Bitumenabdichtung im Sockelbereich

Diskutiere Bitumenabdichtung im Sockelbereich im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo Allerseits, ich lese hier schon ein wenig länger passiv mit und habe bisher auf alle Fragen eine Antwort gefunden, dafür schon ein Mal...

  1. tobe19

    tobe19

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    Hallo Allerseits,

    ich lese hier schon ein wenig länger passiv mit und habe bisher auf alle Fragen eine Antwort gefunden, dafür schon ein Mal vielen Dank!
    Jetzt habe ich allerdings ein Problem, zu dem ich nichts finden konnte:

    Wir sind im Moment in den letzten Zügen der Planung unseres Neubaus, Baubeginn ist in 4-6 Wochen.
    Wir bauen mit einem Bauträger ein Einfamilienhaus ohne Keller. Das Haus wird aus 36,5cm Poroton T10 gemauert.

    Zur Absicherung haben wir weiterhin einen Bausachverständigen hinzugezogen, dieser hat uns auf ein Problem hingewiesen, dass er mit unserem Bauträger schon einige Male hatte.

    Wir sollten im Vorfeld abklären dass:
    Die Abdichtung des Mauerwerks im Sockelbereich muß DIN 18195 entsprechen,
    d.h. diese muß mindestens 15 cm (eigentlich 30 cm) über das Gelände geführt
    werden. Dies kann dadurch geschehen, dass der erste Stein mit
    seiner Aussenkante mit der Aussenkante der Bodenplatte abschließt. Die
    Bitumenabdichtung o.ä. ist dann bis zur Oberkante des 1. Steines
    hinaufzuführen.


    Dazu hat er mir die beiden angehängten Zeichnungen gemacht, die ich recht diletantisch nachgemalt habe.
    So würde es der Bauträger bauen: Bauträger.jpg
    So hätte es der Sachverständige gerne: Bausachverständiger.jpg

    Unser Sachverständiger sagt also, der erste gemauerte Stein sollte bündig mit der Bodenplatte abschliessen und die Bitumenabdichtung noch komplett über diesen Stein hochgezogen werden.
    Der Bauträger sagte uns, diese Ausführung würden wir absolut nicht benötigen. Er will die Bitumenabdichtung nur bis zur Oberkante der Bodenplatte ziehen. Dabei hat er gesagt, dass das Erdreich sowieso nicht bis zur Oberkante der Bodenplatte aufgeschüttet würde, deshalb wäre seine Ausführung ausreichend. Die Anfrage, was die Realisierung des Vorschlags des Sachverständigen an Mehrkosten verursachen würde steht noch aus.

    Mir als totalem Laien fällt es sehr schwer das irgendwie einzuschätzen, geschweige denn die DIN zu verstehen. Daher wollte ich hier nachfragen wie die Experten diese Situation einschätzen.

    Ich hab es so verstanden, dass entscheidend ist, wo das Erdreich an der Wand anliegt. Wenn dieser Punkt mindestens 15 cm unterhalb der Oberkante der Bodenplatte ist, reicht die Realisierung des Bauträgers aus, ansonsten nicht.
    Wir wollen eigentlich nur eine Stufe an der Eingangstür. Wenn ich mir überlege, was auf die Bodenplatte noch an Dämmung (weil ohne Keller), Fußbodenheizung und Estrich draufkommt, sind die 15 cm dann noch realistisch?

    Ich hoffe ich habe die Situation anschaulich genug dargestellt, vielen Dank im Vorraus
    Tobias
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 9. Juli 2013
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn es ein echter BT ist, habt Ihr eh nicht viel zu funken, weil der auf seinem Grundstück baut (Mängel müsst Ihr deswegen aber nicht hinnehmen). Ist es ein GÜ, dann sieht das etwas anders aus.

    Lasst Euch doch von dem BT/GÜ einfach mal einen vermaßten Schnitt mit den Höhenlagen des geplanten fertigen Geländes, der OK Fußboden und der Dicke des Aufbaus auf der BoPla geben - dann ist doch alles klar.
    Und eine Angabe zur Geländehöhe muss es geben, die muss im Bauantrag/der Bauanzeige drin sein (eigentlich sogar zwei - Bestand und geplant).

