Bodenbeläge bei FBH ?

Diskutiere Bodenbeläge bei FBH ? im Estrich und Bodenbeläge Forum im Bereich Neubau; Wir haben im ganzen Haus Fußbodenheizung und ich suche noch eine Alternative zu Fliesen und Teppich. Laut Hersteller ist Laminat für FBH geeignet,...

  1. #1 Christ 32, 2. März 2006
    Christ 32

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    Wir haben im ganzen Haus Fußbodenheizung und ich suche noch eine Alternative zu Fliesen und Teppich. Laut Hersteller ist Laminat für FBH geeignet, während andere Fachleute davon abraten generell Holz oder andere Materialien zu verwenden die eine nennenswerte Wärmedämmung besitzten.
    Somit entfallen Kork und Holzparkett und es bleibt eigentlich nur Laminat übrig.

    1. ist Laminat von den Dämmeigenschaften wirklich für FBH geeignet ?

    2. benötige ich unter dem Laminat eine weitere Trittschalldämmung wenn ich
    im Estrich des Fußbodens eh 3,5 cm Trittschalldämmung drinn habe ?
     
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  3. R.B.

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    Wärmeleitwiderstand

    wäre ein Thema. Es ist prinzipiell fast egal welchen Bodenbelag man aufbringt, doch man sollte darauf achten, daß dieser für FBH geeignet ist. Selbst Echtholz könnte verwendet werden, wobei durch die Temperatur der FBH ein Echtholzboden kritisch ist.

    Beim Oberbelag spielt die Wärmeleitfähigkeit eine erhebliche Rolle. Natürlich sollte man den Oberbelag bei der Berechnung der FBH mit berücksichtigen. Dadurch kann ein niedrigerer VA und eine höhere VL Temp. erforderlich werden.

    Optimal arbeitet die FBH jedoh mit niedrigen Systemtemperaturen und deswegen sollte die Dämmwirkung des Oberbelags nicht zu hoch sein.

    Eine Trittschallmatte unterhalb des Laminat macht Sinn damit dieser beim Begehen nicht auf dem Estrich "klappert".

    Gruß
    Ralf
     
  4. hagy

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    Hallo,
    haben Sie evtl. schon an Kork gedacht, der verklebt wird ?
    das haben wir vor.
    Der Estrich muß nur geschliffen und grundiert sein

    gruß

    Hagen
     
  5. #4 Christ 32, 2. März 2006
    Christ 32

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    wie schon oben beschrieben, hat Kork aufgrund der geringen Dichte eine erhebliche Dämmwirkung und ist deswegen bei FBH ungeeignet.

    Unsere Heizung ist eine Wärmepumpe, deshalb sollte der Bodenbelag ein guter Wärmeleiter sein um die Vorlauftemperatur der FBH möglichst niedrig zu halten.
     
  6. #5 Fliesenguru, 2. März 2006
    Fliesenguru

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    Dann musst halt doch Fliesen oder Naturstein nehmen .Gibt ein super Gefühl so ein beheizter Steinboden. :lock :shades :winken :irre
     
  7. #6 Christ 32, 3. März 2006
    Christ 32

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    soweit war ich auch schon, nur dummerweise heizt man nicht das ganze Jahr.
    Deswegen war die Frage : ist Laminat ein guter oder eher schlechter Wärmeleiter ?

    Bei den Trittschalldämm- Matten gibts im Baumarkt welche mit ner sehr guten Wärmeleitfähigkeit, nur beim Laminat konnte es mir das bisher niemand beantworten da kriegt man nur stereotyp zu hören das Laminat generell für FBH geeignet ist.
     
  8. OM

    OM

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    Hallo Christ 32,

    lies doch mal den alten Thread http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=5265. Da ist eigentlich alles gesagt. Nachfolgend die Zusammenfassung dieses Threads:

    Wichtig bei Verlegung von Parkett sind 3 Dinge:

    Vollflächige Verklebung
    Auswahl eines FBH-geeigneten Parketts (geringer Wärmedurchlasswiderstand)
    Auslegung der FBH auf den Wärmedurchlasswiderstand abstimmen (jeder gute Heizungsbauer fragt nach den Oberflächen, die auf die FBH gelegt werden sollen)

    mfg
    OM

    P.S. Bei uns liegen über 180 m² Parkett und 60 m² Feinsteinzeug jeweils auf FBH, wobei kein Unterschied festzustellen ist.
     
