Bodengutachten: Umweltuntersuchung ja/nein

Diskutiere Bodengutachten: Umweltuntersuchung ja/nein im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, gebaut werden soll ein kleines Haus ohne Keller. Wir rechnen mit wenig Bodenabfuhr zur Deponie. Das Grundstück war bisher ein Garten in...

  1. #1 knabbits, 11.09.2019
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    Hallo,

    gebaut werden soll ein kleines Haus ohne Keller. Wir rechnen mit wenig Bodenabfuhr zur Deponie.

    Das Grundstück war bisher ein Garten in einem dörflichen Wohngebiet, sprich keine industrielle Nutzung, Gewerbe in der Nähe etc.

    Ist es sinnvoll, im Zuge des Bodengutachtens, den Boden auf Belastungen zu untersuchen oder kann man auch ohne Analyse entsorgen?

    Bzw. nach dem Motto: im Zweifel sicherheitshalber etwas teurer entsorgen ,was womöglich günstiger ist, als die 600 Euro teure Umweltuntersuchung.

    Danke vielmals im Voraus.
     
  2. Mok

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    Ohne Deklarationsanalyse wird die Deponie deinen Boden wohl nicht annehmen.

    Bei Bebauung eines "jungfräulichen" Grundstücks und nur geringen Aushubmassen würde ich auf die umwelttechnische Untersuchung im Zuge der Baugrunderkundung trotzdem verzichten. Denn i.d.R. wird eine Bewertung aufgrund von Beprobung des Bohrguts von ein paar Rammkernsondierungen von der Deponie nicht akzeptiert, d.h. mit einer representativen Beprobung nach LAGA PN 98 am Haufwerk nach Aushub bist du auf der sicheren Seite und vermeidest ggf. die Notwendigkeit einer doppelten Untersuchung. Das Risiko, im Vorfeld nicht zu wissen, was bei der Untersuchung rum kommt, scheint mir in deinem Fall vertretbar zu sein.

    Edit: Oder du erkundigst dich bei der Deponie, ob sie die Untersuchung in Zuge der Baugrunduntersuchung akzeptieren würden, dann spricht auch nichts dagegen.
     
  3. #3 knabbits, 11.09.2019
    Zuletzt bearbeitet: 11.09.2019
    knabbits

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    Vielen Dank.

    Die Antwort war wertvoll und hat meinen Gedanken bestärkt, diese Untersuchung, wenn sie denn überhaupt nötig werden sollte, erst nachgelagert durchzuführen und das überschaubare Restrisiko einzugehen, dann vermutlich etwas teuerer, nochmal Nachproben zu müssen. Die Umweltanalyse, im Zuge des Bodengutachtens, wäre gem. VwV Boden bzw. LAGA. Jedoch vor Aushub. Ich weiß nicht, ob das einen Unterschied macht. Aber eben optional verbunden mit rund 600/700Euro Zusatzkosten. Dem gegenüber steht ein evtl. anfallender, kleiner, zu deponierender Aushub.

    Womöglich bekomme ich die evtl. anfallende kleine Menge auch bei Privatpersonen unter oder kann beim Gartenbau verarbeitet werden.
     
  4. #4 Surfer88, 11.09.2019
    Surfer88

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    Bei uns nimmt ne Deponie Kleinmengen bis 50 tonnen ohne Analyse an....
    Ohne Keller werdet ihr nicht viel Aushub haben, da Mutterboden sowieso gelagert wird.

    Mal Nachfragen.

    Lg
     
  5. #5 Spezialtiefbau, 12.09.2019
    Spezialtiefbau

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    wenn historisch kein verdacht besteht ... wozu eine voruntersuchung ?

    eine voruntersuchung ist nur sinnvoll, wenn das material auch insitu ausgebaut und entsorgt werden darf oder historisch ein altlastenverdacht besteht. das sollten sie klären. ansonsten brauchen sie später beim aushub noch eine zweite beprobung und analyse zur deklaration ...
     
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