Bodenaufbau korrekt???

Diskutiere Bodenaufbau korrekt??? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Wir brauchen dringend Rat bezüglich des Bodenaufbaus in unserem Haus, welches in Zusammenarbeit mit einem Bauunternehmen umgebaut wird. Die...

  1. wildewiese

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    Wir brauchen dringend Rat bezüglich des Bodenaufbaus in unserem Haus, welches in Zusammenarbeit mit einem Bauunternehmen umgebaut wird.

    Die Frage ist, ob der Bodenaufbau (so wie er bereits hergestellt wurde) korrekt ist? Und ob schon jemand davon gehört hat oder Erfahrungen damit hat?

    Das Haus ist ein Altbau von etwa 1907. Es gab keine Bodenplatte. Die Aussenmaueren wurden damals auf Sandsteinfundermente gebaut.

    Der neue Aufbau:

    Das komplette Erdgeschoss wurde von dem altem Fussboden befreit, so dass dann nur noch Erdreich vorhanden gewesen ist.
    Anschließend wurde Recyling-Material zum Ausgleichen des zu tiefen Bodens eingefahren und verdichtet.
    Auf die verdichtete Fläche wurde dann etwa 15 bis 20 cm Trainagekies verteilt. Dadrauf kam Folie.
    Auf die Folie Dämmplatten (Jakodur glaube ich) mit einer Stärke von 8 cm.
    Auf diese Dämmplatten kam die Dämmung der Fußbodenheizung (ca. 3 cm)und anschließend die Schleifen.
    Und auf diesen Aufbau kam der Estrich (etwa 7 - 8 cm).

    An den Seiten, da wo der Estrich an die Aussenwände stößt wurden keine Dämmplatten verlegt. Somit ist der Estrich an den Wänden bis auf die Folie "gelaufen".

    Als der Estrich dann ausreichend getrocknen war, wurden innen Wände aus Porenbetonsteine gestellt (als Dämmung). Der Estrich wurde bevor die Wände gestellt wurden eingeschnitten, damit der Porenbeton nicht auf dem "schwimmenden" Estrich steht. Somit stehen die Wände nun auf etwa 20 cm dicken eingeschnittenen Estrich.

    Nun die Frage oder auch die im Nachhinein auftretenden Bedenken:

    Uns wurde nun gesagt, dass ohne eine Betonbodenplatte ein Estrich nicht so der Hit wäre!
    Und dass das stellen der Wände auf den 20 cm dicken "Streifenfunderment" nicht ausreichen würde?

    Für Ratschläge wären wir sehr dankbar.
     
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  3. #2 gunther1948, 16. November 2010
    gunther1948

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    hallo
    das erscheint mir etwas wirr und ich versteh den aufbau am rand nicht so ganz und bei dem rezept fehlen ein paar zutaten/gewürze.
    wer hat den das geplant?
    folie direkt auf drainagekies? wie gehten das? welche folie ?

    gruss aus de pfalz
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 16. November 2010
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    Das ganze klingt nach massivem Baupfusch. Gibts denn keinen Planer?
     
  5. wildewiese

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    Also...

    wir haben einen Bauunternehmer der das so geplant hat. Allerdings haben wir mit dem auch schon etliche Schwierigkeiten gehabt (die bislang aber nichts mit der Qualität der ausgeführten Arbeiten zu tun hatten).
    Als ein Bekannter (Trockenbauer) von unserem Bodenaufbau gehört hat, hat er Erkundigungen eingezogen die in etwa so aussahen:
    Bloß nicht weiterarbeiten... unbedingt nen Gutachter hinzuziehen.. etc.

    Daher haben wir momentan etwas Panik und wollen wissen ob der Bodenaufbau tatsächlich Pfusch ist...


    Nochmal zur Erläuterung des neuen Aufbaus:
    Der Boden im kompletten Erdgeschoss wurde von uns bis zum Erdreich entfernt und ausgeschachtet.

    Danach wurde Recyling-Material (sah aus wie zerkleinerter Bauschutt) zum Ausgleichen eingebracht und anschließend mit einem Rüttler verdichtet.

    Nun wurden etwa 15 bis 20 cm Drainagekies eingebracht.

