Brauch-Warmwasser nur ein Rinsal

Diskutiere Brauch-Warmwasser nur ein Rinsal im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Werte Bauexperten, das Brauchwasser wird bei uns in einem REFLEX Speicher-Wassererwärmer, Type VF 300-2S, (Inhalt 295 l) erwärmt.Nebenbei, die...

  1. #1 syncro1, 11.11.2017
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    Werte Bauexperten,

    das Brauchwasser wird bei uns in einem REFLEX Speicher-Wassererwärmer, Type VF 300-2S, (Inhalt 295 l) erwärmt.Nebenbei, die Heizspiralen werden durch einen Pelletkessel (Fröling P4) erwärmt.

    Das Heizungs-Warmwassersystem bzw. das Haus ist ca. 7 Jahre alt.

    Schon seit geraumer Zeit stehe ich vor folgendem Problem:
    Dreht man die Mischbatterien im Bad (1.OG) oder Küche (EG) oder Toilette (EG) auf „Warm“ entlockt man der jeweiligen Mischarmatur nur noch ein warmes Rinnsal. Noch schlimmer wird’s wenn 2 Armaturen gleichzeitig auf „warm“ geöffnet werden.

    In unserer Gegend haben wir deutsche Wasserhärte dH = 18.
    Die Vermutung eines Kalkproblems liegt nahe.

    Zuerst habe ich das Rückschlagventil im Zirkulationskreislauf ausgetauscht (das alte hat nicht mehr richtig gesperrt). Das Problem besteht weiterhin, allerdings heizt sich das Wasser jetzt an der Entnahmestelle wieder schneller auf.

    Die Zirkulationspumpe scheint zu funktionieren, nur kann ich den Brauchwasser-Durchfluss nicht messen.

    Danach habe ich den 295 L-Boiler mittels Gartenpumpe entleert, da ich Kalk im Wassererwärmer bzw. in dem Zirkulationsanschluss vermutete. Nach Blick durch die Revisions-Öffnung war ich enttäuscht, kaum Kalkablagerungen am Boden (emailliert)und schon gar nicht an den Heizspiralen.
    Die Ameisensäure kann ich mir also sparen (gekauft hab ich sie allerdings schon…)

    Druck u. Durchfluss bei Stellung „Kalt“ sind einwandfrei. Das Problem besteht nur bei warmen Wasser.
    Kann sich die Zirkulationsleitung auch zusetzen? Wenn ja, wie prüfe ich das?

    Jetzt gehen mir die Ideen aus.
    Danke im Voraus für jeden Ratschlag und Gruß…
     
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  3. #2 petra345, 11.11.2017
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    Das Problem hatte ich auch. Aber erst nach 30 Jahren.
    Der Abgang vom WW-Speicher, ein 3/4"-Rohr, war nicht von der Emailie getroffen und vollständig zugerostet.
    Gefunden habe ich es mit einem zusätzlichen Manometer unmittelbar vor dem Speicher in der KW-Leitung.
    Danach blieb nicht mehr viel als Ursache.

    .
     
  4. #3 syncro1, 11.11.2017
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    Hallo,
    Danke für die Antwort.
    jetzt hab ich die Ursache gefunden: ebenfalls Warmwasser-VL-Anschluß 1 1/2 " (ganz oben im Speicher) ist komplett zugesetzt. allerdings nicht Rost, sondern mit Kalk.


    kann mir noch jemand sagen, ob 12 kg Ameisensäure für 295 l Speicher (mit entsprechender Wasserverdünnung 283 l) zur Entkalkung ausreichend ist?
    Dann würde ich die 12 kg Ameisensäure durch die Serviceöffnung in den Speicher kippen, alles zumachen u.den Speicher wieder befüllen.

    Danke u. Gruß
     
  5. #4 petra345, 11.11.2017
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    Das wäre eine 3 % Lösung. Das könnte passen. Aber man kann es auch weniger stark machen und länger einwirken lassen.
    Statt der viel geliebten Ameisensäure kann man Phosphorsäure nehmen. Vermutlich ist sie teurer.
    Aber sie bildet auf Eisen eine Phosphatschicht, die Rosten verhindert.

    Abgesehen würde ich nach wenigen Jahren noch Garnichts machen.
    Meinen Rost habe ich nach über 30 Jahren gefunden. Da haben viele schon die ganze Heizung erneuert.

    Wenn man die Speichertemperatur auf 50 °C begrenzt,
    - sinken im Sommer die Verluste,
    - man kann sich weniger leicht verbrühen und
    - die Kalkablagerung sind geringer.
     
  6. Kasi

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    - züchtet man schön Legionellen, wenn diese mit dem Wasser vereinzelt hineingelangen, vor allem, wenn man ihnen zusätzlich Phosphat als prima Nährstoff anbietet...
     
  7. #6 simon84, 12.11.2017
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    Phosphorsäure hat im Trinkwasserbereich absolut nichts verloren !!!
    Bitte auf keinen Fall verwenden.

    Eine Zitronen oder Ameisensäure ist im gegebenen Fall genauso effizient zum entkalken/entrosten und "harmlos".

    Falls jetzt jemand an das Thema "automatisches Legionellenprogramm" der Heizung denkt:

    Zum Thema Legionellenprogramm bitte folgendes lesen. In der Praxis so nicht praktikabel.
    Thermische Desinfektion ist das Abtöten der Legionellen durch mindestens 70 °C heißes Wasser
     
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