Beginn Neubau Massivbauweise - besser warten?

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  1. #1 Bastel Paul, 25.05.2021
    Bastel Paul

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    Hallo zusammen,

    ich plane seit einiger Zeit einen Neubau (Bungalow in Massivbauweise - Walmdach ) und wollte eigentlich im zweiten Halbjahr 2021 starten. Gewerke sind noch nicht vergeben und grds. eilt es mir auch nicht.

    Die aktuelle (Preis-)Entwicklung macht mir echt Sorgen und irgendwie weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll.
    Wenn ich nun Gewerke anfrage, werden die sicherlich auf Basis der aktuell extremen Preissituation kalkuliert und mit Sicherheit mit einem saftigen Sicherheitszuschlag versehen, da die Handwerker natürlich auch nicht wissen, wie das alles weitergeht (kann ich auch verstehen!).

    Nächstes Problem ist, ob ein Bau in diesem Jahr bei diesen langen Lieferzeiten überhaupt noch einigermaßen winterfest (Dach + Fenster) zu bekommen ist.
    Mir ist klar, dass ihr alle auch keine Glaskugel zum Nachschauen besitzt, aber mich interessiert, wie ihr euch in der Situation verhalten würdet.

    Glaubt ihr, dass sich die Lage im nächsten Jahr wieder entspannt? Die Preise werden sicher nicht mehr auf das Niveau von Ende 2020 fallen - aber so hoch können die doch auch nicht auf lange Sicht bleiben. Wer soll sich dann als Normalsterblicher noch ein Bauprojekt leisten können? Niedrige Zinsen hin oder her - auch das muss ja irgendwann zurückgezahlt werden.
    Im Übrigen ist es auch für die Bauwirtschaft katastrophal, wenn die Aufträge aus den genannten Gründen mittel- bis langfristig ausbleiben.

    Herzlichen Dank für eure Meldungen und Einschätzungen.

    Gruß Paul
     
  2. #2 msfox30, 25.05.2021
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    Leider ist meine Glaskugel gerade zur Reparatur. :).
    Ist den schon jemals etwas billiger geworden?
    Die Baupreise steigen seit Jahren. Wenn aktuell die Menschen bereit sind die höheren Materialpreise zu zahlen, dann sind sie es auch im nächsten Jahr, wenn der Einkauf vielleicht wieder günstiger. Dann steigen im Gegenzug mit Sicherheit die Handwerkerkosten oder die Zinsen ziehen wieder oder, oder, oder. Bauen ist eben Luxus. Da eine gewisse Inflation immer besser bewertet wird als ein Deflation, wird es nicht billiger. Es ist halt der Verfall des Geldes.
     
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  3. #3 Bastel Paul, 25.05.2021
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    @msfox30

    Allgemeine jährliche Preissteigerung ist auch nicht mein Problem - die gibt`s ja überall und bewegt sich i.d.R. um 2-3%. Dass das Baugewerbe davon schon in den vergangenen Jahren abweicht (ca. 7 - 9 %), ist mir aufgrund der guten Konjunktur auch klar.
    Aber aktuell reden wir über Faktoren weit jenseits des einstelligen Bereichs (Holz, Stahl, Dämmung, etc.).
    Bist Du bereit, für ein normales Auto (ohne dass dies nun über eine weitere besondere Eigenschaft verfügt) statt der 20.000 € nun 30. - 35.000 € zu bezahlen?
    Ich glaube nicht, dass wir da ernsthaft über eine Inflation im üblichen Sinne reden.
     
  4. Skogen

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    Neee, anders herum wird ein Schuh draus.

    Wer will ernsthaft glauben, daß die die Industrie, die sich gerade beim Holz im 300 % Bereich Preiserhöhung bewegt sich diesen Honig wieder wegnehmen lassen wird? Insbesondere, weil sich alle so schön an die hohen Preise gewöhnt haben? Da verzichtet man vielleicht ausnahmsweise im nächsten Jahr auf die sonst übliche Preiserhöhung, weil man so nett ist....

    Selbst wenn, dafür steigen im nächsten Jahr mit Sicherheit die Lohnkosten, spätestens dann, wenn eine neue Regierung am Start ist. Dabei ist das Risiko der Steuererhöhungen noch nicht mal ansatzweise eingerechnet. Der Staat hat Geld wie Dreck und gibt es mit vollen Händen aus, aber irgendwie muß es auch wieder hereinkommen. Ich denke sofort an die Mehrwertsteuer die im Zuge der EU-Harmonisierung angepasst wird.

