Belastbarkeit Sturz aus HEB100-Träger?

Diskutiere Belastbarkeit Sturz aus HEB100-Träger? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo! Ich suche mit seit 2 Stunden die Augen wund, finde aber leider keine für Laien verständliche Übersicht, wie ich die Belastbarkeit eines...

  1. Schopy

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    Hallo!

    Ich suche mit seit 2 Stunden die Augen wund, finde aber leider keine für Laien verständliche Übersicht, wie ich die Belastbarkeit eines Stahlträgers herausfinden kann. Vielleicht könnt Ihr mir ja grob weiterhelfen.

    Es geht darum, dass ich in meiner Garage eine Wand (12cm Dicke), auf der die Holzbalken des Daches (Flache Aluprofilbleche) gelagert sind, auf einer Breite von gut 2m öffnen will. Um die drei über der Öffnung verlaufenden Balken (Holz, 10x12cm) zu stützen, soll natürlich ein Sturz hinein.

    Nun habe ich einen 2,80m langen HEB100-Träger, der aus dem Bauch heraus reichen sollte, un das leichte Dach inkl. Balken zu halten. Auflage wären da zu jeder Seite rund 30cm. Ich kann mit Angaben wie Widerstandsmoment etc. leider nicht viel anfangen, bzw. es mir nicht anschaulich denken. In den Daten zum Träger finde ich Werte wie Wy=89,9cm³ und Wz=33.5cm³.

    Außerdem: (Da ich gerne mal in der Garage an Auto und Motorrad bastele: Wieviel Gewicht könnte ich an den Träger grundsätzlich hängen (wie gesagt: ca. 2m lichte Breite), z.B. wenn ich ihn als Führung für einen Flaschenzug nutze?

    Kann mir bitte jemand helfen, das in allgemeinverständliche Angaben zu übersetzen, wie z.B. "in der Mitte kann man max. 100kg anhängen, bis der Träger sich verformt"?

    Gruß+Dank im voraus!
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 24. Mai 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Ein Träger, der aus dem Bauch ragt, um ein Dach zu tragen - ah ja. :respekt

    Ob ein HEB 100 überhaupt reicht und ob er ausser den Dachlast weitere Lasten tragen kann, sagt der Statiker vor Ort nach einer kleinen Berechnung.
    Und auch, was mit den Auflagern ist. Und was mit der Windsogsicherung. UNd was mit der Grünung. Und was.......

    So einfach ist das.
     
  4. Robby

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  5. Schopy

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    Ja, den Wert Wy=89,9cm³ habe ich, wie es oben steht, ja auch schon gefunden...

    aber wie kann man sich das vorstellen? 89,9 Kubikzentimeter von was bewirkt welchen Effekt?

    Oder um auf meine eigentliche Frage zurückzukommen, wieviel Gewicht hält der Träger in der Mitte aus, wenn er auf 2m Länge frei liegt?


    Gruß
     
  6. #5 Anfauglir, 24. Mai 2009
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    Was nützt dir die Antwort wenn du die anfallenden Lasten nicht kennst? Ich denke nicht, dass dir hier jemand eine Online-Statik erstellt.

    Dachlasten und dynamische Lasten aus dem Flaschenzug sind auch zwei verschiedene Paar Schuhe.
     
  7. Schopy

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    will ja auch kein online-gutachten oder so, sondern nur eine idee, wie man den wy-Wert versteht bzw. ihn sich in der praxis vorstellen kann...
     
  8. Robby

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    Das ist das Wiederstandsmoment... jetzt schlauer?
     
  9. mls

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    sigma = M / W < sigma, zul
    M = q * l * l / (2... 16) + Q * l / (1.. 6) .. so ungefähr

    wenn das für den normalsterblichen nicht zu verstehen ist:
    keine sorge, manch einer studiert das ein paar semester ..
     
  10. #9 Anfauglir, 24. Mai 2009
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    W ist das innere Widerstandsmoment des Trägers. Es ergibt sich aus dessen Geometrie. Kennt man das maximale zu erwartende Biegemoment, kann man (wenn man kann) die zu erwartende Spannung im Trägerquerschnitt berechnen und mit der für das Material des Trägers zul. Spannung vergleichen.

    Das zu erwartende Biegemoment wiederum hängt von den auftretenden Lasten (wo und wieviel) ab.

