BHKW mit Pflanzenöl

Diskutiere BHKW mit Pflanzenöl im Sonstiges Forum im Bereich Haustechnik; Guten Abend oder Guten Morgen, ich interessiere mich für BHKW´s mit Rapsölbetrieb. Da fand ich etwas über eine Firma Ökokraft, die auch noch...

  1. Ylva

    Ylva

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    Guten Abend oder Guten Morgen,

    ich interessiere mich für BHKW´s mit Rapsölbetrieb.

    Da fand ich etwas über eine Firma Ökokraft, die auch noch Strom aus der Wärme erzeugt.

    Hat da jemand Erfahrungen oder weitere Kenntnisse über diese Angebote?


    Gute Nacht!

    Ylva
     
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  3. #2 C. Schwarze, 4. Februar 2007
    C. Schwarze

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    http://www.bhkw.de/
    http://www.rapsoelbrenner.de/
    http://www.bhkw-infozentrum.de/
    http://www.kraftwerk-bhkw.de/
    und deren Links.

    Ein BHKW sollte wenn möglich durchgehend laufend, das bringt aber den Nachteil, das man eben über eine gewissen Menge an Abnehmer für die Wärme, die man nicht verhindern kann, finden muß. Damit eignet es sich eher für Mehrfamilienhäuser, nicht für EFH.

    Dazu kommt noch steuerliche Aspekte, neben einer Gewerbeanmeldung, KWK-Förderung etc., also nicht ganz einfach den "richtigen" Anbieter zu finden.

    neu ist wohl die Verwendung von Kokussnusöl, soll noch preiswerter sein.

    Nachteile anderer Art gibt es bereits bei Biosprit.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,463602,00.html
    ...
    Zehntausende protestieren gegen hohe Tortilla-Preise

    In Mexiko-Stadt haben Zehntausende Menschen gegen den dramatischen Anstieg der Tortilla-Preise demonstriert. In der vergangenen Woche hatte sich der Preis für die Maisfladen auf 15 Peso (ein Euro) pro Kilo verdreifacht
    ....
    Grund für die Preiserhöhungen ist die wachsende Nachfrage nach Biosprit in den USA, der auch aus Mais gewonnen wird. Deshalb stiegen die Maispreise auf dem Weltmarkt.
    ...

    Das ist eben mit dem Mais, wie mit dem Weizen, den man verheizen will.
    Ehtik, Moral und Ökologie und Ökonomie passen eben nicht zusammen.
     
  4. Ylva

    Ylva

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    Hallo, C. SChwarze,

    vielen Dank für Ihre Antwort.

    Leider konnte ich auf den angegebenen Seiten nichts über die Firma Ökokraft oder Nachverstromung finden. Das scheint relativ neu zu sein.

    Ich möchte damit einen großen Altbau beheizen, der aus denkmalschutztechnischen Gründen nicht groß gedämmt werden kann und daher auch in der Übergangszeit einen recht hohen Wärmebedarf haben dürfte. Genaueres wird mir noch der Energieberater sagen. Und im Sommer heize ich entweder mit Solar das Wasser oder verstrome eben die überschüssige Wärme und verkaufe den Strom. Das sind so meine Ideen. Ich weiß natürlich nicht, ob sich das rechnet.
    Aber am wichtigsten ist mir, unseren CO2-Ausstoß möglichst aus nachwachsenden Rohstoffen zu generieren.
    Mit freundlichen Grüßen,

    Ylva
     
  5. matzi

    matzi

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  6. hapfel

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    Neinneinnein! Das ist ein kapitaler Denkfehler! Man kann die Wärme nicht einfach so verstromen! Ein BHKW rechnet sich, da zusätzlich zu der benötigten Wärme (die steht *immer* im Vordergrund!) noch ein 'bisschen' Strom erzeugt wird. Dieser wertvolle und gut zu verkaufende Strom finanziert das - im Vergleich zu einem Heizkessel - teure BHKW.

    Mit einem BHKW lässt sich zwar aus dem Brennstoff beliebig viel Wärme erzeugen, aber nur etwa 30% der Energie als Strom (Anwender mit Erfahrungswerten an die Front!). Etwa 70% der Energie gehen *immer* als Wärme ab. Das Ding lohnt wirklich nur für den Grundlastbetrieb, d.h. auf 5-6000 h pro Jahr sollte es schon kommen. Siehe auch http://bauexpertenforum.de/showthread.php?t=15249

    Ausser man definiert es als Hobby - dann geht alles.:D

    Grüße
     
  7. Ylva

    Ylva

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    Vielen Dank für die Links und Erklärungen!

