Dachflächenfenster - hätte man sie tiefer einbauen können? Dachdecker sagt "Nein".

Diskutiere Dachflächenfenster - hätte man sie tiefer einbauen können? Dachdecker sagt "Nein". im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo liebe Experten, vor Ostern hat unser Dachdecker unsere Dachflächenfenster eingebaut. Bereits nach dem Einbau des ersten Fensters sagten...

  1. kateline

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    Hallo liebe Experten,

    vor Ostern hat unser Dachdecker unsere Dachflächenfenster eingebaut. Bereits nach dem Einbau des ersten Fensters sagten wir, dass wir die Fenster gerne tiefer eingebaut hätten. Wenn man die 16cm Bodenaufbau simuliert, kann man gerade eben nicht(!) aus den Fenstern schauen. Wir dachten durch die Dahflächenfenster könnte man auch nach draußen schauen.

    Der Dachdecker sagte uns, dass ein tieferer Einbau nicht möglich sei. Gerne wüssten wir nun, ob dies stimmt. Natürlich hat der Dachdecker kein Interesse, die Fenster nochmal neu einzubauen. Für uns ist es aber sehr ärgerlich, da es viel schöner wäre, wenn die Fenster zwei handbreit tiefer eingebaut wären. Anbei einige Bilder.

    Vielen Dank für eure Einschätzung!
    Kateline
     

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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 10. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Sagt mal, Ihr habt doch einen Architekten, oder?
    Hat es denn dafür kein Detail gegeben, aus dem sich die jetzt ablesen lässt, auf welche Höhe die Fenster hätte liegen sollen?.

    Die Fenster sind eingebaut für den technisch etwas besseren Einbau mit einer lotrechten unteren Leibung.
    Eine Ziegelreihe tiefer hätte es eine waagerechte "Fensterbank" gegeben. Dadurch stiege das Kondensatrisiko, dafür kommt die Unterkante tiefer.

    Hätte Euer Architekt doch mit Euch besprechen können/müssen.
     
  4. kateline

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    Genau deswegen haben wir uns entschieden, mit Architekt zu bauen. Damit er mit uns solche Details bespricht, uns diese erklärt...
     
  5. kateline

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    Ist es jetzt noch möglich die Fenster tiefer einzubauen? Oder geht das aufgrund der Dachkonstruktion o.ä. nicht?
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 10. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Dann besprecht das mal mit ihm. Und mit dem DD.
    Der eine hätte planen müssen, der andere nicht ohne Angabe einfach einbauen dürfen, wo´s ihm gefällt.

    Besonders bekloppt ist der obere Wechsel. Ohne den hätte die Decke so bei richtiger Lage bis ans Fenster rangeführt werden können. Denn statisch ist der obere Wechsel nicht nötig und die Beihölzer hätten sich auch anders befestigen lassen!
     
  7. kateline

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    Danke für die Anmerkungen :-)

    Leider verstehe ich nicht, was der "obere Wechsel" ist? Ist das das Holz direkt über dem Fenster? Und das wäre nicht nötig gewesen?

    :-(
     
  8. kateline

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    Hier ein Auszug aus den Ausführungsplänen.
     

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  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 10. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Das obere waagerechte Holz, ja.
    Ist statisch nicht nötig, da dort unmittelbar das Dreieck >>Kehlbalken-Sparren-Pfette (seh ich zwar nicht, aber vermute ich stark)<< liegt. Da muss nichts abgefangen werden!
    Es dient nur als Anschluß für die Beihölzer (rechts und links neben dem Fenster). Die kriegt man auch anders fest!

    Dann hätte der hohe Einbau wenigstens etwas Sinn. Aber so......
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 10. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Das ist kein Ausführungsplan, das ist eine Statik-Positionsplan mit ein paar zusätzlichen Angaben.

    Ist das ein wirklich ein Architekt oder doch ein planender Statiker?
     
  11. Thomas B

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    Problematisch für eine angenehme Brüstungshöhe ist natürlich ein Kniestock von (geschätzt) über einem Meter Höhe. Im Schnitt, den es sicher auch geben wird, hätte man das Problem schon verher erkenen können. Ob es eine Ziegelreihe tiefer ginge, weiß ich nicht, denkbar wäre es aber.
     
  12. kateline

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    Wir bauen mit einem richtigen Architekten (Dipl.-Ing. (FH)). Leider haben wir auch noch ein anderes Problem, die Treppenaussparungen sind auch nicht groß genug, es passt nur eine Harfentreppe (aber das nur am Rande).


    Kniestock haben wir uns möglichst hoch gewünscht. Allerdings hatte uns der Architekt nicht darauf hingewiesen, dass die Dachflächenfenster dann eventuell zu hoch (für unsere Ansprüche) kämen.
     