    Nächstes Jahr dann die nächste CO2-Eskalationsstufe.

    So und was ist denn teurer geworden? Holz/Holzprodukte, alles was mit Kunststoffen zu tun hat. Fenster, Dachziegel, Steine, Beton, alles im Rahmen. Obwohl, wenn hier die Nachfrage exorbitant steigt, weil die Fertighausindustrie platt ist, gehts da denn los. Stahl ist immer noch im Rahmen, die aktuellen Preise hatten wir schon mal.
     
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  5. #5 Bastel Paul, 25.05.2021
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    @Skogen

    Ich kann nicht glauben, dass wir uns an ein deartiges Preisniveau gewöhnen können.
    Schließlich baut nicht nur der Staat Häuser. Und welcher private Haushalt kann bei seriöser Planung einfach mal so 50 - 100 Tsd€ draufpacken?

    Ich kann mir vorstellen, dass es jetzt schon viele Unternehmer gibt, die in eine bedrohliche Situation geraten, weil die gestiegenen Preise wegen Vertragsbindung nicht an den Endkunden weitergegeben werden können. Ob in solchen Zeiten viele neue Aufträge eingehen, mag ich einmal bezweifeln.

    Abgesehen davon, welcher Handwerker (ganz gleich welches Gewerk) kann denn aktuell eine verlässliche Zeitplanung abgeben, wenn er nicht sicher sein kann, dass er notwendige Ware rechtzeitig bekommt.
    Was nutzt es mir, wenn der Dachdecker grds. das Dach eindecken kann, der Dachstuhl aber nicht beikommt.

    Wenn ich aber deinen Post richtig verstanden habe, tendierst du zum zeitnahen Bauen nach dem Motto: "Besser wird`s bestimmt nimmer ...".

    Danke für deine Einschätzung - wie gesagt, ich bin allgemein an einem Stimmungsbild interessiert.
     
  6. Skogen

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    Aaaalso. Nu lass uns mal Klartext reden. Ein Holzhaus z. B. hat je nach Größe 15 Kubik KVH. Selbst bei der abstrusen Preispolitik der Industrie reden wir derzeit dabei von 9.000 Euro Mehrkosten. Materialverfügbarkeit: ganz ehrlich: wer will und sich dreht und kreditwürdig bei seinen Lieferanten ist, der bekommt auch. Man muss sich halt geistig drehen, etwas, was viele nicht mehr können. Und natürlich seine Rechnungen pünktlich bezahlen. Etwas, was manche auch nicht immer machen, sondern nach der dritten Mahnung noch mit Skonto bezahlen. In dieser Krise zeigt sich, was eine gute seriöse Geschäftsbeziehung Wert ist. Von daher gesehen, trennt sich jetzt die Spreu vom Weizen, was nicht unbedingt schlecht ist. Und manche völlig durchgeknallte Handwerker mal wieder auf den Boden der Realität bringt.
    Jedenfalls, selbst wenn die Industrie ihre Preise mal wieder runter fährt, sagen wir mal um die Hälfte, was ich in dieser Dimension nicht glaube, dann reden wir unterm Strich von einer Preiserhöhung von 5 % auf den Gesamtpreis. Dann gibts kein Skonto und es ist fast alles wieder rund.
     
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  7. #7 simon84, 25.05.2021
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    dann kann eben nicht mehr jeder d**** bauen bei dem eh schon alles auf Kante genäht ist

    oder man baut eben kleiner oder einfacher

    das schlimmste was du machen kannst ist darauf warten dass es billiger wird ;)
     
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  8. Piofan

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    so sehe ich das auch. Wenn ein Grundstück vorhanden ist,würde ich nicht "länger" warten. Denn auch die Grundstückspreise werden nur eine Richtung kennen. Bei uns in der Stadt gibt es keine kommunalen Grundstücke mehr. Und die privaten Verkäufer die es noch gibt,reiben sich die Hände.
    Auch sind die Baufirmen und Handwerker so gut ausgelastet,dass sie schon etliche Aufträge ablehnen oder extra "gut" kalkulieren.
    Also wenn Du wirklich vorhast zu Bauen,dann tue es bald. Jeden Tag länger warten wird nicht günstiger.
    Ich bin jedenfalls froh,dass wir unser Projekt noch im letzten Jahr abschließen konnten. Auch unsere Baufirma hat/wollte schon bei Vertragsabschluß (Sep.2019) ihre Preise erhöhen/anpassen... was sie dann auch taten. Nur wir hatten ein Angebot vorliegen,was wir annahmen.:deal
     
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