Chemie mach reich und gesund - aber in welcher Aussenfarbe ist "genug" davon?

Diskutiere Chemie mach reich und gesund - aber in welcher Aussenfarbe ist "genug" davon? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hi, Vertreter der Lager Silikat- und Silokonfarbe behaupten jeweils vom anderen Hersteller er würde Chemie (Fungiziede) in seine Farbe mischen...

  1. #1 Manfred St, 4. April 2012
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. April 2012
    Manfred St

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    Hi,

    Vertreter der Lager Silikat- und Silokonfarbe behaupten jeweils vom anderen Hersteller er würde Chemie (Fungiziede) in seine Farbe mischen und in seinem eigenen Produkt wär sowas nciht drin.

    Ich dachte immer Silikatfarbe von z.B "*****" xxxxxxxxx wären Silikatfarben und kommen ohne giftige bzw. zumindest schädliche Zusätze aus???



    Hülfe!


    Euer Manfred der Starke
     
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  3. #2 ReihenhausMax, 4. April 2012
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    Gehts Dir um den Innen- oder Außenbereich? Für außen haben die Fungizide halt
    die Funktion Algenwachstum zu unterdrücken. Da wird aber dann wohl eher mit
    geworben, als daß das verheimlicht wird ... Schau im Zweifelsfall doch einfach
    nach Sicherheitsdatenblättern zu den Produkten, da muß das dann wohl drin
    stehen. Und Silikatfarben sind natürlich auch Chemie und Spritzer davon in die
    Augen sind auch nicht gesund ...
     
  4. #3 Hundertwasser, 4. April 2012
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    Trinken würde ich das Zeug nicht, egal welcher Hersteller, egal welcher Farbentyp. Giftigkeit ist eine Frage der Definition (Pracelsus: "Jegliches ist Gift"). Algicidzusatz in Farben wird weder groß verheimlicht noch beworben. Ist halt notwendig um eine längere Lebensdauer zu erzielen. Ist diese nämlich zu kurz wird dem Hersteller schnell die Hölle heiß gemacht.
     
  5. Ebbi2000

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    Da hätt ich noch ne Frage....


    Angenommen man hat ein WDVS bei einem Neubau. Nun stellt sich neben der "Putzfrage" auch die Frage nach Lösungsmöglichkeiten, welche möglichst ohne algi... fungi... oder ähnlichem auskommen. Gibt es das überhaupt, oder MUSS man das halt in Kauf nehmen?

    Nun die Frage an den Fachmann: Was wär ne gute Lösung und warum?
     
  6. Mark

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    Ja, es gibt DIE Lösung: "Alles was trocken bleibt, bleibt algenfrei." Also, möglichst großer Dachüberstand.

    Wenn nicht sicher gestellt ist, dass einzelne Fassdenflächen trocken bleiben (Regen- /Tauwasserbelastung) gibt es bis jetzt nur eine Möglichkeit einen Mikroorganismenbefall sicher zu verzögern: Einsatz von Bioziden oder biozid wirkenden Pigmenten.

    Ob der Putz jetzt möglichst hydrophob oder hydrophil, wärmespeichernd, mineralisch oder organisch gebunden sein muss, spielt nach den bisherigen Beobachtung so gut wie keine Rolle und hat eher etwas mit Glauben oder Marketing zu tun.
     
  7. #6 Manfred St, 4. April 2012
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    hi,

    danke für die ratschläge. Leider ist kein Dachüberstand geplant, dieser würde auch bei einer Tauwasserbildung in den Morgenstunden nix helfen.

    was nun nehmen silikon oder silikat? und was ist umweltverträglicher bzw. ökologisch sinvoll?


    Manfred St
     
  8. #7 Hundertwasser, 4. April 2012
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    Antworten siehe Zitat

     
  9. #8 Hundertwasser, 4. April 2012
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    Was habt ihr nur alle gegen Algizide? Was sonst so von eurem Haus heruntertropft macht euch keine Probleme? Kupfersulfide, Zinksulfate usw. Euch kümmert nicht der Energieverbrauch bei porosierten Ziegeln aber gebaut wird nach Feng Shui. Will damit sagen: Ohne die technischen Hintergründe zu kennen führen solche Fragen ins Leere und wenn sie noch so gut gemeint sind.