    Also, wenn du im Winter guten Gewissens noch was an den Aufzug hängen willst ohne vorher auf dem Dach Schnee zu schaufeln...lass es lieber kurz durchrechnen und dimensionieren.
     
  11. Schopy

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    ich habe gerade ein Deja Vu...ich bin wieder in der Schule und habe gerade meine Mathelehrerin gebeten, mir zu erklären, was Integrale sind, und nicht, wie man mit ihnen rechnet...

    OK, dann werde ich die andere, jahrundertelang weltweit genutzte Methode wählen. Den Sturz einbauen, mich vorsichtig mit den Armen dranhängen - und schauen, was passiert, wenn ich anfange, zu wippen...

    Bin da, wie damals in Mathe, wohl eher der Praktiker...

    Gruß+Dank!

    Edit:

    hatte die letzte Antwort von Anfauglir noch nicht gelesen...das macht es mir einigermaßen anschaulich...Danke!
     
  12. #11 Anfauglir, 24. Mai 2009
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    Der durch Mathematik im Kopf hervorgerufene Schmerz unterscheidet sich von dem durch herabfallende Gegenstände ausgelöstem...:p
     
  13. Schopy

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    ...aber bei beiden ist es schön, wenn er dann nachlässt und man die Lösung auf der Hand (oder anderen Körperteilen) hat...:e_smiley_brille02:

    neenee, gehe da schon vorsichtig ran. Habe keine Lust auf abbe Finger oder negatives Doppel-T-in der Frisur...
     
  14. Robby

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    @mls war da nicht was mit q*l²/8tel ? :D hab ich das nach nur gut 20 Jahren vergessen? :(
     
  15. cris12

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    gilt bei Einfeldträgern. genau wie F= q*l/2
     
  16. Robby

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    Ich glaub auch nicht das 2 m Durchlaufträger sind :D
     
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  18. #16 pauline10, 25. Mai 2009
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also aus der Bauweise für Hexenhäuser mit Lebkuchen:

    M = q x l² / 8 + Q x l / 4

    q ist die Streckenlast und Q ist eine mögliche Einzellast.

    W ist Trägheitsmoment I / max Abstand vom Schwerpunkt aus gemessen.

    Bei 2 m könnte man an die Durchbiegung denken. Die dürfe aber noch keine Rolle spielen.

    Das sind nicht cm³ als Kubikzentimeter sondern das ist eine Einheit die sich auch W = M / Sigma ergibt: Nm / ( N / mm²) . Da muß man also bei der Rechnung auch die Einheiten mit umformen.

    Weil wir heute alles genauer rechnen wird das Eigengewicht q noch mit dem Faktor 1,3 und die Verkehrslast Q mit 1,5 multipliziert. Daruf sind die heute zulässigen Spannungen nach irgendeiner Semi.... regel abgestimmt.

    Da sich ein 2 m langer Träger etwas durchbiegen wird, sollte man ihn nicht bis Vorderkante in Mörtel legen (womöglich noch reinen Zementmörtel) sondern im Idealfall eine Neoprenplatte unterlegen und einen kleinen Abstand von der Kante einhalten. Sonst könnte die abplatzen. Bei der popeligen Last ist das aber unwahrscheinlich und ein kleines Holzbrett zur Lastverteilung unter dem Träger wird auch funktionieren.

    Das entspricht natürlich keiner Norm. Wie bei Hexenhäuser eben.

    pauline
     
  19. Schopy

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    So, kurze Rückmeldung ein paar Wochen nach Einbau:

    Habe den Träger, getrennt durch Bitumenklebeband, auf eine Lage Sockelklinker gelegt, mit etwa 1cm Platz zu jeder Seitenkante.

    Bisher hat sich in der Lage nix verändert, auch wenn ich mich (knapp 100kg) mittig dranhänge, biegt da nix.

    Klar, quer zur Verlegerichtung schwingende Lasten werd ich nicht dranhängen. Aber fühlt sich alles extrem stabil an.

    Bei Gelegenheit schweiße ich seitlich noch ein paar Eisenbänder an, die ich senkrecht nach unten laufend beidseitig mit der Wand verankere. Mehr brauche ich nicht. Ist ne Hobbygarage, keine Industriehalle.

    Gruß+Dank an Alle!
     
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