Bitte bewerten: Heiz- und WW-Konzept m. Sole-WP, FBH & KWL

Diskutiere Bitte bewerten: Heiz- und WW-Konzept m. Sole-WP, FBH & KWL im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Servus Bauexperten! Nach langem Mitlesen und Profitieren, habe ich mich auch registriert. Zunächst suche auch ich natürlich einen Rat von Euch....

  1. #1 Aedificator, 14. Februar 2010
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    Nach langem Mitlesen und Profitieren, habe ich mich auch registriert. Zunächst suche auch ich natürlich einen Rat von Euch. Sobald unser BV dann realisiert ist, kann ich hoffentlich auch den einen oder anderen Ratschlag geben.

    Meine Bitte an Euch: Ich möchte Eure Meinung zu unserer Heizungsplanung hören. Der Baubeginn ist noch nicht erfolgt, daher kann man im äußersten Notfall da noch einiges umändern.

    Hausdaten:
    • DHH, 1,5 Geschosse
    • Effizienzhaus 70 (EnEV 2009)
    • Hüllfläche: 320 m²
    • Volumen: 480 m³
    • beheiztes Volumen: 365 m³
    • A/Ve-Verhältnis: 0,67 1/m
    • Gebäudenutzfläche A_N: 154 m²
    • Jahres-Primärenergiebedarf: 47 kWh/m²
    • Transmissionswärmeverlust: 0,27 W/(m²K)

    Heizung:
    • Sole/Wasser-WP Alpha-InnoTec SWC 70H
    • Tiefenbohrung: 2 x 66 m
    • Auslegungstemperaturen 35/28°C
    • Leitungsdämmung nach EnEV
    • optimierter Betrieb (Heizkurve, hydr. Abgleich)
    • FBH mit ERR Zweipunktregler 2 K Schaltdifferenz
    • kontrollierte Lüftung mit WR: Zehnder Comfoair 350
    • Warmwasser über WP - 300 l Speicher Alpha-InnoTec WWS 303
    • zentraler Trinkwasserstrang mit Zirkulation

    Die Einzelraumregelung wird nicht über Raum-Thermostate erfolgen, sondern (lt. Bauleiter) über einen Selbstregeleffekt, oder so ähnlich. Sprich, durch die Tatsache, dass die Flächenheizung nur so viel Wärme abgeben kann, wie der Raum annimmt. Den Boden lassen wir in Zementestrich und Fliesen ausführen. Die Schlafräume bekommen Teppichboden.

    Den Heizkreisverteiler für's OG möchte ich im Bad hinter die Tür setzen lassen. der EG-Verteiler kommt in den HAR.

    Meine Fragen im Einzelnen:

    1. Wie findet Ihr die Heizungs-Kombination im Allgemeinen?
    2. Funktioniert das reibungslos mit dem Selbstregeleffekt?
    3. Kann man einen Wärmegewinn durch den HKV im Bad erwarten?
    4. Wie sieht's bei WCs aus? Da ist die Fläche ja noch kleiner. Wird es da überhaupt warm?
    5. Kann ich noch etwas optimieren?

    Danke für Eure Meinungen!

    Viele Grüße
    Ae
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Nicht die schlechteste Lösung.
    Bei Auswahl der WP darauf achten, dass eine Heizlastermittlung nach EN12831 gemacht wird.

    Ja.
    Hier ein paar Infos zum lesen.

    http://www.bosy-online.de/Einzelraumregelung-Ja-oder-Nein.htm

    Nein. Das bischen Leitung(en) bringt nicht viel.

    Viel Leistung liefert diese "FBH" nicht, aber in der Toilette benötigt man normalerweise auch keine hohe Raumtemperatur.

    Das kann man ohne "Zahlen" nicht beantworten. Achte bei der FBH auf einen geringen Verlegeabstand, evtl. lässt sich 35/28 noch ein wenig drücken.

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Aedificator, 14. Februar 2010
    Aedificator

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    Hi!

    Das bedeutet wohl, dass es auch nicht die beste Lösung ist. :D

    Die DIN Norm kann ich in den Unterlagen leider nicht wiederfinden. Die Berechnungen wurden mittels Monatsbilanzierung gemacht. Berechnet wurden die Transmissionswärmeverluste der einzelnen Bauteile, Lüftungsverluste sowie solare und interne Gewinne. Der Energieberater hat die Software Energieberater Professional 7.0.2 - Hottgenroth Software - benutzt.
    Die zugrunde gelegten DIN Normen sind V 4108-6 und V 4701-10/A1. Hab leider überhaupt keine Ahnung, was richtig ist. Wikipedia sagt mir, dass die EN 12831 für unser Niedrigenergiehaus nicht so gut sein soll: http://de.wikipedia.org/wiki/Heizlast#Folgen_falscher_Heizlastermittlung

    Würdest Du diese Aussage unterstützen? Ich weiß vom Anlagenbauer und von unserem Bauleiter, dass sie wohl großen Wert auf die richtige Dimensionierung der Anlage legen. Die Heizung soll ein Jahr nach Inbetriebnahme nochmal vom Heizungsbauer optimiert werden. Dazu bekommen wir eine Tabelle zum Ausfüllen, wo wir Verbräuche und Wärmemengen eintragen müssen.

    Danke für den Link, da steht ja alles erklärt. Keine Ahnung wie die das regeln werden, wahrscheinlich über diese Befreiungsregelung.

