Dach nach 25 Jahren fertigbauen, aber wie?

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  1. LarsGG

    LarsGG

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    Hallo,

    Zunächst mal etwas über das Bau Umfeld. Mein Vater hat vor über 25 Jahren begonnen unser Haus zu bauen. Es kamen ein paar Probleme wie Scheidung dazwischen...
    Inzwischen ist er 68 und hat keine Lust mehr das Haus fertig zu bauen. Nun bin ich an der Reihe.
    Bisher ist das Erdgeschoss fertig, das Dach zur hälfte ausgebaut und der Keller...naja, als Keller zu verwenden.
    Mein aktuelles Vorhaben ist die zweite Hälfte des Daches auszubauen. Zunächst möchte ich die Decke fertigstellen.

    Der Aktuelle Stand sieht so aus:

    -Direkt unter den Ziegeln befindet sich ein Gewebefolie. Diese zerbröselt an vielen Stellen, auch dort wo die Sonne nicht hinkommt.

    -Zwischen den Sparren (so heißen die dicken Balken?!) befindet sich 15cm Glaswolle, mit Alufolie beschichtet.

    -Die Aluofolie ist an vielen Stellen beschädigt.

    So möchte ich die Decke fertigstellen.

    -Die zerbröselte Folie unter den Ziegeln bleibt wie sie ist (sonst müsste ich das ganze Dach abdecken...:wow)

    -Die defekte Alufolie wird mit Alutape geflickt

    -Ich bringe eine Querlattung, 50mm hoch, 500mm Abstand auf, sowie Latten längs entlang der Sparren.

    -Zwichen die Latten klemme ich 50mm dickes Styropor

    -Auf die Latten schraube ich dann die Holzpanele zur Deckenverkleidung. (Diese liegen bereits parat)

    Was haltet ihr davon? Darf ich die defekte Gewebefolie unter den Ziegeln so einfache ignorieren? Muss noch irgendeine Folie irgendwo eingelegt werde?

    Vielen dank, Gruß Lars
     
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  3. candIng

    candIng

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    Ehrlich gesagt nicht viel.
    Dein angedachtes System ist nicht brauchbar. Besonders bzgl. der wenigen cm Styropor. Da kannst Du das Dämmen auch gleich bleiben lassen...

    Mein Tipp:
    Schau dir aktuell gängige Dachaufbauten an. Findest Du im Netz zu Hauf.
    Damit solltest Du dir einen Überblick bzgl. der Anforderungen verschaffen können.
    Fragen zu den Systemen kannst Du dann gerne hier stellen.

    Nur dir jetzt direkt etwas zu empfehlen halte ich für unsinnig, da es etliche Möglichkeiten gibt wie man das angehen kann.
     
  4. Jurvie

    Jurvie

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    Da die eigentlichen Forenexperten offenbar schon Weihnachtspause eingelegt haben, einige Anmerkungen von einem mitlesenden Laien:

    Was die zerbröselnde Folie auf der Aussenseite betrifft: das ist eine Unterspannbahn, die dafür sorgen sollte, Feuchtigkeit von aussen abzuhalten, da die reine Deckung selber das meist nicht 100%-ig leistet. Wie gross das Risiko von eindringender Feuchtigkeit ist hängt von mehreren Faktoren ab wie z.B. Dachneigung, verwendetes Deckmaterial und natürlich auch dessen Zustand ab. Das ist auf jeden Fall ein Risiko, wenn Sie das zerbröseln ignorieren. Auch für den bereits ausgebauten Bereich, wo es ja vermutlich ähnlich ausschaut. Die anstehenden Entscheidungen also vielleicht auch mal davon abhängig machen, wie lange denn die vorhandene Deckung noch halten soll. Wenn Sie eine Neudeckung eh in 5-7 Jahren erwarten bzw. befürchten, dann könnten Sie das ja vorziehen und dann alles in einem Rutsch gleich richtig planen (tja, wenn's das liebe Geld ermöglicht ...). Anmerkung am Rande: ich finde es immer wieder amüsant, dass viele sich den Kopf darüber zerbrechen, wie lange denn das Deckmaterial hält (also Lebensdauer von Tonziegeln versus Dachsteinen) - und dann völlig vergessen, dass die Lebensdauer des Dachs insgesamt dann unter Umständen doch deutlich kürzer ausfällt, weil andere Bauteile (z.B. Unterspannbahn, Dämmmaterial) viel früher hinüber sind ...

    Was Alufolie innen betrifft: die sollte eigentlich als Dampfbremse dienen, d.h. verhindern, dass warme Innenluft in die Dämmung strömt und dort kondensiert. Wenn sie vor 25 Jahren dort nur angetackert (und nicht verklebt wurde) ist die Luftdichtigkeit eh nicht gewährleistet. Ob somit Ausbessern mit Klebeband reicht bezweifle ich. Da wäre es überlegenswert gleich eine neue Dampfbremse anzubringen. Allerdings sollten Sie in jedem Fall bedenken, dass Sie bei 15 cm vorhandener Dämmung plus geplanter 5 cm zusätzlicher Dämmung mehr als 20% der Dämmung raumseitig der Dampfbremse haben (und in Ihrem Fall evtl. noch Dämmmaterialien mit unterschiedlicher Wärmeleitgruppe). Recherchieren Sie mal nach Stichwort "Glaserdiagramm" - das wäre dann mal zu rechnen, ob Ihr Ansatz funktionieren würde (ich zweifle). Da wäre es doch besser, zum einen eine neue Dampfbremse auf der vorhandenen Dämmung anzubringen und dann nur 3 cm Lattung mit 3 cm Mineralwolle drunter. Da sollten Sie auf der sicheren Seite sein. Für geringfügig bessere Dämmung würde ich da keine Experimente machen. Und wenn Sie in x Jahren mal das Dach neudecken lassen, dann haben Sie immer noch die Option die Dämmstärke aussenseitig zu verstärken.
     
