Dachdämmung mit Steinwolle

Diskutiere Dachdämmung mit Steinwolle im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo an alle, besitze seit kurzem ein Haus mit ungedämmten Dach, allerdings steht das Material für die Dachdämmung schon bereit. Es handelt...

  1. #1 wagnersonline, 21. Juni 2009
    wagnersonline

    wagnersonline Gast

    Hallo an alle,

    besitze seit kurzem ein Haus mit ungedämmten Dach, allerdings steht das Material für die Dachdämmung schon bereit.
    Es handelt sich um Steinwolle, die genau zwischen die Sparren passt. Sie hat auf der einen Seite eine Alufolienschicht, mit der das ganze auch an den Sparren befestigt werden kann.
    Nun meine Frage: Wie befestige ich das nun am Sparren? Elektrotacker, Hammer und Nagel? Wie bekomme ich das am einfachsten fest?

    Danke für Eure Antworten...
     
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  3. #2 Gast943916, 21. Juni 2009
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    ich kann´s fast nicht glauben. Die Alukaschierte Dämmung (Randleistenmatte) ist schon seit ca. 20 Jahren out und zwar deswegen, weil sie eben nicht genau zwischen die Sparren passt. Die Sparren haben seltenst ein exaktes Maß von 50, 60 oder 70 cm, sowie die Dämmung, d.h. man muss entweder von der Dämmung etwas wegnehmen oder die seitlichen "Hohlräume" auffüllen, ansonsten sind die Probleme vorprogramiert. Ausserdem ist die Alukaschierung keine Dampfbremse / -sperre.


    Gipser
     
  4. #3 wagnersonline, 21. Juni 2009
    wagnersonline

    wagnersonline Gast

    Ok, das wäre ja kein Problem das noch etwas anzupassen. Wieso sollte ich das Material wegwerfen wenn es schonmal gekauft wurde, das wäre schwachsinnig.
    Wie befestige ica also das Material?
    Was benötige ich zusätzlich als Dambremse/sperre
     
  5. #4 Reitmeier, 21. Juni 2009
    Reitmeier

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  6. #5 wagnersonline, 21. Juni 2009
    wagnersonline

    wagnersonline Gast

    trgs 521?
     
  7. R.J.

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  8. Eric

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    Irrtum, das solltest Du tatsächlich nicht als Zwischensparrendämmung verwenden! Alufolie entfernen und für die Dämmung von Metallständerwänden benutzen, um die Entsorgungskosten einzusparen, wäre auch grenzwertig, da die Gefahr der Auslösung von krebsverdächtigen Mikrofasern besteht.

    Grund: Die Alukaschierung ist eine Dampfsperre. Zur Ausbildung der luftdichten Schicht im Dachbereich wird jedoch nur eine Dampfbremse benötigt. Eine alukaschierte Dämmung erhöht das Risiko von Feuchteschäden in der Dachkonstruktion wegen der fehlenden Möglichkeit zur sommerlichen Rückdiffusion und sie ist auch nur für einen Uhrmacher luftdicht anzubringen.

    Gegenfrage: Ist denn eine Unterspannbahn unterhalb der Dachziegel vorhanden und welche? Wie alt ist die Dacheindeckung und wie ist deren Zustand.

    Wird übrigens keine Steinwolle, sondern Glaswolle sein.
     
  9. #8 Gast943916, 22. Juni 2009
    Gast943916

    Gast943916 Gast

    Entschuldigung, war mein Fehler, sollte heissen: sondern eine (Dampf) -sperre, aber nur wenn die Überlappungen sauber verklebt wurden.


    Gipser
     
  10. #9 wagnersonline, 23. Juni 2009
    wagnersonline

    wagnersonline Gast

    Keine Unterspannbahn unterhalb der Dachziegel. Die Dachziegel werden innerhalb der nächstn 2 oder 3 Jahre erneuert...
     
  11. sk8goat

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    kannst du bitte mal erklären was unter 'sommerlicher Rückdiffusion' zu vestehen ist? Danke.
     
  12. KPS.EF

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    Mit Wasserdampf-Diffusion bezeichnet man das Vermögen der gasförmige Moleküle, auch feste Baustoffe (wenn auch relativ langsam) zu durchdringen.
    Dabei ist der Feuchtestrom immer vom warmen zum kalten Bereich gerichtet.
    In der Heizperiode also von innen nach außen. Im Sommer ist der Diffusionsstrom dann umgekehrt gerichtet, da die Raumtemperatur i.d.R. niedriger ist, als die Außentemperatur.

    Da Aluminiumfolie den Wasserdampftransport "absolut" sperrt, besteht die Gefahr, dass der Wasserdampf an der äußeren Seite der Folie auskondensiert und den Dämmstoff durchfeuchtet.

    Wenn Sie mit en Begriffen Diffusion, Konvektion, Luftdichtheit, Winddichtheit etc. nicht sicher umgehen können sollten Sie umgehend fachliche Hilfe vor Ort suchen.

    Derartige Sanierungsmaßnahmen sind penibel zu planen und sorgfältig fachgercht auszuführen.

