Betondecke auf Gewölbekeller?

Diskutiere Betondecke auf Gewölbekeller? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo Ihr liebe Leut! Ich habe vor 2 Jahren ein kleines Haus für großes Geld auf 200m² Grundstück gekauft..... leider!! :( Die Hütte ist...

  1. chapster

    chapster

    Dabei seit:
    2. März 2004
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    KFZ-Mechaniker
    Ort:
    Mainz
    Hallo Ihr liebe Leut!

    Ich habe vor 2 Jahren ein kleines Haus für großes Geld auf 200m² Grundstück gekauft..... leider!! :(

    Die Hütte ist etwa 10 m lang und 5,4 m breit, basierend auf einem mehr oder minder feuchten Gewölbekeller. (Fachmann hat die Feuchte bei einer Kaufbesichtigung als normal eingestuft) Die unteren Steinreihen sind mit Natursteinen gemauert, allmählich mit Ziegelsteinen dann weiter zum geschlossenen Gewölbe. Die Aussenmauern des darufstehenden Hauses sind auch mit Ziegeln erstellt.

    Jetzt wohnen wir schon seit 2 Jahren in dem von uns unveränderten Haus mit gefliesten Böden und rundum "verrigipsten" Wänden. Natürlich haben wir schon die ganze Zeit vermutet, dass nicht alles so astrein wie vom Verkäufer behauptet saniert und renoviert wurde. Erste Zeichen waren gerissene Teilbereiche des Fliesenbodens. Als Laien jedoch waren wir beim Kauf von einer relativ neuen Gasheizung und neuen Strom- und Wasserleitungen beeindruckt. So nach und nach gab es doch immer mehr Hinweise auf "Pfusch am Bau":

    - Gasrechnung monatlich inkl. Warmwasser 110 € bei angegebener Wohnfläche von 75 m² ( sind aber nur 38 im EG und ein paar Zerquetschte noch im Dach mit Spitzgiebel)

    - Heizung lief von Verkäufer schon so übernommen ohne Zeitschaltung auf 80° Temp, nachdem wir die Zeitschaltung aktivierten gar nicht mehr. Fehler wurde von Fachmann daraufhin repariert.

    - sehr viel Zugluft in der ganzen Hütte

    - sinnlos und ohne Halt an die Stahlträger im Keller betonierte Teile bröckeln im Wochentakt auf die Kellertreppe (zum Glück noch keinem auf die Birne)

    etc, etc, etc....

    Nun zum Wesentlichen:

    Bei uns hat sich urplötzlich und ohne Vorwarnung Nachwuchs angekündigt und ein Notzimmer muss her (bisher unten Wohnzimmer, Küche, Bad, kleiner Flur, oben Schlafzimmer und Kinderzimmer). Wir dachten, mit einer neuen Wand in Leichtbauweise das große Bad verkleinern, den Flur dadurch vergrößert, welcher dann also wegfällt und ein Zimmer ergibt. Eigentlich alles, vom befreundeten Zimmermann bestätigt, kein Problem, wäre da nicht die schon bestehende Zwischenwand aus Porenbeton zwischen Bad und Flur beim ersten Anklopfen von alleine eingestürzt. (keine Maueranker, etc.) Ab da war es wie eine Kettenreaktion oder wie so ne Laufmasche........ Freigemacht---> Pfusch entdeckt ---> weiter freigemacht----> wieder Pfusch entdeckt.............
    ......... und nun? 3mal dürft ihr raten? jetzt liegt bis auf das Wohnzimmer im EG alles in Schutt und Asche! Frau flippt bald aus, aber wir haben ja zum Glück noch ihre Wohnung bis Ende April und Anfang Mai das frische Baby :Roll

    Zum Vorschein kamen:

    Wände hinter dem Rigips wie ein schweizer Käse, alte Ofenrohröffnungen, Stromkasten hängt halb im Freien, für die Stromkabel auf dem Weg dorthin weiträumig Platz geschafft in Form von freiem Blick in Gewölbekeller und Hof... etc., Bodenaufbau gemischt wie ne Wurstplatte, mal Holzdielen mit Fliesen, mal Fermacell (kratzt und beisst!!) mit Fliesen, mal undefinierbarer "Estrichversuch" (total zerbröselt), Trenn-, Tragwand aus Leichtbetonsteinen??? unter querverlaufenden Dachbodenbalken viel teilweise auseinander, da die unterste Steinreihe irgendwann einmal einem 100er Abwasserrohr weichen musste...... nur leider nicht nur quer zur Mauerachse, sondern auch auf 1,5 m Länge!!!! UND UND UND!!!!

    Aber es hilft ja alles nix...... Haus gehört mir, bzw. der Bank und wir müssen im Mai da rein, egal wie!!! Naja, egal natürlich nicht, aber passieren muss was.


