Beton als Pflanzkübel - welche Inhaltsstoffe meiden?

Diskutiere Beton als Pflanzkübel - welche Inhaltsstoffe meiden? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich trage mich mit dem Gedanken, Pflanzkübel aus Beton zu gießen. Prinzipiell ist Beton ja ein natürlicher Baustoff, jedoch gibt es ja...

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  1. #1 Concreteness, 15. Juli 2015
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    Hallo,

    ich trage mich mit dem Gedanken, Pflanzkübel aus Beton zu gießen.
    Prinzipiell ist Beton ja ein natürlicher Baustoff, jedoch gibt es ja vermutlich diverse Zusätze, die nicht unbedingt mit der Nahrungsmittelproduktion in Kontakt kommen sollten. Demgegenüber steht die Anforderung, dass die Kübel aber wasserdicht sein sollen.
    Was für eine Mischung sollte ich verwenden, die möglichst natürlich ist und keine schädlichen Ausdünstungen nach sich zieht und trotzdem wasserfest ist?

    Ich danke!
     
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  3. feelfree

    feelfree Gast

    Wie definierst Du eigentlich einen "natürlichen Baustoff"?
     
  4. #3 wasweissich, 15. Juli 2015
    wasweissich

    wasweissich Gast

    wovor hast du angst ?

    vor calzium ?
     
  5. #4 Concreteness, 15. Juli 2015
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    Calzium wäre wohl eher weniger das Problem.
    Ich dachte eher an Chemikalien, die ggf. zugesetzt sind, um wasserfestigkeit zu erzielen, den Trocknungsprozess zu beeinflussen oder ähnliches?
     
  6. #5 wasweissich, 15. Juli 2015
    wasweissich

    wasweissich Gast

    vielüber beton weisst du nicht ....

    muss aber ein teufelszeug sein ...:shades
     
  7. #6 AlexSinger, 15. Juli 2015
    AlexSinger

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    Es kann Zusätze geben, je nach Beton, aber: schau dir doch einfach mal an, wo überall Beton verlegt ist und ob am Rande von Betonplatten was wächst... z.b. Gehsteige ausgelegt mit Betonplatten - da wächst das Graß meist wie wild dazwischen. Wenn es also schädlich wäre, wäre überall um Betonbauwerke (Treppen, Gehwege, usw) keine Pflanze zu sehen. Schau dich doch um, ob das so ist!
     
  8. WerniMB

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    Ach ja. Und Autoabgase sind unschädlich, weil es an Autobahnen rechts, links und meist sogar in der Mitte doch ziemlich grün ist? Ein Thunfisch zappelt auch recht lebendig durchs Meer, bis er inklusive Schwermetallen auf unseren Tellern landet. In diese Richtung gehend verstehe ich die Bedenken des TE.

    Deswegen fragt er doch hier.

    Warum kann man so eine Frage eines Laien - auch wenn Sie beim Fachmann offensichtlich zur Belustigung beiträgt - denn nicht mal sachlich beantworten?
    Ich lese und lerne hier gern mit, aber der Sinn des Forums wird leider gerade von einigen Protagonisten allzu oft ad absurdum geführt. Schade.

    ...und Gruß
     
  9. #8 AlexSinger, 15. Juli 2015
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    Es ist ja gut, aber dann darf er wahrscheinlich selbst nicht mehr aus dem Haus und auch nicht mehr in sein Haus, überall dieser Beton!

    Was wohl am gefährlichsten ist sind die "Zusätze" im Zement... Flugasche kann nämlich radioaktiv sein :motz:motz
     
  10. Taipan

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    Oh man hört doch mal auf euch zu belegen: der TE will die Kübel selbst gießen! Dass heisst, ihm werden Sand, Portland-Zement und Wasser zur Verfügung stehen. Ggf. hat er noch irgendeinen Verflüssiger aus'm Internet. Alles ungefährlich. sowohl einzeln als auch gemischt.

