Dach dämmen für Heizungsanlage und oberste Geschossdecke zusätzlich?

Diskutiere Dach dämmen für Heizungsanlage und oberste Geschossdecke zusätzlich? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe eine Frage bei der Ihr mir hoffentlich helfen könnt: Zur Situation, unser EFH Neubau bekommt ein Satteldach mit 45° Neigung...

  1. #1 Oellness, 2. Juli 2012
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    Hallo,

    ich habe eine Frage bei der Ihr mir hoffentlich helfen könnt:

    Zur Situation, unser EFH Neubau bekommt ein Satteldach mit 45° Neigung und wird ein Vollgeschoß besitzen.
    Im Spitzboden wird mit einer Trockenbauwand zweigeteilt. In die eine Hälfte kommt die Heizungsanlage (Brennwert + Solar), die andere Hälfte soll unseren Sohn zur Verfügung stehen falls dieser sich eine Eisenbahn oder ähnliches fest installieren möchte.
    Im Spitzboden ist ein Fenster 0,6x2m vorgesehen (die Seite für unseren Sohn) sowie eine fest eingebaute Raumspartreppe von DG zum Spitzboden.
    Die Heizungsseite bekommt kein Fenster.
    Der Spitzboden selber wird nicht beheizt.

    Der Bauunternehmer sagte uns das wir den Spitzboden dämmen müßten wegen der Heizungsanlage.
    Soweit so gut, als Dämmung hat er uns dann eine 20cm WLG035 Zwischensparrendämmung mit 5cm WLG035 Untersparrendämmung empfohlen die das komplette Dach abdeckt.

    Wie dämme ich denn die oberste Geschossdecke?
    Reicht da 20cm WLG035 Klemmfilz oder sollte ich auch noch eine Dampfbremsfolie einbauen?
    Wenn ja unter der Decke odere auf der Decke?
    Danke und Gruß
     
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  3. R.B.

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    Wieso die obere Geschossdecke dämmen wenn bereits eine Zwischensparren- und Untersparrendämmung eingebaut wird?

    Gruß
    Ralf
     
  4. #3 Oellness, 2. Juli 2012
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    Hallo,

    das ist ja meine Frage!
    Muss ich die oberste Geschossdecke noch dämmen?
    Die Dämmung wäre ja auch eine gewisser Schallschutz.
    Bekommen wir keine Probleme weil der Spitzboden nicht beheizt ist und die Wärme vom DG nach oben steigt?
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Also der Spitzboden befindet sich innerhalb der thermischen Hülle. Da müsste ein U-Wert < 0,3W/m2K ausreichen. Bitte in der EnEV nachlesen.

    Schalldämmung ist wieder ein anderes Thema.

    Ob´s Probleme im unbeheizten Spitzboden gibt ist schwer zu sagen. Das hängt davon ab, welche Raumtemperaturen dort erreicht werden und wie gut die Dämmung ausgeführt ist. Kann der Spitzboden im Winter stark auskühlen und warme/feuchte Luft aus den Wohnräumen dort einströmen, dann besteht die Gefahr von Kondensation und nachfolgend Schimmel.

    Nehmen wir mal an die Lufttemperatur im DG beträgt 21°C und die rel. Lucftfeuchtigkeit liegt zwischen 50% und 60%, dann genügt im Spitzboden eine kalte Stelle mit knapp über 10°C bzw. etwa 13°C und schon wird dort Kondensation auftreten.

    Gruß
    Ralf
     
  6. #5 Oellness, 2. Juli 2012
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    Und was kann ich machen um das zu verhindern?

    Danke und Gruß
     
  7. R.B.

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    Heizen, lüften oder dafür sorgen, dass keine warme Luft in den kalten Spitzboden kommt.

    Gruß
    Ralf
     
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  9. #7 Oellness, 2. Juli 2012
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    Ok, dass heißt die Tür zum Spitzboden geschlossen halten.
    Wie verhält es sich denn mit der Wärme der Brennwerttherme, ist die vernachlässigbar?
    Durch den Teil für unseren Sohn geht auch noch ein Kaminzug von unserem Ofen im Wohnzimmer.
    Könnte die Wärme die der Kamin abgibt etwas helfen?

    Oder sollte ich besser doch eine Heizung vorsehen?
    Was bei Fußbodenheizung etwas schwierig sein dürfte...

    Danke und Gruß
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Das wird evtl. nicht ausreichen, da die Dinger in den seltensten Fällen wirklich "dicht" sind.

    Vernachlässigbar ist die nicht, aber wieviel Wärme die in den Raum liefert kann man pauschal nicht beantworten. Das kommt auch darauf an was sonst noch an Teilen verbaut wird, wie Rohre etc. gedämmt werden usw.

    Damit würde ich nicht rechnen. Natürlich erwärmt sich auch der Schornstein, und er gibt auch Wärme an den Raum ab, aber diese "Heizleistung" bleibt überschaubar. Wenn der Schornstein dann über 1 oder 2m durch den Raum geht ist dessen wärmeabgebende Oberfläche gering.

    Ich sehe hier weniger ein Problem. Im einfachsten Fall würde ich einen Gebläsekonvektor in die Ecke stellen der direkt mit der FBH verbunden ist. Der Spitzboden muss ja nicht auf tropische Temperaturen geheizt werden, sondern es genügt, wenn verhindert wird, dass der Spitzboden extrem auskühlt. Ob die RT dann 19°C oder 21°C beträgt ist in meinen Augen (in diesem Fall) nebensächlich.

    Der Gebläsekonvektor hätte den Vorteil, dass er relativ schnell die Luft auf Temperatur bringt, d.h. man würde ihn nur dann aktivieren wenn er benötigt wird.

    Bevor man hier aber in die Details geht, sollte man zuerst einmal die Heizlast klären. Als "Notheizung" könnte man dann auch über einen el. Heizer nachdenken (aber bitte keinen "Heizlüfter" aus irgendeinem Baumarkt aufstellen, die Dinger sind im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich).

    Gruß
    Ralf
     
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