Bauleitung?

Diskutiere Bauleitung? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Ich plane ein EFH zu bauen und habe bereits einen Architekten dem ich vertraue, ein Vorplan der mir gut gefällt steht bereits, soweit alles i.O....

  1. Garak

    Garak

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    Ich plane ein EFH zu bauen und habe bereits einen Architekten dem ich vertraue, ein Vorplan der mir gut gefällt steht bereits, soweit alles i.O.
    Ich habe mit dem Architekt bereits im ersten Gespräch als wir über sein Budget sprachen auch dargelegt das es mir nicht darum geht alles so billig wie möglich zu machen sondern lieber einen vernünftigen Preis für vernünftige Qualität zu zahlen.
    Um zum Thema des Threads zu kommen: Mein Architekt sagte er würde auch die Bauleitung übernehmen, falls ich das wünsche, empfiehlt es mir aber eigentlich nicht da ich mir die Kosten dafür sparen könne wenn ich eine gute Baufirma habe. Er würde mich auch in der Bauphase bei Fragen beraten oder falls mir Mängel auffielen bzw zur Abnahme vorbeikommen.
    Klingt für mich durchaus vernünftig (und überaschend uneigennützig).
    Nach einigen Posts hier bin ich aber doch noch etwas unsicher ob Bauleitung nicht doch ratsam wäre. Leider bin ich Handwerklich sehr unbegabt (und bis dato auch uninterresiert), manche Schreckensbilder die hier gepostet werden auf denen die Fehler nicht völlig offensichtlich sind könnte man mir wohl glatt als "das gehört schon so" verkaufen :/.
    Würd mich über ein paar Meinungen freuen :).
     
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  3. R.B.

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    Wie weit ist (wohnt/arbeitet) der Architekt von der Baustelle entfernt?

    Gruß
    Ralf
     
  4. cosima123

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    -->> vernünftige qualität bekommt mach SICHER nur, wenn es auch eine bauleitung vom profi gibt!! die hat ihren preis.


    mein verdacht: der architekt will sich die mühe nicht machen, weil

    - er zuwenig dabei verdient (sein honorar berechnet sich letztlich nach dem hauswert, den baukosten - sind die eher gering??)

    - er zu weit raus fahren muss für das bisschen asche

    - er sich die hände nicht dreckig machen will- es gibt architekten, die sind tatsächlich reine "planer"

    -->>frag ihn doch einfach, ob er dir einen bauleiter empfehlen kann!! ich würde NICHT drauf verzichten.
     
  5. Garak

    Garak

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    hm, so 5-6km.
     
  6. Garak

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    Diese Bedenken kann ich eigentlich alle ziemlich ausschließen, die Baukosten sind zwar nicht astronomisch, werden aber mit ~250-270k auch nicht zu gering sein.
    Entfernung ist wie schon geschrieben nicht die Welt und ums "Hände dreckig machen" gehts ihm wie ich ihn einschätze auch kaum, ist ein eher praktischer Typ.
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 27. Februar 2008
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    Könnte es sein, dass der Kollege auch "rein zufällig" so ein Unternehmen an der Hand hat.

    Jaja - ich weiß. :o

    MfG
     
  8. R.B.

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    Also, wenn der Architekt gleich um die Ecke wohnt und die Bauleitung übernehmen würde, wäre das in meinen Augen eine Option. Ich setze voraus, daß er engagiert ist und aufgrund der kurzen Entfernung problemlos auch zwischendurch mal vorbeischauen kann.

    Auf jeden Fall brauchst Du jemanden an Deiner Seite der ab und zu nach dem Rechten schaut, sonst machen die Jungs mit Dir was sie wollen.

    Gruß
    Ralf
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Nachtigall ick hör Dir...
     
  10. Stefan61

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    Oder der Architekt ist ein Künstlertyp mit Stauballergie. Wenn man bedenkt, wie lange sich ein fremder Bauleiter in die Planung erst eindenken muß, erscheint mir der Verzicht des Architekten auf die Bauleitung nicht unbedingt selbstlos.
     
  11. cosima123

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    Das er Unternehmen an der Hand hat die ihm positiv bekannt sind halt ich jetzt nicht unbedingt für nachteilig.. soviel zu unterstellen das er absichtlich auf Bauleitung verzichtet und dafür "vergünstigungen" eines von ihm empfohlenen Bauunternehmens bekommt halt ich für ziemlich unrealistisch.

    Ich denke ein gesundes Misstrauen ist sicher angebracht, aber kann man nicht auch davon ausgehen das einen nicht unbedingt jeder über den Tisch ziehen will?
    Ist es wirklich selten eine kompetente Baufirma zu haben deren Mitarbeiter nicht "mit mir machen was sie wollen", sondern auch darauf wert legen ihren Job anständig zu machen?
     
  13. cosima123

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    LIES: http://www.baumarkt.de/b_markt/fr_info/baumaengel.ht

    ein hausbau ist NIE völlig mängelfrei.

    das geht gar nicht.

    das hat nichts mit vertrauen zu tun. das sind so viele gewerke von so vielen unterschiedlichen menschen geplant/bearbeitet etc.

    ein hausbau ist kein kuchenbacken.

    ich habe einen sehr guten bauträger. die maurer mauern auch sehr ordentlich. usw. aber trotzdem will ich sicher sein.

    ist letztlich deine entscheidung. risko ja oder nein.
     
