Berechnung Tiefe Solebohrung

Diskutiere Berechnung Tiefe Solebohrung im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Wann steht die angegebene Leistung der WP von 8 KW an ? Generell oder ist es Bedarfsabhängig meine Daten KFW 60 ausgewiesen Erd und...

  1. #1 Christ 32, 10. März 2006
    Zuletzt bearbeitet: 10. März 2006
    Christ 32

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    Wann steht die angegebene Leistung der WP von 8 KW an ?
    Generell oder ist es Bedarfsabhängig

    meine Daten
    KFW 60 ausgewiesen
    Erd und Dachgeschoss mit Spitzboden unausgebaut
    Grundfläche ca. 150 qm
    Wohnfläche 132 qm davon ca. 120 qm beheizt
    Sole WP 8 KW (siemens novolan WS 8H)

    Heizleistung 8 KW
    Bedarfsleistung ca. 2 KW (Strom)
    Kälteleistung 6 KW
    Entzugsleistung ca. 50 W/ m

    d.h. ca. 120 m Solebohrung (2 x 60 m)
    beide Bohrungen ca. 12 m Abstand und Zuleitungslänge der Sonden zur WP ca. 12 m und 5 m

    ich gehe mal von aus das die Heizleistung von 8 KW für 150 qm absolut ausreichend ist. Der anstehende Boden Ton/ Lehm/ Schluf und teilweise Sandstein könnte eventuell nur eine mögliche Enzugsleistung von 30 bis 45 W/ m hergeben. Damit bestände ja die Gefahr der Vereisung und dem häufigen Einsatzes des Heizstabes der WP.

    Das Bohrunternehmen äusserte mir gegenüber jedoch mehrfach das die 120 m mehr als ausreichend wären. Kann es sein das die 6 KW Kälteleistung nur bei voller Auslastung zb. - 25°C außen und Familienbadetag anstehen ?

    Laut Siemens Vertreter funzt die WP Bedarfsabhängig d.h. wenn Heizung anklingelt wird auf knapp 35 °C erwärmt und wenn Warmwasser sich meldet dann 45 °C in den Warmwasserspeicher. Das Haus ist insgesamt sehr gut gedämmt, die Hauptfensterflächen sind nach Süden ausgerichtet, einfache Architektur 4 Wände und Satteldach d.h. geringe Außenflächen und zusätzlich noch kontrolierte Be und Endlüftung mit Wärmerückgewinnung.

    Somit sollte die WP eigentlich nie im oberen Drehzahlbereich arbeiten ..... ist das so richtig ?
     
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  3. ecco

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    Bohrbedarf wird nach Kälteleistung errechnet 50W*120m = 6KW.Dürfte also passen.


    ZITAT :ich gehe mal von aus das die Heizleistung von 8 KW für 150 qm absolut ausreichend ist. Der anstehende Boden Ton/ Lehm/ Schluf und teilweise Sandstein könnte eventuell nur eine mögliche Enzugsleistung von 30 bis 45 W/ m hergeben. Damit bestände ja die Gefahr der Vereisung und dem häufigen Einsatzes des Heizstabes der WP. ZITAT ENDE

    böse, böse: Die erforderliche Heizleistung wird durch Heizlastberechnung nach DIN EN 12... ermittelt. Die Entzugsleistung des Bodens und die Bohrtiefe muss schon mit dem Bedarf harmonieren. ( 30*120m=3,6 KW ), etwas mehr als die Hälfte der Kälteleistung der angebenen WP. Das wird so nicht funktionieren.

    Der Boden gefriert nicht nur, er regeneriert sich nicht wieder, d.h. schlimmstenfalls wird das Haus dann wohl 100% E-Stab beheizt :yikes .


    ZITAT: Somit sollte die WP eigentlich nie im oberen Drehzahlbereich arbeiten ..... ist das so richtig ? ZITAT ENDE

    :winken Eine WP ist nur an oder aus ( 100% oder 0% Leistung ). Was ist mit oberer Drehzahlbereich gemeint ?

    ecco
     
  4. #3 Christ 32, 10. März 2006
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    ich meinte damit das es eventuell einen Unterschied macht ob die WP am Tag knapp 200 l Warmwasser erwärmt oder ob den ganzen Tag die FBH läuft und dazu 2000 I Warmwasser erwärmt werden müssen.

    Das Problem bei der ganzen Sache ist das ich die genauen Entzugsleistungen des Bodens nicht weis. Ich habe auf verschiedenen HP auch etliche unterschiedliche Angaben zu der spezifischen Entzugsleistung gefunden. Das geht von differenziert 20- 100 W/ m bis zu pauschal immer 90- 100 W/ m egal welcher Boden.

