Buderus GB125 +FriWa+Sonnenkolltektoren

Diskutiere Buderus GB125 +FriWa+Sonnenkolltektoren im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, ich habe 2017 eine Heizungsanlage von Buderus einbauen lassen. Zur Systemkonfiguration: - Wärmeerzeuger ist ein GB-125...

  1. #1 FloRiBi, 30.11.2019
    FloRiBi

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    Hallo zusammen,


    ich habe 2017 eine Heizungsanlage von Buderus einbauen lassen.

    Zur Systemkonfiguration:

    - Wärmeerzeuger ist ein GB-125 Ölbrennwert Kessel,

    - Regelung ist die RC300,

    - Pufferspeicher 750L mit Temperatursensibler Rücklaufeinspeisung,

    - Sonnenkollektoren mit SM200,

    - Umschaltventil zur Heizungsunterstützung.

    - Frischwasserstation FS/2 für Warmwasser( ohne Zirkulationspumpe)

    -Webmodul KM200

    -1Heizkreis mit Mischermodul

    - 1Speicherbeladepumpe


    Hier kurzer Erfahrungsbericht mit einer anschließenden Frage:


    Der Einbau der Anlage war schon ein Kampf, da am Anfang vom Heizungsbauer einiges falsch verrohrt war. (Ich wurde nach der 1.Installation und den Störungen immer kritischer und habe mich intensiv mit den ganzen Planungsunterlagen von Buderus beschäftigt.)

    Nachdem dann die Hydraulische Verschaltung „soweit passte“, gab es einige Probleme und Dinge die mir aufgefallen sind. Seit Einbau der Anlage bis heute waren in vielen Terminen der Heizungsbauer, 2 unterschiedliche Buderus-Service Techniker und schließlich ein Werkstechniker von Bosch Thermotechnik da...


    zu den meines Erachtens gravierensten Themen (die vielen Störungen und Systemproblemchen lass ich mal weg):


    Warmwasser:

    Seit Anfang an brauchte das Warme Wasser ca. 1,5-2min bis es am Zapfhahn in der Dusche im Bad über der Heizung ankam. Leitungslänge nur ca. 5m. Nach mehreren Vorortterminen und internen Rückfragen bei Buderus/Bosch Thermotechnik kam vermeintlich heraus, dass ein Thermostatmischerventil eingebaut werden muss, um den Vorlauf zur Frischwasserstation zu begrenzen. Was dann auch gemacht wurde. Problem blieb aber bestehen. Nach weiterer Analyse kam heraus, dass die Regelung die Primärpumpe sehr langsam ansteuert. Sie beginnt bei 5% und taktet langsam hoch. Problem hierbei ist nach meinen Erkentnissen, dass die Primärpumpe durch die geringe Ansteuerung es nicht schafft das interne Rückschlagventil zu überwinden. Erst wenn der Steuerwert so auf 35% ist fließt das Wasser durch den Wärmetauscher. Für eine genaue Analyse des Anlagenverhaltens wurde von Bosch 2018 ein Datenlogger in das Bus System geklemmt( auch wegen der anderen Themen - dazu später). Um das Verhalten der Anlage zu verbessern wurden alle möglichen Einstellungen zum Warmwasser ausprobiert, unter anderem auch die Funktion „Warmhaltung“. Die führte dann aber zu Anlagenausfällen, da die Anlage erkannte, dass das warme Pufferspeicherwasser nicht an der FriWa ankommt. Weiterhin wurde die FriWa aus dem Bus System genommen und autark mit einem Regler betrieben( Folge davon war, dass über die Buderus App auf das Warmwasser kein Zugriff mehr möglich war) Als Zwischenlösung wurde vom Bosch Thermotechnik Servicetechniker das Rückschlagventil durchgebohrt mit dem Ziel, dass das Anlagenverhalten analysiert wird und bis 3. Quartal diesen Jahres ein Softwareupdate kommt. Mit dem durchgebohrten Ventil funktioniert das Warmwasser zuverlässig. Jedoch musste ich feststellen, dass dadurch die Themperatur-Schichtung des Pufferspeichers beeinflusst wird und somit die Effizienz des Gesammtsystems gemindert wird. ( Dies weiß ich, da ich über viele Stellen der Anlage/ Pufferspeicher Temperatursensoren angebracht habe, die ich zentral mitlogge auf einen Datenlogger im Heimnetz. ) Seit Ende 2018 wurde es dann ruhig um Buderus/Bosch Thermotechnik. Das 3. Quartal 2019 ist lange verstrichen und erst nach einigen Nachfragen kam jetzt die Rückmeldung, dass das Problem bei 3 Anlagen im Feld bekannt sei und man eine stärke Pumpe ausprobieren wolle und sich ein Softwareupdate für Bosch nicht lohne...


    Soviel mal dazu.