  13. Neutal

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    Das mit dem Wechsel ist schon Ok. Bei dem Abstand der Füllhölzer bekommt man diese ja ansonsten gar nicht richt fest und das Fenster kann unter der auftretenden Last nach innen schwingen.
    Die Firma V.... gibt in den Einbaurichtlinien die empfehlung, das die Fensteroberkante so bei 2,0 m liegen sollte. Da das DFF in die Dachlattung eingepasst wird ist man soch einigermaßen gebonden was die Einbauhöhe anbelangt. Eine Latte tiefer beduetet also das das Fenster dann gleich gute 20 cm tiefer sitzt. Spätestens hier ist es nicht mehr möglich die Laibungsverkleidung sinnvoll anzubringen und man hat Kondensat an den Fenstern
     
  14. kateline

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    @Flocke

    Vielen Dank für die Erläuterungen :-)

    Ist das mit dem Kondensat an den Fenstern eine optische Sache oder leidet das Fenster darunter?

    Lese ich das richtig, dass das Fenster deiner Meinung nach doch nicht hätte tiefer eingebaut werden können?
    Oder doch, aber nur direkt um 20cm was zu besagtem Kondensat führen kann?
     
  15. PeterB

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    Und einen schräg eingebauten oberen Wechsel habe ich in letzter Zeit auch nicht mehr gesehen. Ich würde den immer waagerecht (parallel zum Fußboden) einbauen lassen.
    Unten scheint das ja eine Senkrechte bis ans Fenster zu ergeben, wenn die Wandverkleidung bis an das Fenster hochgezogen wird, was den unteren Füllbereich erklären würde.
     
  16. ManfredH

    ManfredH Gast

    Ohne etwas beschönigen zu wollen, ohne etwaige sonstige Versäumnisse des Architekten entschuldigen zu wollen...

    ... aber dass der Dachfusspunkt - und damit natürlich auch die mögliche Unterkante eines Dachfensters - umso weiter nach oben rutscht, je höher der Kniestock ist, das ist m.E. eine logische Schlussfolgerung, für die es nicht unbedingt noch eines besonderen Hinweises bedarf.

    Und waren denn diese eure Ansprüche hinsichtlich des Dachfensters auch konkret kommuniziert?
     
  17. Neutal

    Neutal

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    Hallo Kateline,
    Gehe doch einfach mal auf die Webseite von V..... Dort sind Hinweise zur Vermeidung von Kondensat an DFF. Vorgesehen ist, das der Untere Teil der Verkleidung zum Fenster möglicht senkrecht ausgeführt wird, damit die aufsteigende Luft am Fenster entlang streichen kann. Baue ich allerdings eine Fenterbank ein, habe ich im unteren Bereich einen "totenWinkel" in dem die aufsteigende Luft das Fenster nicht erreicht. Hier sammelt sich dann Kondenswasser. Je nach Stärke des Kondensatausfalls, kann sich dort dann schimmel bilden und Feuchteschäden können entstehen.

    @PeterB: Ein Wechselholz wird duraus schräg, wie zu sehen, eingebaut was auch sinnvoll ist.
    Sollten Wechselhölzer parallel zur Decke eingezogen werden, braucht man Hölzer anderer Abmessungen weil die tiefe sonst nicht stimmt. Kann man machen, will aber sicherlich auch kaum einer bezahlen
     
  18. Thomas B

    Thomas B

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    Jein!

    Der Bauherr wünscht sich erstmal "möglichst hoher Kniestock", weil das natürlich die nutzbare Fläche vergrößert.

    Ich denke schon, daß der A. dann mal einen Schnitt herauszaubern sollte, in dem er kurz erläutert, welche kniestockhöhe (gemeint ist der gemauerte/ betonierte Kniestock, also UK Fußpfette!) welche Konsequenzen auslöst.

    Ich habe durchweg gute Erfahrungen mit einem 50 cm Kniestock gemacht. Bei Gauben / DFF bekommt man dann eine angenehme Brüstungshöhe hin, wird's höher...naja, dann wird's eben höher.

    Die Logik, Manfred, ist schon richtig, aber der Hinweis, was bei welcher Höhe passiert, sollte schon kommen.

    Was war den geplant/ besproche/ vereinbart/ gewünscht???

    Eine Harfentreppe geht m.E. gar nicht! O.K., ist Geschmacksache...ich weiß...aber Harfe hat was von "Treppenknast".

    Was sagt denn der Planer dazu????????

    Thomas
     
  19. kateline

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    Bei 1m Kniestock geht man als Laie aber davon aus, dass man aus einem Dachflächenfenster hinausschauen kann. Das kam mir nie als problematisch in den Sinn und ich/wir versuchen immer wenn möglich alles durch- und mitzudenken.
     
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  21. kateline

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    Das war in keinster Weise gewünscht. Der Planer sagt, wir hätten aneinander vorbeigeredet.
    Naja, eventuell ist es noch zu retten, der Treppenausschnitt wird mit einem Spezialschneider vergrößert (soll nur 200 Euro kosten..).

    Mal abwarten.
     
  22. Thomas B

    Thomas B

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    Das wäre günstig!

    Eher fragwürdig! Nachvollziehbar wäre für mich: 10 verschiedene Trepenarten gehen, nur eine ganz spezielle (evtl. genau die gewünschte) geht nicht. Hier aber: Nur eine ganz spezielle Treppenart geht; alle anderen nicht. Da hat der Planer also ganz bewußt mit einer Harfentreppe geplant...oder verplant.
     
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