Betontreppe: Zulässige Toleranzen

Diskutiere Betontreppe: Zulässige Toleranzen im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, folgende Situation: - Vertrag mit GU (EFH) - Betontreppe KG - EG - Betontreppe EG - DG - Treppe und Bodenbeläge im Vertrag mit GU -...

  1. cano1

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    Hallo,

    folgende Situation:

    - Vertrag mit GU (EFH)
    - Betontreppe KG - EG
    - Betontreppe EG - DG
    - Treppe und Bodenbeläge im Vertrag mit GU
    - Treppe und Flure alles mit den gleichen Fliesen

    Im Anhang Foto von der Treppe (Ende) KG - EG.

    Die Bodenisolierung für das EG ist schon verlegt. Jetzt kommt noch der Estrich rein, der lt. Projektleiter ca. 5,5 - 6 cm hoch sein soll.

    Die vorletzte Stufe der Treppe ist ca. 18 cm hoch. Die Ausstrittsstufe ist jetzt, ohne Estrich aber mit der Isolierung, ca. 17 cm hoch.

    Wenn jetzt noch 5,5 - 6 cm Estrich auf die Isolierschicht im EG komen, dann wäre die letzte Stufe 22,5 - 23 cm hoch? D. h. ich hätte eine Differenz von 4,5 - 5 cm zwischen den letzten beiden Stufen?
    Mache ich einen Rechenfehler oder habe ich etwas nicht bedacht? Eventuell senkt sich ja die Isolierschicht noch ab?

    Bei den anderen Übergängen sieht es ähnlich aus nur wären die Abweichungen nicht ganz so groß.

    Treppe.jpg
     
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  3. Rico M

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    hängt von der Planung ab. Wenn der (End) Belag der Treppe mit ca. 4cm Stärke (z.B. Holz) vorgesehen ist - außer auf der Austrittstufe (weil da ggf. gefliest) würde es wieder hinkommen.
    Wie sieht denn die Antrittsstufe aus?
    Interessant wäre noch, wie die Setzstufe am Austritt ausgebildet werden soll- weil so wie fotografiert... naja zumindest schwierig- aber wie gesagt, ein Plan kann das vllt aufklären
     
  4. cano1

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    Hallo, hatte ich oben geschrieben: Treppe und Flure komplett mit den gleichen Fliesen.
     
  5. driver55

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    Schwierig ist aber noch sehr nett formuliert.
    Als ich das Bild der "tollen Betontreppe sah"....
    "Ach herje, wer hat diese denn so versifft (ach ja, abdecken kostet 3 min...., der Fliesenleger soll lieber ne Stunde saubermachen....) und wie sieht eigentlich die letzte Stufe aus?:wow
    Wird hier auf alle Fälle ein "Fliessestrich"....(hoffentlich nicht die Stufen runter)

    @cano1: Das mit "Isolierschicht senkt sich evtl. noch ab" kann nicht wirklich ernst gemeint sein.

    Und was meint der PL dazu?
     
  6. #5 bauspezi 45, 1. September 2017
    bauspezi 45

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    man muß mal nachfragen wer das verbockt hat.
    man könnte die oberste Betonstufe auf OKFF-Fliese erhöhen und die restlichen Stufen aufbetonieren
    so wie auf dem Bild funktioniert das nicht
     
  7. cano1

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    Ich habe meinen DEKRA-Gutachter informiert und bekam folgende Antwort:

    <<Ein Estrichausgleich der Treppenstufen zwischen 40 und 60 mm ist normal und üblich. Der Ausgleich gehört zu den Nebenleistungen des Fliesenlegers. Die Regelkonformität der Treppe wird von mir beim letzten Termin geprüft.>>
     
  8. #7 bauspezi 45, 2. September 2017
    bauspezi 45

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    DEKRA,
    naja, ob das die richtigen Gutachter hat ?
    frag mal lieber bei der Handwerkskammer nach.
     
  9. Lexmaul

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    Ist doch normal, dass der Fliesenleger da Beton aufsetzt?

    Und besonders versaut sieht die Treppe auch nicht aus - ist immer noch ne Baustelle und kein Reinraum.

    Nur der Anschluss Estrich sieht mir falsch aus, denn der Antritt oben sollte fest sein, d.h. oben vor Estrich aufbetonieren und dann vom Estrich entkoppeln.
     
  10. Rico M

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    Das der Fliesenleger das mit dem Ausgleich hinbekommt- zweifle ich gar nicht an- ist kein Hexenwerk, und besser er muss ausgleichen als runtermeißeln...
    Aber- hat der Kfz Sachverständige auch geschafft das Austrittstufendetail zu erklären? Will heißen, wie macht man die letzte Setzstufe- in Verbindung mit diesem Estrichaufbau?
     
