Baumurks? Abzocke?

Diskutiere Baumurks? Abzocke? im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Unser schönes kleines Baugebiet hat ein getrenntes Kanalsystem für Schmutzwasser und Regenwasser. Die Gebühr für Regenwasser ist eingeführt, und...

  1. #1 BauherrHilflos, 28. Oktober 2008
    BauherrHilflos

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    Unser schönes kleines Baugebiet hat ein getrenntes Kanalsystem für Schmutzwasser und Regenwasser. Die Gebühr für Regenwasser ist eingeführt, und wird freundlich von den Anwohnern bezahlt...
    Dann spazierte einer der Anwohner mit dem Hund durch Grüne und fand das Ende des Regenwasserkanals.. dieses fängt im Baugebiet an, läuft schön in der Straßenmitte an allen Häuschen vorbei, sammelt fleißig das Regenwasser, verläuft dann weiter über eine Grundstücksgrenze, unter einer Strasse her, an Bäumen vorbei... und endet in einem kleinen Bach :yikes

    Ist das logisch? Einmal einen Kanal bauen lassen; Regenwasser in Bach einleiten; dauerhaft Gebühren verlangen? Ich verstehs nicht :cool:
     
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  3. Robby

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    läuft alles Regenwasser darein oder nur der "Überschuss" in ein Regenrückhaltebecken oder sowas?
     
  4. shneapfla

    shneapfla

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    Regenwasser läuft bei uns auch in einen Straßengraben, der dann irgendwann in einem Bach mündet, deshalb muß bei uns nur Schmutzwasser bezahlt werden...
     
  5. Ecke

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    durch die versiegelte fläche eures kleinen baugebietes kann das regenwasser nicht mehr versickern und muss gesammelt und abgeleitet werden (sonst würde es ggf. in senken gesammelt und das ist ja auch nicht sinn und zweck). für die unterhaltung dieses systems bezahlt ihr artig eure gebühr, da falls zu einem späteren zeitpunkt das regenwassersystem einen defekt (z.b. Scherbenbrüche, defekte muffen, versätze etc.) hat, wird das von eurer gebühr bezahlt.
     
  6. Uwe!

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    also erst mal macht es ja Sinn, dass das Regenwasser irgendwann mal in einem Bach landet, wo soll es sonst hin. Den Umweg über eine Kläranlage will man ja gerade vermeiden.

    Ob das dauerhafte Gebühren rechtfertigt? Ich denke ja, weil das Kanalsystem ja trotzdem Unterhalt benötigt. Allerdings sollten die Gebühren deutlich niedriger als beim Schmutzwasser sein, wo auch die Kläranlage mit finanziert wird.
     
  7. #6 Jürgen Jung, 28. Oktober 2008
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    Ich verstehe die Frage nicht? Mit den Gebühren wird ja auch die "Wartung" des Kanales und des Baches bezahlt, sollte man zumindest von ausgehen

    besteht den Anschlußzwang?

    für mich ist das alles legitim und nachvollziehbar :)

    wie wärs hiermit:

    ein Kunde von mir hat sich ein Grundstück in einem noch in der Erschliessung befindlichen Neubaugebiet gekauft, ohne Fußweg und Straßenbelag, soll aber schon jetzt Fußwegreinigung bezahlen (Eckgrundstück), hat er nicht getan ---> Notartermin geplatzt, weil noch eine Forderung an die Gemeinde (Verkäufer) offen war :mauer:mauer
     
  8. #7 Carden. Mark, 28. Oktober 2008
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Der Kreislauf des Wassers.
    Ich erspare mir mal den aufzuzeigen :)
    Aber irgendwann endet das Nasse Zeug das vom Himmel kommt wieder in den Ozeanen.
    Ergo - ist jeder Kanal erstmal nur der Zubringer. Wie lang der ist und ober der erst einmal in einen Bach und dann in einen Fluss landet, oder sogleich in einen Fluss ist doch egal.
    Du beläßt das Wasser nicht Deinem Grundstück und somit ist eine Gebühr fällig.
    Wir haben garkein RW Kanal. Wir versickern hier alle. Wir müssen trotzdem Gebühren für Wasserumläufe (osä) zahlen.
     
  9. #8 BauherrHilflos, 28. Oktober 2008
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    Das ganze Regenwasser läuft da rein. Es gibt kein Becken oder sowas.

    Ja. Regenwasser muss in den Regenwasserkanal eingespeist werden.

    Aber Danke nochmals für die Antworten.
    Unter dem Aspekt: Zukünftige Instandhaltungskosten, macht es ja schon Sinn, das Gebühren fällig werden. Trotzdem habe ich mir unter so einem Trennsystem mehr vorgestellt, und nicht, das es drei Ecken weiter (ca. 350m Luftlinie) in einen Bach geführt wird.
     
  10. #9 Carden. Mark, 28. Oktober 2008
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    Wo wäre es für Euch der Unterschied gewesen, wenn es 3,5 Km gewesen wären?
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 28. Oktober 2008
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  12. #11 BauherrHilflos, 28. Oktober 2008
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    Höhere Steuer..? Weil größere Anlage..? Weniger Gebührenzahler auf der Strecke..? :bounce:

    Dachte nur, das man das Regenwasser auch auf Dorf/Stadt.. Ebene einem weiteren Verwendungszweck zukommen lässt. Aber so...

    passt es genau zu Ralf´s Beitrag. Nagel auf den Kopf getroffen!!
     
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  14. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Man baut deswegen Regenwasserkanäle...

    ... weil die Eltern Ihrer Überwachungspflicht nicht nachkommen und Ihre Kinder so beaufsichtigen, daß sie im nicht Graben spielen. Wie dem auch sei: auch Regenwasser ist behandlungspflichtig, und, die "Abwasseranlage Regen" hört nicht am Ende des Rohres auf, sondern geht weiter über Vorfluter usw.usw. Und weil wir deutschen ja am liebsten alles zubetonieren würden, mußte man also Grenzen setzen, sprich, je mehr versiegelte Fläche, umso teurer. Hier muß man aber mal bereit sein, Gesamtzusammenhänge sehen zu wollen, und nicht immer gleich von Abzocke zu reden.:motz
     
  15. Pascal82

    Pascal82

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    Hallo,

    also solche gebühren halte ich nur für legitim, wenn bei späteren reparaturen die
    anlieger nicht wieder in die tasche greifen müssen (wie es meistens der fall ist).
    schließlich bezahlt man mit grundstückskauf bzw. der erschließung ja schon die kosten
    für den kanal ect. also müsste damit die herstellung des systems abgegolten sein.
    also bei uns am dorf ist nicht viel mit instandhaltung, das kann so teuer nicht sein, außerdem zahlt man ja zb. grundsteuer, die ihre legitimation eigentlich dafür haben das solche sachen finanziert werden. DOPPELABZOCKE ?????

    viele grüße
    pascal
     
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