Betonsockel für Zaun - Fragen zur Sanierung

Diskutiere Betonsockel für Zaun - Fragen zur Sanierung im "Bautenschutz" Forum im Bereich Altbau; Hallo, wir haben einen alten Betonsockel, in den Vierkantrohre als Zaunpfähle eingebaut sind. Der Beton ist sichtbar gealtert, die Oberfläche...

  1. AndreasJ

    AndreasJ

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    Hallo,

    wir haben einen alten Betonsockel, in den Vierkantrohre als Zaunpfähle eingebaut sind. Der Beton ist sichtbar gealtert, die Oberfläche ist rauh und bietet Grün- und Mossbewuchs guten halt. Die Mauer ist offensichtlich sowohl von unten durch aufsteigendes Wasser als auch durch Niederschlagswasser von oben (Krone ist waagerecht - nicht geneigt) feucht.
    Größere Risse im Beton wurden vor 2 Jahren sauber eingeschnitten und mit einer elastischen Fuge abgedichtet.

    Der Mauersockel soll nun einen Farbanstrich erhalten.

    - Was muss ich tun, damit Verdampfung der Feuchtigkeit im Beton nicht den Anstrich abplatzen läßt?
    - Die o.g. beschriebene Oberflächenbeschaffenheit (rauh) stört uns nicht und könnte so bleiben.
    - Was kann ich tun, um den immer wiederkehrenden Grün- und Mossbewuchs einzudämmen?

    Vielen Dank für Tipps, Andreas
     
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  3. OLger MD

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    Du hast 2 Möglichkeiten:

    1. eine Betoninstandsetzung, die aber den fortschreitenden Verfall der Mauer auch nicht aufhalten kann, weil die
    aufsteigende Feuchtigkeit weiter ihr Unwesen treibt und die wahrscheinlich den wert des Objektes bei weitem übersteigt.

    2. Optische Instandsetzung
    Aber selbst die ist recht aufwändig, wenn sie länger als 3 Winter schadlos überstehen soll.
    Im Allgemeinen sind folgende Schritte erforderlich:
    - Silikon aus den Fugen entfernen
    - Oberflächen grob reinigen (rotierende Bürste o.ä.)
    - Einbindepunkte der Pfostern rundherum ca. 3cm tief Freistemmen
    - Beton-Oberflächen und Pfostenfüße reinigen (Stahlen mit festem Strahlmittel, HD-Wasserstrahlen, etc)
    - Fugen Aufrauhen, Reinigen, Haftgrund auftragen und mit PCC verschließen
    - Pfosten mit Korrosionsschutz aus Grundierung, Zwischen- und Deckbeschichtungen auf EP-Basis versehen
    - Pfosteneinbindepunkte mit PCC einschl. Haftgrund verschließen, ggf. kleinen Gefällekeil umlaufend ausbilden
    - Oberflächenschutzsystem (OS-System) für Beton aufbringen. Die haben einen hohen CO2-sd-Wert und eine gute
    Wasserdampf-Diffusionsfähigkeit. Der Aufrag erfolgt mehrlagig.

    Idealerweise wird auf den Rohbeton noch ein PCC-Keil aufgetragen, damit die Oberseite nicht mehr horizontal ist.

    Billiger wäre nur (3) abbürsten und mit Betonfarbe streichen. Bedenke aber, dass die organischen Bestandteile
    schon tief in den Beton eingedrungen sind und die Bodenfeuchte, das Spritzwasser sowie schlecht ablaufendes
    Oberflächenwasser den Bewuchs und die Verwitterung des Betons weiterhin fördern. Schlecht wäre es auch, wenn das
    Gefälle der anschließenden Oberflächen (Gehweg o.ä.) nur sehr gering ist. Ganz schlecht ist die Verwendung von
    Tausalzen.

    Ich bezweifle aber, dass die Kosten aus (2) angemessen sind, so das wahrscheinlich nur (3) in Frage kommt.
    Wenn es schön sein soll und lange halten soll (ohne rgelmäßige 'Sanierungen'): schon mal über "weg und neu"
    nachgedacht?

    Der Wunsch nach einer dampfdiffusionsoffenen Beschichtung und einer glatten bewuchshemmenden Oberfläche beißen
    sich hier. Eine schön glatte EP-Beschichtung wird weniger schnell bewachsen, löst sich aber schnell wieder, wenn
    der Untergrund feucht ist.

    Auch die Zaunpfosten werden irgenwann den Beton auseinanderdrücken, sofern diese nicht feuerverzinkt oder innen
    und außen mit ausreichendem Korrosionsschutz versehen sind.

    Gruß
    Holger
     
  4. AndreasJ

    AndreasJ

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    Hallo Holger,

    danke für die Tipps.

    Ein kompletter Neubau kommt nicht in Frage - dafür fehlt z.Zt. das Geld.

    Die Zaunpfosten (Korrosionsschutz) und auch die Einbindung in den Beton ist i.O. - ich werde mir jetzt das vorgeschlagene OS-System einmal anbieten lassen.

    Gruß Andreas
     
  5. bigbang

    bigbang

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    Hallo,

    würde es vl nicht auch gehen wenn man auf den Betonsockel dünne Wärmeplatten draufmacht und die wie beim Haus mit einem Putz versieht? :hammer:
     
  6. OLger MD

    OLger MD

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    Die (relativ) weichen Dämmplatten am Sockel können dazu führen, dass Stoßstellen von Besen, Kehrschaufeln, Schneeschiebern, Füßen, etc. sichtbar bleiben.
    Die Dämmplatten müssen fest mit dem "gealterten" Beton verbunden werden. Es sind also die gleichen (Vor)Arbeiten, wie bei einer direkten Beschichtung erforderlich. Auch der Verbund zwischen Putz und Dämmplatten muss sichergestellt werden, insbesondere da der Sockel im Spritzwasserbereich liegt - 'tierisches' eingeschlossen.
    Eine Wärmedämmung würde nichts bringen.

    Wichtig ist, dass die Karbonatisierung gebremst wird, die Feuchtigkeit vom Beton ferngehalten wird und dass die einbindenden Zaunpfosten mit Korrosionsschutz versehen sind.

    Gruß
    Holger
     
Thema: Betonsockel für Zaun - Fragen zur Sanierung
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