     
  10. #9 Manfred St, 5. April 2012
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    eine interesante Auffassung ...

    Sollte ich die Frage so stellen um eine Antwort zu bekommen: Nach langen Überlegungen und Abwägungen bin ich zum Entschluss gekommen mein Haus aus Nordhang-Strohballen zu bauen, diese sind aus ökologischen Gesichtspunkten am ehesten mit meinem Verständnis der Nachhaltigkeit .... Schluß damit !

    Wir sind hier nicht bei den drei kleinen Schweinchen ....


    Das Haus ist ein Haus ohne Dachüberstand, und Farbe soll trotsdem dran - ist mir doch egal ob diese sich die nach 10 Jahren ins Dunkelgrün wandelt - der B-Plan gibt es nun mal nicht anders her. (Nun haben wir den ganzen Bauphysik****ß am Hals - es muss doch damit auch gehen ein Haus zu bauen.)


    Ich frage welche Farbe ökologisch vertretbarer ist als die andere .... das keine Farbe ökologischer ist als Farbe mit was auch immer, weiss ich auch ohne die Experten des Forums.

    FRAGE WAR, SILICAT oder SILICON!???

    Wer dabei Rat weiß, den bitte ich in den Vordergrund - wer mir sagen möchte das Holz besser als Stroh wäre, sollte dafür bitte ein eigenes Thema aufmachen.

    Euer Manfred
     
  11. Mark

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    Diese Frage lässt sich genau so "leicht" beantworten wie: besser Cola oder Cola light? Butter oder Margarine?

    Reine Glaubenssache.
     
  12. #11 Dober1108, 5. April 2012
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    Vielleicht nicht ganz dass was Du hören möchtest, aber vielleicht auch ein interessanter Aspekt. Unser Haus wurde mit einer Farbe gestrichen die man feucht abwischen kann, nach einiger Zeit hinterlassen Insekten, Vögel, (wir haben aktuell nen riesen Vogelsch... Kleks an einer Seite) Katzen, etc ja doch ihre Spuren, und da finde ich es schon echt von Vorteil dass man mit dem Schwamm rübergehen kann. Ob das bei Silikat geht? Bei Silikon wohl schon...
     
  13. #12 ReihenhausMax, 5. April 2012
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    Wenn es Dir nur um die Biozide geht, dann kauf halt bei einem Naturbaustoffhändler ein,
    bei einem Hersteller hab ich gesehen, daß die Biozide als separate Komponente angeboten
    werden, dann wird die Farbe selber wohl frei davon sein. Anlügen wird Dich da wohl keiner.
    Wenn Du keine organischen Bindemittel etc. haben willst, wirst Du wohl an einer zweikomponentigen
    Silicatfarbe nicht vorbeikommen. Oder halt Kalk, wenn das vom ganzen Aufbau her
    geht.
     
  14. Siedler

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    Bin mir jetzt zwar nicht sicher, was der TE eigentlich genau wissen will, wenn es aber darum geht, welche Farbe ohne Algizit auskommt, dann hängt das nicht nur von der Farbe selber sondern auch vom darunterliegenden Putz ab.
    Ein mineralischer Putz mit Silikatfarbe (ohne Fungizit) ist nach meinen Recherchen wohl resistenter gegen Veralgung als eine Silikonharzfarbe mit Algiziten, weil sich das Gift mit der Zeit einfach rauswäscht.
    Eine Silikonharzfabe nimmt im Prinzip kein Wasser auf, weshalb es sich auf der Oberfläche hält und sich deshalb Algen ansiedeln können.
    Eine Silikatfarbe läßt Wasser zum Putz durch und wenn es sich dann eben um einen mineralischen Putz handelt, nimmt dieser die Feuchtigkeit auf und gibt sie irgendwann wieder ab, ohne daß Feuchtigkeit (= Grundlage für Algenwachstum) auf der Fassade steht.
    Die Feuchtigkeit bildet sich aber nicht nur durch Beregnung, sondern auch durch Tau.
    @ Manfred St: wenn es Dir egal ist, wie Deine Fassade in ein paar Jahren aussieht, dann ist es auch egal welche Farbe Du nimmst. Ohne Algizite gibt es beide Farben.

