baugrube+lehm+kies=badewanne?

Diskutiere baugrube+lehm+kies=badewanne? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo Experten, für unser EFH soll aufgrund leichter Hanglage (Hang- und Schichtenwasser) und lehmigen Bodens eine Ringdrainage angelegt werden...

  1. #1 karl-heinz, 1. August 2004
    karl-heinz

    karl-heinz Gast

    Hallo Experten,

    für unser EFH soll aufgrund leichter Hanglage (Hang- und Schichtenwasser) und lehmigen Bodens eine Ringdrainage angelegt werden und mit Kies aufgefüllt werden. Es wird "einfacher" (nicht gewaschener) Flußkies (oder wie auch immer das heißt) verwendet. Mein Bauleiter schlägt vor, nicht zu sparen, d.h. Verfüllung um Aussenwände im Abstand ca. 70cm im Bereich Bodeplatte und 140cm um die gesamten Assenwände herum. Unter die Bodenplatte wird 25cm verwendet und verdichtet. Um die Drainage herum wird als Filterschicht selbstverständlich "sauberer" Leerkies verwendet.

    Nun liest man hier im Forum von der Gefahr, dass derartige Verfahrensweisen wie Badenwannen wirken und das Wasser überhaupt erst anziehen könnten.

    Zusätzlich bestehe die Gefahr, dass der Lehmboden unter dem Kies ausgewaschen und sich setzen könnte, wodurch ein Absinken des Hauses möglich wäre.

    Wie beurteilen die werten Experten die Vorgehensweise und die damit verbundenen Gefahren?
    Was könnte man verbessern?

    Danke, Euer
    Karl-Heinz
     
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  3. Josef

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    "wie" wär´s

    mit einem Tragwerksplaner samt Bodengutachter ????
    .
    "kann" natürlich auch SO enden (!)
     
  4. #3 Karl-Heinz, 1. August 2004
    Karl-Heinz

    Karl-Heinz Gast

    kenn ich

    Hallo Josef,

    danke für Deine Antwort.

    Du hast genau auf den kritischen Beitrag verwiesen, der mich auch aufhorchen ließ.

    Und hast natürlich Recht. Obwohl sich das in dem Beitrag so anhört, als hätte ein Baugrundgutachten zuvor auch nichts genutzt.

    Woher soll ich nach einem solchen Gutachten wissen, ob ich die Grube besser mit Lehm aufschütte oder mit Kies?

    Was sagen die anderen Experten?

    Danke
    Karl-Heinz
     
  5. Oggy

    Oggy

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    Moin,
    da hänge ich mich mal fragend ran, da ich auch über Lehm und Wasser gegrübelt hatte. Kann man nicht die obersten 50 cm wieder mit Lehm verfüllen, um wenigstens das Oberflächenwasser abzuhalten?

    *da wo ich mal bauen wollte, müsste nach Gutachen 1 Meter Boden ausgetaucht werden, da nicht tragfähig.

    Nun hat es ein Anderer gekauft und einfach auf den Boden eine 40cm Warft geschüttet und wird bald die Platte darauf gießen. Soll ich nicht dem noch schnell mein Gutachten aus der Schublade abieten??? :deal
    Dem Verkäufer hatte ich damals angeboten, das Gutachten weiterzugeben... :boxing

    *jenes hatte uns aber auch vom Kaufpreis abgebracht, da nur die Gründung sogar ohne Keller mit 10000€ geschätzt wurde.


    Grüße Andreas
     
  6. #5 Karl-Heinz, 1. August 2004
    Karl-Heinz

    Karl-Heinz Gast

    Gründung so teuer?

    Hallo Andreas,

    bin erstaunt. Was war es denn, was Deine Gründung so teuer macht? Der Lehm alleine ist ja in der Regel nicht so schlimm...

    Bei mir würde ich lieber nicht einfach oben Lehm draufschütten wollen, wegen Hanglage und Oberflächenwasser, das sich dann evtl. am Haus sammelt.