  14. cosima123

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    mist. das war natürlich der FALSCHE link.

    dann also anders:

    ZITAT:

    "27.1.08
    Baumängel: Pfusch am Bau

    Wenn gepfuscht wird, dann eigentlich am meisten bei Fenstern und Außentüren. AUch gerne gechlampt wird bei den Putz- und Stuckarbeiten sowie Wärmeerzeuger, Rohrleitungen oder Gas- und Wasserinstallationen. Im "Bauschadenbericht 2008" von der Prüforganisation DEKRA kann man nachlesen, daß es außerdem noch viel Pfusch bereits beim Rohbau gäbe.

    32 Mängel pro Haus
    In der "Welt am Sonntag", die sich auf den "Bauschadenbericht 2008" der DEKRA bezog, konnte man lesen, daß es 2007 pro Haus 32 Mängel gegeben habe. (Rekord: in einem Fall wurden bei einem Haus sogar 86 Baumängel festgestellt)

    10.287 Euro ist die durchschnittliche Schadenhöhe
    Laut DEKRA ist die durchschnittliche Schadenhöhe von 8.975 Euro jetzt auf 10.287 Euro angestiegen.

    Jährlicher Schaden
    Laut den DEKRA-Berechnungen kommt es durch den Pfusch am Bau in Deutschland zu Schäden in Höhe von 1,4 Milliarden Euro.

    Labels: Varia, Wohnen

    Gepostet von Redaktion "Flensburg online" Am/um 07:20 "

    hier der LINK:

    http://www.flensburg-online.de/blog/2008/01/baumngel-pfusch-am-bau.html
     
  15. Garak

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    Versteht mich nicht falsch, ich will mir den möglichen verzicht auf Bauleitung nicht zwingend schönreden. Das es Pfusch gibt ist mir durchaus auch klar. Ich erwarte auch nicht das der Bau fehlerfrei ablaufen wird. Die Frage die ich mir stelle ist lediglich: holt mir mein Architekt als Bauleiter seine Kosten wieder herein? Sollte nicht eine kompetente Baufirma Mängel auch selbst erkennen und beseitigen?
    Das "guter Ruf" Argument ist für manche vielleicht keins - ich sehe das aber, gerade hier "auf dem Land" doch schon auch so das sich Baufirmen die hier seit Jahrzehnten tätig sind um ihren Ruf kümmern.
     
  16. lawyer

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    Ohne bauleitenden Architekten wird das nichts, die Selbstkontrolle funktioniert eher selten. Mußte für Mandanten gegen einen GU einen Kostenvorschuss zur Mangelbeseitigung von ca. 80.000 € erstreiten, obwohl die Parteien sich kannten und in einem Dorf wohnten. :wow Wenn dann die Baufirma insolvent wird, gute Nacht...:mauer Hier nützt Ihnen nur der bauleitende Architekt mit einem ausreichenden Versicherungsschutz. :biggthumpup:

    Und, damit nicht wieder alle Architekten auf mich einprügeln :fleen : Mit dem Architekten kann man individuell vereinbaren, daß der Bauherr vor einer Inanspruchnahme des Architekten wegen Mängeln zunächst versuchen muß, sich außergerichtlich beim Bauunternehmen schadlos zu halten.:lock
     
  17. cosima123

    cosima123

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    genau. vor allem: ein architekt mit versicherungsschutz nützt gar nichts, wenn der nur mal so beim bau vorbeischaut, ohne vertrag.
     
  18. #17 VolkerKugel (†), 27. Februar 2008
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    Und bitte bitte ...

    ... lasst doch mal endlich diese komische DEKRA-Statistik in der Schublade (wo sie hingehört).

    Grundlage ist hier keine repräsentative Auswahl sondern nur die Auswertung der von der DEKRA im Rahmen der Fremdüberwachung besuchten Baustellen.

    Hieraus eine allgemeingültige Aussage abzuleiten ist schon etwas dreist :konfusius .
     
  19. cosima123

    cosima123

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    ok, volker.

    hast du schon mal einen bau quasi "umsonst" geleitet, weil du nämlich nixxx zu leiten hattest, weil eben kein einziger fehler zu erkennen war???

    die dekra studie sollte hier nur zeigen, dass fehler quasi immer vorkommen.

    meine ansicht.


    wer lieber roulette spielen will, soll das tun. ich spare das geld für die bauleitung und geh nicht über los. ich setzte alles auf zahl.:e_smiley_brille02:
     
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  21. #19 VolkerKugel (†), 27. Februar 2008
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    Natürlich kommen Fehler immer vor ...

    ... aber die werden in der Regel (womit wir wieder beim Thema sind :konfusius ) durch eine fachkundige Bauleitung auch wieder ausgebügelt, sodass (wiederum in der Regel) erst gar kein Schaden entsteht.

    Das stört mich an dieser DEKRA-"Statistik". Da fehlt mir einfach eine Aussage über die Art der jeweiligen Bauleitung.

    Zu Deiner Frage: Nee hab´ ich noch nicht :Roll .
     
  22. #20 Martin Wiesner, 27. Februar 2008
    Martin Wiesner

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    Nicht ohne Bauleitung

    Es geht nicht ohne sachkundige und verantwortliche Bauleitung.
    Die Mängel treten gehäuft nur an den Schnittstellen der Gewerke auf. Dort wo sich der einzelne Handwerker nicht mehr zuständig sieht. Wenn Sie Geld und vor allem Nerven sparen wollen, investieren Sie in einen anständigen Bauleiter. Der Bauunternehmer kann es in der Regel nicht.

    Gruß Martin Wiesner
     
Thema:

Bauleitung?

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