    Auf den Kies kam die Folie und darauf Dämmplatten (Jakodur glaube ich) mit einer Stärke von 8 cm.

    Auf diese Dämmplatten kam die Dämmung der Fußbodenheizung (ca. 3 cm) und anschließend die Heizschleifen.

    Auf die Fußbodenheizung wurde der Estrich (etwa 7 - 8 cm) gegossen.

    An den Außenwände wurden unter dem Estrich keine Dämmplatten verlegt.
    Somit ist der Estrich an den Wänden bis auf die Folie "gelaufen". Dieser 20 cm breite Streifen Estrich soll das Fundament für die Porenbetonsteinwand bilden (die Wand wurde als Ersatz für eine Innendämmung gestellt).

    Der Estrich wurde, bevor die Wände gestellt wurde, eingeschnitten, damit der Porenbeton nicht auf dem "schwimmenden" Estrich steht.

    Ist so ein Aufbau akzeptable? Oder ist die Porenbetonsteinwand nun einsturzgefährdet? Fragen über Fragen von völlig verunsicherten Bauherren...

    Viele Dank im voraus für euch Antworten die uns Klarheit bringen!
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 16. November 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Ob die Wand einstürzgefährdet ist (tatsächlich), kann hier keiner beurteilen.
    Aber ein Estrich in 20 cm Dicke als "Fundament" einer Porenbetonwand direkt hinter einem wahrscheinlich nicht nach heutiger Ansicht frostfrei gegründeten Sandsteinfundament, ggf noch mit diesem in den Unebenheiten verkrallt, ist schon mehr als fragwürdig.
    Ebenso ein Estrich auf einer Recyclat-"Platte".

    Es mag ja sogar sein, dass man nach eingehender Untersuchung zu dem Ergebnis kommt:
    Einsturzgefahr (tatsächlich) nein, Standsicherheitsnachweis (theoretisch) nicht möglich.
    Rissgefahr gegeben, fachgerechte Gründung kostet deutlich 6-stelligen Betrag
    Oberbelag mit Glück so gewählt, dass die Dampfsperre zwar nach DIN rein müsste, das Fehlen aber ein sehr geringes Restrisiko darstellt.

    Dann hätte man Ihnen aber vorher die Entscheidung zwischen bewusstem Pfusch und Kosten überlassen müssen.
    Zumal das Ergebnis auch ein :yikes sein kann -> Alles raus.

    Rein technisch fehlt in dem Aufbau schon mal eine Dampfsperre.
     
  7. wildewiese

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    Hhmmm..
    eine Dampfsperre im Boden? Ich bin ratlos.
    Was heißt das nun konkret für uns? Müssen wir uns einen Sachverständigen kommen lassen? Oder eher nen Statiker? Und was kommt dafür ca. an Kosten auf uns zu? Da nämlich keine einzige Kalkulation des Bauunternehmers gestimmt hat ist unser Limit schon arg ausgeschöpf :( Wir müssen schon den kompletten Trockenbau in Eigenregie machen, und die Dachdämmung, und und und....

    Die Porenbetonsteinwand wurde übrings noch mit Metallankern (heißt glaub ich so) an der Außen-Ziegelwand befestigt.

    Wir sind ratlos und so ziemlich mit den Nerven am Ende.
     
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  9. #7 Ralf Dühlmeyer, 17. November 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Das wäre sicher sinnvoll, um Ihnen eine mögichst sachlich-ehrliche Risikoanalyse zu geben, damit Sie entscheiden können, wie es weitergeht.
    Der kann dann auch über die Notwendigkeit von weiteren Fachleuten wie Statiker oder Bauphysiker beraten.
     
  10. wildewiese

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    Was könnte denn im schlimmsten Fall passieren? Das der Estrich absackt und dadurch die Wand kippt? Aber die Porenbetonsteinwand ist doch auch an der Klinkerwand verankert. Und der Untergrund wurde mit einem Rüttler verdichtet also kann der doch eigentlich auch nicht absacken, oder?
    Für uns stellte sich halt die Frage was im schlimmsten bzw. besten Fall passieren kann. Wenn wir tatsächlich einen Gutachter einschalten kann uns jemand sagen was da ungefähr an Kosten auf uns zukommt.
     
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