    Jetziger Stand: Alles entkernt, 10 m³ Dreck im Garten, Gewölbe liegt bis auf über dem Wohnzimmer frei und sieht nach Fachmann stabil aus. Der meint jetzt ich soll da eine Betondecke reinziehen, ca 15 cm dick mit Stahlmatten und Eisen zur Verankerung in den stabilen Außenmauern. Zur Sicherung bis der Beton trocken ist soll ich im Keller mehrere Stahlsprießen unterstellen. jetzt ist es so, dass er eine Zulassung für EFH statisch gesehen hat und er sicher auch recht mit seiner Idee hat, aber vielleicht gibt es ja auch noch andere Lösungen und Meinungen?

    Ich bin für jede Antwort dankbar, auch für Empörungen!!!!! :Brille
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. bauhexe

    bauhexe

    Dabei seit:
    17. Februar 2003
    Beiträge:
    1.188
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl. Bauingenieurin
    Ort:
    unterm Weißwurschtäquator
    Benutzertitelzusatz:
    high tech heXenhäuser
    Warum so skeptisch, Statiker on bord, ...oder ist das nur ein Halbweiser?
    " ...dass er eine Zulassung für EFH statisch gesehen hat und er sicher auch recht mit seiner Idee hat, aber vielleicht ..."

    Woher die Skubel, oder watrets Du auf ne billigere Lösung oder was sind das für Zweifel?

    So ne alte Hütte muß man sehen, was da im laufe der Jahre rumgebastelt wurde ist meist unbeschreiblich!
    Da gibts nur eins:
    Bestand aufnehmen und Sanierungskonzept erarbeiten.
    Nicht in 20 Ecken gleichzeitig rumreparieren!
    Und ...es bleibt ein Altbau!!!

    Aus einem Horch kannst auch keinen Audi machen.
     
  4. chapster

    chapster

    Dabei seit:
    2. März 2004
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    KFZ-Mechaniker
    Ort:
    Mainz
    Bilder zum Chaos

    danke für die umfangreiche Antwort. Liebe Bauhexe, dass da viel rumgebastelt wird ist mir klar, aber manche scheinen das ohne Hirn zu tun. Ich habe auch keinen Plan von der Materie, aber physikalisch logische Abläufe versuche ich mir zumindest bei allem vorzustellen. So ist es nunmal logisch, dass wenn ich unten Material wegnehme auch das obige wieder nachrutscht....... Auf www.chapster.de/hausschaeden001.jpg bis http://www.chapster.de/hausschaeden060.jpg habe ich mal ein paar Bilder hinterlegt. Solange mein Internet noch bezahlt ist wollte ich das doch noch mal in Anspruch nehmen. ;-)

    Skrupel habe ich nicht und auf ne billigere Variante warte ich auch nicht. Finanziell bin ich nur leider eh grad ziemlich angesch.... und kann mir dabei jetzt keinen Fehltritt erlauben.

    Gruß

    Chapster
     
  5. bauhexe

    bauhexe

    Dabei seit:
    17. Februar 2003
    Beiträge:
    1.188
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl. Bauingenieurin
    Ort:
    unterm Weißwurschtäquator
    Benutzertitelzusatz:
    high tech heXenhäuser
    Hi Chapster,

    mal was positives:
    Auf den Bildern
    - sieht doch alles trocken aus , oder?
    - und, noch sieht es nicht einsturzgefährdet aus.
    Deine Bilder zeigen aber nur zwei keine Stellen des Hauses, also gilt die Bewertung auch nur für das gezeigte.

    Wozu Dein Fachmann die Betondecke auf das Gewölbe will, ist mir nicht so ganz klar, es sei denn ... da gibt es viele Möglichkeiten von irgendwelchen Schäden bis zum Höhenabgleich raumseitig.
    Wenn Du an dem Fachmann zweifelst, dann hol Dir noch jemand anderes in die Hütte. Das muß man/frau im Ganzen sehen.
    Und bitte, nicht jeder der Pläne zeichnet kann Schäden erkennen, beurteilen und Standsicherheit nachweisen.
    Du brauchst keinen Bauzeichner der billig ein Plänchen macht, Du brauchst wirklich Hilfe mit Know-how und Erfahrung. Die Floskel " das hamma imma so gemacht" gilt schon lange nicht mehr. Spätestens seit der WSVO von 1995 kann man damit ein Haus kaputtsanieren.
     
