Baustraße und Fundament

Diskutiere Baustraße und Fundament im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Guten Tag, dies ist mein erster Beitrag. Leider habe ich direkt zu meiner Frage kein direktes Thema gefunden. Ich Plane die Errichtung einer...

  1. Lapua

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    Guten Tag,
    dies ist mein erster Beitrag. Leider habe ich direkt zu meiner Frage kein direktes Thema gefunden.
    Ich Plane die Errichtung einer Baustraße (ca. 25-30m lang und 3m breit) welche später als Unterbau der gepflasterten Auffahrt dienen soll. Laut Bodengutachten handelt es sich unterm Mutterboden um mittelkönigen, mittelfesten, Tragfähigen Sand. Grundwasser kommt bei 1,2m. Letzteres ist eher zu verlnachlässigen da das gesamte Gelände zum Schluss noch ca. 0,5m Aufgeschüttet werden muss.
    Nun zu meiner Frage, würde für diese Arbeiten eine Rüttelplatte mit 335kg und 42kn Verdichtungsdruck genügen? Die Baustraße soll mit 0/45 ca. 25-30cm und nach oben 20cm in 0/32 Frostschutzschotter errichtet werden. So mein Leihenhafter Ansatz. Die Rüttelplatte, wenn sie es denn schaffen würde, würde ich später auch gern zum Unterbau des Fundamentes einer Schwedenpalette nutzen. Ähnlicher Aufbau. Das ich mit diesem "Spielzeug" keine 50cm am Stück Verdichten kann ist mir bewusst. Doch würde es funktionieren? Ich plane 10-15cm lagen mit Wasser/Sprühnebel zu verdichten.
    Da in unserer Gegend nur wenige echte Rüttler zu mieten sind und wenn dann zu horrenden Preisen, aber alles in Eigenleistung errichtet werden soll. Steht die Frage der Anschaffung im Raum.

    Für gute Tipps bedanke ich mich jetzt schon.
    Schöne Grüße
     
  2. Lapua

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    Achso als Nachtrag, das die Baustraße zum EFH n paar LKWs aushalten müsste ist klar. Aber würde der Unterbau dementsprechend reichen, wenn man später in Split gepflastert hat, das nach Fertigstellung der Auffahrt auch Mal ein zwei Lkw's drüber können?
     
  3. #3 Osnabruecker, 18.12.2021
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    50 cm Schotter ist schon nen Paket, was in den seltensten Privatwegen zu finden ist. Das wird schon gut halten.

    Nimm entweder 0/32 oder 0/45, der Materialwechsel ist für die Nutzung nicht unbedingt nötig.

    Nach dem Bau wirst du das alles nochmal nacharbeiten/zulieferern müssen und in die endgültige Höhe bringen lassen vom GalaBauer.
     
  4. Lapua

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    Genau den GalaBauer wird es ja nach erster Planung nicht geben. Korrekter Höhenlaser ist vorhanden. Nur ob die genannte Rüttelplatte die geforderte Verdichtung erbringen kann. Oder ob man eher doch den bitteren weg des Leihens oder Beauftragen gehen muss?
     
  5. #5 Osnabruecker, 18.12.2021
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    Nach der Baustraße muss vorm Pflastern da noch was gemacht werden. Es wird Spurrillen etc geben.

    Die Baustraße wirst du ihm Vorhinein nicht auf die endgültige Höhe bringen können.

    Wenn du alles selbst machen willst vllt eher nur 20-30 cm als Baustraße und 15 cm nachliefern im Endausbau.
     
  6. Lapua

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    Ja genau. Die Baustraße soll auf dem derzeitigen Gelände Niveau entstehen. Im Anschluss wird es nach oben hin noch massig Luft geben. Die Baustraße soll nur als Untergrund für die spätere Einfahrt dienen. Dies aber auch nachhaltig aushalten. Nach Beendigung des Eigenheimbaus wird die Straße noch min. 15cm 0/32 bekommen und dann kommen 1-5cm Split bevor die Pflastersteine drauf kommen.
    Deswegen steht ja vorrangig dir Frage über die Leistung der Rüttelplatte im Raum. Reicht das geraffel/geläuf?
     
