Dachflächenfenster - hätte man sie tiefer einbauen können? Dachdecker sagt "Nein".

Diskutiere Dachflächenfenster - hätte man sie tiefer einbauen können? Dachdecker sagt "Nein". im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; ...einschließlich des Schnittes anerkannt und unterschrieben. Macht man das so????? Werkpläne sind m.E. nicht freizuugeben, da es dem...

  1. Thomas B

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    Macht man das so?????

    Werkpläne sind m.E. nicht freizuugeben, da es dem Laien schlichtweg an Fachkenntnis fehlt die Richtigkeit des Geplanten beurteilen zu können.

    Bei mir unterschreibt kein Bauherr Pläne (außer die Bauantragspläne natürlich). das hat für mich etwas von geplantem Misstrauen (ich weiß, daß da evtl. Böcke drin sind, laß den BH unterschreiben, dann hat der die A.-Karte).
     
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  3. #62 Ralf Dühlmeyer, 11. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Den Bauherren sehe ich nach den hier gemachten Schilderungen in keiner Weise in der Pflicht!
    1) ist der Bauherr Laie, damit kann man ihn zu Recht nicht per Unterschrift für den letzten Krümel auf der Ausführungszeichnung verantwortlich machen, ebensowenig dafür, dass die UK Fenster jetzt bei 1, 50 - 1,60 liegt.
    Würde der Bauherr jetzt 0,90 fordern, dann müsste man sagen - hätte Dir klar sein müssen. Aber so - nö
    2) gibt es keinen unmittelbaren Schnitt durch das DFF - egal ob mit oder ohne Vermaßung des Unterstücks.
    Gäbe es den und zeigte er das, was gebaut wurde, könnte man vielleicht noch sagen - naja, hoch war erkennbar, hätte Anlaß zum Nachfragen sein müssen.

    Ich würde sogar so weit gehen, dem Bauherren dann eine Mitschuld zu geben, wenn er die grossen Fenster + die hohe Brüstung gewollt hat und jetzt über Kondensat wg. der tiefen Einbaulage meckern würde. Das hätte er vielleicht wissen/ahnen können.

    Aber welcher Laie geht davon aus, dass bei einem normalen Satteldach ein DFF mit 1,50 oder mehr Brüstungshöhe eingebaut wird?

    Die Urkrucks liegt beim Planer, der durch Weglassen der entsprechenden Detailplanung das Problem nicht erkannt hat.
    Hätte er für den Zimmerer die Wechsel (wie es sich gehört) vermaßt nach den Fensterpositionen eingetragen, hätte ihm die Lage auffallen müssen.
    Dann hätte er zum AG gehen können und das Thema besprechen können.
    Da wäre noch viel gegangen.

    Sowohl die Ziegelhersteller als auch der Fensterhersteller bieten eine ganze Palette an Maßen an, nach denen diese Planung unschwer möglich gewesen wäre!
    Da muss man sich eben mal die Mühe machen und die Lattung vernünftig auftragen in der Zeichnung.
    Mit einem mittleren Lattmaß, dass lässt dem DD genug Raum, um Dinge in gewissem Rahmen zu korrigieren!
    Ja, das braucht dann ne halbe Stunde im CAD + 2 Stunden Recherche bei den Herstellern - aber dafür gibts auch 25% des Honorars für die Ausführungsplanung!
     
  4. Biber53

    Biber53

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    Okay Ralf,

    danke mal vorab.
    Der Planer wird jetzt aber, so gut es geht, seine Haut retten. Den schwarzen Peter wird er versuchen, so weit wie möglich, dem Verarbeiter anzulasten.
    Außer, er wäre ein "Gutmensch", wie Thomas.
    Aber beim Geld....

    mfg, ich geb nun Ruhe...
     
  5. Thomas B

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    Ach was Gutmensch.....ein DFF mit einer Höhe, die selbst einer Giraffe als Absturzsicherung dienen könnte und zugleich eines riesenhaften Wuchs bedarf um oben anzukommen ist nicht mal eben um 5 cm verplant, sondern locker um 30 - 50 cm! Das ist so was von daneben, daß man das auch nicht schönbeten kann.
     
  6. H.PF

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    Ihr meint also allen Ernstes das ich als Dachdecker Bedenken anzumelden habe wenn ich da ein Dachfenster einbauen soll?

    Wenn der Architekt mir sagt: Da ist das Loch, da möcht ich das Fenster reinhaben dann bau ich das Fenster ein...

    Wieso gibt es denn sonst Architekten?

    Es ist überhaupt nicht vernünftig hinzubekommen aber das ist doch SO auffällig das der Architekt das wissen muß...

    Dann sehe ich so ein Fenster als Belichtung an und dafür ist die Höhe doch gut...
     
  7. Thomas B

    Thomas B

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  8. #67 Ralf Dühlmeyer, 11. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    @ H. PF
    Ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt! Wenn der DD den Planer fragt und der sagt Dahin oder Mach, wo Du meinst, dann ist der DD natürlich raus, denn er kann dann davon ausgehen, dass der Planer weiß, was die Bauherren wollen und was nicht.

    Bedenken solltest Du aber anmelden, wenn Du keine Angaben bekommst. Und selber machen ohne Nachfrage ist nmM noch schlimmer.
     
  9. kateline

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    Morgen haben wir einen Termin mit einem Gutachter, der auf Dächer spezialisiert ist, ich berichte dann gerne :-)
     
  10. kateline

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    Falls noch interssant:

    Der Gutachter sagt, man könne das Dachflächenfenster eine Ziegelreihe tiefer setzen. Dabei gibt es 2 Möglichkeiten.

