Baugrundgutachten

Diskutiere Baugrundgutachten im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, darf man hier sein Baugrundgutachten eigentlich einstellen, oder ist das nicht erwünscht? Hintergrund: Ich verstehe das nicht...

  1. #1 loennermo, 12. April 2010
    loennermo

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    Hallo,

    darf man hier sein Baugrundgutachten eigentlich einstellen, oder ist das nicht erwünscht?

    Hintergrund: Ich verstehe das nicht wirklich, unser Architekt versteht wohl mehr, aber auch nicht alles, und die telefonischen Erklärungen des Erstellers waren auch nicht besonders hilfreich, da von zu vielen Fachausdrücken gespiekt... :mauer

    Ick hab' nur eens verstanden: Datt es teurer wird. :mad:
     
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  3. gast3

    gast3 Gast

    Frage ..

    wäre auch, ob du es überhaupt einstellen darfst ... und wenn, ob das so zielführend wäre :shades

    Versuchs mal mit einer "Problembeschreibung" oder ggf. kannst du es mir ja mal schicken - muss ja keiner wissen ...
     
  4. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ich hab zwar erst vor kurzerm das gegenteil erlebt, aber meistens ist
    für den bauherren der anruf beim baugrundler genausowenig verständlich wie
    das schriftliche baugrundgutachten.
    das liegt daran, dass das baugrundgutachten besonders bei ungünstigen
    gründungsverhältnissen nur startwerte für die gründungsplanung/-berechnung
    liefern kann. konkreter wirds nach der vorplanung von a.+i.
    wasserverhältnisse können und sollten allerdings schon deutlich und
    eindeutig beschrieben sein.
     
  5. #4 loennermo, 18. April 2010
    loennermo

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    So siehts aus. Unser Architekt versteht das im übrigen auch nicht wirklich...

    Nunja, es hat einen Ortstermin auf dem Grundstück gegeben (mit Bodengutachter und Architekt) und es wurden Pläne über die Lages des Hauses (mit Teilkeller) übergeben, die auch im Gutachten verarbeitet wurden.

    Seltsamerweise ist bei uns der Grundwasserstand höher als bei den Nachbarn, obwohl unser Grundstück höher liegt. Scheinbar gibt es "schräges" Grundwasser. Im übrigen ist der Boden wohl nicht tragfähig, daher muß bei einem Keller viel Boden ausgestauscht werden, bei einem Bau auf Bodenplatte wäre das einfacher!

    Dies erschliesst sich mir nicht: Wenn "da unten" nur "Wackelpudding" ist, warum ist es dann einfacher oben drauf zu bauen, wenn man mit Keller einen Teil des Puddings beseitigt hat und die Puddingstärke deutlich dünner ist???

    Gruß
    Lönni
     
  6. #5 wasweissich, 18. April 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    auf einem puding bildet sich eine haut , auf die du eine kirsche drauflegen kanst , ohne dass sie einsinkt .

    wenn du die plempe durchgerührt hast , ist die kirsche weg.......

    !!!!!kein gründungsvorschlag , kenn mich nur mir puddig aus!!!!!
     
  7. #6 loennermo, 18. April 2010
    loennermo

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    Naja, aber ist so eine Haut auch dauerhaft tragfähig?
     
  8. #7 wasweissich, 18. April 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    bei dem pudding meiner oma war sie das , meine frau macht einen fluffigeren pudding....:mega_lol:
     
  9. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    also mehr eine...

    ... mousse au dingens?...:mega_lol:
     
  10. mls

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    bei den immer schwierigeren gründungsverhältnissen und den daraus resultierenden
    kosten finde ich es mutig, wenn ein architekt sich mit bauherr und baugrundler
    hinstellt - und wichtig schaut.
    er könnte statt dessen seiner verpflichtung nachkommen, den bauherren über
    die sowieso erforderliche beiziehung eines twp aufzuklären.

    nach allen bisherigen beiträgen (kosten ..) sehe ich ein, dass das zuviel
    verlangt wäre :p
     
  11. loennermo

    loennermo

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    Beitrag #5, #7 und #8: Ist das schon der erste Sonnenstich in diesem Jahr? Oder fehlt Euch einfach nur der Fluglärm?
     
  12. loennermo

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    Naja, mal wieder im Ernst: Wenn ich einen Teil des Wackelpuddings wechbagger - dann wackelt der verbleibende Teil doch eher weniger, oder???
     
  13. mls

    mls Bauexpertenforum

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    nicht unbedingt.

    wir hatten bspw. den fall, dass in etwa 1,5 bis 4,5m tiefe "pudding" angekündigt
    war. bauweise ohne keller.
    der baugrundler hat empfohlen, möglichst flach zu gründen - auf keinen fall
    streifenfundamente oder frostschürzen.
    er hat die druckzwiebel im boden berechnet, wir haben deformation/pressungen
    der bodenplatte geliefert. nach ein paar iterationen haben die ergebnisse
    übereingestimmt.
    das beste: er hatte zum spass pressungen aus einen tastversuch mit streifenfundamenten
    verwendet, um die direkte belastung des puddings zu simulieren - die verformungen waren
    wesentlich grösser.

    fazit: glaub mal was ;)
     