    Ein weiteres Thema ist, dass die Speicherladepumpe zeitgleich mit dem Ölkessel los läuft, wenn die Anforderung besteht den Pufferspeicher zu beladen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Kessel häufig wesentlich kühler als der Pufferspeicher, was dazu führt, dass das ganze“kalte“ Wasser aus dem Kessel in die Warmwasserzone des Pufferspeicher eingeschossen wird. Und zwar bis der Kessel durch seinen Betrieb über die Pufferspeichertemparatur kommt. Folge dessen ist wieder (ich möchte es vorsichtig formulieren) eine Beeinflussung der Temperaturschichtung im Pufferspeicher. ( woher ich das weiss: ebenfalls durch die Temp. Sensoren am Pufferspeicher Abfrageintervall 60sek). Auch dieses Thema sollte durch den Busmitschnitt Bei Bosch Thermotechnik analysiert werden. Auch dazu kam im Zuge des obigen Themas heute eine Rückmeldung, dass das wohl so gewollt sei, ohne weitere Begründung. Auf meine Forderung das technisch plausibel zu begründen hieß es, das müsse ich über meinen Heizungsbauer mit Buderus klären lassen. Da seien aber andere Techniker zuständig (nach über einem Jahr!) Leider nicht sehr befriedigend.


    3. Thema Heizungsunterstützung:


    Die Heizungsregelung schaltet das Umschaltventil für die Heizungsunterstützung, sobald der Pufferspeicher wärmer ist als der Heizungsrücklauf. Die Regelung berücksichtigt nicht, ob es auch eine Heizungsanforderung gibt. Das Ventil benötigt angesteuert 5 oder 6Watt.

    Das führt dazu, dass über das komplette Frühjahr/ Sommer, obwohl der Heizkessel nicht einmal läuft, bzw. auch auf Sommerbetrieb steht das Umschaltventil angesteuert wird, da der Pufferspeicher durch die Kollektoren ausreichend beladen wird und 24/7 höhere Temperaturen darin herrschen als im Heizungsrücklauf.

    Auch bei diesem Thema bekam ich mündlich dir Rückmeldung , dass das Verhalten nicht korrekt sei und mit Hilfe desBusmitschnittes analysiert/ abgestellt werden soll. Als Zwischenlösung wurde mir genannt, dass man einen elektrischen Schalter einbauen könne, den ich dann über den Sommer aus schalte oder ich im versteckten Service Menü die Heizungsunterstützung heraus konfigurieren könne. Dann kann man aber auch nicht mehr auf alle internen Temperatursensoren der Anlage zugreifen. Beides ist einem Kunden meines Erachtens nicht zumutbar. Auch hier habe ich nachgehakt, jedoch bekam ich bis dato noch nicht mal eine Stellungnahme wie es weiter geht...


    Thema Logger-Daten zur Verfügung stellen:

    Ich hatte Bosch mehrfach gebeten mir die Logger-Daten meiner Anlage zu Verfügung zu stellen. Bis auf mehrere Zusagen habe ich bis heute nichts erhalten...


    Letztes Thema:


    Buderus App: Die App bringt mit meiner Heizungskonfiguration ständig Fehlermeldungen und lässt nicht alles Funktionen zu. Hierzu hatte ich in der Vergangenheit auch viele Male mit der Hotline telefoniert um das Problem zu lösen. Jedes mal bekam ich die Antwort, es melde sich jemand bei mir. Beim erneuten Anrufe, weil sich niemand meldete, wusste man dort jedes mal wieder von nichts... Eine Möglichkeit zur Eskalation wurde mir verweigert. Bis heute läuft die App nicht korrekt.


    Ich fasse meine Erfahrungen nach den langen Ausführungen kurz zusammen:


    - Wenig Kompetenz in der Fehleranalyse bei den Servicetechnikern

    - keinerlei Zeichen, dass man im Sinne der Kundenzufriedenheit die Themen bearbeitet und aktive Rückmeldung gibt ( z.B. Schadensersatz für Urlaub/Freie Tage für die Vororttermine, aufgewendete Medien Wasser/Öl. Für die zum Teil stundenlangen Tests. Unnötiger Wasserverbrauch, weil das Wasser zu lange brauch bis es Warm ist)

    - Keine finale Lösung in Sicht


    Auf das Thema Sinnhaftigkeit der Buderus Philosophie über die Anlagen Hydrauliken gehe ich hier jetzt mal nicht ein, das wäre nochmal ein ganzer Abschnitt.


    Jetzt zu meiner Frage:


    hat jemand eine ähnliche/identische Buderus Anlage und die Effizienz seine Anlage genauer hinterfragt? Alleine zu kämpfen ist unglaublich anstrengend, wenn man keine Referenzen hat...


