Dachausbau: Welche Dämmung reicht und macht Sinn?

Diskutiere Dachausbau: Welche Dämmung reicht und macht Sinn? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, in meinem Neubau (KfW 70) hatte ich seinerzeit mit meinem Bauunternehmen vereinbart, dass der Ausbau des Dachgeschosses in...

  1. tb1804

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    Hallo zusammen,

    in meinem Neubau (KfW 70) hatte ich seinerzeit mit meinem Bauunternehmen vereinbart, dass der Ausbau des Dachgeschosses in Eigenleistung erfolgt. Nun möchte ich gern allmählich hiermit beginnen.
    Das Haus ist bereits wie es ist als KfW-Haus abgenommen worden: Zwischen DG und OG befindent sich eine entsprechende Deckendämmung.
    Folglich sind KfW-Auflagen für die Wahl der Dämmung völlig unerheblich.

    Der Raum unter dem Dach soll zunächst nur als beheizbare Abstellfläche genutzt werden, später dann je nach Bedarf zum Wohnraum ausgebaut werden.

    Die Situation stellt sich bislang so dar, dass eine Unterspannbahn eingebaut wurde und so jetzt zwischen den Sparren gedämmt werden müsste. Bei allem Einlesen hab ich inzwischen scheinbar den Zusammenhang zwischen WLG, der Dicke der Dämmung und dem U-Wert begriffen, bin mir dennoch unschlüssig, was in meinem konkreten Fall nun Sinn machen - handwerklich (d.h. vom Aufwand her) und wirtschaftlich.
    Meine Sparrentiefe beträgt wohl nicht ganz 18 cm, eher 17,5 cm. Ergo frage ich mich, ob ich einen Klemmfilz mit 18cm Stärke hier sinnvoll einbauen kann. Ferner frage ich mich einfach, ob 18 cm bei einer WLG 035 ausreicht, um später bei Heizung des Raumes zu viel Energie zu verlieren.

    Natürlich würde ich gern das Aufdoppeln der Sparren vermeiden, um nicht nur Arbeit, sondern vor allem Platz zu sparen.

    Im Anschluss soll nach einer Dampfbremse mit Gipskartonplatten verplankt werden.

    Frage nun also: Welcher Klemmfilz ist in diesem Falle empfehlenswert?

    Dank vorab und viele Grüße!
     
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  3. #2 simon84, 19.04.2017
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    Es gibt unabhängig davon eine EnEV und an die musst du dich halten, sobald du den Dachraum als beheizbaren Raum ausbaust.

    Wenn du 17,5 cm zwischen den Sparren hast, kannst du logischerweise keine 18 cm Dämmung verwenden.

    Aber weder bei 16cm noch bei 18 cm Dämmstärke erreichst du (z.B. mit WLG032) einen U-Wert von 0,24.

    Die EnEV Anforderung gilt aber bei voller Ausfüllung der Zwischensparrenräume, z.B. mit WLG032 auch als erfüllt.

    Unabhängig davon ist es vermutlich Quatsch gewesen die DG Decke zu dämmen und jetzt nochmal das Dach separat zu machen.
    Das hätte man besser planen können !
     
  4. #3 bauhexe, 19.04.2017
    bauhexe

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    wenn der dachraum beheizt wird, dann deine bisherige enev berechnung ungültig.
    außerdem ist das dann kein effizienzhaus 70 mehr, wenn du das DG nicht grmäß einer neuen berechnung zum effzhs.70 dämmst.
    a/v verhältnis, einzelflächen und volumen sind daten in enev berchnung.
     
  5. #4 Leser112, 19.04.2017
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    Korrekt, allerdings wollte wohl zunächst die KfW Förderung abgegriffen werden, was wohl nun insgesamt betrachtet, in die Hose geht:bounce:
     
  6. tb1804

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    Vielen Dank für die bisherigen Einlassungen.
    Leider entwickelt der Thread ein Mal mehr ein Eigenleben, welches auf Interpretationen fußt.

    Zunächst einmal wird hier an keiner Stelle eine Förderung "abgegriffen". Neben der Tatsache, welche für die Sache hier eigentlich irrelevant ist, dass es ein KfW 70 Haus ist, welches als solches gebaut werden musste und ich auf die Förderung durch ein KfW-Darlehen verzichtet habe, da ich es für wenig attraktiv hielt und halte, möchte ich den Raum gegebenenfalls SPÄTER mal beheizen. Wann dieses später sein könnte (Konjunktiv!), ist völlig offen. Somit würden selbst dann keine Gelder abgegriffen. Selbst wenn das dann ohne Neuberechnung liefe, wäre jegliche Förderung ohnehin abgelaufen - aber das ist hier ebenfalls nur marginal.

    Ich hatte mich allerdings in meinem Text missverständlich (bzw. falsch) ausgedrückt; es hätte heißen sollen: "unbeheizte Abstellfläche". Ich möchte also lediglich erstmal so dämmen, dass für die abgestellten Dinge ein "angenehmes" Klima herrscht. Wenn nun eine solche Dämmung erreicht werden könnte, dass man es später (s.o.) sinnvoll beheizen könnte, wäre das natürlich gut gewesen. Da dies nun nicht so ist (Dank an Simon84), kann es ja offensichtlich nur um eine Dämmung im beschriebenen Sinne gehen.

    Besten Dank.
     
  7. tb1804

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    Anschlussfrage: Welche Dämmung wäre denn wohl von Nöten, um die EnEV bei Beheizung der Fläche zu erfüllen.

    Oder anders: Ist es bauphysikalisch machbar, nun erstmal die Zwischenräume der Sparren mit Dämmung zu füllen und bei eventuell anstehendem Endausbau zu einem späteren Zeitpunkt eine untersparrendämmung anzuschließen? Dann gäbe es ggf. zwei Dampfsperren mit von Innen nach Außen abnehmenden Durchlasswerten.
     
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