Baugrube zwei Monate offen - zusätzliche Maßnahmen nötig?

Diskutiere Baugrube zwei Monate offen - zusätzliche Maßnahmen nötig? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, Forum, bei uns geht's jetzt endlich mit dem Bau weiter, und im Augenblick habe ich ein großes Problem: die Baugrube (Sohle) liegt seit...

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo, Forum,
    bei uns geht's jetzt endlich mit dem Bau weiter, und im Augenblick habe ich ein großes Problem: die Baugrube (Sohle) liegt seit Anfang Dezember offen, Frost und Regen konnten zwei Monate lang voll auf die Schicht, auf die jetzt die Bodenplatte gegossen werden soll, einwirken. Und da unser Boden lt. Bodengutachten aus frostempfindlichen Ton-/Schluffmergel besteht, mache ich mir schon Gedanken, ob nicht noch irgendwelche Befestigungsarbeiten vor dem Aufbringen der Sauberkeitsschicht (Magerbeton) notwendig sind.
    Kann mir jemand helfen?
    Vielen Dank
    Name: Wolfgang C.
     
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  3. mls

    mls Bauexpertenforum

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    raus mit dem dreck!
    nicht rummurksen, sondern ´raus damit !!
    zahnloser tieflöffel usw. - und am ende den bodengutachter holen.
     
  4. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    Wenn

    Böden dazu neigen unter Frosteinwirkung aufzugehn wie eine Hefeteig dann sind´s die Lehmböden (!)
    -
    Zitat:
    -
    "Und da unser Boden lt. Bodengutachten aus frostempfindlichen Ton-/Schluffmergel besteht, mache ich mir schon Gedanken, ob nicht noch irgendwelche Befestigungsarbeiten vor dem Aufbringen der Sauberkeitsschicht (Magerbeton) notwendig sind."
    -
    In dem Gutachten ist eigentlich bereits alles gesagt ... die Aussage von MLS braucht man "NUR" zu unterstreichen.
    Völlige Übereinstimmung meinerseits ... die Worte sind zwar hart
    "ABER" an dieser Stelle angebracht
    -
    Sie wollen ein Haus das später mal keine Setzungsrisse aufweisst ? ... wenn "JA" dann sollten Sie MLS´s Worte umsetzen (!)


    MfG
     
  5. jacob

    jacob

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    wie tief

    das rauszuziehen ist, sollte wohl schon im vorfeld der bodengutachter gefragt werden, ich schätze , das minimum wird bei 30 cm liegen (wenn nur schlamm), das maximum bei einem meter (wenn bis in die tiefe durchgefroren)
     
  6. Gast

    Gast Gast

    Vielen Dank...

    ... vorerst für Ihre/Eure ersten Stellungnahmen - das hilft mir als Baulaien doch, mich nicht als Schwarzmaler und Oberpenibelchen zu sehen. Weitere Stellungnahmen sind aber unbedingt erwünscht, je mehr, desto mehr Gewicht gegenüber dem Bauträger!

    Gruß
    Euer Wolfgang C.
     
  7. #6 Wolfgang C., 18. Februar 2003
    Wolfgang C.

    Wolfgang C. Gast

    off topic

    Ich bin zwar erst gestern über dieses Forum gestolpert, bin aber schon sehr davon angetan - insbesondere weil man aus den Profilen entnehmen kann, welche Gewichtung man den Antworten geben kann.
    Wenn ein Tragwerksplaner und ein Bauunternehmer antworten, hat das gegenüber meinem Bauträger natürlich mehr Gewicht als wenn ein - vielleicht auch erfahrener - Laie antwortet.

    Dehalb nocheinmal Danke!

    Gruß
    Wolfgang C.


    P.S.: wie ich jetzt durch Zufall erfahren habe, sind Bauunternehmer (der die Grube zu weit ausgehoben bzw. nicht wieder frostsicher gemacht hatte) und Statiker miteinander bekannt - da ist es natürlich gut, hier aus dem Forum eine unvoreingenommene Stellungnahme zu erhalten!
     