    Noch etwas:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass in den offiziellen Effizienzangaben von Buderus, auf der Basis die Energielabel erstellt werden auf diese Thematiken eingegangen wird. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es viele solcher Themen gibt in den Heizungsanlagen, wo unnötig und nicht dem Stand der Technik entsprechend Energie verschwendet wird...
     
  2. #2 Fabian Weber, 01.12.2019
    Fabian Weber

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    Ich glaube mit Deinem Thema bist Du im Forum

    haustechnikdialog.de

    besser aufgehoben.

    Meiner Meinung nach sind da auch Einstellungsfehler und Verständnisfehler zu erkennen.

    Bsp:

    Was ist so schlimm daran, dass das 3-Wege Ventil im Sommer in Richtung Heizung öffnet? Die Umwälzpumpe bleibt doch aus und somit die Heizung kalt.
     
  3. SIL

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    Welcher 18xxx?
    Schichtenlader? Wie ist die Teilung? Wie hoch fährt VL für die Friwa bzw Vorhaltung thermisch wieviel l?
    Ohne ZP keine Chance / die Friwa wird aber zyklisch oder azyklisch primär seitig gewälzt - wie hoch? Die VL T?
    Ist Software update erfolgt? Kimmodul getauscht?Grenze bei 40° in der Friwa aus?
    Ja, das ist ein Glücksspiel bei Bosch Thermotechnik.
    Ja, allerdings mit Gas und 1000 l Schichtenspeicher.
    Frage keinen Fibi ;)
    Wie das also doch mehr MK? Ungünstig vermutlich arbeitet dann ein WT gegen den anderen... Aufgrund der höheren Temperatur des Vorhaltens WW Ladung... :winken
     
  4. #4 FloRiBi, 02.12.2019
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    Servus,

    ich bin beeindruckt, dass sich jemand die Mühe gemacht hat durch meinen Beitrag zu kämpfen!

    @Fabian:
    wäre ja glücklich, wenn ich Verständnisprobleme bei meiner Heizung hätte, bzw. es nur um Einstellungsfehler sich handeln würde...

    Das Umschaltventil wird im Sommer so zu 100% bestromt und brauch durchgehend 6Watt... entspricht für mein Verständnis nicht dem Stand der Technik.


    ja, der 18er ist drin.


    es ist der 750PNR( wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege)
    Teilung?
    Die max. Vorlauftemp durch den Thermostatmischer ist auf 60Grad begrenzt. Die FriWa ist auf 50 Grad.


    Es sind bis jetzt die RC300 und auch die Elektronik der FriWa getauscht worden.
    Was ist das Kimmodul?
    Wo ist das Menü für die 40Grad?


    Was ist MK?

    Ich habe mur 2 Wärmetauscher. 1 ist im Pufferspeicher für Solar(autarker Wasserkreis) und einer sitzt in der FriWa. Oder verstehe ich da was falsch?
     
  5. #5 SIL, 03.12.2019
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2019
    SIL

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    Die GBH serie hat doch VK+ und VS+ ? warum noch eine Ladepumpe? oder verwechselt Solar?
    Eben, das waren die alten Versionen der Rc300- das wurde rausgenommen, da es vorher nicht möglich war WW oder WP über 60 zu laden, Software und so ein Steckmodul wurde getauscht.

    Die RC300 ist ja "beschränkt" deshalb brauchst noch die anderen Module wie SM xxx etc , bei Gateway KM200 V2 zumindest, passt die RC 300 schon mal gar nicht, ich hab den Schnick nicht , ich habe eine MM.., Grundproblem sind unterschiedliche "Scripte" und das Buderus/Bosch versucht hat mit dieser RC xxx Serie alle Kessel/Brennwertgeräte zu steuern egal ob Gas/Öl 10 KW oder 50 KW
    Na klar was soll sie denn sonst machen, wie hoch ist die Spreize zum Laden in K ?
    Spreize enger stellen, heisst du lädst eher nach, oder Mischerkreis mit extra Pumpe a la Rücklaufanhebung --- kostet aber nix effizient und wo sitzt dein Fühler verschiebe denn mal, überfahre deutlich ...

    Am Puffer hab ich VL und RL Ladestrang getauscht, heisst ansatt der ca 250 l grossen "Bereitschaft" sind es jetzt um die 400 l.
    Das soll, sie ja auch, wir jeden vom WW Puffer bzw Schicht?WW sollte immer Vorrang haben.

    Deine Friwa? die Zirkuliert aber ? der VL und RL zum Puffer kühlt nicht ab? du hast primär in der Friwa immer um die 50° ?oder wo sitzt diese Pumpe?Gleiczeitig dein WW "frisch" hat auch eien Zirku?

    Effiziens sry :mega_lol: nee das wird mit so einem System nix.
     
Thema:

Buderus GB125 +FriWa+Sonnenkolltektoren

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