Anwalt.
     
  9. #9 MoRüBe, 18.05.2012
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Na ja, wenn der Vertrag seitens des TE gekündigt wird, dann heißt es entgangener Gewinn abzüglich ersparter Aufwendungen.

    Nur, wir rätseln doch hier rum, wie RM schon richtig schrub.
     
  10. #10 Barnabas, 19.05.2012
    Barnabas

    Barnabas

    Dabei seit:
    25.04.2011
    Beiträge:
    27
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Beamter
    Ort:
    Bayern
    Wieso hab ich den Eindruck, es handelt sich um eine in den Immobilienseiten sehr präsente Firma. Ich wollte von einem Vertreter mal wissen wie die Sache so ausschaut, wenn ich einen eigenen Planer und Statiker, Energieberater das Haus durchrechnen lasse. Nun die Antwort fiel schon recht ernüchternd aus, wird schlichtweg abgelehnt. Hier liegt wohl das maximale Schönrechnen von Statik und Energienachweis zugrunde.
    Ich finde auch diese rundum-alles paletti-sorglos-was-auch-immer-Pakete sehr gut. Unnützes Blendwerk.

    Wie die Vorredner schon sagten, Anwalt.
     
Thema: Baufirma hat sich verkalkuliert und will vom Vertrag zurücktreten
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. handwerker tritt vom auftrag zurück

    ,
  2. handwerker tritt vor Baubeginn vom auftrag zuruck

    ,
  3. Baufirma baut nicht weiter

    ,
  4. hausbaufirma hat sich verkalkuliert,
  5. Welche Firma hat sich verkalkuliert,
  6. werkvertrag vom rohbauer,
  7. Kann ein Hausbauvertrag vom Bauunterbehmen gekündigt werden,
  8. darf vom bauunternehmen ein werksvertrag gekündigt werden,
  9. darf ein Hausneubau Werkvertrag vom Bauunternehmen gekündigt werden
Die Seite wird geladen...

Baufirma hat sich verkalkuliert und will vom Vertrag zurücktreten - Ähnliche Themen

  1. Baufirma schließt Abwasser und Regenwasser verkehrt an

    Baufirma schließt Abwasser und Regenwasser verkehrt an: Hallo, ich bin neu hier im Forum und habe mich angemeldet, weil mir dieses Forum bereits als Nicht-Mitglied in den letzten Jahren oftmals...
  2. Erfahrungen mit Baufirma

    Erfahrungen mit Baufirma: Hallo Zuerst im Mainz und Jetzt in Viernheim ist die Firma Xyz zu finden. Es gibt zu dieser Firma keine zuverlässigen Informationen. Die Google...
  3. Fehler der Baufirma und Gewährleistung

    Fehler der Baufirma und Gewährleistung: Hallo zusammen, Ich habe ein Dilemma und würde mich über ein paar Einschätzungen freuen (sorry, längere Vorgeschichte): Es geht darum, wie weit...
  4. Aufwandspauschale von 3500€ für Baufirma wegen externen Bauüberwacher

    Aufwandspauschale von 3500€ für Baufirma wegen externen Bauüberwacher: Hallo zusammen. Wir bauen ein Haus und sind gerade noch in der Planungsphase (Unterlagen für Bauantrag gerade erhalten). Nach unserem ersten...
  5. Baufirma gibt Unterlagen zur EnEV / Statik nicht heraus?

    Baufirma gibt Unterlagen zur EnEV / Statik nicht heraus?: Hallo, unsere Baufirma möchte die Unterlagen zur EnEV und Statik nicht gegenwärtig an uns übergeben. Im Vertrag ist tatsächlich...