Bruchsteinfundament, Gründungstiefe und Isolierung.

Diskutiere Bruchsteinfundament, Gründungstiefe und Isolierung. im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo, habe an euch ein paar Fragen bezüglich Bruchsteinfundamente. Habe diese Woche bei der Reparatur meiner undichten Dachrinne bzw deren Ablauf...

  1. #1 chris89, 14.07.2017
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    Hallo, habe an euch ein paar Fragen bezüglich Bruchsteinfundamente. Habe diese Woche bei der Reparatur meiner undichten Dachrinne bzw deren Ablauf in die Zisterne mal einen Blick auf das Fundament geworfen da mir dort über Jahre das Wasser in das Kiesbett von einer Dachhälfte gelaufen ist. Das Fundament besteht nicht wie erwartet und laut Bauzeichnung angegeben aus 1,2m tiefen Beton, sondern aus Bruchsteinen (vermutlich Sandstein). Ich habe jetzt erstmal den ganzen Kies vor der Hauswand ausgehoben, um mir ein Bild vom Zustand zu machen. Das Fundament ist ca 50-55cm tief und gründet auf Sand. Nun zu meinen Fragen, muss ich mir jetzt wegen der unzureichenden Gründungstiefe Sorgen machen? Und wie sieht es jetzt mit der Abdichtung gegen Feuchtigkeit aus? Habe mir schon mehrere Meinungen eingeholt, da ich selber sehr unschlüssig bin und eher dazu tendiere Natursteine nicht mit Modernen Mitteln voll zu kleistern.


    Die bisherigen vorschläge die ich gehört haben waren:
    -Verputzen und mit Bitumen anstreichen und Noppenbahn davor.
    -Die Steine so belassen und nur Noppenbahn
    -Dichtschlämme und Bitumen
    -Einschalen und Beton giesen um eine glatte Fläche zu haben für Bitumenanstrich und Noppenbahn.

    Noch ein paar Daten zum Haus:
    Gebaut ca 1930 an einem Hanggrundstück mit ungefähr 25% Gefälle. Das Haus besteht aus dem eben genannten "Altbau" und einem neuen Anbau, der erst ca 25Jahre alt ist und auch das ganze eventuell anfallende Hangwasser abfängt. Staunässe habe ich deshalb an den Bruchsteinfundamenten nicht anliegen, da das Wasser ziemlich gut Talabwärts ablaufen kann. Selbst nach dem Starkregen der letzten Tage ist es nur Erdfeucht.

    Nehmt es mir bitte nicht übel, das ich dazu noch ein Thema aufmache, aber wenn es um mein Haus geht und ich irgendwo so eine Überraschung sehe, habe ich einen Ruhepuls von 200....:wow

    Danke für eure Antworten

    Chris
     

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  2. #2 petra345, 14.07.2017
    Zuletzt bearbeitet: 14.07.2017
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    Warum soll etwas, das fast 90 Jahre gehalten hat jetzt plötzlich einfallen?
    1930 wurden alle diese Häuser auf Bruchsteine gegründet. Beton war damals viel zu teuer. Bruchsteine mußten nur beigefahren werden. Die Feuchtigkeit hielt man sich mit dem Sand vom Leib.

    Sorgen mache ich mir eher, wenn ein solches Fundament derartig und über eine längere Strecke freigelegt wird. Das entspricht nicht der DIN 4123.

    Die Frage ist doch, was soll wie und warum geschehen. Offenbar gibt es doch keine Beanstandungen.

    Die Gründungstiefe entspricht nicht der Norm. Aber wenn sich unter den Bruchsteinen Sand befindet, könnte man die Sandschicht als eine tiefere Gründung ansehen. Sie hält das Wasser tief , es kann kein Wasser gefrieren und das Fundament anheben.
    Das hat sich auch 90 Jahre bewährt. Also abhaken.

    Wenn man glaubt, man müsse das alles mit Beton verfestigen oder was auch immer, sollte man zumindest einen w/z-Wert unter 0,55 einhalten und möglichst Dichtungsmittel beigeben. Das hat eine Verflüssigende Wirkung und kann den Beton von einer Feuchtigkeitsleitung abhalten. Ein Rüttler sollte dabei aber zur Verfügung stehen sonst wird das alles nur schlechter gemacht.
     
  3. #3 chris89, 14.07.2017
    Zuletzt bearbeitet: 14.07.2017
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    Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit habe ich zum Glück nicht. Den Graben kann ich also wieder mit dem kies zumachen? Bzw sollte ich noch etwas Sand besorgen und damit den unteren Bereich auffüllen, bevor der kies wieder reinkommt?
     
  4. #4 BauSVKarl, 17.07.2017
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    Hallo Chris, ich muss Petra zustimmen. Warum willst du etwas verändern, dass bis jetzt ohne Probleme funktioniert. Du hast keine Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit? Dann ist doch alles OK. Durch die Hanglage kann das Wasser problemlos versickern, ohne, dass es sich am Bruchsteinmauerwerk staut und kapillar Wasser zieht und evtl. Salze einträgt. Du könntest evtl. das Bruchsteinmauerwerk neu verputzen um einen Formschluss herzustellen. Die Fundamente großflächig freizulegen halte ich auch für gefährlich. Unsere Altvorderen haben sich gute, funktionierende Systeme überlegt, vertrau auf die Bautechnik!

    Liebe Grüße
     
  5. #5 BauSVKarl, 17.07.2017
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    Sand und dann einen Kiesstreifen.
     
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