  14. gast3

    gast3 Gast

    Ehrenrettung ..

    für Bauherren und Architekten ...


    weil, nach dem erstem Lesen: ICH VERSTEHE ES AUCH NICHT

    ich lese es aber noch einmal - es ist nur so geschrieben, dass man es wirklich nicht verstehen kann und - wie meine Sekretärin immer sagt: Da fehlt wirklich die Lesefreude und ein Bettungsmodul von 1,2 - da kommt nicht wirklich Freude auf
     
  15. mls

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    wat? watte? :respekt :mega_lol:
     
  16. gast3

    gast3 Gast

    steht da ..

    aber: Bettungsmodul Ks = 1,2 MN/m³ (und das bei einem Bodenaustausch von 0,85 m) .. ???

    also: Fragesteller - ist mir unangenehm, aber:

    ich kenne Gutachten von sehr gut bis "ist nicht sein Ernst", aber das ist wohl das Erste, was ich auch nach 2 x lesen definitiv nicht verstehe - bin wohl zu blöd.

    Erschwerend kommt hinzu, dass ich mich bei euch so gar nicht auskenne - also null Erfahrungswerte.

    Ich kann dir - mit einem vertretbarem Aufwand - nicht sagen, was du tun oder lassen sollst (außer Keller oder keinen - keine Teilunterkellerung) -

    red mal mit deinem Statiker / Tragwerksplaner
     
  17. #16 Biberschwanz, 19. April 2010
    Biberschwanz

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    --- Vorsicht Laienmeinung ---

    Hallo Lönni,

    ich verstehe das mit dem Bodenaustausch so: Ein Wackelpudding kann nur wackeln, wenn um ihn herum Luft ist. Wenn Du den aber in eine Schale tust, dann ist auch nicht mehr so viel mit wackeln ... Also wenn Du mit dem Finger auf den Pudding drückst (Punktlast), dann gibt der unter Deinem Finger am stärksten nach und Du sinkst mit Deinem Finger in den Pudding ein (ungleichmäßige Setzung des Hauses -> Risse). Wenn Du nun den Pudding plan weglöffelst und eine steife Platte (Küchenbrett) drüberlegst (Bodenaustausch + Bodenplatte anstelle Streifenfundamenten), dann kannste mit Deinem Finger auf die Platte drücken, die wird den Pudding auch verformen, aber eben gleichmäßig, weil die Platte die Last verteilt und gleichmäßig an den Pudding weitergibt. Das Ganze hat natürlich seine Grenzen, da der ausgetauschte Boden auch zur Seite weg kann (da ist halt evtl. auch Pudding und keine Schale) und man eine Bodenplatte vom Haus mit vertretbarem Aufwand nicht beliebig steif (im Vergleich zur Last durch ein Haus) bekommen kann. Weiter könnte ich mir vorstellen, dass man auch bei einer Lastverteilung irgendwo Grenzen sind: irgendwann platzt der Pudding halt und quillt zwischen Brett und Schalenrand hoch ...

    --- Vorsicht Laienmeinung ---

    Viele Grüße
    Biberschwanz
     
  18. gast3

    gast3 Gast

    also ...

    Biberschwanz

    :respekt

    so schön wurde Bodenmechanik noch nie erklärt.


    Überleg dir im Vorfeld schon mal, wie wir das mit den Urheberrechten machen, für die Verwendung in Seminaren und Vorlesungen etc.


    also wirklich :bierchen:
     
  19. #18 wasweissich, 20. April 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    @biberschwanz ,

    was du noch vergessen hast : den pudding mit und ohne schale in den kühlschrank zu stellen , unter die dusche , in die sauna , und auf die schleudernde waschmaschine ...
     
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  21. loennermo

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    Naja, wir haben noch keinen. Statiker sollte über den Architekten laufen.

    Habe parallel zu hier mal ne Anfrage an einen befreundeten Architekten (leider zu weit entfernt) geschickt, der das seinem Statiker weitergeleitet hat. Diese riet mir am Anfang des Gesprächs vom Kauf ab - dazu ist es aber zu spät.

    Er ist eher der mit Vollkeller Meinung, nach allem was er verstanden hat. Das sollte möglich sein, "ein Hochaus wird nicht gehen". Aber für 1.5 Geschosse in Massivbauweise sollte es hinzubekommen sein.

    Also werde ich unseren Archi einheizen einen Statiker an Board zu bekommen. Soweit ich das nämlich verstanden habe sind beider Varianten (Vollkeller/kein Keller) nicht ganz ohne, so dass wir jetzt schon jemanden involvieren sollten.

    Nochmals danke an alle, die sich hier und per PN beteiligt haben.

    Lönni
     
  22. loennermo

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    So, habe nochmal mit dem Geologen gesprochen. Er meinte Keller geht, kostet aber (nach seiner Schätzung, ist aber nicht seine Baustelle) rund 80-100k€ :yikes

    Komischerweise ist die RKS "problematisch" die am nächsten zu unseren Nachbarn ist und in der Senke - und unsere Nachbarn haben keinen weich-breiigen Boden.

    Nochmal an die Experten, die zT auch das Gutachten gesehen haben: Würdet ihr zum Keller raten oder nicht?
     
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