  6. chapster

    chapster

    Dabei seit:
    2. März 2004
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    KFZ-Mechaniker
    Ort:
    Mainz
    die flinke Hexe

    Stimmt, einmal wegen dem Höhenausgleich, da WZ, Küche und Bad unterschiedlich hoch sind und nach dem Umbau ja noch das Kinderzimmer auf vder kleinen Fläche Platz haben muss und deshalb die Küche mit dem WZ verschmelzen muss. Die Platte soll aber in erster Linie ermöglichen, dass Porenbetonwände, die noch für die Raumaufteilung benötigt werden einen stabilen Untergrund bekommen. Die bisherigen beiden, wenn auch baufälligen Wände, die das EG in 3 gleichgrosse Teile teilen, stehen auf (Zitat Fachmann "Gewölberippen" aus Naturstein. Da wo die neuen Wände und unter anderem auch die Treppe hin sollen liegt aber nur Sand, Schutt, Dreck und teilweise auch gar nix. Deshalb sind auch sämtliche Fliesen im EG gerissen...... jetzt nimmer, liegen jetzt auf einem Haufen. ;-)

    Der Fachmann ist eigentlich nicht der typische Theoretiker, eher der Schaffer und Praktiker als Zimmermannmeister.
    Nur so nebenbei: Ich bin KFZ- Schlosser und alle die ich so kenne haben eben mal schnell so ein Problem, eines was kein Geld kosten darf, Du verstehst. Jetzt brauche ich einmal jemanden (viele davon kommen vom Bau) und keiner hat Zeit. Der Fachmann ist zwar auch näher bekannt, aber sein Auto habe ich noch nicht in den Fingern gehabt, sprich das Ganze kostet richtig Geld. Ich will doch nur wenn schon denn schon, also dass es am Ende uns wirklich hilft und wir nicht am Schluss noch mehr verschuldet sind UND eine Ruine finanzieren. Deshalb schon mal danke für Deine aufmunternden Worte zum Gesehenen. Minütlich finde ich hier jedoch immer mehr "Schei.....gebautes", da ich immer noch am Enfernen des Rigipskleides bin und so einiges ans Tageslicht kommt.

    Das Bild auf dem Du das Abwasserrohr siehst z.B., die Stelle ist laut Fachmann sehr brenzlich, da der darüberliegende Dachbalken Zapfenschlitze hat, die die Stabilität des Balkens negativ beeinflussen soll, sollte die Mauer gänzlich wegbrechen. Auch die andere Seite, auf der mein Vorbesitzer einen Durchbruch begonnen hatte und als er merkte da geht was nicht einfach Holzreste drunterstellte sei mehr als bedenklich, da dort drüber kein durchgehender Balken wegen eines ehemaligen Kamins läuft. Wenn Du genau hinsiehst, kannst Du unter dem einen druntergestellten Balken sogar die Heizungsleitungen sehen, die glücklicherweise noch nicht zerdrückt wurden............ AAAch, ich weiss doch auch nimmer!!! :-(

    Ich muss, glaube ich, mal paar Tage raus hier
     
  7. mls

    mls Bauexpertenforum

    Dabei seit:
    4. Oktober 2002
    Beiträge:
    13.790
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    twp, bp
    Ort:
    obb, d, oö
  8. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
Thema: Betondecke auf Gewölbekeller?
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. betondecke über gewölbekeller

    ,
  2. aufbau gewölbekeller

    ,
  3. betondecke auf gewölbekeller

    ,
  4. gewölbekappen ausgleichen,
  5. fussbuden frei gemacht und schon kamm das kellergewolbe zum vorschei,
  6. wie viel estrich in gewölbekeller,
  7. beton auf gewölbe,
  8. fußbodenaufbau über gewölbekeller
Die Seite wird geladen...

Betondecke auf Gewölbekeller? - Ähnliche Themen

  1. Garagendecke Betondecke dämmen

    Garagendecke Betondecke dämmen: Hallo zusammen, wir haben am Haus eine Garage mit separaten Eingang und möchten diese als Hobbyraum umfunktionieren. Die Innen-u. Außenwände sind...
  2. Betondecke in Neubau nachträglich durchbohrt für Lichtauslässe

    Betondecke in Neubau nachträglich durchbohrt für Lichtauslässe: Hallo, wir haben in einem KfW55-Haus eine Neubauwohnung gekauft. Wir saßen an Ostern stundenlang zusammen, um über unsere Lichtauslässe zu...
  3. Materialfrage Gewölbekeller

    Materialfrage Gewölbekeller: Hallo, ich hoffe das ist das richtige Unterforum und jemand kennt sich etwas mit Gewölbekellern aus ? Haus BJ. 1945, der Gewölbeeller ist an...
  4. Folienflachdach mit Dämmung wie lange sollte Betondecke drocknen

    Folienflachdach mit Dämmung wie lange sollte Betondecke drocknen: Hallo, wie Lange sollte eine Betondecke aus WU-Beton C25/30 vor trocknen, bis sie mit Flachdachfolien und Dämmung (EPS oder PUR) gedämmt wird?
  5. Dämmung der obersten Betondecke

    Dämmung der obersten Betondecke: Hallo Bauexperten! ich weiß das dieses Thema bereits vielfach besprochen wurde, dennoch liest man SEHR viel über Schimmel im Spitzboden. Der...