Bullerjan - Wärmetauscher - Pufferspeicher

Diskutiere Bullerjan - Wärmetauscher - Pufferspeicher im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir betreiben den 11KW Bullerjan schon ca. 1,5 Jahre zur vollsten Zufriedenheit in unserem Wohnzimmer. Da uter unserem Wohnzimmer der...

  1. Barossi

    Barossi

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    Hallo,
    wir betreiben den 11KW Bullerjan schon ca. 1,5 Jahre zur vollsten Zufriedenheit in unserem Wohnzimmer.
    Da uter unserem Wohnzimmer der Heizraum ist, würde ich gerne den Bullerjan an den Pufferspeicher mit "einbinden". Ich hatte soetwas neulich in einem Restaurant gesehen, wo um den Bullerjan Kupferrohre herumgelegt wurden.

    Besteht die Möglichkeit soetwas zugelassen zu bekommen?
    Gibt es andere Alternativen? (Wärmetauscher im Abgas, o.Ä?)

    Gruß Barossi
     
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  3. HansS

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    Hallo Barossi,
    eine Nachrüstung deines Bullerjan mit Kupferrohren oder einen Wärmetauscher (wie in Haustechnikdialog schon vorgeschlagen wurde) ist nicht MÖGLICH!!
    Grund: Für eine solche Konstruktion benötigt man eine bauaufsichtliche Zulassung. D.h. der Bullerjan müßte mit dem Wärmetauscher GEMEINSAM geprüft werden.
    Alternativ: Kaminofen mit Wärmetauscher z.B. Wodtke Momo oder ähnliche.
    Tip: Achte bei einer Neuanschaffung, das das Heizgerät mind. DINplus erreicht.
    Schöne Grüße HansS
     
  4. Barossi

    Barossi

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    Hallo Hans,
    vielen Dank für Deine Antwort!
    Das hatte ich mir schon fast gedacht, und habe mitlerweile von der Idee Abstand genommen.

    Da wir unten im Sourterain noch eine Feuerstelle haben und diese Räume gerade renovieren, hatten wir uns überlegt, dort einen netten Ofen zu installieren, der dann den Pufferspeicher mit aufwärmt.

    Gibt es einen Ofen, der sich parktisch von 2 Räumen befüllen lässt.
    Wir hatten die fixe Idee einen Ofen für beide Räume (ca. 2X20 m^2 zu nutzen? :bounce:
    Dazu könnte ich einen Durchbruch zwischen den Räumen machen...

    Gruß Barossi
     
  5. HansS

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    Hallo Barossi,

    es gibt Öfen die von zwei Seiten zu befeuern sind.
    Z.B.: Als Heizkamin siehe www.brunner.de unter Kompaktkamine
    oder als Grundofen (Speicherung) siehe www.ofen-innovativ.de.
    Welches System für dich "gut" ist, ist von deinen Bedürfnissen abhängig.
    Schnell heizen, Feueroptik = Heizkamin
    angenehme lange Strahlungswärme, sparsamer Holzverbrauch = Grundofen.
    Genauere Info`s erhälts du bei deinen Kachelofenbauer in deiner Nähe.
    z.B.: www.kachelofen-guetegemeinschaft.de
     
  6. #5 Barossi, 31. Juli 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. August 2007
    Barossi

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    Hallo Hans,
    super-vielen Dank für Deine Antwort! Gestern kam den Bezirksschornsteinfeger vorbei, und gab "grünes Licht" für den geplanten Umbau. Er hatte sich die Räumlichkeiten angeschaut, und hatte mir die Mindestabstände und Normen dargelegt.
    Auch Deine Links waren weltklasse. Werde heute mal ofen-innovativ und Brunner anrufen.
    Der (wasserführende-) Heizkamin hat dan in etwa 40m^2 zu heizen, soll aber den Pufferspeicher schön warmmachen. Eine Wärmespeicherung (Speckstein, etc..) ist nicht so notwendig, wichtiger ist, das der Kamin schnell das Zimmer aufheizt, und viel Wärme für in den Puffer liefert.
    Hans, wie groß sollte ungefähr der Pufferspeicher werden? Gibt es da eine Faustformel?