    Das ist aber dumm. Das WC verfügt nämlich auch über eine Dusche, die täglich genutzt werden wird. Was kann man denn da machen? Eine Elektroheizung finde ich irgendwie konträr zum Hauskonzept.

    Hmm, ja. Sowas in der Richtung habe ich auch schon gedacht. Was ist denn "gering"? 10 cm?
    Die 35/28 ist ja soweit ich weiß zunächst mal eine rechnerische Annahme. Ich hoffe auch, dass da noch was geht.

    Danke für Deine Hilfe soweit.
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Nö, das sollte nur bedeuten, dass ich, soweit ich das aus der Ferne (ohne Zahlen) beurteilen kann, damit leben könnte.

    Den Normen nach zu urteilen geht es um den EnEV Energieausweis und nicht um die Heizlast. Die genannte Software kann aber, soweit mir bekannt, auch die Heizlast nach 12831 rechnen.

    Das hängt von der Heizlast und den vorhandenen Flächen ab, und natürlich von der gewünschten Raumtemperatur. Evtl. kann man ja auch eine "Wandheizung" ergänzen, oder einen Gebläsekonvektor, oder einen IR-Strahler (IR-Panel, Dunkelstrahler).

    Der Verlegeabstand ergibt sich aus der Heizlast des Raums und den Systemtemperaturen. Man darf aber nicht nur einen einzelnen Raum betrachten, sondern man muss immer das komplette Gebäude (alle Räume) im Blick haben. Deswegen sind pauschale Aussagen wie "max. VL 30°C o.ä." Unsinn.

    Gruß
    Ralf
     
  6. xxcrashxx2

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    Hi

    mal ne frage machte so ein Heizsystem auch bei einem nicht sonderlich gedämmten Altbau Sinn?

    Oder lohnt sich die Kombi Erdwärme mit FBH nur bei entsprechender Dämmung?

    cu
     
  7. joegeh

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    :winken
     
  8. R.B.

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    Jetzt wird´s kompliziert. Der Verkäufer wird Dir erzählen, "Ja, das geht problemlos", der unbefangene Fachmann wird vielleicht sagen "zuerst rechnen, dann entscheiden".

    Bei einem Altbau, evtl. auch noch mit Heizkörpern, wird eine Wärmepumpe schnell an ihre Grenzen stoßen. Natürlich können auch Wämepumpen hohe Termperaturen erzeugen, aber das geht stark zu Lasten der Effizienz.

    Sollte es möglich sein den Altbau mit Vorlauftemperaturen < 45°C zu heizen, dann könnte man anfangen zu rechnen.

    Genau genommen muss man noch mehr Parameter beachten, aber die max. VL ist meist schon das erste K.O. Kriterium.

    Gruß
    Ralf
     
  9. xxcrashxx2

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    Hi

    das mit den Heizkörpern und der VL-Temp hatte ich schon gelesen. Ich meine jetzt wenn man komplett auf Fußbodenheizung umstellt?

    Also komplett wie oben nur nicht gedämmtes Haus von 1982 mit ca. 240qm.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Auch eine FBH kann keine Wunder vollbringen. Ist die Heizlast mangels Dämmung etc. sehr hoch, dann muss auch die FBH mit höheren Temperaturen gefahren werden. Aber selbst dann dürfte die Temperatur noch WP geeignet sein. Die hohe Heizlast wird halt nur dazu führen, dass man eine WP mit viel Leistung einsetzen muss. Das erhöht die Investitionskosten, und bei einer Sole-WP kann es sein, dass die freie Grundstücksfläche nicht mehr ausreicht um einen Kollektor aufzubauen der genügend Entzugsleistung bereitstellt.
    Dann heisst es viel (und teuer) bohren.

    Gruß
    Ralf
     
  11. #10 xxcrashxx2, 3. März 2010
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    Hi

    ich hatte mir das ganze so vorgestellt.
    2-4 Jahre mit Nachspeicher und den Holzöfen zu heizen und dann zu entscheiden.
    Dann muß eh groß renoviert werden, also wenn man dann schon dabei ist dann alles auf einmal. Also dann Erdwärme mit Tiefenbohrung (Kollektor wird wohl nicht gehen da Rasenfläche zu klein) und im ganzen Haus FBH verlegen. Und dann 4-5 Jahre das ganze Haus von außen maximal Dämmen.

    Warscheinlich wäre ne Gas oder Ölheizung günstiger aber ich will halt von diesen Brennstoffen weg da ich denke das die Preise dafür auf Dauer exorbitant steigen werden.
    Von Pellets halte ich auch nix denn die werden auch teuerer werden.
    Sonst würde mir jetzt nix einfallen was für 240qm genug Leistung bietet oder?
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Fairerweise muss man sagen, dass auch Strom teurer wird.

    Gruß
    Ralf
     
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  14. #12 xxcrashxx2, 3. März 2010
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    ja das ist klar aber in weit geringerem Umfang als Öl und Gas.
     
  15. Julius

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    Dein Plan ist nicht sinnvoll.
    Man geht besser genau umgekehrt vor!

    Also zuerst die Dämmung anbringen (und damit die Heizlast des Gebäudes wesentlich senken) und erst dann (oder eben später) dias Heizsystem umstellen.

    Mit den Nachtspeicheröfen hast Du den Vorteil, daß diese auch beim dann geringeren Wärmebedarf des Gebäudes wirtschaftlich arbeiten können (im Gegensatz zu vielen anderen Systemen).
     
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