Brennwertnutzung durch höhere Brennerleistung und geringeren Volumenstrom?

Diskutiere Brennwertnutzung durch höhere Brennerleistung und geringeren Volumenstrom? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich habe eine Frage zur Brennwertnutzung: Der Brennwerteffekt ist ja umso größer, je niedriger die Rücklauftemperatur des Wassers...

  1. #1 Gizmo70, 15.11.2012
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    Hallo,

    ich habe eine Frage zur Brennwertnutzung:

    Der Brennwerteffekt ist ja umso größer, je niedriger die Rücklauftemperatur des Wassers ist. Brötje Heizungspumpen regeln den Volumenstrom ja wohl sogar über die Temperaturdifferenz.

    Wäre es daher nicht sinnvoll, eine größere Brennerleistung zu wählen die es ermöglicht, mit kleinem Volumenstrom hohe Vorlauftemperaturen für die Heizleistung zu bekommen? Der kleine Volumenstrom würde durch Wärmeabgabe im Heizkörper doch dann die Rücklauftemperatur senken und eine gute Brennwertnutzung ermöglichen?

    Vielen Dank für Infos dazu und schöne Grüße
    Gizmo70
     
  2. #2 ReihenhausMax, 15.11.2012
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    Warum soll eine höhere VL eine niedrigere RL Temperatur geben? Viel zu oft sind
    die Brenner für den Heizbetrieb inzwischen ja ohnehin x fach überdimensioniert, so
    daß der Brenner nicht durchlaufen kann.
     
  3. #3 Rosmarin, 15.11.2012
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    Die Rücklauftemperatur ist durch die Raumtemperatur nach unten begrenzt, kälter kann er nicht werden. Und ob Du den Wasserdampf aus dem Abgas nun bei 22, 23 oder 24°C kondensierst (=Brennwertnutzung) spielt da fast keine Rolle. Andererseits nehmen aber die Verluste i. A. mit höheren Systemtemperaturen zu, und den gesteigerten Verlusten steht nur ein kaum messbarer Gewinn an zusätzlicher Brennwertausnutzung gegenüber. Mehr Leistung braucht Du übrigens nicht, Du müsstest nur das Wasser langsamer durch den Brenner pumpen. Im Gegenteil, jede Mehrleistung des Brenners über den momentanen Wärmebedarf der Heizung hinaus müsstest Du als Verlust irgendwie loswerden.
     
  4. #4 Gizmo70, 15.11.2012
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    Der Gedanke war, dass ein kleineres Termperaturdelta mit weniger Leistung zu halten ist (z.B. Tv 60 °C, TR 50 °C). Bei 50 °C ist aber dei Brennwertnutzung nicht gut.

    Daher die Idee, durch geringeren Volumenstrom eine größere Temperturspreizung (z.B. Tv 80 °C und TR 30°C) zu bekommen. Damit wäre eine bessere Brennwertnutzung bei gleicher Wärmeabgabe der Heizkörper zu erreichen. Für diese Temperaturspreizung wäre wohl eine höhere Brennerleistung nötig.

    Allerdings kann natürlich Rosmarin recht haben, dass die höheren Verluste bei 80 °C den Brennwert-Gewinn wieder wettmachen.
     
  5. #5 Achim Kaiser, 15.11.2012
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    Das ist alles eine Frage von Maß und Ziel.

    Vor der Brennwertnutzung steht der Betrieb im Modulationsbereich, ansonsten taktet sich der Gas-Brennwerteimer mit k(l)einer Wassermenge einen ab ....

    Das führt dann eher zu kleinen Spreizungen .... Folge : Ade *Theoretischer Ansatz große Spreizung*.

    Falls die Schnapsidee im EFH praktizieren willst ...
    Taktzahlen im 5-stelligen Bereich .... bringen sicherlich 20% Mehrverbrauch.

    Eine Anlage 60/50 .... läuft zu 80% des Jahres mit VL Temperaturen unter 45° ....
    da kanste den Spreizungsansatz in die Tonne treten, mal ganz abgesehen davon das die Thermostatventile weit ab der Spezifikation betreibst und das Regelverhalten Richtung Mist tendiert ....

    Von Verschwelungsgeruch durch angesengten Staub aus den Heizflächen reden wir dann schon mal gar nicht mehr ...

    Kurz : Der theoretische Ansatz ist schlicht Scheibenkleister dunkler Färbung ....

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  6. OldBo

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    Ich hasse Werbungen, die ich nicht genehmigt habe
    Moin Achim,

    Du könntest ruhig ab und zu Deine Erklärung zur "Kuhschwanzheizung© by Achim Kaiser" verlinken, damit die Jungs überhaupt verstehen, was mit dem "Takten" gemeint ist. Und dass dadurch der Schadstoffausstoß extrem hoch ist.

    Gruß

    Bruno
     
  7. #7 Gizmo70, 19.11.2012
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    Hallo Bruno,

    der Hinweis auf die "Kuhschwanzheizung" war hilfreich!

    Eine große Spreizung an sich wäre also gut ... nur wird sich das wegen der Probleme: "Taktung durch fehlenden Volumenstrom im EFH", "höhere Wärmeverluste" und "Probleme mit zu heißem Vorlauf" nicht sinnvoll realisieren lassen.

    Danke ... damit ist die Frage geklärt ...

    Schöne Grüße
    Gizmo70
     
  8. #8 Achim Kaiser, 19.11.2012
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    @Bruno

    1 Dekade Wiederholung genügt ...
    Für mich ist das so alt dass ich schon lange nicht mehr drüber nachdenke.

    Schlimm genug dass sich immer noch die selbe theoretische Propaganda nicht von selbst erledigt hat.
    Dafür gibts jetzt seit 2009 in der ENEV passendere Temperaturvorgaben die dem Klemmwahn etwas Einhalt gebietet.

    Im Moment setze ich mich eher mit der Regelungsseite auseinander und suche noch bezahlbare Komponenten um eine Idee zu realisieren ...

    Mal sehen was sich dabei rauskristallisiert ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
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