    Die Krux ist doch eher, dass der TE KEINE Rezeptur hinbekommen wird, die bei erträglicher Wandstärke einen Blümenkübel ergibt, der a) dicht b) frostfest c) wurzelfest (oder gar rhizomfest) ist. Er soll sich an einen Spezialisten (mit ensprechenden Zutaten und Erfahrung und Wissen) wenden, der ihm den Kübel herstellt, oder das Projekt beerdigen. Es gibt hier im Forum EINEN, der das vllt. hinbekommen würde. Sicher kann er aber auch nicht mal eben ein Rezept in den Raum werfen, welches einen Pflanzkübel ergäbe - da gehört neben der richtigen Schalung und der richtigen (wahrscheinlich nicht eisenhaltigen) Bewehrung noch 'ne Menge anderes dazu.
     
  11. #10 AlexSinger, 15. Juli 2015
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    Kommt drauf an wie groß oder nicht... Man könnte sich auch bewehrte Betonringe liefern lassen und von unten zumachen (dann wärs wenigstens außen schön rund)
     
  12. #11 JamesTKirk, 15. Juli 2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Flugasche ist i.d.R. nicht im Zement, sondern Hüttensand oder Kalksteinmehl. Flugasche wird dem Beton als Zusatzstoff zugegeben.
    Kann kann hätte hätte - mit der Argumentation solltest Du Dein Haus nie mehr verlassen, weil das in Deiner Welt viel zu gefährlich ist.

    Du kannst Beton für Pflanzkübel verwenden, ohne dass die Pflanzen Schaden nehmen. Der Schädigungsmechanismus ist eher anders: der Beton wird vom humushaltigen Boden der Pflanzen angegriffen. Und Nitrate im Dünger können die Korrosion der Bewehrung fördern.

    Mal zum überlegen, bevor die Behauptung hier aufkommt, dass Beton Fußpilz auslöst: Was meint Ihr denn, aus welchem Baustoff Trinkwasserbehälter gebaut werden ?? Und eine Weisse Wanne, die mit Grundwasser in Berührung kommt, gäbe es dann auch nicht ...
     
  13. #12 AlexSinger, 15. Juli 2015
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    ja hast recht - aber ich war nicht derjenige mit Bedenken - war eher ironisch gemeint. Trotzdem sind da ein paar "unschöne" Sachen im Beton drin (und trotzdem ist Beton überall drin).
    Wieso wird eigentlich diese Asche verwendet? (macht es den Beton geschmeidiger? fließfähiger? oder entsorgt man so wieder etwas, was man sonst anders wegschaffen müßte?)
     
  14. #13 AlexSinger, 15. Juli 2015
    AlexSinger

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    @JamesTKirk ich habe die Asche mit Hochofenschlacke verwechselt, sorry (die ist nämlich wohl in jedem Zement drin, oder täusche ich mich?)
     
  15. Taipan

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    Nein. Die ist nicht in jedem Zement drin. Selbst wenn, dann muss der Zement (wie jeder in Umlauf gebrachte Baustoff) strenge Grenzwerte einhalten, so dass die (natürliche) Hintergrundstrahlung in vielen Gebieten Deuschlands höher liegen dürfte, als die Strahlung, die ggf. vom Zement ausgeht.
     
  16. #15 JamesTKirk, 16. Juli 2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Welche sind das denn ?? Mich interessieren hier besonders die, die im ausgehärteten Zustand des Betons gefährlich für den Menschen sein können ...
     
  17. #16 JamesTKirk, 16. Juli 2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Nein, nicht in jedem. In anderen Ländern, z.B. Irland, schon gar nicht, weil die Hüttensand teuer importieren müssen.
    Schön ist, dass Du hier über Dinge philosphierst, von denen Du von Tuten und Blasen keine Ahnung zu haben scheinst ... :mauer
     
  18. Baumal

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    oha, muß ich mir sorgen um meine gesundheit machen?
    weißt du etwas was ich nicht weiss?
     