  8. #7 Wolfgang C., 18. Februar 2003
    Wolfgang C.

    Wolfgang C. Gast

    Bodenaustausch kaum möglich - was nun?

    Hallo, nocheinmal,

    daß an der Sohle etwas getan werden muß, sieht mein Bauträger ein. Allerdings ist es fast unmöglich, die Sohle weiter abzutragen, neu aufzuschütten und zu verdichten: wie auf dem Bild unten erkennbar handelt es sich bei unserem Haus um ein Reihenendhaus, Abmessungen grob 12m * 6,5m. Mit einem Schaufelbagger mit seinen 5m Ausladung kommt man nicht an die ganze Bodenfläche heran, ohne über die Sohle der anderen Reihenhäuser zu fahren und diese zu zerstören.

    Gibt es eine zuverlässige Alternative zu dem empfohlenen Austausch des Grundes an der Sohle?

    Gruß aus Rehinhessen
    Wolfgang C.
     
  9. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    *nein*

    keine Alternativen ... holen Sie sich den Bodengutachter her ... schreiben "SIE" und weisen auf den Mangel hin und schildern Sie den ganzen Vorgang ... tag des Aushubes ... Themeraturen über die Zeit etc. etc. ... weisen Sie drauf hin das der aufgefrorene Boden später Setzungen aufweisen wird "und"
    verlangen Sie schriftlich Stellungnahme dazu vom Bodengutachter "UND" Statiker.
    -
    Kein Erbarmen hab ich mit solch ein Ausführung wenn schon dann Aushub samt Sauberkeitsschicht "PLUS" gescheite Dämmung und Folien über die gesamte Fläche die dann erst entfernt werden wenn weitergearbeitet wird ... "ABER" besser wär´s gewesen den Aushub unmittelbar vor Baubeginn rauszunehmen.


    MfG
     
  10. #9 Wolfgang C., 19. Februar 2003
    Wolfgang C.

    Wolfgang C. Gast

    Das mit dem Aushub und sofortiger Einbringung der Sauberkeitsschicht war ja so geplant - aber dann kam Anfang Dezember der Frost, der Bagger rückte wieder ab, und das war's dann bis Anfang letzter Woche. Irgend jemand ist dann zwischen den Jahren auf Bausohle herumgestiefelt und gut 25cm eingesunken.

    Die Folie ist übrigens seit gestern auf den Böschungen...

    Ich bin einmal gespannt, was der Bodengutachter und der Statiker dazu sagen. In den nächsten Tagen gibt's mehr dazu!

    Gruß aus Rheinhessen
    Wolfgang Clemens
     
  11. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    ???

    25cm tief eingesunken ... das gibt das Bild "ABER" nicht her ... jetzt "ABER" wirklich wie MLS ... OHNE wenn und ABER (!)

    MfG
     
  12. #11 Wolfgang C., 19. Februar 2003
    Wolfgang C.

    Wolfgang C. Gast

    Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte...

    Im eingekreisten Bereich sind die 'Hufabdrücke' zu sehen, allerdings sind die Kanten schon etwas eingefallen, so daß es nicht mehr so schlimm erscheint wie es wirklich war/ist.

    Gute Nacht, Forum,
    Wolfgang C.
     
  13. bauworsch

    bauworsch Gast

    Raus mit

    dem Dreck !!! Sobald da etwas Wasser dazukommt oder es taut, dann sieht es in Ihrer Grube so aus:
     
  14. bauworsch

    bauworsch Gast

    Und die Folge

    könnte so aussehen:
     
  15. bauworsch

    bauworsch Gast

    Alles

    klar ??? ;)
     
  16. #15 C.. Schwarze, 19. Februar 2003
    C.. Schwarze

    C.. Schwarze Gast

    @Bauworsch
    übrigens, wie habt ihr damals die Ecke saniert?
    In etwa wie ich beschrieben hatte, (Verbindungen der Mauerschichten/Beton mit Eisenstäben und Ausführung eines Betonrings)?
     