    Dann hat der Energieberater noch viel Arbeit mit mir ;)))

    Langsam wirds mir klarer.
    Dann muß ich irgendwie mit Holz heizen und einen großen Puffer kriegen, aber da werde ich mal jemanden vor Ort rechnen lassen.

    SChönen Abend!!b
     
  8. #7 Gerhard L., 5. Februar 2007
    Gerhard L.

    Gerhard L.

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    Brennstoffkosten

    Hallo zusammen,
    also es verhält sich so: immer wenn Du Wärme brauchst läuft das BHKW. Dabei fallen 2/3 Wärme und 1/3 Strom an. Für das 1/3 Strom das Du aber nie komplett brauchen wirst säuft die Kiste entsprechend mehr Rapsöl. Entgegen steht die schlechtere Wirkungsgrad eines BHKW (80-90 %) im Gegensatz zu einem Brennwertgerät ca. 93%. Wenn Du jetzt weiter rechnest (33% Stromeingenverbrauch Einsparung 18,5 ct p. kW/h und 66% Einspeisung ins öffentliche Netz Erlös 8 Ct + Ökosteuerrückerstattung + vermiedene Neztentgelte) kommst Du zwar günstiger als Gas, Öl oder Pellets. Aber ein BHKW kostet 18-22.000 EUR rechnest Du die Investitionskosten auf 20 Jahre ist es eine relativ teuere Lösung. Außerdem darfst Du den erhöhten Wartungsaufwand von ca. 400,-- EUR p. Jahr nicht vergessen. Zum weiteren Studium empfehle ich die Seite www.co2-online.de. Eine kleine Frage zum Schluß: Was hast Du noch für andere Möglichkeiten der Wärmeerzeugung zur Auswahl?
     
  9. matzi

    matzi

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    Nicht ganz richtig.
    Beim Dachs gibs 10,5 KW/h Wärme und 5,5 KW Strom.

    Und beim Rapsöl BHKW gibs ca 19,5 Cent pro eingespeiste KW.
     
  10. Uli1

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    Selbst die 10,5 KWH vom Dachs sind zu viel.
    Wenn das Ding im Jahr wenigstens 3000 h laufen soll, dann muß ich 30.000 KWH unterbringen. Das muß dann schon ein ganz ordentlich großes EFH sein. Oder keine Dämmung einbauen.:Brille Dann gehts auch.

    Und kürzere Laufzeiten verringern die Lebensdauer (in Betriebsstunden).

    Unter einer gewissen Größe steht der Aufwand eben in keinem Verhältnis mehr zum Ertrag. Und das ist bei den kleinen BHKW's halt der Fall. Das muß dann wirklich unter Hobby laufen und man muß Technikfan sein.
    Da kann man sich dann tolle Dinger zusammenbasteln.

    mfg
     
  11. Ylva

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    Hallo und Guten Abend,

    eine spannende Materie! Vielen Dank für alle Antworten.

    Also, Gerhard, es gibt wohl in der Nähe des Grundstücks einen Gasanschluß der Stadt, so ca. 80 m weg vom Haus. Den könnte man für eine normale Brennwertheizung anzapfen. Aber bei allem, was man derzeit über die Klimaentwicklung liest, sollte man Putins Kriegsgas besser unter der Erde lassen, denke ich.
    Daher möchte ich gerne CO2-neutral heizen und relativ unabhängig von anderen sein. Strom selber erzeugen finde ich gut. Aber der Primärenergieträger muß natürlich auch woher kommen. Da wäre mir am liebsten etwas aus der Region (Holz, Rapsöl). BHKW mit Pellets gibt es wohl eins (sunmachine). Sonst umgebaute Dachse (Raps) oder von kw-Energietech nik.
    Ich bin soweit Idealistin, daß ich mir eine teure Energielösung gönne, wenn sie denn so ökologisch ist, wie nur irgend geht. Das teure daran ist ja nicht die Verschwendung von Resource, sondern der Einsatz von menschlicher Arbeitskraft (sehr ökologisch!) und ein beschleunigter, aber neutraler CO2-Kreislauf.
    Mein derzeitiges Reihenhaus (170 m2, Denkmalschutz, Null Dämmung bis auf neue Fenster) schluckt locker 38000 kwh, mit alten Fenstern 46 Tkwh), da hätte sich vor Jahren ein BHKW gelohnt. Hätte ich das gewußt...

    Das "neue" Haus wird vorr. auch vom Denkmalschutz her dämmfrei bleiben und daher bei ca. 200 m2 eher ein BHKW brauchen können. Aber da muß ich mal den Energieberater rechnen lassen.

