Bauschaden wegen Lüftungsanlage

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  1. #1 blacksektor, 18.02.2012
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    Hallo, die von meinem Installateur installierte Lüftungsanlage hat bei mir einen größeren Bauschaden verursacht.

    Die Lüftunsrohre sind auf einem Spitzbogen installiert (Kaltdachstuhl). Im obersten Geschoß herrschen definitiv Außentemperaturen. (3 große Bohrungen in jeder der Gibelwänden, zusätzlich zu mehreren Dachentlüftern.). Der Installateur wusste, daß nur bis zur obersten Geschoßdecke gedämmt wird, und der Dachspitz als Kaltdachstuhl ausgeführt wird (hat Löcher damals sogar selbst dafür gebohrt). Jetzt steht in den ganzen Lüftungsrohren das Wasser drinnen, und bei mir tropft es von der Decke. Außerdem leckt seine Solaranlage.

    Ich weis, kostenlosen Käse gibt es in der Mausefalle. Für die offizielle Seite hab ich am Montag einen Termin bei einem Architekten, am Dienstag kommt ein Anwalt von mir, ein Baubiologe, der Außendienstmitarbeiter der Trockenbaufirma auf die Baustelle.

    Ich hoffe da auf eine einvernehmliche Lösung mit dem Handwerker, der gegen die DIN verstoßen hat (Insolierungsstärke Lüftungsleitungen im Kaltdachstuhl).

    Statt der in der DIN vereinbarten 4,5 oder 5 cm wurden nur mit 3mm Filz und dieser Folie isoliert.

    Bereits letztes Jahr im Oktober habe ich den Installateur auf diesen mangel per Mail hingewiesen. Seine Antwort damals. Die Luft geht so schnell durch die Lüftungsleitungen, da kann gar nix abkühlen. Dann hab ich zu Ihm gesagt. Wenn was passiert, ist er für den ganzen Schaden verantwortlich. Damit war er einverstanden.

    Ich hab echt bedenken, daß hier die Soße und insbesondere Kondensat in der Dämmung mit angefallen ist, aufgrund der mangelhaften Dämmung der Lüftungsrohre im Dachgeschoß. 2 Lüftungsauslässe Rigibs sind betroffen. Die Durchführung der Rohre vom Kaltdachboden in die Dämmebene ist komplett durchfeuchtet (soweit man das ohne Bauteileöffnung sehen kann).

    Ich hab echt bedenken, daß es zum Bauprozess kommt, will diesmal aber nicht nachgeben, da es keine Laien waren die hier rumgewerkelt hatten sondern hoch bezahlte Firmen.

    Die Dämmung und der Trockenbau hat eine sehr große Firma mit Blow Door Test ausgeführt. Da kann nichts verkehrt gelaufen sein (War bei Test vor Ort und hab Gutachten). Wenn Tauwasser in den Lüftungsrohren durch die Dämmebene angefallen ist wegen der mangelnden Isolierung oberhalb einerseits, muss der Handwerker oder seine Versicherung normalerweise die Bauteileöffnung bezahlen um da nachzusehen. Mit der Ungewissheit will ich da eigentlich nicht leben, da ich echt Angst vor Schimmel hab und schon mal 4TSD Euro in die Entschimmelung des Hauses gesteckt habe. Nach den gesetzlichen Bestimmungen hat mich ja der Bauhandwerker so zu stellen als ob der Schaden nicht vorhanden wäre.

    Ich verlange hier natürlich keine Ingeniertechnische Beratung und stelle die die sich äußern natürlich von jeder Haftung frei.

    Am liebsten wäre mir ein Rückbau des Innenausbaues im jedem Raum des OG, um hier nachschauen zu können ob Wasser angefallen ist (bei 2 Stellen sieht mans deutlich da Rigips Wasserflecken hat).

    Wie groß rechnet Ihr aus eurer Erfahrung den auf eine Chance zur Einigung, wenn ich mit dem ganzen Troß am Dienstag zur Begutachtung auftauche. Ich war bis jetzt mit dem Bauhandwerker "gut Freund" ist nach einer Mängelanzeige mit Einschreiben Rückschein" schon das berühmte Tuch durchschnitten, oder wie kann man das möglichst deeskalierend Abwickeln. Der Anwalt geht mit auf die Baustelle damit der am nächsten Tag schnell ne Anerkenntnis des Schadens rausschreiben kann. Einen Baubiologen der auch von Landgericht als Gutachter fungiert habe ich mal gegenüber dem Handwerker als "Berater" deklariert.
    Mir als Laien will man nämlich die Story vom wilden Pferd erzählen. A bissl drüberstreichen, normalerweise ist da nix in der Dämmung etc. Daß eine Dämmung zwar trocknen kann, jedoch auf 1,5 % Restfeuchte kommen muß damit Sie wieder die volle Dämmeigenschaft hat, und zusätzlich noch die selbe Stärke wie zuvor für die Dämmeigenschaft braucht, das will ich den Bauhandwerker dann doch nicht selbst beibringen müssen.

    Wie geht Ihr normalerweise bei solchen gravierenden Mängeln vor?
    Wie lange versucht man sich hier zu einigen vor den selbständigen Beweissicherungsverfahren?



    Und hier noch ein paar Bilder
    http://www.flickr.com/photos/blacksektor/sets/72157629358344367/
     
  2. #2 MoRüBe, 18.02.2012
    MoRüBe

    MoRüBe Gast

    cool...

    ... das ist keine Dämmung, sondern vermutlich Schalldämmung für Abwasserrohre wenn man dem Aufdruck glauben schenken kann.

    Tja, und ob die OSB-Platte da oben sooo gut ist, wer weiß...

    Wie war das mit Architekten? :mega_lol:
     
  3. #3 ReihenhausMax, 18.02.2012
    ReihenhausMax

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    Wann wurde denn der BD Test gemacht? Vor dem Einbau der Lüftungsöffnungen?
    So wie es um die Lüftungsöffnungen herum aussieht, könnte ich mir da auch gut
    vorstellen, daß die Feuchtigkeit um die Lüftungsöffnungen herum nach oben geht,
    dort kondensiert und flüssig wieder zurückkommt. Wenn es an einer Abluftöffnung
    so aussieht, würde das den Verdacht bestätigen. Hast Du die Lüftung nachträglich
    einbauen lassen oder steht da wer auch immer die Bauleitung hatte, mit in der
    Verantwortung. Die OSB Platten sind nicht so toll, weil sie die Abgabe von
    Feuchtigkeit über das Kaltdach behindert.
     
  4. #4 blacksektor, 18.02.2012
    blacksektor

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    Blowdoortest wurde nach Einbau der Lüftungsöffnungen gemacht. Das ist ne Abluftleitung im Bad. Zuluft in nem Kinderzimmer sieht genauso aus.
     
Thema: Bauschaden wegen Lüftungsanlage
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