  17. bauworsch

    bauworsch Gast

    Da hab ich mich dann

    rausgehalten. Du weiß ja, von wegen Verwandtschaft und so..... :lock
    Mein Cousin hat sich an die Vorgaben des Statiker gehalten und mit einem Fundament unterfangen... ich werde weiter berichten.
     
  18. WolfgangC.

    WolfgangC. Gast

    Oh wei, oh wei, oh wei!

    Ich hatte doch gehofft, nach der Bauphase die Bauprobleme hinter mir gelassen zu haben...

    Zwar sah es bei mir auch nach Dauerregen nicht so schlimm aus, aber da war ja auch noch keine Baumaschine über den Untergrund gefahren.

    Ich habe eben versucht, den Bodengutachter zu sprechen - aber der hat vor einem halben Jahr einen Schlaganfall erlitten, der Geschäftsbetrieb wurde eingestellt, es gibt keinen Nachfolger. Einfach Perfekt! :-((
    Jetzt muß ich erst einmal jemanden finden, der mir zum Untergrund etwas sagen kann, und bis dahin: Baustop! Und das, obwohl wir sowieso schon Monate hinter der Planung herhinken!

    Ein bedrückter Gruß aus Rheinhessen
    Wolfgang C.
     
  19. bauworsch

    bauworsch Gast

    @ Wolfgang

    Das mit dem Baustopp und einen Baugrundgutachter einschalten ist der richtige Weg!! Respekt. Nur SO können Sie mögliche spätere Folgeschäden vermeiden. Und dass Sie die Entscheidung trotz Ihres Termindruckes getroffen haben, zeigt, dass Sie auf dem richtigem Weg sind. *aufmunternwill* ;)
    Weiter so !
     
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  21. Gast

    Gast Gast

    noch ein Wort, obwohl alles gesagt ist

    Sie sollten in diesem Fall ein neuen Gutachter (in welcher Gegend bauen sie eigentlich?) einschalten! Der Boden ist das tückigste, den ein Schaden hierdurch lässt nur sehr schwierig beheben. Unabhängig davon, dass ich einen Bodenausstausch zu 100 % unterstütze, wenn ein neuer Bodengutachter (vielleicht auch ein Freund vom BU) der Meinung sein sollte, dass der Boden okay ist, dann müssen sie dennoch mindestens darauf bestehen, dass das Wasser aus dem Sohlbereich vor der Sauberkeitsschicht entfernt wird. Das war die Vorrede - jetzt der Hauptteil: Was ist das für Wasser? Ist ihr Reihenhaus mit einer schwarzen bzw. weissen Wann geplant?
    Gruß an den Bauherren, Gruss an die Runde - ich hätte mich schon eher mal blicken lassen, das lies leider mein momentaner Zeitplan nicht zu.
    Elias Brunn
     
  22. WolfgangC.

    WolfgangC. Gast

    Kein Wasser in der Baugrube

    Hallo, Herr Brunn,

    das Bild mit dem Wasser in der Baugrube ist nicht von mir, das war nur von Bauworsch, um zu zeigen, was passieren kann.

    Laut Architektin bekommt das Haus eine Weiße Wanne, aber dank dieses Forums weiß ich jetzt, daß zu einer Weißen Wanne mehr als nur 24cm WU-Beton und ein Fugenblech im Bodenbereich gehören. Aber aufgrund unserer Lage (Hangkuppe) befürchte ich zumindest in Sachen Wasser keine Probleme.

    Gruß aus Rheinhessen (nahe Mainz/Wiesbaden)
    Wolfgang C.


    P.S.: ist in diesem Raum ein guter und finanziell akzeptabler Bodengutachter bekannt?

    P.P.S.: verdammt, warum funktioniert das mit der Registrierung einfach nicht, ich bin doch schon als neumitglied begrüßt worden?
     
Thema:

Baugrube zwei Monate offen - zusätzliche Maßnahmen nötig?

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