    Grüsse
    Karl-Heinz
     
  7. #6 Oggy, 1. August 2004
    Zuletzt bearbeitet: 1. August 2004
    Oggy

    Oggy

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    Der untaugliche (schluffige Lehm) Boden war locker da er vor ein paar Jahren mal aufgefüllt wurde. Grundwasser 1,4M unter den Gras.

    Also Bodenaustausch +etwas auffüllen, da leichte Hanglage,
    Drainage,
    WU Platte mit 100% Schweißbahn obendrauf.
    Kanalanschluss? Das war noch nicht geklärt wohin überhaupt mit dem Drainagewasser.
    Auf dem ganzen Grundstück gab es keinen "Mutterboden" da es ja mal aufgefüllt wurde.

    Dazu kam das Risiko, beim Buddeln noch Betonbrocken eines Fahrsilos zu finden:

    Ich: "dahinten würde ich ja höchtens einen Teich machen" > "na den machen sie ja nicht gleich 2 Meter tief..." :think


    Grüße Andreas
     
  8. #7 Karl-Heinz, 2. August 2004
    Karl-Heinz

    Karl-Heinz Gast

    Hallo,

    vielleicht hat der eine oder andere von Euch eine ähnliche Problemstellung, d.h. Lehmboden, Hang- und Schichtenwasser und möchte eine Drainage anbringen.

    Nochmals die Frage: Womit wird idealerweise verfüllt?

    Kann es durch Verwendung von viel Kies zu einer Art Unterspülung und Absinken des Hauses kommen?

    In diesem Zusammenhang eine Verständnisfrage meinerseits:

    Aus welchem Grund wird die Drainage üblicherweise NEBEN die Bodenplatte, d.h. auf das gleiche Niveau wie BP, gelegt und nicht etwas tiefer auf das Niveau der (üblicherweise) Kapillarschicht (15cm Kies/Schotter). Damit würde man das Wasser dann wegdrainieren und ein Ausspülen des Lehm vermeiden, oder?

    Mit Bitte um Antworten
    Karl-Heint
     
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  10. mls

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    Obwohl sich das in dem Beitrag so anhört, als hätte ein Baugrundgutachten zuvor auch nichts genutzt...Woher soll ich nach einem solchen Gutachten wissen, ob ich die Grube besser mit Lehm aufschütte oder mit Kies
    wenn nicht nach baugrundgutachten, gründungsempfehlung und statischer berechnung: wann sonst?

    Kann es durch Verwendung von viel Kies zu einer Art Unterspülung und Absinken des Hauses kommen?
    durch kies nicht - aber durch unzulässig geänderte hydrologische verhältnisse: das sollte lokal bewertet werden.

    Aus welchem Grund wird die Drainage üblicherweise NEBEN die Bodenplatte, d.h. auf das gleiche Niveau wie BP, gelegt
    naja, a bisserl hilft auch das ... aber man muss nicht unbedingt unter/neben den meistbelasteten bopl.kanten e. schlabbernde dränung haben!

    zur notwendigkeit e. baugrundgutachtens: da kann man sich (auch) um die "leichte hanglage" gedanken machen...

    sinn und unsinn von dränung bei sowieso richtig auszuführenden abdichtungsmassnahmen wurde schon oft genug diskutiert!
     
  11. #9 Karl-Heinz, 11. August 2004
    Karl-Heinz

    Karl-Heinz Gast

    lehmabdeckung

    Zu diesem älteren Thread habe ich noch eine Frage.

    Zunächst zu meinem Vorredner MLS: Hier habe ich den DRITTEN Teil der Antwort nicht verstanden/verstehen können. Wäre aber interessiert. Es scheinen unterschiedliche Auffassungen zu bestehen, ob die Drainage NEBEN der Bodenplatte verlegt werden soll, oder UNTERHALB NEBEN der Kiesschicht. ("Durchweichung des Bodens aufgrund ständig anstehenden Wassers")

    Nun meine neue Frage:

    Kann es bei Umhüllung des Gebäudes mit sickerfähigem Kies einen POSITIVEN Effekt bringen, für die oberste Schicht in Höhe OK Keller Lehm zu verwenden?

    Danke
    Karl-Heinz
     
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