    Gruß + vielen Dank

    Barossi
     
  7. Uli1

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    Um eine Förderung zu bekommen waren m. W. mindestens 50l je KWH nötig.
    Wären bei 15 KWH also 750l.

    Je mehr desto besser. Jedenfalls wenn der Ofen wirklich viel in Betrieb ist. Wenn er nur mal schnell abends und morgens brennt, bringt er eh nix.

    mfg
     
  8. Barossi

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    Hallo Uli1,
    danke Dir für Deine Antwort! Super Tip mit der Förderung; weißt du wo man diese beantragt und was es ungefähr an Geld dafür gibt.

    Dieser Kamin (wasserführend mit Puffer) soll unseren alten Viessmann Mono Festbrennkessel ersetzen! Dieser wurde auch "nur" ein paar Stunden am Tag in Betrieb genommen; ich denke aber mal, dass der neue Kamin öfter (~6-8 h am Tag) laufen wird, da er dann besser zu erreichen ist und wir den dann aus unserem Büro aus befeuern können...

    Gruß Barossi
     
  9. HansS

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    Hallo Barossi,

    für einen Wasserführenden Heizkamin reicht meist ein Puffer für 600 - 750 l.
    Eine kurze Anleitung für die "Grob"-Auslegung einer Kachelofen-Heizung.
    1. Welche Heizlast wird benötigt. (Was oder wie viel möchte ich mit meinem Kachelofen heizen)
    2. Wie viel Holz muss ich täglich verfeuern? 1kg Holz = ca 4,0 kW/h (gerechnet wird mit 3,2 KW/h = Wirkungsgrad von 80 %)
    z.B: 5 kW Heizlast x 25 h = 125 kW/h / 3,2 kW/h = 39 kg Holz bei -15 Grad C Außentemperatur und ohne Absenkung. An einen normalen Wintertag bei -5 bis + 5 Grad C Außentemperatur benötigt man dann ca. 15-25 kg Holz.
    3. Wie viel Holz braucht man pro Jahr? Bei diesen Beispiel für Großraum Hamburg ca. 3000 kg = 7 – 9 Ster/Raummeter Holz.
    4. Welcher Heizkessel ist für mich der Richtige?
    Zu beheizende Gesamtwohnfläche ___________ qm 100 %
    Direkt vom Kachelofen/Kamin beheizt _________ qm ? %
    Nur mit Heizkörper/FB-Heizung beheizt _________ qm ? % diesen Heizwasseranteil sollte der Kachelofen/Heizkamin haben.

    Die max. Heizlast für einen Kachelofen mit einem Brennraumvolumen bis 10 kg Holz ist ca. 9 kW (bei 4-5 x Befeuerung/Tag)

    Eine Förderung eines solches Systems gibt es nicht (Bayern).

    PS.: Die Fa. Brunner hat seit Montag Betriebsurlaub bis 20.08.

    Schöne Grüße aus Walderbach

    HansS
     
  10. Barossi

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    Hi Hans,
    vielen Dank für Deine Antwort. Ich hatte gestern bei Brunner angerufen, sehr kreative Urlaubs-Anrufbeantworter-Ansage.

    Wir denken, dass wir den Kamin so ca. 6-8h Stunden am Tag feuern werden, da dieser dann im Arbeitszimmer steht. Holz haben wir genug, wir wohnen im Wald ;-)

    Welcher Heizkessel ist für mich der Richtige?
    Zu beheizende Gesamtwohnfläche ca. 200 qm 100 %
    Direkt vom Kachelofen/Kamin beheizt ca. 40 qm ? %
    Nur mit Heizkörper/FB-Heizung beheizt ca. 160 qm ? % diesen Heizwasseranteil sollte der Kachelofen/Heizkamin haben.