    Danach sind alle Fragen geklärt!
     
  4. Jan81

    Jan81

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    TE meint bestimmt einen GU/GÜ.

    Poroton wird da bestimmt geklebt und nciht gemauert. Ich persönlich finde die Variate 2 von den Sachverständiger besser :D begründen kann ich aber nicht.

    15 cm sind realistisch, kommt aber drauf an ob welcher Estrich genommen wird und wieviel Dämmung.
     
  5. planfix

    planfix Gast

    dann begründe ich variante 2:
    die wärmebrücke, die in der ersten fuge einfach da ist, wird minimiert
    und die vertikale abdichtung im sockel ist einfacher zu machen

    variante 1 geht aber auch.
    die wärmebrücke ist einfach da, aber im nomalfall absolut unproblematisch.
    die abdichtung ist mit etwas mehr aufwand auch herzustellen, wobei es dafür keine regeldetails gibt
    und, für den bauunternehmer isses schlicht und ergreifend einfacher zu bauen, weil keine extra steine bestellt werden müssen, die perimterdämmung wunderbar mit der decke aufhört und der arbeitsgang mit der abdichtung auf das folgegewerk abgewälzt werden kann.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 9. Juli 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    UNd ich sage - beide Varianten sind Müll, weil bei beiden die Abdichtung (rot) AUF der Perimeterdämmung sitzt und somit hinterlaufen werden kann!!!
     
  7. tobe19

    tobe19

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    Vielen Dank für die (wirklich sehr) schnellen Antworten!

    Da war ich doch etwas zu unpräzise, ich meinte GÜ (also das Grundstück gehört uns, der Bau wird komplett von einem Unternehmen gemacht).

    Du hast natürlich vollkommen recht Ralph, mir fehlen momentan noch ein paar entscheidende Informationen, insofern kann ich von niemandem hier erwarten eine fundierte Beurteilung abzugeben.
    Da muss ich zuhause nochmal genau in die Unterlagen gucken.

    Mich hatte es halt überrascht, dass der Sachverständige, der auch noch keine genauen Pläne gesehen hat, pauschal gesagt hat das müsste so gemacht werden.
    Der GÜ hat eher in Analogie zu deinem Benutzertitelzusatz argumentiert :-/

    Um das Ganze selbst besser beurteilen zu können: Ich habe das doch richtig verstanden, dass die DIN vorschreibt, dass die Bitumenabdichtung mindestens 15 cm (besser 30 cm) über das anliegende Erdreich reichen muss. Das MUSS einfach erfüllt sein. Wie das jetzt bei uns realisiert wird hängt dann letztendlich von der Höhe der Bodenplatte bzw. des umgebenden Erdreichs ab.

    Gruß
    Tobias
     
  8. planfix

    planfix Gast

    abdichtung 30cm über Gelände, wie und womit läßt sich über produkte und randbedingugen klären.
     
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  10. mls

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    mit der lage der abdichtung hast du vermutlich recht.
    richtig ist die kmb-abdichtung unter der dämmung.

    liest der sv hier mit? das sockeldetail hat josef vor einiger
    zeit vorgestellt - ich hab´s bisher auf anderen baustellen
    noch nicht gesehen und wenn die fuge mw-dämmung auf
    gok liegt ... egal, wird drübergeschlunzt.
     
  11. tobe19

    tobe19

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    Vielen Dank für die Antworten.

    Die Bilder bitte nicht überbewerten, die sind von mir aus dem Gedächtniss nachgemalt, ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit. Ich wollte damit nur darstellen dass die Bitumenabdichtung einmal bis zur Oberkante der Bodenplatte und einmal bis an die Oberkante des Steins gezogen wird.

    Interessant ist noch der Punkt mit der Wärmebrücke, die in der ersten Fuge anscheinend immer vorhanden ist. Bisher hatte ich das Ganze nur als Feuchtigkeitsschutz gesehen....

    Naja, vielen Dank noch ein Mal, ich warte mal unsere Preisanfrage ab und schaue mir die Pläne noch Mal genau an, dann sehen wir weiter...

    Gruß
    Tobias
     
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