  9. #8 Christ 32, 3. März 2006
    Christ 32

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    Danke

    dann muss man wohl genau differenzieren und kann nicht pauschal sagen geht oder geht nicht. So wie ich es verstanden habe ist aber eine durchgehende vollflächige Auflage (zb. Kleben) des Laminats oder Parketts auf dem Estrich wichtig. Das hilft mir schon mal weiter.

    Ich hatte nur von jemanden gehört der sein neu verlegtes Laminat oder Parkett wieder rausreissen muss, weil er seine Hütte mit der FBH nicht warm bekommt.
     
  10. LG

    LG

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    Mir hat mal ein Bodenfachgeschäft erklärt, dass es mit geeignetem Parkettboden auf Fussbodenheizung gar kein Problem ist, selbst Dielen sind möglich. Der einzige Nachteil ist, dass es einfach ein bischen länger dauert, bis die Wärme da ist. Wenn sie da ist, bleibt sie auch da. Bei Fliesen geht die Erwärmung nur schneller, weil die Wärmeleitfähigkeit besser ist.

    Erscheint mir einleuchtend und wir haben im Wohnzimmer auch Industrieparkett (Eiche) vollflächig verklebt auf der FBH geplant. Laminat würde mir aus vielen Gründen nicht ins Haus kommen.

    In unserer jetztigen Wohnung haben wir auch Fussbodenheizung unter dem verklebtem Clickparkett, und überhaupt keine Probleme.


    viele Grüsse
     
  11. Lukas

    Lukas

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    Also,

    hallo miteinander,
    ich habe außer Fliesen und anderes Gestein schon so ziemlich jeden anderen Belag auf FBH verlegt.
    Auch 22mm Massivparkett (selbstverständlich verklebt), FP oder Laminat auf PE-Schaumfolie...
    Da mußte nie etwas wieder heraus.
    Eine höhere Vorlauftemperatur bei Holz ist Blödsinn, da gerade bei Holz die max Oberflächentemperatur bei 25°C und damit die Vorlauftemperatur bei ca 35°C liegen sollte.
    Bei FBH, welche nach heutigem Standard ausgelegt und ausgeführt sind, stellt das kein Problem dar.
    Entscheidend ist die Leistung/m² und die Verlegedichte der Heizleitungen.
    Bedenklich bleibt, daß es immer wieder Heizer, Planer und Archis gibt, denen der blöde Bodenleger da Nachhilfe geben muß. :mauer
    Eine Fugenbildung ist bei einem Holzbelag nie auszuschließen. Vielmehr ist es so, daß diese früher oder später auftreten wird. Egal ob mit ober FBH, denn wer kann ein dauerhaftes Klima von 50% rel. Luftfeuchte bei 20°C garantieren. Spätestens, wenn die rel. Luftfeuchte über einen längeren Zeitraum höher ist, wird das Holz quellen, wenn es dann wieder trockener wird, wird das Holz irgendwann nicht mehr ohne Fugenbildung schwinden.
    Bei Holz auf FBH achte ich immer darauf, daß die Holzfeuchte am unteren Ende der Zulässigkeit angesiedelt ist, also etwa bei 7%. Dann dauert´s etwas länger mit der Fugenbildung und sie ist nicht so ausgeprägt.
    Bei untertrocknetem Holz ist aber immer Vorsicht geboten. Man sollte genau wissen, was man da wie tut. :smoke

    Gruß Lukas
     
  12. Berni

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    Es geht auch ohne

    Belag. Oberflächenfertige Estriche.

    Warum den Estrich belegen? Mit Zementestrich, Anhydrit und Terrazzo gestalten!

    Bester Wärmedurchgang. :D

    Gruß Berni
     
  13. hagy

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    @Christ 32
    wie schon oben beschrieben, hat Kork aufgrund der geringen Dichte eine erhebliche Dämmwirkung und ist deswegen bei FBH ungeeignet.

    warum ist Kork ungeeignet ?
    hatte schon mehrere Gespräche mit versch. Firmen, die dies sogar bei Fußbodenheizung bevorzugen

    bitte um Aufklärung, damit wir doch nicht das Falsche machen

    gruß

    Hagen
     
  14. R.B.

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    Kork ungeeignet?

