Bei Neubau besser Solaranlage und/oder Wärmepumpe?

Diskutiere Bei Neubau besser Solaranlage und/oder Wärmepumpe? im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Forum! Ich bin Italienerin, wohne derzeit noch in Italien, aber mit meinem Mann wollen wir in Zukunft nach Deutschland umziehen und deshalb...

  1. monica

    monica

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    Hallo Forum! Ich bin Italienerin, wohne derzeit noch in Italien, aber mit meinem Mann wollen wir in Zukunft nach Deutschland umziehen und deshalb haben wir vor uns ein Passivhaus bzw. ein Energieplushaus bauen zu lassen.

    Nun nach vielem Lesen haben wir eine Entscheidung getroffen. Wir haben das Haus gefunden, die Stadt auch wo wir unsere Tage enden möchten.
    Natürlich wird das Haus mit Dämmung und PV ausgerüstet.

    Die Frage ist: für das Warmwasser und Heizung ist es besser eine Wärmepumpe oder ein Solaranlage? Oder beide zusammen?

    Ich danke schon im Voraus für die nette Antwort.

    Monica
     
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  3. coroner

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    Es wird drauf ankommen, was du mit "besser" meinst. Warmwasser machen beide Varianten. Geld kosten sie auch... Geht es dir um Wirtschaftlichkeit oder einen besonderen ökologischen Aspekt, spielt Geld ne Rolle sind Fördermittel im Spiel die nur gewährt werden wenn gewisse "Vorgaben" erreicht werden...?
     
  4. Julius

    Julius

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    Eigentlich recht einfach:
    Nur eine Solaranlage für die Trinkwassererwärmung reicht nicht (funktioniert nicht im Winter).
    Daher bräuchte man dann eine weitere Wärmequelle. Z.B. eine WP. Wenn aber WP vorhanden, ergibt eine Solaranlage keinen Sinn.

    Also entweder NUR eine WP. Oder Solar und z.B. Gas.
     
  5. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Ihr habt schon gelesen, was sie bauen will? :D

    Antwort: was für Eur Verhältnisse das Beste ist, das sagt Euch der qualifizierte Planer.

    Anmerkung dazu: dat kann nich jeder :p

    Ach ja @ R.D.: we are red, we are white we ar danish dynemite :D
     
  6. monica

    monica

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    Danke für die Antworten. Sicherlich wird das ganze mit einem qualifizierten Planer diskutiert. Aber schon eine klare Idee haben finde ich sehr wichtig, denn wegen der Sprache, kann es oft Missverständnis geben (Deutsch ist nicht meine Muttersprache und mein Mann spricht nur English), deshalb ist es mir lieber vorbereitet sein und wissen schon vorher, wonach ich fragen soll.

    Ihr meint dann, wenn ich richtig verstanden habe, Erdwärmepumpe sei besser und wenn sie da ist, ist die Solaranlage unnötig, überhaupt weil er im Winter nicht funktioniert.
    Das ist ja eine Nachricht! Eigentlich hätte ich gedacht, der Solaranlage kann auch im Winter seine Leistung geben, aber wie gesagt, man kommt aus einer Gegend, wo das schönes Wetter für 360 Tage im Jahr herrscht und die Winters nicht so schwer sind.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Wegen der Sprache würde ich mir an DEINER Stelle keine Sorgen machen. Hättest Du nicht geschrieben, dass Deutsch nicht Deine Muttersprache ist, dann wäre es mir auch nicht aufgefallen.

    In Deutschland wirst Du auf jeden Fall einen zusätzlichen Wärmeerzeuger benötigen, denn die Solaranlage kann nur einen (kleinen) Teil des notwendigen Warmwassers erzeugen.
    Die Frage ist, was für ein Wärmeerzeuger wird hier eingesetzt?
    Falls das Haus wirklich als Passivhaus gebaut wird, benötigst Du so gut wie keine Energie zum Beheizen. Eine Sole-Wärmepumpe (Erdwärme) wäre deswegen zu groß und unnötig teuer. Man wird also keine Sole-WP aufbauen nur um Warmwasser zu erzeugen.

