Beschichtung auf Asbestschieferdach?

Diskutiere Beschichtung auf Asbestschieferdach? im Dach Forum im Bereich Neubau; Unser Dach ist mit Asbestschiefer aus den späten 70er Jahren gedeckt. Letztes Jahr hat unser Dachdecker vorsichtig das Moos abgekehrt, er meinte,...

  1. idu111

    idu111

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    Unser Dach ist mit Asbestschiefer aus den späten 70er Jahren gedeckt. Letztes Jahr hat unser Dachdecker vorsichtig das Moos abgekehrt, er meinte, das Dach würde bestimmt für noch mindestens 5 Jahre ok sein. Aus verschiedenen Gründen haben wir nicht vor, das Dach neu decken zu lassen - außer natürlich, es ist kaputt/undicht. Der Aufbau besteht aus 2 Schichten - unterhalb des "fake" Schiefers ist eine mit Teerpappe (oder was immer das ist) dichte eigene Dachschicht. Ich glaube, das nennt man Kaltdach?

    Jetzt gab es vor ein paar Tagen Handzettel eines anderen Dachdeckers mit einem Winterangebot zur Dachrinnenreinigung - das haben wir gemacht… ABER: der Dachdecker, der das ausführte, hat uns sofort nach seiner Ankunft das totale Schreckensszenario ausgemalt: Die Bedachung "blühe" schon, noch könne man es retten, und zwar durch Reinigung und Beschichtung, was seine Firma zum Winterangebot anbiete, aber nur, wenn wir uns bis Freitag entscheiden. Der Kamin ziehe Wasser und wenn wir da nichts tun, muss er bald neu gemauert werden (das ist mit Sicherheit Quatsch), natürlich könne er den mit Schiefer verkleiden. Und wenn wir das nicht machen, dann müsse wenigstens SOFORT das Zinkblech am Kaminrand erneuert werden… Und natürlich müssen auch die Regenrinnen gemacht werden. Meiner Meinung nach klingt das nach Lockvogelangebot für die Regenrinnenreinigung mit direkt folgender nicht seriöser Beratung zur Auftragsgewinnung. Wie gesagt, unser (guter) Dachdecker sah keinen sofortigen Handlungsbedarf, trotzdem beginnt man zu zweifeln, denn natürlich kostet ein neues Dach gerne das 10fache der Beschichtung (fast 300qm Dachfläche). Nun meine Frage an die Fachleute: Was ist denn generell von einer solchen Beschichtung zu halten? Und wird durch die vorherige Reinigung nicht eher die Oberfläche noch geschädigt?

    Vielen Dank für Ihre Meinung zum Thema...
     
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  3. idu111

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  4. #3 Friedl1953, 13. März 2014
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    Ich kann Dir zwar nicht sagen was Du am besten mit Deinem Dach machst. Aber was ich Dir zu 100% sagen kann, lass die Finger von denen. Unseriöser geht es wirklich nicht mehr. Sind die altbekannten Dachsanierer die über Drückerkolonnen Ihre Leistung verkaufen wollen. Der Berater war zu 100% kein Dachdecker.
     
  5. Taipan

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    Lass die Finger von deinem Dach! Bei Asbestdächern sind regelmäßig die Nägel die altersbegrenzenden Bauteile. Dann hilft auch keine Beschichtung mehr. Alles andere hat an einem Asbestdach nichts zu suchen. Dass ggf. mal eine Zinkfassung erneuert werden müsste oder eine gebrochene Tafel ersetzt werden muss, kann sein. Ruf also DEINEN bisherigen Dachdecker an und lass ihn sich die Verwahrung anschauen und ggf. ersetzen. Lass Dich auf niemenden ein, der mal eben auf Dein Grundstück kommt und dir eine Ruine einredet!

    Seriös geht anders.
     