    Platz für einen Puffer ist vorhanden, bisher ist in diesem Raum ein alter Viessmann Mono Kessel angeschlossen.

    Gruß Barossi
     
  11. HansS

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    Hallo Barossi,
    Aufgrund der Wohnflächenaufteilung müsste der Kachelofen 80% Wasser (160 qm) / 20 % (40 qm) Warmluft-Strahlung haben. Beim Brunner währe das z.B. HKD 4.1 SK (70% Wasser/30% Luft). Durch wegschalten des Wärmetauschers vom HKD 4.1 SK ist die Wärmeverteilung dann 30% Wasser/ 70 Warmluft-Strahlung. Damit kannst du selbst bestimmen wie warm dein Kachelofen wird.
    Bei Wassertechnik im Kachelofen ist eine Ofensteuerung (EOSr4) besonders zu empfehlen. (Meine Kunden entscheiden sich auch ohne Wassertechnik meistens für die EOS)
    Für dein Haus mit 200 qm Wohnfläche liegt dein Wärmebedarf (Heizlast) ca. von 10 – 20 kW je nach Dämmung. D.h. du benötigst noch eine zusätzliche Wärmequelle.

    Die max. Heizlast für einen Kachelofen mit einem Brennraumvolumen bis 10 kg Holz ist ca. 9 kW (bei 4-5 x Befeuerung/Tag)

    Eine „einfachere“ Version währe der B4n von Brunner. Wärmeverteilung ca. 60%/Wasser 40 % Luft-Strahlung. Die Wärmeverteilung ist jedoch nicht variabel.
    Oder mit großer Sichtscheibe der Kaminkessel 62/76. dieser ist jedoch nur für 6 kg/ Abbrand ausgelegt. Also für dein Haus nur als Unterstützung der Heizung möglich.

    Gruß Hans
     
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  13. #11 Barossi, 4. August 2007
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. August 2007
    Barossi

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    Hallo Hans,
    erstmal vielen Dank für Deine Super-Antwort!

    Wir wollten mit dem Kaminofen lediglich "zuheizen"! Im Wohnzimmer steht halt noch der 11KW Bullerjan, sowie eine 20KW Ölheizung im Heizungsraum.

    Gestern war ein Kaminbauer hier. Er erklärte, dass eine Wassserführung des Systems vermutlich nicht möglich sein wird:irre

    Der Grund ist, das das Ofenrohr erstmal eine Strecke von ~3,5m zum Schornstein hat, ca. 2,5m davon wäre fast waagerecht. Es folgt dann noch der nicht isolierte Schornstein (~25X25cm) von ca. 8m Länge. Er erklärte mir, das es zu einer Versottung kommen würde, wenn man die Rauchgase zusätzlich noch über einen Heizeinsatz (wasserführend) runterkühlen würde.

    Was ist davon zu halten?

    Gruß + Danke

    Barossi
     
  14. HansS

    HansS

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    Hallo Barossi,

    bei einer solchen Konstellation, wie von dir beschrieben, sollte man die Anlage vorher einmal durchrechnen. Eine Schornsteinversottung kann auch bei einem „normalen“ Heizkamin passieren. (Zu niedrige Abgastemperatur, falsche Bedienung, nasses Holz etc.)
    Alternativ sucht man mit den „Kaminbauer“ Kachelofenbauer und den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister eine Lösung. (z.B. Sanierung des Schornsteines)

    Jetzt sind die Männer vor Ort gefragt. Am Bildschirm kann man nur spekulieren was alles möglich ist. Jedoch wenn man vor Ort ist, kann man sich ein genaues Bild von den Gegebenheiten machen.

    Gruß Hans
     
Thema: Bullerjan - Wärmetauscher - Pufferspeicher
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