    Eine Lösung wäre eine BW-WP, also eine Art Luft-Wärmepumpe die nur Warmwasser erzeugt. Bei sehr geringem Wasserbedarf könnte man auch darüber nachdenken diese kleine Menge über elektrische Durchlauferhitzer zu erzeugen.
    Falls das Haus doch eine größere Heizlast aufweist, dann wäre eine Luft-Wärmepumpe die sowohl zum Heizen als auch für Warmwasser eingesetzt wird, eine Alternative.
    Hier könnte man die Energie direkt über die Luft in die Räume bringen anstatt über konventionelle Heizflächen wie Heizkörper oder Fußbodenheizung.

    Wichtig ist, dass man ein entsprechendes Konzept ausarbeitet. Zuerst einmal das Haus planen und darauf dann die Haustechnik abstimmen.

    Gruß
    Ralf
     
  8. popolini

    popolini

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    Was Julius sagt kann ich aus eigener Erfahrung unterstreichen. Unser Architekt riet uns gleich Solar und Photovoltaik vorzubereiten. Als Heizung hatten wir uns für eine WP entschieden. Im Nachhinein hätten wir uns das Geld für die Vorbereitung sparen können. Eine Warmwasser Solaranlage kostet 4000 - 6000 EUR. Die Ersparnis die mir diese Investition bringen würde würde sich vielleicht nach 30 Jahren rechnen.
    Auf Photovoltaik werden wir wahrscheinlich auch ganz verzichten.
     
  9. monica

    monica

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    Ralf, ich danke dir für deine Empfehlung. Ich werde mal Infos über Luft-Wärmepumpe im Internet suchen. Das Angebot ist so zahlreich, dass man nicht in der Lage ist zu entscheiden...Alles scheint wichtig zu sein, aber wie du schreibst, ein Passivhaus bonötigt nicht so viel Heizleistung. Wenn ich durch das ganze Leserei im Internet richtig verstanden habe, habe ich erfahren, dass ein Passivhaus das erste Schritt zum Energieplus haus ist. Mal sehen, was heraus kommt.

    Im Moment vielen lieben Dank! (auch für das Kompliment!)

    Monica
     
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  11. alex2008

    alex2008

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    bei:
    http://www.bfe.admin.ch

    findet sich einiges an Information auch auf italienisch

    Ein Passivhaus sollte übrigens mit PHPP (siehe www.passiv.de) projektiert werden. Einen Planer der dass nicht kennt und damit nicht arbeitet solltet ihr gleich in die Wüste schicken.

    Über das "richtige" Restheizsystem für ein PH streiten sich die "Gelehrten".
    Formal bietet ein PH ideale Voraussetzungen für einen sehr effektiven Wärmepumpenbetrieb. Niedrige Heizlasten ergeben sehr niedrige Vorlauftemperaturen ws der JAZ der WP zu Gute kommt.
    Die Kritiker dessen weissen aber gerne darauf hin dass sich dass aber nur auf die Effizienz der Wärmeerzeugung bezieht aber nicht darauf wieviel Wärme wirklich mit wieviel Aufwand erzeugt werden muss.
    Im Prinzip isses fürs heizen so:
    Heizwärmebedarf = Transmissionsverluste + Lüftungsverluste - solare Gewinne - interne Gewinne
    erzeugt werden muß aber Wärme für
    Heizwärmebedarf + Regelverluste + Verteilungsverluste
    Regelverluste sind bspw. wenn man sich in bei 21°Raumtemperatur wohlfühlt die Regelung aber so träge ist dass sich der Raum auf bspw. 23° aufheizt dann hat man die Energie die für das aufheizen auf höhere Temp. benötigt verschwendet.
    Da ein PH im Gegensatz zu einem normalen Haus grad mal nach EnEV Anforderungen gebaut nur sehr wenig Heizwärmebedarf hat ist der Anteil der Verluste sehr hoch.

    Zu dieser Thematik und auch dem Themenfeld Solar findet sich einiges an Lesestoff hier:
    http://www.delta-q.de
     
  12. monica

    monica

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    Alex, ich danke dir sehr. Ich wäre auf diese Internet-site nicht angekommen oder, ich hätte mich unter den vielen verloren. Nun mit Ruhe werde ich alles lesen.
    Hoffentlich bekomme ich eine klarer Ansicht!

    Bis dahin liebe Grüsse.

    Monica
     
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