    Gruß
     
  15. dquadrat

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    genau anders rum wird ein schuh draus. weil silikonharzfarbe keine (kaum) feuchtigkeit aufnimmt, kann diese schnell wieder abtrocknen, der nährboden für das grünzeug wird damit minimiert. wenn putz feuchtigkeit aufnimmt, speichert er diese über einen längeren zeitraum, was widerum das algenwachstum begünstigt.

    im übrigen neutralisieren mineralische systeme auch mit der zeit, der natürliche algenschutz geht damit auch flöten.

    unter dem gesichtspunkt algenschutz würde ich deshalb immer eine silikonharzfarbe empfehlen.
     
  16. #15 Manfred St, 5. April 2012
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    Erstmal danke ... wenn so ein Schuh draus wird habe ich hier immernoch zwei linke ...


    Manfred
     
  17. Siedler

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    Würde ich grundsätzlich anders sehen:

    http://www.kir-bausubstanz.de/profil/pdf/BUFAS-200.pdf

    Gruß
     
  18. #17 Hundertwasser, 5. April 2012
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    Ich wollte nur sagen: Nachdem das Haus gebaut wurde, jede Menge Ressourcen eingesetzt wurden, Energie verbraten wurde um Ziegel zu brennen und alle anderen Baustoffe herzustellen jetzt noch zu fragen was der ökologischere Anstrich wäre finde ich reichlich obsolet. Der beste Anstrich aufgrund der technischen Eigenschaften ist ein Siliconharzanstrich mit den Produkten eines Markenherstellers, fungizid und algizid eingestellt. Wenn der dann auch noch fachgerecht ausgeführt wird dann ist lange Zeit Ruhe an der Algenfront.

    @ Siedler
    Was hier propagiert wird ist auch nichts Neues. Eine mehrjährige Garantie auf Algenfreiheit gibt kein Hersteller. Außerdem beschreiben die hydrophilen Systeme immer einen Optimalzustand. Was passiert denn wenn so viel Wasser anfällt das der Putz feuchtigkeitsgesättigt ist? Dann durchfeuchtet eventuell auch noch das Mauerwerk. Oder die Oberfläche wird dann über einen längeren Zeitraum von hinten befeuchtet.
     
  19. Mark

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    @ Siedler: Frag mal den bzw. die Hersteller von sogenannten "hydroaktiven" Putzen bzw. Farben, ob sie auch bestätigen können, dass definitiv keine biozid bzw. toxisch wirkende Schwermetallverbindungen aus der Farbe/ Putz ausgewaschen werden. ;) Ein Schelm, der...

    Ich bleib dabei, eine giftfreie Lösung gibt es noch nicht.
     
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  21. dquadrat

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    @siedler

    die erfahrung sagt was anderes.
     
  22. Siedler

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    @ hundertwasser: Die Sache mit den ökologischen Gesichtspunkt sehe ich genauso wie Du. Ganz klar. Zu sagen "Nein, ich will kein Gift auf meiner Fassade" halte ich auf für verlogen, weil jeder von uns in vielen Bereichen gedankenlos alle möglichen Gifte und Substanen einsetzt, ohne sich irgendwelche Gedanken darüber zu machen. Gifte sind aus unseren Leben einfach gar nicht mehr wegzudenken. Aber an der speziellen Sache mit den Fassaden ist auch viel die Presse schuld, die in unseriösen und journalistisch schlecht recharchierten Beiträgen die Leute verunsichert.
    Trotzdem halte ich den Weg "dickschichtiger Mineralputz mit Silkatfarbe" oder noch besser einen "Edelkratzputz" für die langfristig bessere Lösung.
    Früher wurden in der Regel mineralische Putze verwendet, ohne daß es damit Probleme gab. Das Problem mit der Durchfeuchtung hätte man dann auch in Badezimmern mit Lehmputz.

    @ Mark: Wie bereits erwähnt - mir geht es eigentlich jetzt nicht darum, welche Lösung die ökologischste ist. Es geht alleine darum, welche Lösung die Fassade am längsten algenfrei hält.

    Gruß
     
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