Bodengutachten bekommen -> alles wirklich so gut?

Diskutiere Bodengutachten bekommen -> alles wirklich so gut? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen! Der Grundstücksverkäufer hat immer von besten Bodenverhältnissen zum Bauen gesprochen. Dennoch habe ich natürlich ein Gutachten...

  1. #1 AndreAcer, 16. Mai 2013
    AndreAcer

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    Hallo zusammen!

    Der Grundstücksverkäufer hat immer von besten Bodenverhältnissen zum Bauen gesprochen. Dennoch habe ich natürlich ein Gutachten erstellt, dass gestern nun gekommen ist.

    Ergebnis: 0,8m bis 1,3m Mutterboden (unebener ehemaliger Acker), danach kommt bei den jeweiligen Bohrungen die bei mir bis in 5m Tiefe gemacht wurden folgendes:

    "Die Oberböden / Mutterböden werden von Sanden unterlagert. Diese stellen sich als schwach schluffige, feinsandige Mittelsande bis Fein- bis Mittelsande von hoch mitteldichter Lagerung dar."

    Im Schichtenprofil ist dies auch so angegeben. D.h. bei den Bohrungen waren diese Sande komplett bis zu den 5m vorhanden. Es gibt also keine weiteren Schichten als Mutterboden und dann diese Mittelsande/Feinsande.
    Dies deckt sich mit allen Nachbargrundstücken bei denen identische Bodenverhältnisse aufgefunden wurden. Grundwasser wurde bei 3,5m angetroffen.

    Das Bodengutachten erklärt alle Gründungsmöglichkeiten für machbar. Auf Streifenfundamenten, oder als Bodenplatte mit Frostschürzen, oder sogar als Bodenplatte ohne Frostschürzen, Zitat: "Wegen des sandigen, frostunempfindlichen Untergrundes und des tiefen Grundwasserstandes ist bei einer Plattengründung auch ein Verzicht auf massive Schürzen möglich, wenn als Bodenauftragsmaterial durchweg frostsichere Schüttungen
    verwendet werden und diese – unter Beachtung des seitlichen Lastabtrages - mit
    einem hinreichenden Einbauüberstand eingebaut werden.
    "

    Für die Verfüllung sagt der Gutachter folgendes:

    "In tieferen Abtragsplanen rät der Gutachter dabei zu einem Auftrag von zunächst Füllsanden und dann großflächig zu einer abschließenden, kapillarbrechenden Schüttung aus gut wasserdurchlässigen Schottern / Kiesen von etwa 0,15 / 0,2 m Stärke. Das Schüttgut ist mit einem hinreichenden Überstand einzubauen. Der Erdstoff ist lagenweise (Lagenstärke d ” 0,3 m) auf das mind. mitteldicht gelagerte Abtragsplanum aufzubringen und mittels Flächenrüttler auf 100% der einf. Proctordichte zu verdichten."

    Verstehe ich das richtig, dass "nur" der Mutterboden raus muss, die Baugrube mit, so nennt es der Gutachter, "herkömmlichen Füllsanden" aufgefüllt werden muss und darauf dann eine Bodenplatte kommt? Somit läge dann wohl wirklich sehr guter Baugrund vor?
    Frostschürzen möchte ich sicherlich trotzdem haben, oder sollte ich lieber auf Streifenfundamente gründen lassen?
    Ich werde das Gutachten natürlich bald meinem GÜ zukommen lassen, zwecks Prüfung durch den Statiker. Aber vielleicht gibt es hier Ableitungen, die man allgemein sagen kann?
     
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  3. Jan81

    Jan81

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    Wie schon du selber geschrieben hast. Es muss 0,8m bis 1,3m Mutterboden raus und aufgeschüttet werden. Ob es ein guter Boden ist ... darüber lässt sich streiten, weil die meisten GÜ nur max. 0,3 m Erdarbeiten in ihrer Pauschale drin haben (wenn nur mit Bodenplatte). Du wirst auf jedenfall ein paar tausender mehr bezahlen müssen.

    Nur ich bin auch kein Fachmann ;) aber ich kämpfe gerade auch mit meinem Bodengutachten :D
     
  4. Hfrik

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    Naja, bei 1,3m Mindestabtrag, Aushub deutlich über die Hausgrenzen hinaus, und Grundwasser in 3,5m - wenn das nicht manchmal höher liegt, warum dann kein Nutzkeller?
     
  5. mls

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    ich kauf dir den mutterboden ab - 10,-/m3, porto
    übernimmt versender? :)
     
  6. Jan81

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    Bei mir steht z.B. sowas drin

    Grundwasserschwankungen von 1 bis 1,5 m sind in diesem Bereich möglich, so dass von einem maximalen Grundwasserstand von etwa +63,0 mNN auszugehen ist.


    Also wenn man bei dir wirklich bis 1,3m tief sowieso runter muss und Grundwasser erst bei 3,5m ist, dann würde ich wohl ein ein Keller machen.
     
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