    1. Unterer Wechsel bleibt, Fenster wird um 27cm tiefergesetzt und liegt auf Wechsel auf. Es muss dann eine längere Bleischürze für außen gekauft werden, da die jetzige die ans Dff anschließende Ziegelreihe nicht ausreichend überdeckt.

    2. Unterer Wechsel muss tiefergesetzt werden. Dann kann das Fenster um 34cm tiefergesetzt werden (eine Ziegelreihe).

    Des Weiteren hat der Gutachter festgestellt, dass der obere Wechsel laut Einbauempfehlung der Firma Roto falsch eingebaut sei, da er nicht waagrecht ist. Dadurch gehen uns 17cm Fensterfläche verloren und damit Lichteinfall.

    Unser Architekt holt im Moment eine dritte Meinung ein.

    Die große Frage ist nun, wer kommt für die Kosten auf (Dachdecker schätzt sie auf 2000 Euro für Variante1).
     
  11. kateline

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    Wir haben keine Schnitte oder Pläne unterschrieben!
     
  12. Neutal

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    Aus welchem Zirkus auch immer dieser Gutachter entlaufen ist. Selbst in der R.... Einbauanleitung sind die Wechsel so wie sie eben auch bei Ihnen sind...und nicht waagerecht.
    In der Regel gibt es einen Eindeckrahmen für Dachziegel mit der hohen Welle, die haben von Haus aus eine längere Schürze. Liegt allerdings nur das Blei auf den Ziegeln auf, kann es reißen. Die untere Kante der Blecheinfassung gehört auf die Ziegel.
     
  13. #72 Ralf Dühlmeyer, 19. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Das können nach meiner Meinung (die nicht unbedingt jur. abgesichert sein muss) DD un Architekt untereinander ausdiskutieren!

    Die beiden sind dran - wer zu wieviel % sollen die untereinander klären!
     
  14. kateline

    kateline

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    Architekt hat sich entschieden, einen Rechtsanwalt einzuschalten und er kommuniziert nicht mehr mit uns :-(
     
  15. Neutal

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    VON EVENTUELL EINGEBLENDETER WERBUNG IN DIESEM POS
    Auch eine Möglichkeit
     
  16. Baufuchs

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    Ja, so sind sie, die Architekten, die, wenn man sie beauftragt, mehr an Baukosten einsparen, als sie an Honorar verlangen.

    Duck und weg.
     
  17. Kermit

    Kermit

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    @ Baufuchs

    Falls diese Aussage an uns gerichtet sein soll, kann ich nur sagen, dass dies eine freche Unterstellung ist.

    Der Architekt hat uns sicherlich nicht versprochen, dass er sein Honorar einsparen werden wird und das war auch niemals unser Anspruch.

    Wir haben uns für einen Architekten entschieden, weil wir beide voll berufstätig sind und weil wir uns davon versprochen haben, dass er den Bau koordiniert und uns informiert, wenn wichtige Entscheidungen anstehen, uns über Möglichkeiten in Bezug auf Design und Funktionalität berät.

    Kateline (bin mit dem Account meines Mannes eingeloggt, merke ich gerade)
     
  18. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Ach Kermit (Kateline) , hättest du hier öfter und mehr gelesen, würdest du nicht so reagieren.

    Die von mir zitierte Aussage hättest du an vielen Stellen in diesem Forum finden können.
    Damit begründen einige der hier anwesenden Architekten die Notwendigkeit, einen solchen zu beschäftigen.

    Natürlich geht da nix gegen dich und dein dir angetrautes Eheweib.

    Cool bleiben...:winken
     
  19. Kermit

    Kermit

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    Cool ist in unserer momentanen Lage schwierig.
     
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  21. Biber53

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    Hallo Kateline/Kermit,

    mich würde der Ausgang dieser Geschichte sehr interessieren.
    Wenn Ihr dies hier nicht veröffentlichen wollt, wäre ich über eine Mail dankbar.

    Gebe Euch auch noch einen praktischen Tip.
    Wenn Dachfenster "nicht auf ganze Ziegelreihen" eingebaut werden.
    Brustblech vom Dachdecker/Flaschner fertigen lassen, so daß es objektbezogen paßt. Somit gibt es keine Probleme beim Übergang aufs Seitenblech.
    Ev. Stützlatte/-brett einbauen, wegen großer Länge des Brustbleches.
    Nachteil: I.d.R. hat der Dachdecker/Flaschner keine elox. Bleche.

    mfg
     
  22. #80 Ralf Dühlmeyer, 21. April 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    @ K&K
    Seht es mal (auch wenn es schwerfällt) positiv.
    1) habt Ihr jetzt Klarheit über die Positionen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
    2) könnt Ihr jetzt rel. zeitnah Euch einen suchen, der den Mist des Vorgängers grade biegt.

    Seht es, auch wenn s für Euch jetzt vielleicht komisch bis mies klingt, als Chance an.

    @ Baufuchs
    Ja - gegenüber dem Bauen OHNE irgendeinen sachverständigen Partner - also Vergabe in Eigenregie!

    Sicher gibts bei uns wie in allen anderen Berufen Pfeiffen. Und wer ohne Fehl ist, der werfe den ersten Stein und bewerbe sich anschliessend in Rom als Nachfolger für den Ex-Golffahrer!

    Aber wenn ich die %-Sätze der massiv unkoscheren GÜ mit denen der genauso unkoscheren Architekten vergleiche, dann ist deren Zahl absolut wie relativ kleiner!
    Und jetzt komme mir keiner mit den Budgetüberschreitungen im öffentlichen Bereich, denn die sind ein ganz eigenes Thema, bei dem die entsprechenden Planer bestenfalls eine Teilschuld, oftmals nicht mal die tragen, da es da von politischen bis hin zu fiskalischen Zwängen so viele Ursachen gibt, dass diese BV komplett aussen vor sind.
     
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