    Weiß jemand, was so ein Gasanschluß über 80 m Strecke kostet?

    Einen schönen Abend!!

    Gruß,
    Ylva
     
  12. Uli1

    Uli1

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    Bei mir wollte die Gasversorgung Schwaben 33€/m sofern wir den Graben (der eh für die Wasser/Abwasserrohre gezogen werden mußte) erstellen. Zuzügl. Märchensteuer!
    DA ich auch 50m hatte, gab ich das Geld für ein WW WP aus und ließ das Gas weg.

    mfg
     
  13. Gerhard L.

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    Falscher Thread

    Sorry habe die falsche Adresse angegeben; die richtige lautet: http://hkn2.sec2-server.de/index.php.
    Der Gasanschluß kostete bei mir schlappe 2700,-- EUR Leitungsgraben vorhanden Länge 30 m. (Vorher genaues Angebot einholen).
    Ich fasse nochmal zusammen: ungedämmter (Alt)Bau als Heizung wahrscheinlich Radiatoren keine Flächenheizung.
    Das bedeutet Vorlauftemperaturen gleich oder größer 50 Grad. Wärmepumpe fällt aus zu geringer Wirkungsgrad. Also bleiben: (Raps)Öl, Gas, Pellets als Energieträger. Von diesem Ausgangspunkt ist die Idee mit dem BHKW nicht schlecht. Bitte aber vorher genau informieren denn Blockheizkraftwerke verfeuern einen Teil des Gases zu Strom der eingespeist wird. Ich finde das nicht besonders umweltfreundlich. Außerdem ist der Nutzungsgrad oft schlechter als der einer Gas-Brennwerttherme. Die Sache mit Rapsöl muß auch gegengerechnet werden, denn seit in normalem Sprit auch Rapsöl enthalten ist (bzw. sein muß) ist der Preisvorteil dahin.
     
  14. Ylva

    Ylva

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    Hallo,

    vielen Dank für die Antworten!

    Gerhard, genau so isses. Es werden Radiatoren an die Wand gemacht. Daher geht nur Raps-BHKW oder Holz-BHKW oder Holzheizung plus solare Unterstützung. Zwischen diesen drei werde ich entscheiden müssen.

    Der Architekt glaubt, mit Erdwärme würde es gehen, aber das ist teuer und der Strom muß auch produziert werden, um die Wärme zu "pumpen". Nicht ökologisch genug. Und mit Radiatioren sicher nicht machbar.


    Einen schönen Tag!

    Ylva
     
  15. matzi

    matzi

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    Ich würde an eurer Stelle mal an Senertec schreiben. die machen euch eine Wirtschaftlichkeitsberechnung. Und danach kann man sich immer nocjh entscheiden.
     
  16. Gerhard L.

    Gerhard L.

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    Ich seh schon...

    Ökologie ist Trumpf. Ich hätte noch eine Idee: ein Stirling-Motor:
    Adresse:

    Solo Stirling GmbH
    Postfach 60 01 52
    71050 Sindelfingen
    www.stirling-engine.de

    Auf der Homepage gibts ne Wirtschaftlichkeitsrechnung oder gegen Gebühr eine genaue Analyse.

    Grüße Gerhard
     
  17. Ylva

    Ylva

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    Guten Abend,


    vielen Dank für die Resonanz. Das finde ich toll.

    Als Referenzen werden bei Stirling nur Erdgasmodule angeboten.
    Das ist nicht mein Ziel. Holz oder Rapsöl wäre besser.

    Mal schauen, aber ich denke, ein BHKW wirds werden, denn die 5000 Euro für den Gasanschluß kann man da abrechnen.

    Leider koche ich bisher mit Gas und das ist schon sehr schön. Dann werde ich wohl auf Stromkochen oder Spezialholzherd umstellen müssen... Schade.

    Schönen Abend,
    Ylva
     
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  19. Uli1

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    Na die Gasherde sollte man doch auch mit Flaschen betreiben können. Wenns nur ums Kochen geht, ist das nicht wirklich teurer.

    Falls du ein kleineres BHKW suchst, da gabs vor kurzem mal in Haustechnikdialog einen Link auf http://www.eternalenergy.de mit dem Raptor Pflanzenölkraftwerk.

    mfg
     
  20. Ylva

    Ylva

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    Hallo,

    Danke für den Tip mit Gasherd! und Raptor.
    Erscheint ja sehr günstig im Vergleich mit den etablierten Dachsen o.ä.
    Gibt es da Erfahrungen mit den Raptoren?

    Schönes Wochenende!

    Ylva
     
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BHKW mit Pflanzenöl

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