Bodengutachten die x-te

Diskutiere Bodengutachten die x-te im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo! Habe Interesse an einem Baugrundstück, Bodengutachten wurden an mehreren Punkten des Baugebiets gemacht. Davon sind alleine 3 Punkte in...

  1. Paddy

    Paddy

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    Hallo!
    Habe Interesse an einem Baugrundstück, Bodengutachten wurden an mehreren Punkten des Baugebiets gemacht. Davon sind alleine 3 Punkte in der Nähe des benannten Grundstücks (ca. 20,30 und 50m entfernt). Die Ergebnisse sind im Prinzip ziemlich alle gleich (2 Bohrungen fanden 2001 statt, eine 2003):
    bis 1,00 m Schluff tonig braun, feucht, steif
    bis 1,70 m Ton schluffig grau schwach feucht, steif
    usw.

    "Ab 3m wurde die Verwitterungszone erreicht (Bodenkl. 6/7), dieses Material kann wiedereingebaut werden, das Material darüber ist kaum geeignet für Wiedereinbau."


    Angeblich sei mit drückendem Wasser zu rechnen (wegen der Schluffschichten), jedoch wird im Gutachten nichts dazu gesagt. Hier heißt es lediglich:
    "In keiner KRB wurde ein wassergesättigter Bereich angebohrt. Der Wassergehalt des Bohrguts war maximal feucht."

    Auch wurden keine Angaben zu Kellerabdichtung gemacht.

    Andererseits verstehe ich folgende Angaben nicht:
    In einer Tabelle mit Bodenkennwerten wird angegeben:
    Wiedereinbaubarkeit: weniger geeignet
    Baugrund für Gründungen: brauchbar

    "Weiterhin reagieren die Böden empfindlich auf eine Zunahme der Feuchtigkeit. Bei zu hoher Feuchtigkeit wird keine ausreichende Verdichtung/Standfestigkeit erreichbar sein- die Böden sind sehr witterungsempfindlich und bei einem Baubeginn im Frühjahr ist mit Niederschlägen zu rechnen." (ist das vielleicht der versteckte Hinweis auf drückendes Wasser?)

    Wenn ich also das alles richtig deute, ist es am besten, wenn ich bei trockener Witterung und trockenem Boden meinen Bau beginne und vor einsetzendem Regen großflächig schütze.

    Das Material ist schon ausreichend tragfähig aber was ich ausgrabe, muß ich ersetzen. Ich muß also nicht 3 m tief ausbuddeln und ersetzen, sondern praktisch nur die für den Bau benötigte Tiefe.

    Ein Gutachten auf dem Grundstück selbst will ich schon noch machen lassen bevor ich den Vertrag unterschreibe aber ich will vor diesem Schritt wissen, ob ich das richtig vertstanden habe. Denn WW und zig hundert m³ neu verfüllen wird mir etwas zu teuer. Da kann ich mir das GA gleich sparen und gleich nach einem besseren GS Ausschau halten.
    Vielen Dank vorab!

    Patrick
     
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  3. MB

    MB Gast

    Die Filet-Stücke sind weg

    Fast alle Grundstücke weisen mehr oder weniger die o.g. Merkmale auf.

    Wenn Sie ein Grundstück auf reinem Sand finden, nur zu. Dann können Sie sich GA sparen.

    Ansonsten Gutachten dem Statiker geben und dazu HGW (Höchster Grundwasserstand, Jahrhundert-Grundwasserstand).

    Oder auf Keller verzichten.
     
  4. mls

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    der dregg muss wegg ..

    wer´s mag, soll ohne keller bauen - dann soll er aber sehen, wie er die laschen flinzschichten durchfährt, um auf tragfähigen untergrund zu kommen.

    für die suchefunktion: "auelehm"

    vorsicht, gelegentlich gibt´s kleinräumige inhomogenitäten - sollte zumindest konstruktiv berücksichtigt werden.

    was ist eigentlich e. verwitterungszone mit bokl. 6-7? permafrostboden? :p
     
  5. Paddy

    Paddy

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    Mal vorerst Danke!

    Hab jetzt mal noch mit einigen Bauherren dort geredet. ist immer wieder toll, wie blöd die einen anschaun, wenn man sagt man will zusätzliche Bohrungen direkt auf dem Grundstück veranlassen, so als würde ich etwas sinnloses machen wollen (wie z.B. Meterstücke nachmessen) :D

    Naja bisher keine negativen Erfahrungen, wobei die Leute alle etwa 10m weiter oben bauen, so kurz vorm Hangende. Wegen GWS werde ich noch beim Ing. Büro anrufen.

    Bin eh kurz davor, allen BT´s in den Ar*** zu treten und konventionell über Architekt zu bauen. Keiner der bisherigen BT´s ist fähig gewesen, eine Aussage über benötigte Kellerabdichtung zu machen, denn da müsste man ja Leute fragen, die richtig Geld kosten und diese teuren Leute werden erst bemüht, wenn man seine hochwerte Unterschrift auf ein mit "Vertrag" gekennzeichnetes Stück Papier gesetzt hat. Stattdessen können diese Pseudospezialisten dann ihre rhetorische Schulung ausprobieren und meine Frage mit blöden Baukastenfloskeln niederdrücken. Die würden stattdessen besser mal technische Schulungen machen, damit sie wissen wovon sie reden.

    Als angehender Bauherr und Volllaie wäre es mir wichtiger, das Gespräch schon etwas mehr auf die kritischen (und teuren) Positionen zu vertiefen und auch dementsprechende Kostenrahmen abzuklären. Nee, stattdessen gibts ein 08/15 Vorgespräch (ist ja soo wichtig, welche Treppe drin sein sollte) und dann wird einem ein Angebot zugeschickt, das ich anhand der Preisliste auch selber hätte zusammenschrauben können (reine Hauskosten, umfangreiche aber trotzdem lückenhafte BLB).
    Nee, dann doch lieber von Anfang an richtig und individuell und keine Baukastensysteme.

    Ich bin echt froh, daß dieses (und andere) Foren gibt! Ohne die hätte ich wohl schon lange mein finanzielles Todesurteil unterzeichnet.
    Und eines sei sicher: Das war noch lange nicht das letzte Posting meiner Wenigkeit, wenngleich sich hier doch schon sehr viele Infos im Archiv finden lassen! (sollte als Drohung verstanden werden ;) )

    Gruß,
    Paddy
     
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