    Damit ist selbst mancher "Fachbetrieb" überfordert. Heimwerker ohne die entsprechende Fachkenntnis und Erfahrung verursachen i.A. beträchtliche, meist erst sehr viel später erkennbare Bauschäden.

    Im übrigen gilt bei Arbeiten an der wärmetauschenden Hülle öffentliches Baurecht (u.a. bzgl. der Genehmigung bzw. Anzeige der Baumaßnahme, Standsicherheit, Berechnungen nach EnEV, Luftdichtheit, etc.).

    Zu den diesbzgl. Pflichten des Bauherrn ... mal in die Landesbauordnung schauen!

    KPS.EF
     
  13. #12 Gast360547, 23. Juni 2009
    Gast360547

    Gast360547 Gast

    also

    Moin,

    1. Es ist die Größe der Fasern, welche im Verdacht steht, lungengängig zu sein und nicht wieder schnell genug ausgehustet werden zu können. Entgegen vieler Behauptungen bricht aber eine Glasfaser immer quer zur Richtung und wird dadurch immer kleiner. anders als bei Asbest, die längs zur Faser spaltet.

    2. Rein bauphysikalisch betrachtet gibt es nur Dampf<b>sperren</b>, jeweils mit entsprechenden Sperrwerten.
    Auch die alukaschierten Dämmungen stellen eine Dampfsperre dar, selbst wenn die Nähte und Stöße nur überlappen und nicht verklebt sind. Sie stellt dann allerdings nicht die Luftdichtschicht dar.

    3. Umkehrdiffusion: Bei ihr bestehtdie Möglichkeit, dass bei einer sehr hohen Feuchtigkeit in der Konstruktion diese wieder zum Raum hin "abtrocknen" kann. Das passiert überwiegend in den Sommermonaten, wo die Wärme außen bedeutend höher ist als die im Gebäude selber. Bei Gebäuden mit automatischer Klimatisierung funktioniert das häufiger.

    Grüße

    stefan ibold
     
  14. Eric

    Eric

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    Dann ist die fehlende USB und die schon jetzt angedachte Erneuerung, also wohl auch erforderliche Erneuerung der Dachziegel das endgültige aus für die alukaschierte Dämmung.

    Zur Rückdiffusion bitte googeln unter: Künzel und feuchteadaptive Folien.
     
  15. #14 wagnersonline, 25. Juni 2009
    wagnersonline

    wagnersonline Gast

    Wieso ist die Erneuerung der Dachziegel das endgültige Aus für die alukaschierte Dämmung?
    Bitte um Erklärung. Danke!
     
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  17. Eric

    Eric

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    Wenn die USB fehlt und die Dachziegel zusätzlich noch erneuerungsbedürftig sind, dann besteht die hohe Gefahr, daß über die Dachfläche Feuchtigkeit in die Konstruktion eindringt und die angedachte alukaschierte Dämmung massiv durchfeuchtet wird.

    Erklärung beispielsweise hier: http://www.bau-web.de/fachinfos/aktuell-93.htm

    oder selbst im Internet nach dem Begriff Unterspannbahn weiter suchen.

    Vorschlag insofern: Dämmung erst nach Erneuerung der Dacheindeckung und nach Anbringung der bislang fehlenden USB durchführen.

    In diesem Zusammenhang muß dann auch entschieden werden, ob die Sparren aufgedoppelt werden können/müssen, um die Dämmstärke nach den zwingenden Anforderungen der ENEV zu erhöhen.

    Statt der alukaschierten Dämmung sodann eine ohne " Alu " verwenden.

    Das muß von einem Fachmann vor Ort geplant werden. Für die Planung derart umfangreicher Maßnahmen ist dieses Forum nicht gedacht.
     
  18. sk8goat

    sk8goat

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    Also unter "Künzel und feuchteadaptive Folien" finde ich eigentlich nur Abhandlungen für Steildächer mit dampfdichter Vordeckung (Blechdach, oder in einem andern Fall Dachpappe). Diese Konstruktionen sind darauf angewiesen, auch zur Raumseite hin austrocknen zu können. Aber das ist nicht das worüber wir hier reden. Wagnersonline hat eine ganz normale Eindeckung mit Dachziegeln.

    In diesem Link steht eigentlich nichts über sommerliche Rückdiffusion.
    Das Fazit ist eigentlich nur:
    "Je diffusionsoffener die Unterspannbahn, desto diffusionsoffener darf die Raumseite des Bauteils ausgebildet werden. Heutige Unterspannbahnen aus Polyethylen-Folie oder -Vlies sind sogar hochdiffusionsoffen. Die Anforderungen an die Dampfsperre auf der Innenseite reduzieren sich damit."
    Ich verstehe dass so, dass bei einer modernen hochdiffusionsoffenen USB die Dampfsperre gar keine Sperre mehr sein muss, aber kann.

    Die selbe Folie die im Winter bei 20° Temperaturunterschied und entsprechendem Dampfdruck eine Diffusion von innen nach außen verhindern soll, die soll dann im Sommer bei nur 10° Temperaturunterschied und weniger Dampfdruck die Diffusion zulassen ??
    Sorry, aber das will mein Verstand nicht glauben.
     
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