Carport-Schuppen dämmen

Diskutiere Carport-Schuppen dämmen im Bastelecke Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, ich heiße Bernhard und bin neu hier. Ich habe im Frühjahr ein kleines Haus (BJ 2004) gekauft. Dazu gehört ein Doppel-Carport mit dahinter...

  1. #1 Bernhard83, 31.10.2020
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    Hallo, ich heiße Bernhard und bin neu hier.
    Ich habe im Frühjahr ein kleines Haus (BJ 2004) gekauft. Dazu gehört ein Doppel-Carport mit dahinter liegendem Schuppen. Das Flachdach des Carports ist auch gleichzeitig das Dach des Schuppens. Der Schuppen soll als Werkstatt dienen und etwas gedämmt werden. Ich habe mal das Dach einer Gartenlaube gedämmt, deshalb habe ich mich schon mal mit dem Thema auseinander gesetzt, aber bin kein Experte.

    Folgendes habe ich mir für das Dach überlegt.
    Gegeben: Dachpappe, Bretter, 180mm Sparren, zwischen den Sparren ist der Schuppen an den Seiten offen, der Wind pfeift durch.
    Vorhaben: Kaltdach. Da wo der Wind durchpfeift kommt Lochblech dran, damit die Lüftung gewährleistet ist. Zwischen die Sparren 120mm Klemmfilz, darunter eine Dampfbremse, darunter Konterlattung (gleichzeitig Platz für Kabel), darunter Gipskartonplatten.

    Wände:
    Gegeben sind 100mm Balken, außen mit Nut/Feder-Brettern vernagelt.
    Vorhaben: 100mm Klemmfilz, Dampfbremse, Konterlattung (gleichzeitig für Platz für Kabel), Gipskartonplatten.

    Beim Boden bin ich mir total unsicher.
    Gegeben sind rund herum 100mm dicke Balken auf Pflastersteinen. Der Boden ist etwas uneben bzw. ganz leicht abschüssig.
    Vorhaben: 0,5mm dicke PE-Folie verlegen und an den Balken hochgehen lassen und mit diesen verkleben um Nässe von unten abzuhalten. Darauf eine Ausgleichsschüttung oder Niveliermasse(?) um den Boden eben zu bekommen. Darauf Styrodur, dann Trockenestrich und darauf Bodenbelag, z.b. Vinyl(?). So dass ich auf die 100 der Balken komme.

    Der Schuppen soll nur gelegentlich ein bisschen geheizt werden, wenn überhaupt. Aber ich will nicht frieren, wenn ich da im Winter mal was arbeiten eill.

    Macht der Aufbau so Sinn? Vielen Dank für eure Antworten.
     
  2. SvenvH

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    Soweit klingt der Aufbau nicht schlecht. Statt der Gipskartonplatten würde ich in deinem Fall Gipsfaserplatten oder besser noch Zementgebundene Platten verwenden. Da du nicht dauerhaft beheizt, wird es desöfteren zu Kondensat an Wände und Decken kommen wenn du anfängst zu heizen. Das entsteht wenn die Wände stark ausgekühlt sind und dann geheizt wird.
    Wichtig ist auch, wie du selbst schon angemerkt hast, die Lüftungsebene zwischen Dämmung und Dach.
    Wie ist das bei den Wänden? Dringt da definitiv kein Wasser von Außen durch? Sonst könnte man sicherheitshalber noch eine Lattung und Schalungsbahn von innen anbringen.
     
  3. #3 Bernhard83, 31.10.2020
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    Vielen Dank für deine Antwort.

    Warum würdest du Gipsfaserplatten nehmen? Besserer Brandschutz oder auf Grund des Wandaufbaus? Habe mich noch nicht mit den Unterschieden beschäftigt.

    Die Nordseite wird vom Carport verdeckt.
    Die Westseite fast komplett vom Haus, da der Carport auf der Ostseite des Hauses steht.
    Die Ostseite des Schuppens wird von der Garage und dem Gartenhaus des Nachbarn verdeckt, so dass an den Seiten eigentlich kein Wasser eindringen kann.
    Lediglich die Südseite ist ungeschützt.
    Habe schon öfter bei Regen in dem Schuppen gearbeitet und konnte nirgends Feuchtigkeit feststellen.
    Leider sind die Bretter von außen gut vernagelt, da müsste ich von innen Folie um die Balken verlegen. Würde icg gerne drauf verzichten.

    Wie sieht es mit dem Boden aus? Kann ich den so ausgleichen, also auf der Folie? Welches Produkt eignet sich da am besten? Habe ich noch nie gemacht...
     
  4. SvenvH

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    Resistenter gegen Feuchtigkeit.
    Den Boden zu dämmen halte ich persönlich nicht für notwendig.
    Wenn der unbedingt gedämmt werden muss. Kann man den Boden mit Split ausgleichen, XPS Platten, Folie und dann Trockenestrich drauflegen. Wenn im Sockelbereich regelmäßig Feuchtigkeit erwartet wird, könnte es allerdings Probleme mit Fäulnis geben da die Balken nicht mehr richtig abtrocknen wenn die eingepackt werden.
     
  5. #5 Bernhard83, 01.11.2020
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    Achso, jetzt habe ich verstanden. Du meinst es könnte so viel Feuchtigkeit entstehen, dass es Probleme mit dem Karton geben könnte.
    Bei dem Dach der Gartenlaube hatte ich den gleichen Aufbau wie bei den Wänden und hatte keine Probleme mit Feuchtigkeit. Aber du hast schon Recht, ich gehe lieber auf Nummer sicher. Gipsfaserplatten sind ja auch nicht viel teurer.