  7. #7 VollNormal, 18.12.2021
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    Was verstehst du unter "Mal ein zwei Lkw's"? Hier sehe ich weniger den Schotter als das Problem, sondern eher das Pflaster. Wenn da schwere Autos Brems- Anfahr- und Lenkkräfte einbringen, wird sich das irgendwann verschieben. Bei regelmäßigem Schwerlastverkehr würde ich mir überlegen, ob da nicht doch Asphalt oder evtl. eine Betonbettung für das Pflaster sinnvoller sind.

    Die Baustraße sollte darauf ausgelegt sein, dass da Sattelzüge, Bagger, Betonmischer, etc. drüber fahren können. Allerdings wird die durch die Benutzung auch in Anspruch genommen. Das heißt, du hast am Ende da zwar noch den Schotter rumliegen, im Zweifel aber mehr oder weniger als loses Haufwerk. Da ist es dann nicht damit getan, einmal mit dem Wacker drüberzugehen.

    Ich würde in die Ausschreibung eine Position mit reinnehmen "Nach Ende der Bauarbeiten Baustraße herrichten als Unterbau für Pflaster [hier geplantes Pflaster benennen] (oder was immer du als Aufbau oben drauf haben willst)". Dann musst du wissen, ob noch nachgeschottert werden muss, oder ob eher Material abgetragen werden soll, damit du auf deine Endhöhe kommst. Entsprechende Positionen auch mit ausschreiben. Und dann würde ich den Tiefbauer auch gleich mit dem kompletten Oberbau beauftragen, der hat das erforderliche Gerät sowieso dabei und leistet für sein Werk Gewähr.
     
  8. #8 simon84, 18.12.2021
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    Der will das doch selber machen, wegen billiger und so :)

    Aber deinen Punkt kann man ja gedanklich auch in seine eigenen Aufgaben mitaufnehmen !
     
  9. #9 VollNormal, 18.12.2021
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    Billiger ist ja immer gerne genommen, aber wenn ich mir vorstelle, ich müsste ohne jede Erfahrung und als untrainierter fauler Sack, der ich bin, 30 m Baustraße abrütteln, da müsste ich nicht lange überlegen, ob ich das nicht doch lieber fremd vergebe. Bei den Jungs draußen sieht das immer so einfach aus, selbst unten im Graben neben dem Rohr. Kuck ich dann genauer hin, sehe ich doch die lange Übung, die die haben.:respekt
     
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  10. Lapua

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    Geht vorrangig nicht ums billiger machen... sondern selber machen. Eigentlich nur darum ob die Rüttelplatte das schafft. Termin bei der Firma in der Gegend....da kann ich mich für 2024/25 vormerken lassen. Mit Lkw meinte ich eher wenn man Mal ne Lieferung bekommt Pflanzen, Material oder nen Container etc. Kein Sattelzug Verkehr. (99% Nutzung PKW ohne große Lenkerei oder Wendemanöver)
    Ganz ab vom Fach bin ich auch nicht...ist schon ne Weile her aber Grundlagen sind vorhanden. Nur Tiefbau war nie meine Liebste Beschäftigung.
    Die Frage ist ja nur ob ich mich mit ner 335kg Rüttelplatte auf dem Schotter zum Obst mache oder der Aufbau mit dem Spielzeug halbwegs hinkommen kann.
     
  11. #11 meisterLars, 19.12.2021
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    Mit deiner 335kg-Platte sollte das bei Schichten von 15-20cm und dem richtigen Material kein Problem sein. wir selbst haben für kleinere Anwendungen ne 200kg/35kN-Rüttelplatte, die ist für 0/45 zwar nicht optimal, aber mit kleineren Körnungen hat die kein Problem. Auch die Verdichtungskontrolle mit einem leichten Fallgewicht zeigt im Prinzip keine Unterschiede zu ner größeren Platte...
     
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  12. SvenvH

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    Ich hab bei mir vorm Haus 40cm ausgekoffert und mit rc Schotter aufgefüllt. Das ganze hab ich mit einer 103Kg Platte verdichtet und hält immer noch. Da sind auch schon einige Lkw und Betonmischer drüber gefahren. Das ist jetzt drei Jahre her und dient seitdem immer noch unverändert als Parkplatz.
     
  13. Lapua

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    Vielen Dank für die Antworten. Jetzt habe ich eine, denke ich, brauchbare Orientierung. Ich wünschen allen ein besinnliches Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
     
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