    Außerdem habe ich auch noch nichts negatives über die Bohrfirma (seit 40 Jahren auf dem Markt) gehört, die sagten sinngemäß zu mir das man minimal die 50 W/m generell überall erreicht und als weitere Sicherheit gäbe es noch die Leitungslänge vom Hauswirtschaftsraum bis zur Sonde.
     
  5. ecco

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    Genauso ist es bezüglich der Bohrung auch bei uns gelaufen, hat ( 1 Winter, sole nie im minus ) gereicht

    - erfahrene Bohrfirma
    - 50 W/m unterstellt
    - 30m bis zum Verteiler als Puffer


    :winken JEDOCH ohne genaue Heizlastberechnung würde ich keine WP installieren!!!


    ecco
    ( der nichmal Zuschläge fürs WW hat )
     
  6. #5 Christ 32, 13. März 2006
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    habe jetzt zur Sicherheit eine renomierte Bohrfirma hier aus der Region angerufen und die bestätigte mir hier eine durchschnittliche Entzugsleistung von ca. 55 W/ m.

    Ich gehe mal von aus, das die Firma mit der ich baue schon eine ordentliche Heizlastberechnung gemacht hat. Falls nicht, kann ich es jetzt auch nicht mehr ändern. Ich glaube (hoffe) aber das Deutschlands größter Häuslebauer (Eigenwerbung) sich dahingehend keine groben Schnitzer leistet.
     
  7. #6 Achim Kaiser, 13. März 2006
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    ....wie immer.....

    geht man auch bei der Bohrung knallhart an die oberste Enzugsleistung nur ein ein paar Meter zu sparen ......

    Meine Empfehlung lautet bei den Tauschern nicht zu *klemmen* sondern *großzügig* zu dimensionieren.

    Ist das selbe Spiel wie bei der FBH. Je mehr die WP arbeiten muss, desto mieser die Arbeitszahl.

    Aus den Planungsunterlagen eines WP-Herstellers....

    Erdwärmesonde
    Standard-Bezugspunkt für die Berechnung der Erdsondenlänge ist die Kälteleistung bei B0/W35. Die notwendige Sondenlänge kann wie folgt ermittelt werden :

    Sondenlänge in [m] = Kälteleistung [W] / 50 [W/m].

    Bei einer ganzjährigen Brauchwassererwärmung ist die Sondenlänge um 15% zu erhöhen.

    Zuschlag zur Sondenlänge bei Brauchwassererwärmung mit WP = + 15% (jedoch mindestens 20 m)

    Die Wärmepumpe soll nicht wesentlich länger als 1800 Std pro Jahr betrieben werden. Ist die Betriebszeit höher, muss die Erdwärmesonde größer ausgelegt werden.

    max. 1800-2000 Betriebsstunden pro Jahr

    /Zitat Ende

    Weiterhin ist es oftmals so, dass die WP nur auf 80% der errechneten Heizlast dimensioniert wird und weil man dann so klever war, wird *natürlich* gleich der Klemmakt an der Erdwärmesonde weitergeführt, anstelle die Erdwärmesonde mindestens auf die *Heizlast* und ggf. *Zuschlag für ganzjährigen WW-Betrieb* zu dimensioniern.

    Das alles natürlich mit wohlfeinen Begründungen und Blablabla...

    Merke :

    Wer an den Tauscherflächen egal ob warme oder kalte Seite zu klemmen anfängt, der legt sich selber den Grundstein für eine (wenns zu sehr übertrieben wird) bescheidene Anlage.

    An der Bohrung kann *nachher nichts mehr nachgebessert* werden (ausser noch eine zusätzliche Bohung zu setzen, sofern möglich). Zu sehr *geklemmt* bestraft fürs Leben....lieber hier 2000 Teuros mehr beerdigen und auf der *sichern Seite* stehen als sich nachher in den Hintern beissen und das Lied anstimmen *ach hätte ich doch*....dadrauf wärs nun auch nicht angekommen.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. #7 Christ 32, 15. März 2006
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    Danke, das mit den zusätzlich 15 % für Brauchwasser wusste ich nicht

    gibts dafür irgendeine DIN oder ein Arbeitsblatt irgendeines relevanten Verbandes, wenn ich denen was Schriftliches schicke sind solche Hinweise recht hilfreich ?
     
  9. ecco

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    Mann o Mann :mauer Glauben und Hoffen, wenn das jetzt schon losgeht ...

    ... und dann wird über die zu kleine/falsch ausgelegte WP ggf. mit zu hohem Energieverbrauch gemeckert ...

