Bodenrichtwert als Verhandlungsbasis?

Diskutiere Bodenrichtwert als Verhandlungsbasis? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, hab mich grad angemeldet und ein paar Stündchen quer gelesen. Das Forum ist aber sooo umfangreich, das ich meine spezielle aktuelle Frage...

  1. #1 Pilotpirx, 19.01.2020
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    Hallo,

    hab mich grad angemeldet und ein paar Stündchen quer gelesen. Das Forum ist aber sooo umfangreich, das ich meine spezielle aktuelle Frage (noch) nicht gefunden habe.

    Ich habe ein Objekt in Aussicht - aber das Haus ist eine Ruine von 1968. Der Makler meint, das Dach und die Wände wären vielleicht brauchbar. Alles andere muss neu. Kosten 100.000 bis 150.000 (so stehts schon im Expose)

    Demnach geht es in erster Linie um das Grundstück in halbwegs guter Lage. Für die 630 m² wird 366 EUR/qm verlangt. Nun hab ich die Bodenrichtwerkarte herausgesucht und finde da 200 EUR/qm. Bereits am Telefon hat der Makler ein Angebot gemacht, das 15% günstiger ist.

    Meine Frage: Ist die Bodenrichtwertkarte eine Verhandlungsbasis? Ich rechne auch gerne mit 5% Preissteigerung/Jahr, käme dann aber immer noch auf einen Preis der 24% unter dem Maklerangebot liegt. (und 34% unter dem Wunschpreis der Eigentümer - Erbengemeinschaft).
    Will mich aber auch nicht als weltfremder Idiot in die Verhandlung stürzen - daher bitte ich um Kommentare hier
     
  2. #2 Lexmaul, 19.01.2020
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    Bodenrichtwert hat nur bedingt mit der Realität zu tun - in dieser heißen Zeit noch weniger.

    Und bei 200 Euro BRW ist das auch keine unattraktive Gegend.

    Verhandeln kannst Du immer, aber ob Du Erfolg hast?
     
  3. #3 Pilotpirx, 19.01.2020
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    Merci,

    Kleine Universitätsstadt - natürlich ist das teuer hier. Das spezielle Grundstück liegt aber schon am Rand dieser hohen Preise und noch an einer drei-spurigen Straße. Na zum Glück muss ich nix kaufen. Dann werd ich mal mit meiner berechneten Zahl in die Verhandlungen gehen - und dann bin ich wahrscheinlich eh schnell raus. Wenn ich es nicht vergesse, berichte ich hier.
     
  4. JPtm

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    Ich habe keine Ahnung wie die Bodenrichtpreise genau ermittelt werden.

    Bei uns kann ich die Preise mindestens verdoppelt, wenn das überhaupt reicht. Vor kurzem gab es mal wieder ein Update, da ging der Preis für unseren Flurbereich von 90 auf 160€ hoch. Das ist ein Hohn. Ka ob da andere Grundstücke/Gebäude unter der Hand für winzige Summen weggehen und somit der Preis gedrückt wird. Kaum 200m weiter ist gerade ein Grundstück für 500€ /m² im Angebot. Nach meine Infos ist das kurz vor Verkauf.
     
  5. Tezlaf

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    Moin,
    Die Bodenrichtwerte haben aktuell rein gar nichts mehr mit der Realität zu tun. Viele sind bereit solche Mondpreise zu zahlen und danach richtet sich halt der Markt.
     
  6. #6 simon84, 25.01.2020
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    Die Kalkulation ist doch ganz einfach.

    für 200.000 bekommst du ein Grundstück mit Haus.

    Sanierung kann 150.000 kosten .
    Kann aber auch 300.000 kosten . Der Makler will verkaufen, er muss dich nicht immer 100% korrekt beraten.

    Abriss und Neubau vermutlich ca 400.000-500.000

    Sagt dir das Grundstück zu ? Willst du renovieren oder neu bauen ? Gibt es vergleichbare Grundstücke für 200-250 tausend ? Bitte nicht nur nach qm rechnen sondern auch einfach mal danach ob es überhaupt Grundstücke gibt die ähnlich gelegen sind und ähnlich bebaut werden können. Ob das Grundstück dann 450 oder 700 qm hat ist erstmal nebensächlich wenn es nur 1 oder 2 Alternativen gibt.

    zweite Rechnung, kriegst du einen Finanzierungsrahmen von 600-700 tausend hin ?

    Passt der Bebauungsplan? Falls ja , Abriss und Neubau.

    hast du nur 400-500.000? Dann entweder was anderes gebrauchtes und ggf besseres suchen oder wenn das Haus von Substanz und Grundriss passt kannst du überlegen ob sich eine Sanierung lohnt. Dazu solltest du auf jeden Fall Experten hinzuziehen !

    Und zum Schluss, 150.000 bieten, warum nicht ? Was soll denn passieren, mehr als nein sagen können sie nicht!

    vergiss die Bodenrichtwerke
     
  7. #7 Kriminelle, 25.01.2020
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    Der zu verwendende Begriff heißt Marktwert.
    Entweder Du kaufst, oder ein anderer tut es.

    Den Marktwert ermittelst Du ganz schnell, indem Du mal in Portalen schaust, wie teuer weitere Grundstücke in gleicher Umgebung sind.
     
    driver55, Jo Bauherr und simon84 gefällt das.
  8. #8 simon84, 25.01.2020
    simon84

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    Die Konstellation Erbengemeinschaft kann hier schon positiv sein. Wenn der Erlös eh aufgeteilt wird dann macht es keinen so großen Unterschied ob sie vom Preis noch etwas runtergehen
    Und niemand muss mit dem Erlös eine andere Immobilie kaufen.
    Wenn das Grundstück passt niedrig aber realistisch ansetzen und dann bis zu deiner schmerzgrenze hoch gehen.

    Vorher unbedingt klären inwiefern eine neu Errichtung Möglich ist und in welchem Umfang , Bebauungsplan usw
     
  9. JPtm

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    Das klingt dann nach einer Kernsanierung. Da muss man locker mit 1000€/m² rechnen. Selbst wer viel selbst macht muss ordentlich löhnen. Bei vielen Gewerken kannst locker mit 50%+ reinen Materialkosten von der Handwerkerrechnung ausgehen.
     
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  10. #10 Einfachnurich, 14.02.2020
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    Blödsinn, das Beständigste und Nachhaltigste bei den derzeitigen Preisen ist und bleibt der Bodenrichtwert.
     
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Bodenrichtwert als Verhandlungsbasis?

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