Bodengutachten 2 Bewertungen

Diskutiere Bodengutachten 2 Bewertungen im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Schönen Guten Abend, meine Familie und ich bauen ein EFH in der Pfalz. Jetzt hat sich folgendes Problem aufgetan: In einem von mir beauftragten...

  1. maurice

    maurice

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    Schönen Guten Abend,
    meine Familie und ich bauen ein EFH in der Pfalz.
    Jetzt hat sich folgendes Problem aufgetan:
    In einem von mir beauftragten Bodengutachten wurde festgestellt dass wir sehr schlechten bindigen Boden haben.
    Dadurch müssen wir einen sehr kostenintensiven Bodenaustausch durchführen lassen >25000 €.
    Bei einem Gespräch mit meinen neuen Nachbarn habe ich nun erfahren, dass bei keinem Haus im Neubaugebiet ohne Keller so etwas durchgeführt wurde.
    Er stellte mir netter weiße sein Gutachten zur Verfügung.
    Wie ich dass ganze verstehe, haben wir ähnliche Bodenverhältnisse.Es handelt sich um meinen direkten Nachbarn.
    Nun zu meiner Frage, die sie mir hoffentlich beantworten können.
    1.Kann es sein dass bei meinem Gutachten ein Fehler unterlaufen ist?
    2.Oder handelt es sich hierbei um wirklich verschiedenen Böden und wir haben aus 50 Grundstücken, dass schlechteste erwischt?

    Für jede Hilfe wäre ich sehr dankbar
     
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  3. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    @ TE
    Die angehängten Dateien mit den Gutachten wurden von mir abgehängt, da diese Klarnamen enthielten.
    Bitte Namen unkenntlich machen und neu einstellen
     
  4. maurice

    maurice

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    Ich entschuldige mich.
    Hier die bearbeitete Version.
     

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  5. mls

    mls Bauexpertenforum

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    ich hab nur die pdf überflogen: endlich mal ein gscheits
    gutachten und nicht der billigmist, der gerne kursiert.

    für deinen "bescheidenen" baugrund kann der bgga nix.
    immerhin stellt er in aussicht, zusammen mit dem twp
    an einer vernünftigen gründungslösung arbeiten zu wollen.
    einfach wird das nicht.

    die lösung "elastisch gebettete bopl" halte ich, wenn
    realisierbar, für grenzwertig - technisch wie finanziell.

    vielleicht lässt sich noch eine braucbare alternative zu
    den vorgeschlagenen rüttelstopfsäulen finden...
     
  6. peterk61

    peterk61

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    Ihr Bodengutachter hat sich bei der Beurteilung der Konsistenz der Böden sehr stark auf die Befunde der Rammsondierungen verlassen, die meines Erachtens für die Beurteilung der vorliegenden Böden nur bedingt bzw. nicht geeignet sind. Es wäre besser gewesen, er hätte anstatt der Rammsondierungen mehr Bohrungen ausgeführt sowie die Zustandsgrenzen und Wassergehalte der relevanten Schichten im Labor untersuchen lassen. Mit dem Untersuchungskonzept hat sich ihr Gutachter nicht mit Ruhm bekleckert.

    Die Beschaffenheit der auf den beiden Grundstücken erkundeten Schichten ist hinsichtlich der Beurteilung der bodenmechanischen Eigenschaften ähnlich. Jedoch wurde auf Ihrem Grundstück in 4 m bis 5,6 m Tiefe eine breiige Konsistenz festgestellt, die ungünstiger bezüglich der Tragfähigeit und Setzungsempfindlichkeit zu beurteilen ist. Bei dem Gutachten zu dem Nachbargrundstück sind nur weiche bis steife Konsistenzen, aber keine breiige Konsistenz aufgeführt. Ob die breiige Konsistenz der Schicht aus der Beuteilung des Bohrgutes abgeleitet ist (was machbar ist) oder nur aus den Rammsondierungen (was nicht machbar ist) ist nicht aufgeführt.

    Meines Erachtens sind die Gründungsvorschläge für Ihr Grundstück sehr stark auf der sicheren Seite.
     
  7. maurice

    maurice

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    Danke für die schnellen Antworten.
    @peterk61
    Wie würden sie in so einem Fall verfahren?
    Wäre eine weitere Untersuchung sinnvoll?
    Oder meinen Sie , dass der Bodengutachter es zu gut meint?
    Was mich stutzig macht ist die Tatsache, dass kein anderes Grundstück so verbessert wurde.
    Danke schon mal im voraus.
     
  8. maurice

    maurice

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    die lösung "elastisch gebettete bopl" halte ich, wenn
    realisierbar, für grenzwertig - technisch wie finanziell.