    Mit den Balken auf dem Boden ist ein guter Hinweis. Wäre natürlich richtig sche..., wenn die faulen. Da steht ja immerhin der ganze Schuppen drauf.

    Danke für deinen Tipp, da denke ich noch mal drüber nach...
     
  6. #6 Bernhard83, 01.11.2020
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    Eine Dämmung muss eigentlich auch nicht sein. Ich würde nur gerne einen anderen Boden in dem Schuppen haben und den Boden auf die Höhe der drum herum liegenden Balken, also 10cm anheben und eben bekommen. Deshalb dachte ich, ich könnte auch gleich eine Dämmung einbringen.
    Wäre vielleicht möglich, 8cm Balken längs zu verlegen und quer Dielen drauf zu schrauben. Könnte dann darunter liegende Feuchtigkeit ausreichend abtrocknen?
     
  7. Alex88

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    zementgebundene Platten keine GF,
    z.B. Aquaroc oder Aquapanel outdoor, alles andere hat ein Schimmelrisiko
     
  8. #8 Bernhard83, 15.11.2020
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    Ich war heute im Baumarkt und habe mir verschiedene Platten angeschaut.
    Die Zementgebundenen Platten sind ja schon deutlich teurer und was mich noch mehr "erschreckt" hat, sie sind auch noch extrem schwer. Ich habe mich dann gefragt, ob das statisch funktioniert, mal davon abgesehen, dass der Arbeitsaufwand größer ist...

    Kann ich nicht auch die GK-Platten für Feuchträume(die grünen nehmen)?
     
  9. #9 chillig80, 16.11.2020
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    Es kommt jetzt sehr darauf an was man unter "gelegentlich beheizen" versteht und wie da geheizt werden soll. Vor allem wäre noch interessant wie groß denn der "Schuppen ungefähr ist und wie viele Tausender die ganze Aktion kosten darf...
     
  10. SvenvH

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    Solche Platten sind "im freien" immer kritisch. Aktuell erlebe ich das fast tagtäglich bei mir im Anbau. Der befindet sich noch im Rohzustand Und durch das Wetter ist ständig alles klamm. Da möchte ich noch garnicht drüber nachdenken irgendwelche GK Platten anzubringen.
     
  11. #11 Bernhard83, 16.11.2020
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    Der Schuppen ist 2,85m*4,80m, also ca. 14qm und ca. 2,20 hoch.

    Wie sehr ich den heizen würde weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau. Zur Zeit ist es mir dort zu kalt, aber der Wind zieht auch voll durch. Vielleicht würde es auch schon reichen, wenn er dicht und gedämmt wäre. Könnte sein, dass ich dann gar nicht heizen muss.
    In erster Linie ist und bleibt es eine Werkstatt...
     
  12. #12 chillig80, 16.11.2020
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    Was ja viele nicht wissen, manchmal, also wenn ich die Nase gestrichen voll von DIN und Vorschriften habe, dann gehe ich an eines meiner Häuser und pfusche voll einen weg. Da ich öfter mal die Nase voll habe klappt das mittlerweile auch hervorragend, ich bin ja auch ein erfahrener Pfuscher. Und ich würde das in dem Fall so machen:

    Billige Unterspannbahn mit niedrigem sd-Wert an Decke und Wände, Stöße mit billigem Band verklebt. Darauf so ungefähr 35-50mm HWL Platten (zB. Heratekta) mit Leichtbauplattenstiften direkt an die Balken (man muss da gut nageln können, kräftig aber doch gefühlvoll, nur so wird da ein befriedigendes Ergebnis erzielt). Das Ganze dann weiß angetüncht und fertig. Hier würde ich den unteren Balken nur 2-3cm "fassen" und dann den Boden noch erstmal überhaupt nicht machen, erstmal abwarten ob es so nicht doch schon einigermaßen beheizbar ist.

    Es ist so, wenn man da tonnenweise Platten und anderes Zeug reinschraubt, dann ist das alles Masse die man aufheizen muss und das dauert dann im Winter oft sehr lange (Stunden) und in der Zeit hat man das "Barackenklima" mit überheizter Luft und kalten Oberflächen (und da noch Zugerscheinungen die sich nach Durchzug anfühlen, aber nur den kalten Oberflächen geschuldet sind). Das Problem hast bei der HWL mit dahinter liegender Winddichtung nicht, da hast schnell eine "warme" (ist in so einem Schuppen relativ) Oberfläche. Das wäre so also eine Variante zum "schnellen" Aufheizen, allerdings wegen des lausigen U-Werts auch nur für kurzfristige Beheizung zu empfehlen.

    Wenn der Boden tatsächlich gedämmt werden muss, dann würde ich da 50/50-Hölzer auf Zementmörtelbatzen setzen (zum Ausgleich), eine 15er OSB drauf machen, dann ungefähr 20mm Styrodur und dann wieder 15mm OSB. Die obere OSB mit der unteren durch den Styrodur engmaschig verschrauben, und fertig ist die "Sandwichplatte". Dass das irgendwann mal kippelt ist anzunehmen, aber einen Trockenestrich würde ich da trotzdem in 1000 Jahren nicht reinmachen...
    Da könntest dann auch den 100er Balken unten herum mit Löchern (so 25-30mm) durchziehen (zur "Hinterlüftung") des Bodens und je nach dem ob Du Mäuse magst oder nicht noch so ein "Lüftungsgitter" von den Zimmerleuten über die Lochreihe tackern.

    Das würde ich so aber wie gesagt nur machen, wenn meine Stimmung gerade mehr so "FUCK YOU DIN!" ist.
     
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