Baukosten sparen - Eigenleistung/Bauhelfer aus Umfeld

Diskutiere Baukosten sparen - Eigenleistung/Bauhelfer aus Umfeld im Baupreise Forum im Bereich Rund um den Bau; Grüßt euch! Nach nem Gespräch neulich mit einem befreundeten Bauherren geht mir ein Gedanke nicht mehr so ganz aus dem Kopf - Thema...

  1. #1 ulrichBVB4ever, 14. September 2017
    ulrichBVB4ever

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    Grüßt euch!

    Nach nem Gespräch neulich mit einem befreundeten Bauherren geht mir ein Gedanke nicht mehr so ganz aus dem Kopf - Thema Eigenleistung.
    Nun ist es ja so dass viele versierte Herren durchaus selbst mit Hand anlegen beim Hausbau, um zum einen natürlich Geld zu sparen und zum anderen weil still sitzen und zugucken für die meisten ja dann doch nichts is.
    Geht mir ja genauso...
    Nun frag ich mich inwiefern man denn tatsächlich einen Vorteil erlangt wenn man selbst mit Hand anlegt - gibt es dazu Zahlen? Wie viel habt ihr letzten Endes wirklich eingespart?

    Noch dazu hat mich besagter Baufreund darauf hingewiesen dass es eigentlich gesetzlich verpflichtend ist Bauhelfer anzumelden - Unfallversicherung und so. Kostet dann auch wieder um die 100 im Monat (Mindestbeitrag, wohlgemerkt!). Wer das dann aber am Ende wirklich macht is nochmal ne andere Frage...sollte natürlich so sein, schon allein weil Unfälle aufm Bau keine Seltenheit sind, klar.

    Was ich mich da frage ist ob sich Eigenleistung am Ende wirklich lohnt wenn man täglich nur nach Feierabend auf die Baustelle kann..
     
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  3. ImmoTheKing

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    Hallo ulrichBVB4ever,

    ich habe das ganze so halbwegs hinter mir und ich kann sagen das am Ende deutlich weniger Bargeld übrig bleibt als man in der Planungsphase annimmt. Da man in der Bau/Eigenleistungsphase viele der gesparten Taler wieder in bessere/mehr Materailen und Schnickschnack ausgibt.

    Meiner Meinung nach lohnen Eigenleistungen nur da wo man keine Handwerker blockiert und bei Sachen die man möglichst komplett in Eigenleistung durchziehen kann (also ohne Fremdfirmen) und du musst bereit sein jede freie Minute zu opfern (wenn man nebenbei noch in die normale Arbeit muss) sonst sind die geleisteten Stunden zu gering.

    Ganz wichtig vorher sauber planen was man wann wie selbst machen will. Denn man braucht Werkzeug, Material und Wissen für die Arbeiten wenn man nicht gerade vom Fach ist.

    Bei meinem Onkel haben wir mit einem vom Nachbarn geliehenen Bagger und dem Deutzschlepper seines Bruders die Baugrube und das Grundstück selbst ausgehoben und mit dem Aushub gleich noch 2 Äcker an einem Abhang befestigt. Das hat wirlich einen großen Spareffekt gehabt denn so war es nur Diesel und Schnitzelsemmeln.

    Bei mir (Kosten Eigenleistungen und Erfahrungen nach dem Bau eines Einfamilienhaus) hat sich bemerkbar gemacht das wir selbst gefließt haben, Böden verlegt und die Türen gesetzt haben. Da wir hier nicht nur die Arbeitszeit sondern auch beim Material billiger weggekommen sind. da wir diese auch im Großhandel eingekauft haben und einen guten Preis aushandeln konnten (die Türen waren 20% billiger als wenn wir die selben vom Schreiner genommen hätten) bei den Fliesen waren es bis zu 36% aber bei einer Fliese haben wir auch 15% mehr zahlen müssen.

    Ganz wichitg ist das die Frimen mitspielen deshalb vorher absprechen und zwar bevor der Vertrag steht sonst ist der Sparfaktor gleich Null.

    Gurß
    Immo
     
  4. #3 Onkel Dagobert, 25. September 2017
    Onkel Dagobert

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    Bin da ganz bei meinem Vorredner.
    Es sollte immer der zeitliche Ablauf einkalkuliert werden. Der ist wiederum auch von diversen Faktoren abhängig. Wohne ich zur Miete, dann ist jeder Monat Bauverzögerung richtig teuer. Wohne ich allerdings noch bei Mutti kann man das verschmerzen.
    Im Allgemeinen kann man sagen dass Laien oft den zeitlichen Aufwand der Eigenleistungen stark unterschätzen, vor allem weil während der Baufase sowieso sehr viel zu tun ist.
    Auch muss man einkalkulieren dass oft das passende Werkzeug und Material fehlt (z.B. Gerüste, Hebezeuge, usw.) und dass Material für einen Privatmann oft teurer zu besorgen ist als von einem Unternehmer, der ganz andere Rabatte bekommt.
    Ich würde empfehlen nur solche Arbeiten in Eigenregie zu machen, die den Bauablauf nicht stören bzw. zur Not auch noch nachträglich gemacht werden können, (Garten, Carport, usw.) oder sich sehr genau bewust sein was eine Bauverzögerung bedeutet.
    Ich habe bei meinem Bau im Haus nur die Malerarbeiten selbst gemacht (Decke spachteln, Tapete + Anstrich an den Wänden) und dass war vom Zeitaufwand, neben der Arbeit und neben den anderen Bausachen schon heftig.
    Dann habe ich noch den Schuppen zusammen mit meinem Schwager gemauert, den kompletten Garten inkl. Erdarbeiten selbst gemacht und bei den Pflasterarbeiten 3 od. 4 Wochenenden geholfen. Hatte allerdings einen kleinen Radlader zur Verfügung. Dass alles war für mich absolut an der Grenze des Machbaren, wobei ich sagen muss dass meine Frau aufgrund der 3 kleinen Kinder nicht helfen konnte.
    Ach ja, Bauleitung usw. habe ich auch gemacht, bin da allerdings beruflich vorbelastet :-)
     
  5. Anney1982

    Anney1982

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    Ich denke wenn man Eigenleistungen erbringt dann sollten das auf jedem Fall auch Profis sein, wenn dabei nicht alles rund läuft dann ist niemand für Schäden haftbar.
     
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