    Leider wurde uns gesagt, dass dies die kostengünstigste Lösung wäre
     
  9. #8 wasweissich, 7. August 2013
    wasweissich

    wasweissich Gast

    könnte ja sein , dass die auswirkungen noch auf sich warten lassen.....

    manchmal braucht nicht nur gut ding weile
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    spätestens, wenn man den vorhandenen quark zwischen
    den fingern zerwuzelt, fällt einem die haftung ein .. und
    besonders viele bgga mit einer belastbaren setzungsber.
    kenne ich nicht, das hier ist die positive ausnahme.

    mich würde schon sehr interessieren, wie der bgga durch
    erweiterte anamnese auf "bessere" werte kommen soll -
    aber gut: ich glaube auch (in grenzen) an schlagzahlen ;)
     
  11. PeMu

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    Mich erinnert das an markus these: die guten Baugrundstücke sind quasi weg, jetzt wird bebaut, was man immer vermieden hat.

    - Der Untergrund kann schlechter werden von Buagrundstück zu Baugrundstück. Die Dicke der Pampe nimmt zu.

    - Was mir so aufkommt: ausgewiesenes Überflutungsgebiet.... Was bedeutet das? Wasserfläche auf +91müNN?
    - wie verhält sich da der Baugrund, die Aufschüttung.
    - ks=0,5..1,5 hmm, oh nee
    - aber son Wert nach 1-2m Bodenaustausch schüttel. (Das passt auch physikalisch nicht)

    Was meint der bgga zu duktilen Gussrohrpfählen?
     
  12. #11 Der Bauamateur, 8. August 2013
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    Nur mal so die laienhafte Frage, warum die Tatsache, dass es sich um gesetzlich ausgewiesenes Überschwemmungsgebiet handelt keinen beunruhigt? So ein Hochwasser kann eine fiese Sache sein, insbesondere wenn man wegen Einordnung in Überschwemmungsgebiet keine Versicherung bekommt...
     
  13. PeMu

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    Wieso? Die Frage habe ich ja mal aufgeworfen....
     
  14. mls

    mls Bauexpertenforum

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    die "angaben zum wasser" sind für mich mehrere
    nachfragen wert - aber deswegen hier mehrere
    baustellen aufmachen? zumal für die anstehenden
    aufgaben sowieso ein twp erforderlich ist, der
    nicht aus der rumpelkammer kommt.
     
  15. #14 Der Bauamateur, 8. August 2013
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    Stimmt, mein Fehler. :-) Nach dem wir nach 11 Jahren schon das zweite Jahrhunderthochwasser hatten, gehen bei mir immer die Alarmglocken beim Thema Bauen in ausgewiesenen Hochwassergebieten an. Aber das ist hier wohl OT.
     
  16. maurice

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    Das hört sich alles sehr beunruhigend an.
    Wir werden uns ein paar Angebote für RSV holen und somit auf die sichere Seite gehen.
    Was ich immer noch nicht verstehen kann, dass von diesen vielen Grundstücken nur eines so bescheiden ist.
    Des weiteren steht rund um dass Neubaugebiet schon eine komplette Ortschaft .
    Kann sich dass jemand erklären?
     
  17. PeMu

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    Der Untergrund ist nie gleichmäßig. Flussaue mit Senken, Höhen, Anlandungen, Abschwemmungen...
    Man erlebt auch noch beim Ausgrabe seine Überraschungen, weil Linsen, Verbrüche, steile Abstürze usw. auftreten - auf kurzer Distanz.
     
  18. #17 Der Bauamateur, 8. August 2013
    Der Bauamateur

    Der Bauamateur

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    Vermutung: Siehe Beitrag von PeMu vom 7.8., erster Satz.
     
  19. KATMat

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    Gehst Du in Gogle earth. Guckst Du Ludwigshafen. Machst Du Straßen, Orte, Fotos usw. weg.
    Siehst du jede Menge bogenförmige Strukturen in dunkelgrün, hellgrün, teilweise nur schwer erkennbar.
    Das sind Altläufe des Rhein aus der gegenwärtigen Warmzeit.
    Ein paar Meter tiefer gibts dann die Altläufe aus der letzten Warmzeit unter einer Kies-Löss-Überdeckung.
    Die Altläufe sind großenteils nicht umsonst nicht bebaut.
     
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  21. maurice

    maurice

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    Was mir einfach nicht einleuchtet, dass bei dem geplanten Bodenaustausch 2 m abgetragen und ausgetauscht werden sollen.
    Aber die breiige Schicht sich in einer tiefe von 5,6 m befindet.
    Kann mir dass jemand erklären?
     
  22. PeMu

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    Bevor du neue Fragen stellst, beantworte erst mal die bisherigen und gebe Infos.
     
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