  6. #5 gunther1948, 13. März 2014
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    hallo
    gegenüber der firma eines zimmer-und dachdeckerbetriebes mit dem ich seit jahren zusammenarbeite hat so ein sanierer seine `firma` (nur grosses werbeschild).
    auf meine bemerkung, dass ja jetzt die konkurenz vor der haustür sitzt hat der zm nur gelächelt und gesagt: lass sie doch bis jetzt stehen alle bei denen die auf dem dach waren, ein paar jahre später bei mir im hof und wollen ein neues dach.

    gruss aus de pfalz
     
  7. Elopant

    Elopant Gast

    Hallo idu111,

    das die Fa. unseriös ist braucht man nicht zu sagen. Generell gilt: Asbestzementdächer dürfen weder gereinigt noch beschichtet werden, hier sind selbst die Strafen für den Hausbesitzer empfindlich hoch. Um so ein Dach zu beschichten müsste es zuerst gereinigt werden und das funktioniert entweder mit einem Hochdruckreiniger oder mit einem Stahlbesen, bei beiden Varianten werden Asbestfasern freigesetzt - no go.
    Bei uns in der Ecke hat mal ein Rentner sein Dach abkärchern lassen und wollte es beschichten lassen, Ende der Geschichte Strafe für den Hausbesitzer 18000 € + 2 Grundstücke Bodenaustausch und da springt keine Haftpflicht oder ähnliches ein.
     
  8. idu111

    idu111

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    Danke für all die Beiträge, es bestätigt genau das, was wir auch dachten! Furchtbar, so eine Masche...
     
  9. Kalle88

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    Ich war gerade auf nem Dach was 30x60 Asbestplatten drauf hat, ebenfalls vor vielen Jahren beschichtet... Mal abgesehen davon, was Elopant geschrieben hat, du möchtest nicht wissen wie "toll" die Beschichtung aussieht. Auf fast jeder Platte platzt die Beschichtung auf...
     
  10. Karl 1

    Karl 1

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    Was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist, das man sich auf einen fremden Dachdecker einläßt, weil er ein Winterangebot zum Rinnen reinigen abgibt:mauer, das ganze aber nicht mal bei dem Handwerker seines Vertrauens nachfragt.
    Das ist diese typische Geiz ist geil Mentalität.



    Gruß Helmut
     
  11. KATMat

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    Ich geh´vielleicht zum Metzger oder Bäcker meines Vertrauens aber nicht zum Dachdecker.
    Nicht, dass die nicht vertrauenswürdig wären aber man braucht sie halt nur alle 10 Jahre.
     
  12. Taipan

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    Du arbeitest ja auch am anderen Ende des Hauses *d&r*

    Ich brauch den schon mal alle zwei Jahre auf dem eigenen Dach ... Was auf so einem rausgeschleppten Shiefer-Steilmansard so alles zu Bruch geht, wenn's mal wieder hagelt oder der Herbststurm die Äste draufweht .... Glaubt man gar nicht ...
     
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  14. Kalle88

    Kalle88

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    Auch Dächer gehören einer regelmäßigen Wartung unterzogen. Die nicht mal kostspielig ist und sogar noch steuerlich absetzbar ist.
     
  15. #13 Der Bauberater, 14. März 2014
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    Heute bei uns in der Presse:

    Polizei warnt vor zwielichtigen Dachdeckerkolonnen

    (pm/ea) 11.03.14 - Zur besonderen Vorsicht rät die Polizei im Umgang mit reisenden "Dachdeckerkolonnen": Offensichtlich waren die mutmaßlichen Betrüger am Montagnachmittag im Wetteraukreis unterwegs.

    Dort hatten die Arbeiter mit einem Hauseigentümer vereinbart, dass die Dachrinne auf einer Seite für 200 Euro gewechselt wird. Anschließend stellte es sich jedoch heraus, dass die Dachkennel auf beiden Seiten ausgewechselt wurden und der Anwohner nun wesentlich mehr bezahlen sollte. Letztendlich bezahlte dieser nur einen Teilbetrag des geforderten Geldes.

    Zuletzt waren immer wieder solche Kolonnen im Wetteraukreis unterwegs. Nicht selten stellte es sich dabei heraus, dass die "reisenden Arbeiter" die Arbeiten sehr mangelhaft ausführten und nach ihrer Tätigkeit einen wesentlich höheren Betrag forderten.

    Die Polizei warnt daher:

    Schließen Sie Handwerksverträge niemals an der Haustür ab.
    Holen Sie Sich vor einer Auftragserteilung immer mehrere Angebote ein. Dabei sollten Sie besonders örtliche Handwerker dazu nehmen und diese dann vergleichen.
    Fragen Sie bei der Handwerkskammer nach, wenn sich unbekannte Firmen bei Ihnen melden.
    Verständigen Sie im Zweifelsfall die Polizei.
     
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Beschichtung auf Asbestschieferdach?

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