    Das sehe ich ganz anders. Wie oben bereits geschrieben, kommt es allein auf den Wärmedurchlasswiderstand des Fußbodenaufbaus an, und ob dieser Wärmedurchlasswiderstand bei der Auslegung der FBH berücksichtigt wurde.

    Der Wärmedurchlasswidersand von Kork (ca. 0,12qmK/W) liegt in der gleichen Größenordnung wie von Laminat inkl. Dämmung. Laminat selbst hat einen Wärmedurchlasswiderstand von ca. 0,047qmK/W, jedoch erhöht sich dieser je nach Dämmung auf bis zu 0,1qmK/W.

    Diese Werte kann man den technischen Unterlagen zu den Bodenbelägen entnehmen. Also auf jeden Fall dort nachschauen BEVOR man das Zeug kauft.

    Man sollte darauf achten, daß der Wärmedurchlasswiderstand einen Gesamtwert von 0,15qmK/W nicht überschreitet. Dabei halbiert sich in etwa die Wärmestromdichte der FBH. Bei einem Neubau kann man das einfach bei der Berechnung mit berücksichtigen, man muss dann andere Räume mit einem Fliesenbelag als Boden eben eindrosseln. Wird nachträglich Laminat oder ein Korkboden eingebracht, und der Raum hat mit einem Fliesenboden bisher die gewünschte Raumtemperatur gerade so erreicht, dann kann ich nur noch die VL Temp. deutlich erhöhen und mit dem Volumenstrom jonglieren. Sonst bleibt der Raum deutlich zu kalt.

    Fazit: Fliesen als Bodenbelag kommen der FBH hinsichtlich möglichst niedriger Systemtemperaturen entgegen, doch andere Bodenbeläge sind deswegen noch lange nicht ausgeschlossen. Man sollte jedoch genau hinschauen und rechnen.

    Gruß
    Ralf
     
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    Was man vor lauter Rechnerei nicht vergessen sollte, die Verlegeanleitung des Herstellers beachten. Auch Korkboden ist für FBH geeignet, doch meist fordern die Hersteller, daß diese zumindest punktuell verklebt werden.

    Gruß
    Ralf
     
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    und allen (so wie mir) mit einem misch-masch von fliesen, parkett und teppichböden empfehle ich wirklich noch einmal eine überlegung bezüglich FBH.
     
  17. hagy

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    Ein Bauherr der bald Baut
    wir wollen halt neben Fliesen in der Küche, Bad und Eingangsbereich und Teppich bei den Kindern, den Rest mit Kork belegen, dieser soll fest verklebt werden
    Man hat mir versichert, dass der Klebekork besser ist, als der schwimmende Kork bei eine FBH
     
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    Ich bin nicht der Experte für Bodenbeläge, aber ich habe schon einige Datenblätter gesichtet. Dort war bei Verwendung von Kork auf FBH immer von "Verkleben" die Rede.

    Aber wie gesagt, Unterlagen anschauen, bei FBH Dimensionierung den Wärmedurchgangswiderstand berücksichtigen, FBH hydraulisch abgleichen und es sollte funktionieren.

    Gruß
    Ralf
     
  20. #18 Christ 32, 6. März 2006
    Christ 32

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    ich bin kein Fachmann, ich hatte mir das nur mit meinen polytechnischen Physikkenntnissen zusammengereimt: geringe Dichte- schlechter Wärmeleiter

    ich hatte jetzt den anderen Postings entnommen, das auch ein "schlechter" Wärmeleiter benutzt werden kann, mit dem Nachteil das dann halt die Heizung sehr träge wird.

    d.h. doch die Wärme wird nur zeitverzögert durch den Widerstand abgegeben. Was im Umkehrschluss bedeutet das man jede Hütte gleich warm kriegt, egal was für ein Bodenbelag verwendet wird. Es muss nur der Estrich nach unten bedeutend besser gedämmt sein, damit die Wärme nicht anderweitig entfleuchen kann.
     
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