  19. MPI

    MPI Gast

    In CEM II/A und CEM II/B ist auch Flugasche drin. Diese hat u.A. den Zweck die Hydratationswärme bei großen Bauteilen zu senken, da Beton mit Flugasche langsamer aushärtet. Zusätzlich kann in die Betonmischung dann noch mehr sog. EFA-Füller gegeben werden. (EFA = Elektro-Kohlen-Flugasche) So werden Risse vermieden/minimiert. Wenn man einen Klotz gießen würde 1m x 1m x 1m und dafür hoch reaktiven Zement (z.B. CEM I 52,5 R) verwenden würde, kann man Kerntemperaturen im Klotz von durchaus 100°C erreichen, nur durch die Hydratationswärme. Das wiederum würde den Klotz zerlegen bevor er einer ist. Beton ohne Flugasche erreicht seine "Endfestigkeit" nach 28 Tagen und mit Asche erst nach 56 Tagen. (Ja ich weiß das Beton auch danach noch weiter Festigkeit gewinnt, aber das sind die normativen Prüfdaten)
    Wen das Thema wirklich interessiert, sollte sich mal auf den Webseiten von Zementherstellern umsehen. Dort gibt es oft Brochüren, die eine Menge Infos zu Zementen und Beton enthalten.

    Das Gefährlichste an eine Schale aus ausgehärtetem Beton ist, wenn sie einem vom Schrank aus auf den Kopf fällt :think
     
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  21. #19 JamesTKirk, 17. Juli 2015
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    In CEM II/A bzw. CEM II/B kann als Hauptbestandteile alles mögliche drinnen sein (so gibt es auch gar keinen Zement mit der blossen Bezeichnung CEM II/A bzw. CEM II/B). Die Regel in Deutschland sind CEM II/A-S bzw. CEM II/B-S-Zemente, wobei das S für "granulated blast furnace slag" (= Hüttensand) steht. Diese Zemente schliessen von der Zusammensetzung her die Lücke zwischen CEM I- und CEM III-Zementen. In so fern Hüttensand, keine Flugasche.

    Zemente mit Flugasche als Hauptbestandteil sind mit einem "V" (anstatt "S") gekennzeichnet. Reiner Portlandflugaschezement ist mir noch nie untergekommen, sondern immer nur als "M"-Zement (Mischzement), wo beispielsweise Flugasche und Kalksteinmehl als Hauptbestandteile zugemahlen werden. Bösen Zungen behaupten, das "M" steht für "Müll" anstatt für "Misch", da soll mal jeder so seine eigenen Erfahrungen machen.

    Wie schon geschrieben, wird Flugasche als Betonzusatzstoff dem Frischbeton zugegeben und wird entsprechend in der Mischungsberechnung berücksichtigt.
     
  22. MPI

    MPI Gast

    War mir doch klar, dass da noch was kommt. :mega_lol: Ich habe mich bewusst kurz gefasst, da selbst das was ich geschrieben habe, für den Laien wahrscheinlich schon zuviel an input war.
    Also alles richtig und schönen Dank für die Ergänzung. Und damit ich auch noch ein bischen Klugs... kann; "granulated blast furnace slag- gbfs" ist ein Granulat, das Mehl ist dann "ggbfs - ground granulated blast furnace slag". Übrigens kann man mit Hüttensandmehl allein (und chemischem Anreger) auch "Beton" herstellen und benötigt dann gar keinen Zement. Aber bevor jetzt jemand auf Gedanken kommt; in DE wird man kaum an Hüttensandmehl kommen und die Anreger werden dem Privatmann auch kaum verkauft werden.

    Ich hab hier eine Tabelle im Labor hängen von einem Zementhersteller mit H.....r, da ist angegeben, das im CEM II/B-V 21 - 35 % Flugasche drin sind. A und B sind halt die Grundtypen und die dahinter kommenden Buchstaben schlüsseln dann die Zusammensetzung noch weiter auf.

    Also ein angenehmes Wochenende und viel Spaß beim Schalengießen. Wäre schön wenn davon mal ein paar Fotos hier landen, wie das Experiment gelaufen ist.

    Gruß

    MPI
     
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