  5. cris12

    cris12

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    und der heutige Tipp des Tages:

    Nicht zuviel an der Glaswolle schnüffeln, denn sie könnte möglicherweise krebserregend sein.

    Link
     
  6. LarsGG

    LarsGG

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    Vielen Dank für die Umfangreichen Antworten! Ich werde versuchen in Zukunft auch präzisere Fragen zu stellen:o Als Laie stochert man zu beginn doch etwas im Dunkeln...

    Meine Frage zur defekten Alufolie ist schonmal beantwortet. Die zerbröselte äußere Folie...Die wird mir noch schlaflose Nächte bereiten.

    Unterschiedliche Wärmeleitgruppen :wow Mal wieder was dazugelernt.

    Ich habe inzwischen auch eine möglichkeit gesehen, die stärke der Dämmung von außen zu erhöhen. Also zusätzliches Dämmaterial unter den Ziegeln anzubringen. Das könnte man ja in einem Arbeitsschritt mit der zerbröselten Folie machen.
     
  7. mls

    mls Bauexpertenforum

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    das
    ist ein guter tip.

    das wohl eher weniger.

    offenbar :)

    die zum 273. mal, möglichst allgemein, gestellt frage nach der dachsanierung mit
    immer gleichen randbedingungen (das war zwischen 1970 und 1985 immer! das gleiche)
    führt im prinzip zu 253 gleichen/ähnlichen antworten - und wer jetzt die suchefunktion bemüht,
    um die bereits vorhandenen hinweise (auch einige mit sinnvollen links) zu
    finden, muss sich durch diesen faden auch noch durchklicken.

    nebenbei: auch scheinbar detaillierte fragen lassen sich nicht in der erforderlichen
    tiefe per fernwartung klären - aber da kann man zumindest noch teillösungen aufzeigen.
    besser ist allemal ein kompetenter fachmann vor ort.
     
  8. Kampe

    Kampe

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    Wenn a) (Fach-)man(n) will, dieser b) erforderliche Nachfragen stellt, c) der Fragesteller diese versteht und d) die gewünschten Informationen (Pläne, Fotos) beibringt und zusätzlich e) beratungswillig ist, geht das sehr wohl...
     
  9. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Und wenn heute 23 mal Weihnachten ist...

    ...
    geht mir diese Erwartungshaltung sowas von aufn Keks:mauer:mauer:mauer

    Sie glauben wohl auch, wir sind hier ein sozialer Verein, der aus reiner Gutmütigkeit den ganzen Tag nichts besseres zu tun hat als Detaillösungen zu erarbeiten, die nebenbei bemerkt, kostenpflichtig sind. Anders ausgedrückt: mit solchen Arbeiten ernähren menschen Ihre Familien...

    Sowas verstehen in der Regel nicht: Beamte, Lehrer, Maschinenbauingenieure:mauer:mauer:mauer
     
  10. #9 Klaus Gross, 26. Dezember 2008
    Klaus Gross

    Klaus Gross

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  11. Kampe

    Kampe

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    Also sind die schwerbeschäftigten Fachleute nur hier um ein paar nicht hilfreiche Kommentare abzugeben?

    Oder etwa um hier um nach Aufträgen für "kostenpflichtige Detaillösungen" zu fischen???

    Mann, geht mir diese Erwartungshaltung auf den Keks! :irre:irre:irre
     
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  13. LarsGG

    LarsGG

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    Ich bin dankbar für die Tips. Ich bin aber umso erstaunter was hier immer wieder für hitzige diskusionen entstehen, die mit dem Thema nichts zu tun haben. Fachleute verdienen wegen Foren kein Geld mehr...was sind die Motive sich in einem Forum zu beteiligen? Sowas...:offtopic:
    Offensichtlich ist das ganze Dach Thema auch nicht so einfach, das es sich in 2-3 Beiträgen klären lässt. Es ist nötig noch weiter Info´s zu sammeln...und vieleicht verdient ja auch noch ein Fachmann Geld daran :28:
     
  14. Dingo

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    Wie wäre es nach 25 Jahren der unvollendeten Traumhausverwirklichung externe Sachkompetenz herbeizuziehen?
    Es klingt doch so, dass das Lebenswerk des Vaters nicht nur vollendet sondern auch in die nächsten Generationen überführt werden soll. Dies schreit meiner Meinung nach einer Bestandsaufnahme, einem Gesamtkonzept und Entwicklung einer Fertigbaustrategie in mehreren Abschnitten (Geldbeutel-adaptiert, Dringlichkeits-bewertete Bauphasen).
     
Thema:

Dach nach 25 Jahren fertigbauen, aber wie?

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