    Mit ziemlicher Sicherheit gibt es da nur einen EnEV- Nachweis. Danach überschlägig wurde die WP ( etwas größer ) ausgelegt, feertisch.

    Beispiel:

    wir nicht kfw 60 Haus, sonder KfW 68 Haus :)
    170qm² HeizFläche Heizleistung ohne WW 10,... KW
    Einsatz 9,9 KW Sole Pumpe

    ...dann müßte doch ein KfW 60 Haus mit "nur" 120qm² Wohnfläche mit viel weniger auskommen oder ?


    ...

    oder hat der Häuslebauer nach den Wunschtemp. der einzelnen Räume gefragt? Die wären nämlich mit den verwendeten Baustoffen Basis für die Heizlastberechnung!

    Aber ich kann mich natürlich täuschen, :Brille eigentlich kann es sich ja kein Anbieter erlauben nicht das non plus ultra sondern nur minimal standard zu verkaufen/zu installieren :Brille

    -> einfach die Heizlastberechnung zeigen lassen!


    ecco
     
  10. #9 Christ 32, 20. März 2006
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    jo, aber ich weis jetzt nicht genau ob da große Unterschiede zwischen Wohnfläche und Grundfläche gemacht werden. Bei 90 cm Drempelhöhe bleiben von 160 qm Grundfläche nur 130 qm Wohnfläche über. Davon noch abzüglich die ungeheizten 10 qm des Hauswirtschaftraumes und übrig sind 120 qm.

    ich muss mir mal den Wärmeschutznachweis zu Gemüte führen, darin müsste ja was vom theoretischem Heizbedarf drinstehen.

    Der Vertreter der WP sagte mir auf meine Anfrage das diese zusätzlichen 15 % oder 20 m bei WW Quatsch seien.

    genaugenommen hab ichs mir jetzt so zusammengereimt

    WP 8,3 KW Heizleistung
    bei 1,89 KW Bedarfsleistung der WP
    bleiben 6,41 KW Kälteleistung
    Entzugsleistung des Bodens durchschnittlich 55 W/m
    bei 120 m Bohrtiefe wären demnach 6,6 KW speziefische Entzugsleistung möglich

    und dazu kämen die knapp 25 m Leitungslänge vom HWR zu den Bohrungen welche bei 40 W/ m nochmals 1 KW Entzugsleistung als Sicherheit bringt
     
  11. ecco

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    Zum letzten Mal:

    Das ist Kaffesatzleserei. Lassen Sie sich eine Heizlastberechnung zeigen oder ggf. geben Sie die selbst in Auftrag. Danach wird die WP ausgelegt - feertich.

    Danach und wirklich erst danach kann man sich über die Peanuts wie m.E. Zuschläge für WW zusätzliche Pufferrohrmeter etc. auslassen...


    ... und bitte gleichzeitig nicht die Auslegung der FBH vernachlässigen ...


    ecco
     
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  13. Christ 32

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    immer schön geschmeidig bleiben :cool:

    ich habs ja verstanden, mein Problem oder auch nicht, ich hab halt so gesehen ein stck Haus incl. WP erstanden und die werden nicht wegen mir oder meinen Einwänden ne andere WP nachrüsten. Dieses Haus mit genau dieser Technik wird seid Juli 2005 in deutschsprachigen eropäischen Raum vertrieben. Ich bin Laie und wie viele andere Käufer muss ich so oder so gewisserweise dem Anbieter vertrauen, da ein Hausbau samt Einbautechnik eine recht komplexe Sache ist. Frag mehrere Fachleute - man bekommt i.d.R. differenzierende Antworten und aus diesem Mix kann man dann als Laie den größten gemeinsamen Nenner als endgültige Weisheit raussuchen.

    unabhängig ob die WP bedarfsgerecht oder überdimensioniert ist mir geht es primär darum, ob die Bohrung ausreichend bemessen ist oder nicht. Das im Zweifelsfall das primär recht sekundär sein kann, ist mir jetzt auch klar. :wow

    ich kümmer mich aber um die Heizlastberechnung ...
     
  14. #12 Christ 32, 4. April 2006
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    die benötigte Heizlast beträgt nach DIN usw. 6,4... KW
    die WP wurde aber auf ne benötigte Leistung von - 16 °C außen ausgelegt und nicht wie in der DIN- Berechnung von max. - 12 °C. Somit soll sichergestellt werden das auch bei extrem kalten Wintern der Heizstab nicht zum Einsatz kommt und die Hütte trotzdem ausreichend erwärmt wird.

    Nochmalig bei einem anderem Bohrunternehmen angerufen, welche mir hier eine durchschnittliche Entzugsleistung von 55 W/m und meine obige Berechnung genauso bestätigten.
     
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