  11. driver55

    driver55

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    Bin zwar nur Ex-Bauherr, aber die Aussagen vom "Kfz Sachverständigen" (der war gut, Rico) sind doch Mumpitz (Entweder nicht wirklich viel Ahnung oder hat das Problem noch gar nicht erkannt). Wozu misst und plant man, wenn man nachher 40-60 mm auffüttern soll? Wäre das sauber geplant, kämem Fliesen drauf und fertig.
    Und wenn er alle Stufen ausgleicht, passt ja logischerweise die erste Stufe (unten) nicht! Das Delta von 5 cm hat er doch immer! (ausser er macht den Estrich im KG um 5cm höher. Dann passen aber die Türen wieder nicht, verschenkt Raumhöhe etc....).

    Ich kann die Lösung kaum erwarten.
     
  12. bauspezi 45

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    mit ausgleichen ist gemeint das man die Gesamtgeschosshöhe neu errechend
    es wird dann nicht gleichmäßig jede Stufe erhöht, sonder es wird oben viel und unten
    dann auf null Erhöhung.
    ist im Brinzip eine einfache Geschichte.
     
  13. Lexmaul

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    Ist zu hoch für driver55 ;)

    So machen wir es grad bei der Treppe von der Garage in den Keller...
     
  14. driver55

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    Ah, ihr habt den gleichen Pfusch.:winken

    Jede Stufe um ca. 4 mm gegenüber der vorherigen erhöhen....läuft sich bestimmt super.:biggthumpup:
     
  15. Lexmaul

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    Merkste gar nix von und ist auch nach DIN zulässig.

    Besser informieren bevor hier rumgekräht wird.
     
  16. simon84

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    Naja ist trotzdem blöd und wäre vermeidbar gewesen
     
  17. Lexmaul

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    Vermeidbar sicherlich, aber auch kein echtes Problem.

    Hatten wir drinnen auch (also nicht das ungleichmäßige, sondern nur das Erhöhen pro Stufe), weil wir erst Holz drauf haben wollten.

    Bei der Treppe nach Außen lag es an der Kombi Pflasterhöhe und Estrichbelag vor der Treppe unten - den ich dann wollte, damit keine Stufe in dem Keller besteht.
     
  18. cano1

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    Nach DIN ist das m. E. nicht zulässig. Für die Stufenhöhe ist ein Nennmaß festzulegen. Alle Stufen der Treppen dürfen in der Höhe von diesem Nennmaß max. +/- 5 mm abweichen. Außerdem darf zwischen "benachbarte" Stufen max. 5 mm Höhendifferenz sein.

    Ausnahme sind Antritt und Austritt: Hier gelten max. 15 mm Aweichung vom Nennmaß, d. h. Antritt/Austritt dürfen max. 20 mm von der vorhergenden Stufe abweichen.
     
  19. Lexmaul

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    Doch, ist es eben doch.

    Und wer sowas mal in der Praxis erlebt hat, kann dann auch mal was zu sagen und nicht in der Theorie herumstochern.
     
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  21. Rico M

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    Cano- du hast das Prinzip nicht verstanden, es wird bei der obersten Stufen 6cm aufgefüttert, bei der nachten 5,6cm bei der nächsten 5,2 usw.
    Untereinander haben die Stufen immer den selben Abstand- nur nicht mehr den alten sondern einen neuen.
     
  22. cano1

    cano1

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    https://www.treppenmeister.com/de/treppenlexikon/toleranzen/

    <<Die wichtigsten Toleranzen sind (nur auszugsweise): - die Steigung und der Auftritt dürfen sowohl vom Sollmaß (Nennlage, Nennmaß) als auch von der jeweils nächsten Stufe höchstens 5 mm abweichen, - beim Antritt von Wohnungs- und Nebentreppen darf die Steigung höchstens 15 mm vom Sollmaß abweichen (was u. U. bis zu 20 mm Abweichung zur nächstfolgenden Stufe bedeuten kann).>>

    Wenn die Treppe z. B. 10 Stufen hat, dann wird die DIN-Forderung m. E. bei der von Dir beschriebenen Vorgehensweise nicht einghalten, wenn 6 cm ausgeglichen werden sollen. Wenn das Nenmaß z. B. 19 cm ist, dann müssen alle Stufen zwischen 19,5 und 18,5 cm liegen.
     
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Betontreppe: Zulässige Toleranzen

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